Lennart Schilgen - Gedankenschleifen und der Brief von Reinhard Meys Anwalt

Shownotes

Mein heutiger Gast macht aus den kleinen Dingen richtig große Momente.

Aus Gedankenschleifen, Alltagsmacken und dem ganz normalen Wahnsinn, den wir alle kennen. Warum schieben wir Dinge vor uns her? Warum drehen sich manche Gedanken immer wieder im Kreis? Und warum kann Nichtstun manchmal ganz schön anstrengend sein?

Lennart Schilgen hat daraus sein aktuelles Programm gemacht: „Lennart Schilgen - … macht nichts! Lieder vom Schleifen und Schleifen lassen“.

Der Berliner Liedermacher, Singer-Songwriter und Kabarettist schreibt über das Leben, wie es eben so läuft. Über Dinge, die wir uns vornehmen und dann doch nicht machen. Über kleine Absurditäten und große Gedanken. Dazu kommen selbst geschriebene Lieder, Parodien und jede Menge Wortwitz.

Seine musikalische Reise begann am Klavier, später kam die Gitarre dazu. Über die Celler Schule für Songtexter und die Mainzer Akademie für Musik und Poesie führte sein Weg auf die Bühne. Seit Jahren ist er dort solo unterwegs.

Eine ziemlich besondere Geschichte gab es auch mit Reinhard Mey. Nach einer Parodie bekam Lennart Post von dessen Anwalt. Das Video musste gelöscht werden. Fanpost sieht normalerweise anders aus.

Und ich bin schon lange Fan von Lennart. Deshalb wollte ich ihn unbedingt einmal hier im BB RADIO Mitternachtstalk Podcast zu Gast haben.

Wer ihn live erleben möchte: „Lennart Schilgen - … macht nichts! Lieder vom Schleifen und Schleifen lassen“ gibt es am 22. Oktober 2026 und am 13. März 2027 im Mehringhof-Theater. „Abwesenheitsnotizen“ läuft am 4. Dezember 2026 in der ufaFabrik.

Jetzt aber genug geredet.

Play-Button an und los geht’s. Viel Spaß mit Lennart Schilgen!

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Literatur

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Transkript anzeigen

00:00:00: Ich hatte ein Lied von ihm regulär im Programm.

00:00:02: Ich hab's umgetextet, das heißt am Tag an dem ich Post von Reinhard Mais Anwald bekam... Da ist er nicht Fan von wenn man seine Texte verändert?

00:00:07: Das wusste ich aber nicht!

00:00:09: Und das war sozusagen eher ein Glücksgriff in dem Moment, wo ich dachte im Moment jetzt schreibe ich einen Antwortsong.

00:00:14: Ich bin sehr froh, dass mir dieser Einfall kamen, wo dann eben diese Geschichte, dass sich die Anwaltspost bekommen habe und das Lied verboten bekommen haben, in ein Lied gepackt, was ich dann komplett selber geschrieben habe?

00:00:23: Das hat mir erstens Freude gemacht und zweitens auch glaube ich schon ein relativ großes Publikum da noch mal beschert weil das war eine der Sachen, die sich sehr verbreitet haben.

00:00:31: Kennst du das?

00:00:32: fragt Hagen Sören Wenn du grad Beim Wagner hören, still an ein paar Möhren nagend.

00:00:39: Den betagten Star-Tenören lauscht wie sie in höheren Lagen dröhnen ihre Klagen rühren und es dann so gehören Wagen mit blöden Fragen stören?

00:00:50: Hm, entgegnet Söhrenhagen kann ich nur vom Hören sagen!

00:01:02: Mein heutiger Gast ist jemand der aus kleinen Dingen richtig große Momente macht Aufs Gedankenschleifen, Alltagsmacken und diesem ganz normalen Wahnsinn, den wir alle kennen.

00:01:10: Mal klug mal komisch, mal so treffend dass man sich sofort wieder erkennt!

00:01:13: Seine Lieder- und Texte haben Witz, Feingefühl und diesen besonderen Blick auf das was sonst gern übersehen wird Und genau das macht ihn so spannend.

00:01:21: Ich freue mich sehr auf den Ferseflisterer.

00:01:24: Schön, dass du da bist Lieber Leonard Schelgen.

00:01:26: Ja hallo Es

00:01:27: ist an der Zeit, dass wir mal beide deine Geschichte hier ausrollen oder?

00:01:31: Ähm ja ich meine bis vor kurzem wusste ich nicht Das es an der zeit ist.

00:01:33: aber jetzt denke ich auch voll

00:01:35: Du bist ja schon so lange in meinem Fokus, dass ich dachte man muss ihn unbedingt mal einladen.

00:01:40: Ja es ist natürlich schmeicheln zu wissen das du den ganzen schon auch so einfach folgst und gar nicht jetzt nur aus Professionalität sondern auch weil du denkst ach Mensch finde ich irgendwie ganz gut.

00:01:50: Ich hätte dich auch persönlich angeschrieben aber wie wir wissen du meldest dich ja nicht zurück.

00:01:54: Das

00:01:54: ist, so singe ich es in einem Lied von mir und so ist das auch.

00:01:59: Genau!

00:01:59: Und deshalb habe ich gewartet bis dein Management mir eine E-Mail geschrieben hat... ...und dann habe ich den Wunsch geäußert gesagt also okay wenn du das in die Hand nimmst, dann kommt er vielleicht sogar?

00:02:07: Ja, so funktioniert das.

00:02:08: Ich meine ich hab davor, ich habe ja auch lange Zeit mich selber gemanagt und gebucht und irgendwie habe ich's auch hinbekommen dass sich jetzt sowas wie eine Karriere schon hatte.

00:02:18: aber es ist tatsächlich schon eine sehr große Entlastung, dass ich jetzt nicht mehr der einzige bin, der darauf achtet das irgendwie ein Vertrag irgendwo hinkommt oder dass sich irgendeine Einladungen wahrnehme oder überhaupt nur beantworten.

00:02:30: Du wer weiß was mit deiner Karriere passiert wäre wenn du schon früher jemand gehabt hättest der für dich diese ganzen anstrengende Dinge übernimmt?

00:02:36: Ich

00:02:36: wäre längst rein hat mein!

00:02:39: Über dem wir unbedingt noch reden müssen.

00:02:40: Du bist halt der kreative Kopf und dieser ganze Orgakram liegt dir da eigentlich auch.

00:02:45: Der liegt mir nicht, aber ich habe einen guten Freund gehabt der mich so bevor es so richtig losging auch mit meiner Solo-Karriere noch zurzeit als ich eine Band hatte.

00:02:57: So davon überzeugt hat dass sich wenn ich Konzerte haben will das einfach mir selbst organisieren kann.

00:03:03: also dieses komische Warten darauf ist muss jemand kommen der mich entdeckt und eigentlich Quatsches, weil sozusagen die Leute, die mit einem zusammenarbeiten wollen.

00:03:12: Das wird ja erst für diese richtig interessant wenn sie merken okay da ist jemand der hat Zucht dahinter.

00:03:18: und dann habe ich bin über meinen Schatten gesprungen und hab halt angefangen erst zu meiner Band und auch für mich selber Konzerte zu organisieren und das überhaupt nicht meine Komfortzone.

00:03:26: Dann saß ich dann irgendwie die ersten Male Bibbern vom Telefon und habe gesagt was?

00:03:30: Wenn Sie Nein sagen!

00:03:32: Und dann haben natürlich auch Leute Nein gesagt und ich dachte oh aber es das Leben geht weiter Und in der Summe sind da trotzdem Konzerte bei rumgekommen.

00:03:40: Das heißt, irgendwie konnte ich es dann aber je mehr Zeit man in die ganze Sache reinstecken muss von wegen natürlich auch Songs schreiben üben und dann rumfahren und dann Social Media machen irgendwie andere Werbekanele bedienen das du mehr Bälle hält muss man dann in der Luft halten.

00:04:03: Deswegen bin ich schon sehr froh, dass das irgendwann mir Leute zu Hilfe gekommen sind.

00:04:07: Und dann komme ich auch noch und habe eine Anfrage und hoffe, dass du in dieses Studio kommst um deine Geschichte mal auszukippen?

00:04:11: Ja, das mache ich doch jetzt gerne!

00:04:13: Das wurde ja jetzt organisiert.

00:04:15: Die Band ist übrigens Tonträger über die wir nachher auch noch reden.

00:04:18: Sehr gerne, genau.

00:04:19: Es ist auch

00:04:20: ein schönes Wort wie ich finde.

00:04:23: Ich habe ja in meiner Generation ganz viele Tonträger mitbekommen.

00:04:25: Es ging los mit der Kassette, die du ja wahrscheinlich nur noch vom Sehen kennst nämlich mal.

00:04:29: Ja

00:04:29: hatte ich als Kind auch echt?

00:04:31: Auf jeden Fall!

00:04:31: Das war sogar das einzige Medium auf dem ich selber für mich Sachen abspielen konnte also wo mein Bruder und ich dann irgendwie einen kleinen Kassettrekorder hatten und dann gab es so ein ganz paar Kassetten von... Reinhard May zum Beispiel.

00:04:43: Und

00:04:44: dann Ulrich Roski, Liedermacher auch...

00:04:47: Der steckt ja auch so ein bisschen in dir drin muss ich sagen?

00:04:49: Ja auf jeden Fall mit einem Einfluss genau wie Reinhart May und habe ich auch drüben in deiner Studiowand gesehen Hartmut Engler also pur

00:04:56: war.

00:04:56: eine

00:04:56: Kassette war auch dabei und das waren nur die Sachen auf die ich Zugriff hatte als Kind selbst und es war eben Kassettel.

00:05:03: Ich habe hin und her überlegt, also ich folge die ja schon wirklich lange.

00:05:06: Und ich hab auch schon ein bisschen Zeit mit dir verbracht ohne dass du davon wusstest weil ich ja bei Instagram immer so einen heimlicher Stalker bin der sagt, guck an erinnert hat wieder was Neues für mich ist.

00:05:15: nur die Mischung.

00:05:15: also Ulrich Roski ist noch ein bisschen drin Reinhard Maistren war ich den hör ich stimmlich teilweise auch raus.

00:05:20: dann so ein bisschen Otto Vakis in seinen Anfangszeiten isst auch mit drin.

00:05:23: Also ich glaube der muss nicht aus ein bisschen inspiriert haben oder?

00:05:26: Ja also früher Sachen habe ich auf hinter auch kennengelernt wobei Ja, keine Ahnung.

00:05:31: Also nicht bewusst aber viele Sachen beeinflussen einen ja auch unbewusst.

00:05:37: Bei Otto fand ich sehr interessant dass ich dann irgendwann rausgefunden habe das ein anderer Mensch der mich beeinflusst hat nämlich Robert Garnhardt Dass er viel für Otto geschrieben hat sozusagen in der früheren Zeit.

00:05:48: und also diese Gedichte die ich mache würde ich auch sagen sie sind stark davon beeinflußt was ich Robert Gernhardt gelesen habe Und dass der eben sozusagen auf diesem anderen Wege noch einen Einfluss für mich Und in der Welt war.

00:06:00: irgendwie dann irgendwann eine spannende Brücke, die ich gebaut habe.

00:06:04: Genau aber das nehme mich auch gerne an weil sagen die frühen Otto Sachen da hatte ich auf jeden Fall viel Spaß schon dran.

00:06:10: Wir müssen da die Geschichte ausräumen, weil ich bin begeistert von jungen Menschen, die schon im zarten Alter anfangen können mit schönen Wörtern etwas Schönes zu bauen.

00:06:18: Was mir damals nicht gelang, ehrlich gesagt.

00:06:21: Weil ich hatte andere Interessen... Ich war glaube ich bis Vierundzwanzig in Volkauut und konnte mich an diesen schönen Dingen gar nicht erfreuen.

00:06:27: Und bei dir war es völlig anders!

00:06:30: Ja, das ist ja immer auch eine Sache von was man für Einflüsse hat und welche Sachen einem vorgelegt werden.

00:06:39: von meinem Vater einen Robert Gernhard-Gedicht vorgelesen bekommen hatte.

00:06:42: Mein Vater war Fan davon und weiß gar nicht, ob ich da jetzt selber die Gedichte gelesen habe aber er hat halt immer irgendwie eine Zeile oder ein Gedicht oder so was zitiert und der Humor überträgt sich dann irgendwie.

00:06:55: Und genau so gilt es ja auch für Klavierunterricht.

00:06:58: das hab' ich ja auch nicht sozusagen mit sechs entschieden.

00:07:00: so Leute geht beiseite schafft mir ein Klavier her sondern meine Eltern haben natürlich gesagt hier Lennart probier das doch mal aus Kommt, geh doch mal ein paar Mal hin.

00:07:09: und dann hab ich gesagt ja so wie wenn's okay ist.

00:07:11: Bleib mal ein bisschen dabei!

00:07:12: Also diese Unterstützung hatte ich auch nicht dass sie mich irgendwie gezwungen haben da irgendwas durchzuziehen.

00:07:17: mein Bruder hat auch mit Klavier angefangen der hat irgendwann hingeschmissen.

00:07:21: es sind ja alles so Sachen die einen dazu bringen das man gewisse Einflüsse überhaupt erst ausgesetzt wird.

00:07:28: Die Begeisterung für die Musik kam dann auch wirklich erst später.

00:07:31: Also ich habe das so eine Zeit lang gemacht, wo ich dachte ja ist irgendwie ganz nett und so... Und dann fingst du langsam an mich es für mehr zu interessieren.

00:07:37: und wie funktioniert denn das mit den ganzen Harmonien jetzt auch außerhalb davon dass sich nur die Noten irgendwie vom Blatt aufs Ding sondern dass ich da auch verstehe was so harmonisch funktioniert fing so das Interesse an und das hat dann eben den Boden bereitet.

00:07:51: dafür als ich dann Gitarre gelernt habe dass ich schon halt ein paar Sachen wusste los, aber das hat natürlich diese Vorgeschichte.

00:07:59: Aber du kannst Notenleser?

00:08:00: Das ist ja auch schon mal ein großer Vorteil!

00:08:02: Das können ja viele nicht... Ja

00:08:03: also Noten lesen, ich kann Noten in Ziffern würde ich sagen.

00:08:07: Ich bin nicht sehr gut darin, dass so vom Blatt runter zu spielen sondern ich lerne das dann so ganz Schritt für Schritt.

00:08:13: und dann war mein Problem glaube ich eher, dass sich es dann immer auswendig konnte bevor ich irgendwie flüssig Noten- lesen hätte lernen können.

00:08:22: Deine Eltern haben auch dein musisches Talent damals schon erkannt ne?

00:08:27: unterstützt.

00:08:27: Ich weiß nicht, ob sie gesagt haben so Lennard der wird mein Musiker ich glaube nicht dass das irgendwie da war.

00:08:32: Ich glaube die haben eher gesagt ja finden wir natürlich gut wenn wenn da so eine Betätigung ist und das unterstützen wir auch sehr gerne und viel und würde eher sagen die sind dann so mitgegangen indem sie in dem Moment wo Sie gesehen haben ah die Begeisterung wächst haben sie auch gesagt ja klar macht das.

00:08:49: und hier okay du wünscht ihr eine E-Gitarre zum Geburtstag dann kriegst Du eine E Gitarre und ihr wollt einen Proberaum.

00:08:55: Und dann habe ich auch da die Unterstützung bekommen, dass wir den als Band gemeinsam mieten konnten.

00:09:01: Und immer gesagt hier ja klar, wir unterstützen das war natürlich bei der Band oft bei Konzerten und solche Sachen.

00:09:07: Also schon sehr unterstützt kann man sagen!

00:09:09: Ich weiß nicht ob wirklich so.

00:09:11: der Gedanke war naja er wird auf jeden Fall Musiker.

00:09:15: Es war auch nicht zu ihrer Freude unbedingt, dass sich mein Studium abgebrochen habe aber...

00:09:19: Dazu kommen wir gleich, wenn wir an der Stelle sind.

00:09:21: Ja

00:09:21: richtig!

00:09:22: Sorry ich greife vor euch.

00:09:23: Ich bin kein guter Lineare-Erzähler.

00:09:25: Du musst mich so ein bisschen in der Spur halten... Ich

00:09:26: bin ja da.

00:09:27: Ich versuche dich immer wieder auf den Hauptweg zurückzuholen, wenn du rechts abgebogen bist.

00:09:30: Ich habe aber so viele Fragen weißt

00:09:31: du?

00:09:31: Ja dann hauscht sie zu uns

00:09:33: Wenn du mit sechs Jahren anfängst Klavier zu spielen weil die Eltern der Meinung sind das ist eine gute Entscheidung wenn der Junge das lernt.

00:09:38: Leute die frühzeitig anfangen Instrumenten zu lernen Die sind doch sehr schlau.

00:09:42: später Weil die zusammenhängen denken können und weil man das ja aus Studium weiß dass Kinder die musisch erzogen werden später auch Schlaukinder sind.

00:09:49: Vielleicht wollten sie auch das aus diesem Grunde.

00:09:51: Die wollten mir ermöglichen, Sachen auszuprobieren und haben mich zu anderen Sachen.

00:09:56: Also irgendwie Judo hab ich mal gemacht... Ach guck, echt?

00:10:00: Ja aber...

00:10:01: War nicht eins!

00:10:02: Bin nicht so weit zu.

00:10:03: Zu wenig Tasten beim Judo.

00:10:05: Ich habe Fußball, hab' ich auch gespielt.

00:10:08: Da war ich eine Zeit lang im Verein.

00:10:11: Das haben Sie mir auch ermöglicht.

00:10:13: Ich glaube es ist grundsätzlich eher ein... dieses Unterstützende von zu Hause, die sagen hier macht doch was.

00:10:18: Macht doch was!

00:10:18: Macht doch am besten was mit Musik?

00:10:20: Dann konntest du auf jeden Fall gut Klavier spielen schon als relativ junger Mensch und dann hast du selbst angefangen dir die Gitarre draufgedrückt.

00:10:26: das war deine eigene Entscheidung.

00:10:27: Das

00:10:28: war mit vierzehn.

00:10:29: zusammen mit einem Freund von mir der auch in der Band war haben wir uns das gemeinsam vorgenommen dass wir in diesem einen Sommer zu spät von den Ärzten lernen und nach dem Sommerferien spielen wir es den Leuten vor und da denken alle Boah wie geil sind die denn?

00:10:42: Und hat das geklappt so?

00:10:44: Nee, weil zu spät war dann irgendwann auch während schon Barret-Akorde dabei gewesen.

00:10:50: Das ist so schwierig zu greifen auf der Gitarre.

00:10:52: Das hat also noch nicht so schnell geklappt aber es hat gereicht dass ich sozusagen hooked war, da will ich mehr davon machen und besser drin werden.

00:11:02: Warum hast du mir das angetan?

00:11:05: Ich

00:11:05: hab's von einer bekannten Erfahrung.

00:11:08: Das war ja ein Hit von vor unseren Zeiten und so, aber die Ärzte waren auf jeden Fall eine der... die uns auch da als früh beeinflusst haben und wo man dachte, ja genau so müsste man sein.

00:11:18: Ja

00:11:18: du bist achtundachtzig in Berlin geboren?

00:11:20: In Zählendorf und das heißt es... Das Lied war zu dem Zeitpunkt schon fünf sechs Jahre alt, ne?

00:11:25: Ja!

00:11:25: Und das sollte natürlich noch einige Jahre mehr dauern bis ich's überhaupt kennenlerne.

00:11:30: Ist nicht mit der Muttermilch.

00:11:31: Nein, nein, nee.

00:11:33: Sag mal hast Du damals auch den Entschluss gefasst Musiker zu werden weil man bei den Mädels gut ankommt.

00:11:37: Was ist ja bei vielen auch der Grund dafür?

00:11:39: Ich würde sagen, das war schon, also Musiker werden überhaupt Gitarre lernen.

00:11:43: War aber glaube ich schon so ein bisschen davon beeinflusst, dass ich dachte steigert mein cooles Grad wahrscheinlich?

00:11:49: Das hat sich Spoiler-Alarmen... Nicht direkt so ausgezahlt, wie ich mir das vorgestellt hatte.

00:11:57: Einer der Gründe war dafür aber auch dass sich dann... Ich tendiere dazu Sachen sehr extrem und sehr intensiv zu machen sozusagen wenn ich einmal anfange Und dann war ich halt sozusagen so vertieft, dass dann plötzlich erst das Gitarre lernen und dann eben diese Band die wir gegründet haben mein ganzes Leben wurde Ich wenig Platz für andere Sachen daneben gelassen habe Keine

00:12:18: Zeit für Mädels

00:12:19: Keine Zeit für mich.

00:12:20: Das hat natürlich auch noch andere Gründe, ich war dann irgendwie super schüchtern und war pubertät und mein Gesicht sah so aus dass ich dachte eigentlich möchte ich gerne auf den Boden schauen Und dann bin ich da nicht so auf Leute zugegangen und habe mich eher in dieser Gruppe meiner Band sozusagen so.

00:12:36: das ist so meinen sicherer Hafen hier sind wir unter uns und dieses Musik machen.

00:12:40: das ist sowas darauf kann man sich konzentrieren.

00:12:42: und das andere war schon eine ganze weile auch so einer Unwegsamkeit Wo ich vor Zurück geschreckt bin, also dieses Direkte.

00:12:50: Ich stehe, späle mich hin und spiele Gitarre.

00:12:53: Und dann sage ich, haha jetzt finde ich alle toll das ist nicht so passiert.

00:12:59: Also Straßenmusik wäre nicht ein Ding gewesen oder

00:13:01: doch?

00:13:01: Nein nein nein!

00:13:02: Also ich habe es tatsächlich irgendwann mal probiert.

00:13:04: Dann als ich schon eine ganze Weile selber Lieder geschrieben habe weil ich dachte okay ich will die Erfahrung mal machen habe aber dann auch schon gemerkt, da bin ich überhaupt nicht für gemacht.

00:13:11: und die Lieder, die ich schreibe... Ich hab versucht mit meinen eigenen Liedern das zu machen.

00:13:15: Schwer,

00:13:16: wenn man den nicht kennt ne?

00:13:17: Genau,

00:13:17: das ist weil dafür bleiben die Leute schwerlich stehen.

00:13:20: Dann waren die alle so textlastig, dass man eigentlich müsste mal schon zuhören um irgendwie was davon zu haben.

00:13:25: aber irgendwie muss man die Leute erst einmal reinziehen.

00:13:27: also das hat nicht so gut geklappt.

00:13:29: Ja Lennart Schilgen Fans kommen gezielt zu dir ins Theater

00:13:32: und guckst du an?

00:13:33: Da

00:13:33: bin ich sehr froh.

00:13:33: Und die sind auch in verschiedenen Altersklassen.

00:13:36: Also ich habe ein Video noch im Kopf.

00:13:37: da saßt die kleine siehmjährige Charlotte bei dir und dann hast du deinen eigenen Text irgendwie in der zweiten Strophe verhackt Und dann hat sie dich darauf hingewiesen, dass da was fehlt.

00:13:47: Ja, das ist ein sehr besonderer Moment auch für mich.

00:13:50: Ich bin sehr glücklich, dass das zufällig mit anmitgefilmt wurde und dass ich so diese Erinnerungen habe.

00:13:56: aber das passiert nicht immer.

00:13:57: Aber manchmal kommen halt Eltern mit ihren Kindern und da scheint es bei manchen zumindest so sein, dass die Zuhause eine CD von mir schon rauf und runter gehört haben und alles auswendig können.

00:14:06: Das war so ein Fall und das war ein Special.

00:14:10: Die Schalotte ist auch so ein Wunderkind wie du damals warst zu dem Zeitpunkt weil mit sieben Jahren Da hört man normalerweise ja nicht unbedingt Ulrich Roski CDs, weißt du?

00:14:17: Das ist einfach so.

00:14:18: Mit sieben Jahren hört man die Musik, die gerade bei der Sieb-EMC-Gruppe so angesagt ist und dazu gehört Ulrich roski eigentlich.

00:14:23: Nein das wird ja viel gesteuert von den Eltern was man als Kind hört.

00:14:26: also ich meine Ich habe mir auch nicht ausgesucht dass jetzt Ulrich Rossi mein Ding ist sondern es war halt eine Kassette die da war Und natürlich waren bei Ulrich Rossky und auch bei Reinhard May.

00:14:36: bei allen möglichen Sachen gibt es Sachen, die ich nicht verstanden habe.

00:14:39: Ich konnte die Texte auswendig aber wusste nicht genau okay worum geht's jetzt eigentlich?

00:14:43: Aber das war irgendwie egal weil irgendwie genügend durch die Musik und so ein paar textliche Witze oder irgendwas was sich dann doch verstanden haben hängen blieb dass ich dachte geil da hab' ich Spaß dran bin ich auch ganz froh darum weil es gibt glaube ich auch viel Kindermusik die für Kinder gemacht ist Die Eltern dann hauptsächlich nervt Und wo, wo?

00:15:06: ich mir denke ja aber es würde doch auch was anderes tun.

00:15:08: Die Kinder brauchen ja nicht unbedingt das alles blinkplong und kinderhaft und möglichst einfache Sprache sondern ich glaube schon dass Kinder alle möglichen Einflüsse aufsaugen und es gibt immer dann Sachen die man vielleicht erst später versteht oder so.

00:15:22: aber wenn etwas funktioniert irgendeinen Teil davon ankommt, kann das ja auch schon cool sein.

00:15:27: Also mein Vater damals auch Ulrich Roski gehört

00:15:29: und ich weiß

00:15:29: aber dass es mir nicht gefallen hat weil ich hab zu dem Zeitpunkt lieber Popmusik gehört.

00:15:33: also damals gab es so Smokey und Abba und die Bee Gees und so ein Zeug.

00:15:37: das habe ich damals gehört und das hat mich viel besser gefallen.

00:15:38: Ich habe nichts davon verstanden was sie gesungen haben

00:15:41: Aber wie alt warst du da?

00:15:43: Da war ich so alt wie du zu dem zeitpunkt als du Ulrich roski gut fandest.

00:15:45: Deshalb sag ich ja Du warst immer bisschen besonders Als Liedermacher und Singer Songwriter hast du wahrscheinlich auch frühzeitig angefangen Worte so zu sortieren, dass sie in anderen Ohren gut klingen?

00:15:56: Ja ich glaube diese Sprache und das dieses gerade so phonetische Sachen wo dann plötzlich irgendeinen Gleichklang ist.

00:16:01: Dass sich da nur gedacht habe ah es klingt toll.

00:16:03: aber so mich als Schreiber gesehen hab' ich glaub ich sehr lange nicht.

00:16:08: Und es kam wirklich erst durch die Band.

00:16:10: und als wir dann irgendwann gedacht haben okay wie sind jetzt eine Band was braucht ne Band eigene Lieder?

00:16:15: klar Gut probiere ich's halt mal.

00:16:18: Das war ein bisschen dieser Rahmen wo ich dachte ok jetzt probiert es mal aus, aber sehr unbedarf und zu den Anfangszeiten jetzt nicht mit den größten Ambitionen sondern eher so naja ich probier's halt mal.

00:16:31: War das klar dass ihr als Band-Tonträger auch solche Musik macht?

00:16:33: So ähnlich wie die du jetzt machst?

00:16:36: Wie seid ihr da zusammengekommen überhaupt?

00:16:38: Wir

00:16:39: sind eher so beeinflusst musikalisch und sozusagen was unser Selbstverständnis dann lange Zeit war.

00:16:46: von Beatles & Queen So Klassik habe ich auch so eben dann in der Zeit entdeckt und lieben gelernt.

00:16:56: Ich glaube, eines der Probleme auf dem Weg dahin war dass wir schon gedacht haben okay es soll Deutsch sein und ernste Texte zu schreiben.

00:17:07: Ich glaub das lag keinem von uns so richtig.

00:17:10: da waren dann vielleicht die Ärzte doch ein bisschen mehr Einfluss noch und dieses Liedermacher hafter halt.

00:17:16: Das heißt sie hatten Wir haben versucht zu klingen wie die Beatles,

00:17:21: aber mit deutschen Texten.

00:17:22: Aber mit deutschen texten, die witzig irgendwie auch sehr drüber teilweise waren wo was wir halt mit fünfzehn und sechzehn dachten das ist jetzt witzige oder dass es provokant wenn wir das singen, aber eben nicht irgendwelche Herzschmerzsachen.

00:17:38: Das hat sich über die Jahre so ein bisschen verfeinert, aber wir haben ja sehr lange in diesem Newcomer-Band Umfeld in Berlin gespielt und da sitzt man halt so in Runden von irgendwelchen Punk-Bands.

00:17:49: In irgendwelche Schuppen wo die Musik viel zu laut ist und man versteht den Text eh nicht.

00:17:53: Sicherer Hafen kann nichts passieren, die verstehen uns nicht.

00:17:56: Genau!

00:17:57: Und darüber hinaus, genau dann kommen halt die Schulfreunde, kommen dann noch irgendwie in diese Clubs und Pogen vor der Bühne rum während man auf der Büne lernmacht.

00:18:06: Das war eine Zeit lang natürlich auch schön und ich glaube irgendwann hat es mich dann so ein bisschen genervt, wahrscheinlich in dem Maße wo ich dann auch sozusagen mein eigener Anspruch an die Texte gestiegen ist.

00:18:14: Ich dachte im Moment die hören ja gar nicht zu!

00:18:16: Und jetzt will ich ja dass die Leute langsam die Texten verstehen.

00:18:19: und dann war das irgendwann mal so ein Erweckungs-Erlebnis als wir in einem Rahmen waren wo plötzlich die Musik ganz leise sein musste und wir saßen auf der Bühne und gab so Barhocker oder so wie die Leute saßen im Publikum Und auf einmal war eine völlig andere Atmosphäre und sozusagen so Witze, die ich schon immer in diesen Liedern drin geschrieben habe.

00:18:37: Wo ich dachte höh das ist irgendwie ganz witzig.

00:18:39: also hatten eben nicht viel nicht mehr auf dieses tanzenwollende Publikum sondern Leute saßen da und haben dann irgendwas auch davon plötzlich gut gefunden und gelacht.

00:18:47: und da dachte ich so ja Fakt natürlich dass müssen wir machen!

00:18:50: Das war für mich so ein Realisationsmoment wo ich dachte das muss dahin gehen und es war dann so ein bisschen die Bewegung die die Band insgesamt Schritt für Schritt gemacht hat weil Na ja, ich glaube das wollten nicht alle gleichermaßen.

00:19:02: Also ich glaube dieses Vollabrocken und so wollten die anderen schon noch ein bisschen mehr als ich.

00:19:06: Ich war eigentlich ganz froh dass ich dann irgendwann sitzen konnte und nicht mehr den Hampelmann machen musste Aber das war dann schon irgendwie relativ eindeutig, dass das der bessere Rahmen für uns ist.

00:19:17: Aber ein gewisser Bodo Wadke hat ja eure Band noch in den Entzügen miterlebt und war ja auch Fender von.

00:19:24: Der hat uns vergleichsweise ja wirklich früh entdeckt und kennengelernt.

00:19:28: Also im Jahr zwei tausend neun oder so hatten wir einen Release-Konzert von einer CD die wir mal wieder als Debüt CD verkauft haben.

00:19:35: Obwohl es die vierte war.

00:19:36: aber wir haben jedes Mal halt gedacht nee jetzt ist jetzt die richtige erste Und wir hatten über die Schule, über so ein Schulprojekt, hatten wir schon mal Kontakt zu Bodo gehabt und in unserem Größen war eine CD mitgegeben gesagt.

00:19:48: Bodo hörte das an und aller Wahrscheinlichkeit zum Trotz hat dann einen Jahr später er sich tatsächlich mal gemeldet und gesagt hey Leute finde ich irgendwie voll cool!

00:19:56: Und dann haben wir den nächsten größten Wahnschritt gesagt ja Bodo wenn du es cool findest kommen doch zu unseren Release-Konzerts.

00:20:01: und das hat der z.B.

00:20:03: gemacht.

00:20:03: also der hätte uns mega unterstützt.

00:20:06: Krass, weil ich kannte denen schon auch seit der siebten Klasse die Sachen von Bodo und war plötzlich so ein Meet the Hero Moment.

00:20:14: Bode Wadke ist ja auch regelmäßig Gast dieser Sendung und vielleicht wurdest du mir damals auch deshalb angezeigt, weil ihr irgendwie in den sozialen Netzwerken miteinander verbandelt seid sozusagen?

00:20:23: Und deshalb wurde mir irgendwann der kleine Lennart angezeigt und ich hab gedacht Mensch, gig an!

00:20:27: Da wächst ein junges Talent hinterher.

00:20:29: Ja das ist

00:20:30: möglich oder?

00:20:31: Ich glaube es gibt einige mindestens damals aber Ja, vielleicht jetzt auch noch.

00:20:36: Es ist ja schon ein ähnlicher Rahmen und Bereich in dem wir uns bewegen.

00:20:40: Ich muss mal kurz auf deinen beruflichen Wunsch zurückkommen weil deine Eltern... Du hast vorhin erzählt die waren dann ein bisschen sauer dass du das Studium abgebrochen hast.

00:20:46: War für dich klar?

00:20:46: Also gut ich mach mein Abi und dann gucken wir mal was passiert.

00:20:49: aber es muss irgendwas musisches sein!

00:20:51: Ich

00:20:51: glaube so elternhausmäßig war relativ klar, dass der nächste Schritt war na ok Len hat studiert.

00:20:57: nur was ist die Frage?

00:20:58: Das ist ja auch so'n bisschen Bildungsburgatum wo da sowieso eine Selbstverständlichkeit ist.

00:21:03: dann bin ich jetzt nicht mit dem großen Ziel, was ein Beruf sein könnte.

00:21:07: Aber schon mit dem Gedanken hergut... Ich denke auch, dass es sinnvoll ist, wenn ich einen Studio mache und da als ich da angefangen habe war ich noch gar nicht so, dass das jetzt irgendwie voll mein Beruf werden könnte.

00:21:17: Das war klar okay die Band, das ist unser Traum und das haben wir auch die ganze Zeit nebenher gemacht.

00:21:21: Das haben bei uns allen immer noch wichtig.

00:21:23: aber das war auch noch bevor wir richtig die Kleinkunstbühnen deckt haben.

00:21:28: Wir sind relativ lange auf diesen eher Club-Bühnen und er laut Bühnen rumgetont.

00:21:36: Ich hatte nicht so richtig einen Plan, ich hab gedacht irgendwas mit Sprache habe dann so ein Mischmaschstudium an der TU angefangen das sich aber nach einem zwei Semestern schon wieder abgebrochen habe bin danach zur Germanistik und Romanistik an der HU gewechselt.

00:21:52: Da hatte ich zumindest schon das Gefühl, okay dieses mit der Literatur und so.

00:21:55: Das passt?

00:21:56: Da habe ich Bock drauf.

00:21:57: Ich hatte auch schon eine Verbindung zu Frankreich dadurch dass sich mehrere Austäusche zur Schulzeiten gemacht hat.

00:22:03: Hmh warte wo Francais?

00:22:05: Je parle français!

00:22:07: Krass!

00:22:07: Ich hab dann mir Raustischer gemacht und hab dann auch über das Studium den Erasmusjahr in Frankreich gemacht wo ich glaube ich relativ gut französisch gelernt habe.

00:22:15: in der Zeit Und das war also noch ne ganze Weile wo ich so bisschen auf gerate wohl halt so rumstudiert habe, dachte klar irgendwie mache ich das fertig.

00:22:25: Ich weiß zwar nicht was ich danach mitmache aber dass Musiker sein war nicht so so klar.

00:22:31: Das war so ja sich schon irgendwie so zwei drei Jahre nach diesem Erasmus-Singen schon wieder hier war und meine wahrscheinlich meine Studienzeit schon anfing zu überziehen.

00:22:42: Dass der Freund von dem ich vorhin erzählt habe so mehr und mehr sagte naja Lennart also wenn du es willst dann probierst doch einfach aus.

00:22:47: Dann versuch doch einfach mal Leute anzurufen um dir eine Notur zu organisieren.

00:22:51: Das kam dann erst so langsam und als ich angefangen habe, hab ich gesagt, ich setze mich hin.

00:22:54: Und mach das war der Moment wo ich dachte, okay, ich glaube, ich probiere es jetzt wirklich

00:22:58: aus.".

00:22:59: Da war's natürlich immer noch eigentlich ein voll guter Background im Studium zu sein und das auch von den Eltern noch mit unterstützt zu bekommen.

00:23:08: Ein bisschen mit dem Erklärung erlernert aber du machst das schon fertig!

00:23:12: Das war sozusagen auch eine mega privilegierter Background da, das so ein bisschen vernachlässigen zu können und dafür mehr Sachen zu organisieren.

00:23:21: Ohne dass direkt jetzt von der Uni jemand dasteht oder dass meine Eltern sofort sagen nee Lennard aber so geht es gar nicht.

00:23:26: Das heißt ich hatte schon so ne kleine Übergangsphase auch wo ich das gesagt habe Ich will das jetzt!

00:23:31: Ich probiere das jetzt Und einfach dank meiner Eltern Dass das machen konnte Und zum Glück ging es dann aber relativ schnell los.

00:23:38: Also ist mehr oder weniger ein Jahr, nachdem ich gesagt habe jetzt probierst richtig... ...finge ich an so Geld zu verdienen dass sie sagen ok jetzt kann ich meine Miete davon bezahlen.

00:23:46: Jetzt brauche ich keine Unterstützung mehr.

00:23:49: Das war mir dann auch irgendwie sehr wichtig das sich da so schnell wie möglich davon losgekommen weil krasses Privileg und so.

00:23:54: Aber gleichzeitig wollte ich natürlich irgendwie sage Ich will's alleine schaffen!

00:23:58: Und seit dem, das war dann so... ...zw.k.

00:24:01: hatte ich dann mein erstes Programm hat mein erstes Programm Premiere und ab da mehr oder weniger hatte ich immer so viele Auftritte, dass ich davon leben konnte.

00:24:09: Also

00:24:09: ich habe das mal so ein bisschen recherchiert.

00:24:10: du hast ja zwischendurch die Sellerschule noch die Förderinrichtung für Songtexta absolviert, d.h.

00:24:14: was natürlich für dich perfekt ist, ne?

00:24:16: Ja!

00:24:16: Du konntest ja auch noch ein bisschen etwas lernen, was du noch nicht wusstest also was nicht in dir drin war von Hause aus.

00:24:21: dann hast du im Jahr zwei Tausend Zwölf als Solo-Künstler begonnen.

00:24:24: Und was noch, im Jahr zum Jahr- und Jahrzehntag?

00:24:28: Ja, das sind alles so Sachen.

00:24:30: Das klingt offiziell und so.

00:24:32: Ich glaube wahrscheinlich die meisten wissen überhaupt nicht, was ist das!

00:24:35: Zellerschule ist tatsächlich speziell für Textschreiber von der GEMA Stiftung finanziertes Projekt, wo zehn Leute im Jahr für zwei Wochen da hinkommen.

00:24:48: Das waren so Zwischenschritte, wo die natürlich auch mega wichtig waren.

00:24:53: Unter anderem auch dafür, dass ich mich losgelöst von der Wend ein bisschen als... wirklich Liermacher verstanden habe.

00:25:01: Zwei Tausend Fünfzehn kam dann das erste Programm, Engels Zungenbrecher und seitdem schreiben wir quasi deine Geschichte und es ist jetzt mittlerweile schon über zehn Jahre her.

00:25:09: Überlegen mal bitte.

00:25:11: Das heißt du bist schon elf Jahre auf der Bühne jetzt mittlerweile und es is kein Ende in Sicht.

00:25:15: also im Gegenteil es wird immer mehr so.

00:25:17: ich würde mal sagen lieber lennart wer wenn man ganz kurz einen um deinen brain ein bisschen zu entspannen

00:25:22: ja

00:25:23: eine kleine entweder oder runde machen okay dir weil das ist

00:25:28: Entweder oder.

00:25:28: Bist du bereit für entweder-oder?

00:25:30: Ja, ich muss ja!

00:25:32: Entweder früh aufstehen oder lange wach bleiben?

00:25:34: Ähm... Lange wachbleiben.

00:25:36: Kaffee oder Tee?

00:25:37: Kaffe.

00:25:38: Statttubel oder Ruhe?

00:25:41: Beides.

00:25:42: Beides in Abwechslung.

00:25:44: Wenn zu viel Stadttubbel da war dann

00:25:46: Ruhe?!

00:25:46: Ja, Ruhe auch gerne für... Also gerade zum Schreiben oder so fahre ich gerne mal weg.

00:25:52: Wohin

00:25:52: denn?

00:25:53: Es

00:25:53: gibt zwei Orte im Brandenburg wo so ... kleine Ferienwohnungen gibt, wo es ein Klavier gibt.

00:25:58: Wo ich die Leute inzwischen kenne und dann je nachdem wie's passt mich da für eine Woche so einmiete und dann halt nur zum Schreiben da bin.

00:26:05: Ja

00:26:06: Brandenburg ist geil ne?

00:26:07: Brandenburger

00:26:09: hat viel!

00:26:10: Dann wissen wir ja für die Zukunft oder ihr wenn ihr das gehört habt wisst also die Songs von Lennart entstehen oft in Brandenberg was total schönes Plan haben oder treiben lassen.

00:26:20: Ich wünschte, ich hätte mehr Plan.

00:26:21: Ich lass mich leider sehr viel treiben und bin sehr impulsgesteuert was bestimmte Sachen angeht.

00:26:26: Was nicht dabei hilft den Tag wirklich organisiert über die Bühne zu bringen also leider mehr treiben lassen

00:26:35: Wenn

00:26:38: ich das Gefühl habe, es würde so großer Gesichtsverlust dranhängen, wenn ich das nicht wahrnehme.

00:26:41: Achso!

00:26:42: Hättest du abgesagt?

00:26:43: Wenn Du gewusst hättest was Dich hier erwartet, dass sich Dir durchquäle durch dieses Gespräch?

00:26:47: Nein,

00:26:47: nein, nein!

00:26:48: Ich meine nur Gesichtsverluste im Sinne von... Ich komme ja auch zu Auftritten weil da würde ich sozusagen so viele Leute enttäuschen.

00:26:53: Das läuft nicht unter.

00:26:54: einfach mal treiben lassen und das könnte auch nicht passieren Und das ist jetzt auch ein wichtiger Termin.

00:26:59: Ich mein Radiointerview ist jetzt hab' ich ja auch nicht jeden Tag

00:27:02: Genau!

00:27:02: Und ich wäre auch sehr traurig, wenn du nicht gekommen wärst.

00:27:04: Ich hab mir das ja lange gewünscht, dass du herkommst.

00:27:06: Weißt du?

00:27:06: Ich verfolge dich hier schon eine Weile.

00:27:09: Spaziergang oder Sofa?

00:27:10: Ähm...

00:27:11: Spazieren.

00:27:12: Ordnung- oder kreatives Chaos?

00:27:16: Zwischen Ideal und Wirklichkeit ist da auch viel wieder einer Diskrepanz.

00:27:19: Deswegen wahrscheinlich aber leider eher kreative Chaos.

00:27:22: Du hast immer ein Buch dabei, wo du es aufschreibst.

00:27:24: Also wenn die Seiten jetzt locker werden... also nicht in einem Buchform sondern locker würdest du vielleicht die eine oder andere verlegen mit deinen Ideen?

00:27:30: Ja

00:27:30: ja ich habe früher immer diese Spiralblöcke und die mit diesen perforierten Rausreiß-Sachen Und da hab' ich auch geregelt wie sich dann die Sachen draus verloren.

00:27:38: Die hatte diese losen Blattsammlung und irgendwann bin ich dazu übergegangen mir richtig gebundene A four Notizbücher zu kaufen, wo ich die zwar so bisschen mehr schwerer mit rumzuschleppen sind aber wo ich dann denke okay wenigstens Es kann nichts verloren gehen.

00:27:53: Man lernt auch seinen Fehlern, Bauchgefühl oder Kopfentscheidung?

00:27:57: Ich bin ein notorischer Zergrübler der immer selbst sein Bauch-Gefühl hinterfragt.

00:28:02: also ich bin großer Kopfmensch.

00:28:04: Allein sein oder Leute um dich?

00:28:06: Ähm allein sein!

00:28:07: Aber wenn du dein Publikum vor dir hast dann ist das... Da bist du alleine mit dem Publikuum

00:28:10: ja?!

00:28:11: Das ist ja eine sehr besondere Situation.

00:28:14: Erstens bin ich in einer sehr besonderen Rolle, sozusagen das ist der Rahmen dafür da, dass ich endlich zeigen darf was ich mir alles tolles ausgedacht habe und es sind natürlich ein Moment der Verbindung und da ist natürlich auch... entweder oder ist auch... Ja, na toll!

00:28:28: Ich will nicht immer allein sein.

00:28:31: Natürlich Menschen um mich haben aber wenn ich daran denke, was meine Go-To und Wohlfühl und Auftankmomente sind dann...

00:28:38: Dann lieber alleine im Brandenburg?

00:28:41: Ja, genau.

00:28:41: Es gibt so eine Art von zu mir selber kommen die zum Beispiel dann auch im Schreiben sich natürlich Ausdruck

00:28:46: bzw.,

00:28:46: die ich fürs Schreiben brauche wo ich sehr gerne alleine bin was aber in diesem Buch gar nicht so schlecht ist weil Bühne klar Aber man ist ja viel unterwegs und reißt allein mit der Bahn oder ist dann in einem Hotel.

00:28:59: Das heißt es ist nicht schlecht dass ich eigentlich gut Zeit allein verbringen kann.

00:29:02: Gut Süß oder salzig?

00:29:05: Süss

00:29:06: Reden oder erst einmal beobachten.

00:29:08: Er ist einmal beobachtet.

00:29:09: Das habe ich, so hätte ich sofort unterschrieben.

00:29:11: Fensterplatz oder Gang?

00:29:15: Du

00:29:15: bist ja ein guter Beobachter, deshalb eigentlich Fensterplatz.

00:29:17: Ja, ich bin gerade jetzt sehr grübelig die Sache wieder und ich wollte ja intuitiv antworten.

00:29:22: Aber

00:29:23: am Gang kann man gut abhauen!

00:29:23: Ich bin realistischerweise sitze ich eher am Gang aber das ist auch eine taktische Sache weil dahinter so ein bisschen die Hoffnung hängt dass es den Leuten zu aufwendig ist mich zu fragen ob ich nicht aufstehen kann damit sie auf dem Platz neben mich können.

00:29:37: Hahahaha!

00:29:39: Und ich lasse den da zur Freie.

00:29:41: Ich leg da keine Sachen hin, das wär ja auch falsch.

00:29:44: Die Leute sollen sich dahinsitzen... Aber die leise Hoffnung ist so dass sie vorbeigehen und denken ach naja gut hier sitzt jemand schon am Fenster, da setze ich mich eher hin und dann hab' ich die Bahnfahrt meinen den zweiersitzplatz für mich.

00:29:54: Das ist so aber das sind... Das ist Wahnsinn!

00:29:57: Jetzt sind wir in deiner Welt In den geheimen Zeitgedanken meines Kopfes.

00:30:02: Lenda

00:30:02: du bist genau da wo du bist weil du so bist wie du bist.

00:30:05: Das muss ich mir auch

00:30:06: immer wieder sagen Ja es ist wirklich.

00:30:07: also ich hätte gedacht Okay, ich setze mich ans Fenster.

00:30:09: Ist mir scheißegal, ob da jemand am Gang sitzt oder so?

00:30:11: Oder ich hätte gesagt ... Ich muss schnell raus nachher.

00:30:13: Wenn es sich mal an Gang setzt, kann ich abhauen.

00:30:16: Wenn ich am Fenster sitze, muss ich fragen, ob mich jemand durchlässt.

00:30:18: Das wären meine Hangehensweise!

00:30:20: Es ist auch nicht, dass ich da stundenlang drüber nachdenke.

00:30:23: Vielleicht auch ein bisschen von jetzt im Nachhinein zusammengesandelt, warum ich das eigentlich mache.

00:30:29: Meine Festblatt ist eher schlichter gestrickt, weißt

00:30:31: du?!

00:30:32: Und bei dir ist eben viel los im Gehirn, das merkt man.

00:30:35: Ja, das ist... Danke schön!

00:30:36: Buch oder Bildschirm?

00:30:37: Oh, ich meine auch wieder ideal und Wirklichkeit.

00:30:42: Ich habe früher sehr viel mehr gelesen, ich lese eigentlich gerne aber die Zeit und teils auch der Beruf ja mit Social Media

00:30:50: usw.,

00:30:52: macht mich wie viele zum Bildschirmsklaven.

00:30:56: Das hört man ja in einem deiner Songs wo du sagst, deine Bildschimmzeit ist sehr hoch.

00:30:59: Trotzdem melde ich mich nicht.

00:31:00: Genau, das ist der Widerspruch dieses... man hängt die ganze Zeit daran und irgendwie schafft man es trotzdem den Leuten, die auf eine Antwort warten nicht zurückzuschreiben.

00:31:10: Sommer oder Herbst?

00:31:11: Sommer.

00:31:12: Pünktlich oder charmant zu spät?

00:31:13: Nee, pünktliche!

00:31:14: Du warst heute zwanzig Minuten so früh da.

00:31:15: Das ist ja ganz ...

00:31:17: Zufall?

00:31:17: Ja, nee,

00:31:20: das

00:31:20: is wieder das mit dem beruflichen Sachen wo ich das Gefühl habe, da hängt so viel dran da gehe ich lieber auf Nummer sicher.

00:31:27: Was

00:31:27: denkt einfach mir, wenn ich zu spät komme?

00:31:29: Genau!

00:31:29: Aber es ist jetzt... Ich bin nicht stolz drauf aber alle die mich privat kennen werden mich eher auf der zu späten Schiene einordnen und ich weiß auch nicht ob sie das Wort charmant dafür benutzen würden.

00:31:43: Du, ich meine viele Leute werden dich jetzt auch persönlich kennenlernen durch dieses Gespräch weil du lässt ja einfach mal die Hosen runter weil ich dich einfach dazu zwinge.

00:31:51: Ja bisher ist noch okay, also ich fühle mich noch nicht.

00:31:53: Ich hab noch das Gefühl Boxershorts oder Schwimmschorts oder so...

00:31:57: Wie hast du noch an?

00:31:57: Warte es geht wird noch tiefer.

00:31:59: Die Antwort auf die Frage die jetzt kommt könnte ich dir eigentlich schon geben nachdenken oder einfach machen.

00:32:03: Naja naja müssen wir noch groß drüber reden?

00:32:06: Nein müssen wir nicht.

00:32:08: Fenster Platz oder Gang hatten wir schon.

00:32:10: Das kann ich erst mal damit haben.

00:32:11: sind wir erstmal mit der Nummer durch?

00:32:12: Führt sich besser?

00:32:13: Ja, das ging jetzt überraschend flockig aus der Zunge.

00:32:18: Und

00:32:18: war besser als du persönlich dachtest?

00:32:21: Wir sind jetzt drin!

00:32:21: Lass uns einfach hier weitermachen.

00:32:22: Lass es gar nicht in die Meta-Ebene gehen.

00:32:24: Lassen Sie uns bei den Themen bleiben.

00:32:26: Engelszungenbrecher... ...Zweitausendfünfzehn erstes Programm, erste Solo-Programm.

00:32:31: Du hast für dich wahrscheinlich festgestellt irgendwann, dass die Bandkollegen bei meinem Solo-Programm hinterlich sind.

00:32:37: Weil Solo heißt ja, dass es nur einer macht und ich muss die loswerden.

00:32:41: Es war ein bisschen eine komplexere Sache.

00:32:43: Es war auch gar nicht so, dass ich dann dachte, ich mache das alleine und auf einmal ist das viel erfolgreicher.

00:32:47: Das war eher so ... Dass ich die Band ne ganze Zeit lang zu meinem Hauptding gemacht hatte und immer kurz davor war zu sagen okay, ich schmeiß alles in die Richtung.

00:32:56: Ich hab ja dann auch eben wieder gesagt angefangen versucht die Konzerte für uns zu organisieren Und so und habe mehr und mehr da reingesteckt.

00:33:04: Und ich glaube dann ist es eher so ein bisschen das Problem gewesen, dass erstens... Es ist sehr schwierig mit der vierköpfigen Gruppe plus Soundmann dahin zu kommen, dass alle davon leben können und von daher hatten alle noch was Leben her.

00:33:17: Bei mir war das dann halt irgendwann die Solo-Karriere, was natürlich ein eigener Konflikt nochmal war.

00:33:22: aber auch so war es schon irgendwie Zeitkonflikte.

00:33:25: Dann gab's auch schon eine bisschen unterschiedliche Soge weil ich hab gesagt Kleinkunstbühne geil endlich!

00:33:30: Ich bin da angekommen auch mit unserem Format und wir machen irgendwie so witzige Rock'n Roll Musik Das ist ein neues Format.

00:33:38: Es hat super gut dann auch funktioniert, sobald wir das mehr dort gemacht haben.

00:33:42: Wir haben dann auch irgendwelche Kleinkunstpreise gewonnen und waren in ... Mit

00:33:46: Menge übrigens!

00:33:47: Waren ja...

00:33:49: du bist hochdekoriert?

00:33:50: Du musst dir nicht so tiefstabbeln.

00:33:52: Ja unter anderem eben mit dieser Band und haben waren in Fernsehsendungen hatten immer mal wieder auch zum Beispiel mit Bodo Wartge dann so gemeinsame Shows und so.

00:34:00: es wurde tendenziell immer größer aber es gab trotzdem noch diesen Unterschied.

00:34:05: so ich dachte Yes, angekommen.

00:34:07: Und die anderen haben an vielen Stellen gedacht ja aber dieser Rahmen und dann sind wir in diesen Theatern eigentlich alle sitzen immer.

00:34:15: Wir machen doch auch Rockmusik und wir sind auch Rock'n Roller.

00:34:18: Wir wollen nicht alles nur diesen Quatsch machen sondern auch mal richtig abrocken.

00:34:23: Ich glaube das war eines der Dinge die uns ein bisschen getrennt hat oder dieses Schiedeljahr gemacht haben dass wirklich noch zu vereinbaren.

00:34:30: Das heißt darüber gab es auch so ein bisschen Konflikte.

00:34:34: Und zusammen mit diesem, wie schwierig es ist das alles zu koordinieren wenn man da eben diese fünf Leute zusammenbringen muss.

00:34:43: Mit einem Terminkalender.

00:34:44: Da zusammen damit war das einfach so ein Stressfaktor für uns alle.

00:34:50: Besonders für dich?

00:34:52: Ich glaube wir haben alle gelitten weiß ich nicht ob man jetzt das vergleichen muss.

00:34:57: also ich habe auf jeden Fall in dieser Endphase war auch sehr dann hin und her gerissen.

00:35:02: Weil es war eben auch noch nicht so, dass ich dachte alleine flutscht ja alles sondern gerade die ersten Jahre Solo auf der Bühne waren noch sehr viel ein Lernprozess für mich weil in der Band war ich nicht der Frontmann sondern ich stand so in der zweiten Reihe viel hab halt irgendwie Gitarre gespielt background Gesang gemacht mal eine Nummer sozusagen wo ich ins Rampenlicht geschickt aber dann hatte ich wieder sozusagen meine zweite Reihe Und diese ganze Bühne ausfüllen und zu sagen, Leute hier ich bin der Mann schaut mir zu.

00:35:29: Das hat echt eine Weile gebraucht bis sich das mit einer gewissen Selbstverständlichkeit dann ausführen konnte.

00:35:36: In der Band waren gewisse Sachen dadurch viel einfacher für mich.

00:35:39: Das heißt auch diesen Sog gab es und das war überhaupt keine klare Entscheidung so.

00:35:44: Es zieht mich klar in die ein oder andere Richtung.

00:35:47: aber irgendwann überwogen halt dann die Schwierigkeiten die es mit der Band bedeutet hat war ich natürlich auch froh, dass sich irgendwie diesen Backup-Plan hatte.

00:35:57: Dass ich nicht plötzlich ohne alles dastehe, sondern dass ich dann sage okay es funktioniert irgendwie auch alleine und jetzt konzentriere mich halt darauf.

00:36:03: Sind deine Bandkollegen die noch gewogen?

00:36:05: Und waren sie schon mal in deinen Programmen?

00:36:07: Sie waren schon im Programm... Ich weiß gar nicht ob alle schon in meinen Programmen waren weil es hat sich danach tatsächlich so ein bisschen... Also wir sind uns in dem Sinne noch gut.

00:36:16: also wir sehen uns aber eher durch Zufall.

00:36:19: mal sind wir jetzt nicht irgendwie in großem Zwist auf vergangenen Zeiten, kommen wir zusammen.

00:36:25: Aber es war schon ein relativ großer Einschnitt an der Stelle, der auch wichtig war, weil ... Wir waren halt so verbunden und sozusagen zusammen ... Es war im Grunde wie eine Beziehung, wo's auch wichtig ist, dass man, wenn man sich trennt nach so bisschen ... Okay, wir müssen mal auf unsere eigenen Leben klarkommen und sagen, wer sind wir ohne dieses gemeinsame Projekt?

00:36:46: Wer sind wir ohneinander?

00:36:48: Ich will gar nicht zu viel für die anderen sprechen.

00:36:50: Ich weiß, dass es auf jeden Fall für mich wichtig war diese Loslösung auch.

00:36:54: Lennart, der Zug des Lebens erfährt und es gibt Leute, die steigen aus!

00:37:01: Und wenn du in dem Zug sitzen bleibst dann ist das voll in Ordnung... ...und die anderen aussteigen zwischendurch, das ist völlig normal.

00:37:06: Ja, weiss ich um Gottes Wille.

00:37:09: besser drin sitzen bleiben, als selber aussteigen.

00:37:12: Ja

00:37:12: natürlich!

00:37:12: Du sitzt weiter im Zug und der fährt weiter da wo hin willst.

00:37:15: Und zwar zu einer großen Karriere und du bist so mittlerweile auf einem sehr guten Weg weil aus Engels Zungenbrecher was schon ein Wort ist dass man auf einer Bühne schlecht aussprechen kann.

00:37:23: Ich habe

00:37:24: irgendwie einen Hang zu diesen etwas komplizierten Titeln.

00:37:27: ich weiß auch nicht wie es ist das immer so passiert.

00:37:29: Verklärungsbedarf Lieder vom schwarzmalen und schönen Färben Abwesenheitsnotizen Das sind so Worte die man also Radimoderator natürlich vermeidet.

00:37:38: Du nimmst sie ganz bewusst als Programmtitel und musst die Mehrfahrer am Abend sagen, ohne dich zu versprechen dabei.

00:37:43: Und das schaffst du!

00:37:48: dass ich mir so lange Worte auch merken kann.

00:37:51: Nein, die kommen tatsächlich immer eher zustande.

00:37:55: Die Titel in dem Moment, wo ich schon auf eine gewisse Menge von Liedern blicke und dann überlege okay was ist ein gemeinsamer Nenner oder was könnte ein Aufhänger sein?

00:38:04: Wo ich mehrere dieser Lieder mit verbinden hatte weil ich schreibe jetzt nicht grundsätzlich Konzeptprogramme wo ich vorher schon weiß genau das und das wird passieren sondern es ist eher so im Nachhinein ich blickel auf die Lieder und das was sich so geschrieben habe ... und versuche das dann in eine Form zu bringen.

00:38:19: Und das eine Mal war es eben, dass ich dachte okay... Es geht sehr viel um Verklärung oder die Sachen wo man sich vielleicht nicht ganz ehrlich zu sich selber ist,... Wo man sich ein bisschen in die Tasche lügt vielleicht und wo ich dann aber mit dem Blick drauf werfe und da wurde das Verklärungsbedarf.

00:38:34: Oder eben dieses Abwesen sein auf verschiedenen Ebenen sei es durch Nicht-Sich melden oder im Kopf irgendwo anders hingehen oder eben auch ein gewisses auf Reisen sein und dann von diesen Reisen erzählen, was ja auch eine Form von Abwesenheit ist.

00:38:48: Das war irgendwie ein Wort mit dem ich dann plötzlich so irgendwie ne Verbindung hatte und das ist dann nicht immer also das Griffigste.

00:38:56: da habe ich auch schon manchmal mit gehadert.

00:38:58: aber zumindest hat es mir irgendwie dieses Grundgefühl gegeben von okay Ich hab so einen bisschen nen Fahrplan und nen Anker für den Abend der das auch ein bisschen zusammenhalten kann meinen.

00:39:09: Mein Management hat sich auch gewünscht, dass ich lieber ein peppiges Wortspiel, das jetzt vielleicht nicht unbedingt so viel mit dem Programm-Inhalt zu tun hat.

00:39:18: Aber das halt sofort knallt und die Leute sagen ja geil da muss ich hin einfach weil es in sich schon... Da habe ich irgendwie für sich genommen hatte ich immer Schwierigkeiten, weil ich so ein bisschen diesen Anker brauchte.

00:39:30: aber was bedeutet das eigentlich?

00:39:32: ... für mein Programm und was, wie kann ich dieses Programm zusammenhalten?

00:39:35: Und deshalb heißt das neue Programm macht nichts.

00:39:37: Ja!

00:39:38: Das ist ja die Fortsetzung, es ist ja punkt-punkt-punkt da voran.

00:39:40: Lennert Schilgen macht nichts... ...und der Titel Lieder vom Schleifen und Schleifern lassen.

00:39:45: Danach wollte ich fragen.

00:39:47: Ja, genau.

00:39:48: Auf das ist natürlich in... Ich denke jedes Mal nächstes Mal mache ich einen kürzeren Titel und jetzt ist er noch mal länger geworden.

00:39:53: Noch länger.

00:39:53: Und ich denke an ein Tischler weißt du, der die Bretter schleift?

00:39:57: Naja, ich finde das mit dem Schleifen und Schleifern lassen sie mal.

00:39:59: Das ist ein wunderschönes Bild uns auch sehr viele Bereiche anwendbar.

00:40:03: als Tischlermeister kannst du schleifen lassen da.

00:40:07: Genau!

00:40:08: Und Oder halt als Laie der den Tischler bezahlt.

00:40:13: Aber die Idee die dahinter steckt ist eine ganz andere nämlich welche?

00:40:18: Es gibt mehrere Ideen.

00:40:19: es gibt auch im Programm mehrere Perspektiven die durch dieses oder wo das auftaucht dass nichts machen oder auch vielleicht dann Sachen schleifen lassen, ist ja eine Form von Passivität die ich vielleicht an mir beobachte und dann sage geil es nicht.

00:40:37: Aber irgendwie ist das so, weil ich diese Schwierigkeiten habe, Entscheidungen zu treffen immer in irgendwelchen Situationen lande, die auch nicht optimal sind.

00:40:44: Das ist eine Erfahrung über die man ein Lied machen kann.

00:40:47: Tatsächlich spielt in diesem Programm auch das politische Engagement ne größere Rolle.

00:40:55: plötzlich mit lauter Parolen um die Ecke komme, aber eben mich damit auseinandersetzen.

00:40:58: Okay und es gibt auch mehrere Lieder, die eher durch den persönlichen Engel also nicht so im Sinne einer Revolutionshymne sondern eher so auch durch den Blick auf mich selber aber wo ich politische Themen an mir selbst und der Welt beobachte.

00:41:15: Mit dem Versuch etwas Neues dazu beizutragen oder einen Gefühl Ausdruck zu verleihen was ich dazu habe in der Hoffnung natürlich diese Themen dann auf den Tisch zu bringen und dazu einen zu machen.

00:41:26: Wer das Ganze mal erleben möchte, wie das klingt wenn du das umgesetzt hast auf der Bühne was du daraus machst?

00:41:31: Das ist

00:41:31: peppiger auf der bühne!

00:41:32: Das habe ich mir jetzt auch für das Radiointerview noch nicht perfekt zurechtgelegt aber auf der Bühne hat es ein bisschen mehr Zucht dahinter.

00:41:40: Lass

00:41:40: mich mal kurz ein paar Terminen nennen.

00:41:41: Dreizehnter Dritter Meeringhoftheater macht nichts also dieses Punkt-Punkt-Punk wie spricht man denn das eigentlich?

00:41:48: Wenn das da zugehört zum Titel Wie spricht man die schon perfekt aus?

00:41:53: ja

00:41:53: Lennert Schilgen macht nichts.

00:41:56: Lieder vom Schleifen und Schleifern

00:41:57: lassen.".

00:41:57: So,

00:41:58: hören Sie sich an!

00:41:58: Und das gibt es am thirteenth Dritten Meeringhoff Theater und am vierzehn vierten noch mal... ...und Abwesenheitsnotizen läuft nochmal am vierten Dezember Und zwar in der U-Fahrfabrik auch in Berlin.

00:42:10: Das sind die Termine, die man sich als Nenner-Chilgen-Fan merken muss und für den Fall, dass du deine rhetorischen Fähigkeiten bei Radiointerviews weiterentwickeln möchtest darfst du jederzeit gerne hier dieses Interview kommen und wir quatschen dann mal wieder eine Runde aber ich bin noch nicht fertig mit dir.

00:42:24: Oh wow!

00:42:24: Nicht das du denkst, du darfst jetzt schon gehen?

00:42:26: Ja

00:42:26: ich dachte gerade okay ab Moderation... Nein

00:42:28: nein nein nein, dass er den Werbelblock schieben wir am Ende nochmal ein.

00:42:32: Erstmal gibt es noch ein paar kleine Alltagsgeständnisse um dich noch ein bisschen besser kennen zu lernen weil Einige Leute haben jetzt schon so einen kleinen Blick von dir, andere sagen euch würde gerne noch mehr erfahren.

00:42:40: Und deshalb kommen jetzt ein paar Fragen die du beantworten solltest.

00:42:43: Bitte!

00:42:44: Hau

00:42:44: aus!

00:42:45: Du möchtest, machst hoffentlich ja?

00:42:48: Welche Marotte hast du die Andere sofort

00:42:51: merken?!

00:42:53: Ich würde fast sagen das mit dem Abwesen sein oder etwas oder leicht in meinem Kopf woanders sein auch selbst wenn ich eine Gesellschaft bin... Das ist schlecht versteckbar.

00:43:05: Ich hab gedacht, diese Abwesenheit ist nur gespielt auf der Bühne, aber du hast sie tatsächlich?

00:43:10: Warum soll ich mir das... Ja!

00:43:14: Nein so bin ich.

00:43:15: So bist Du halt.

00:43:16: bei welcher Kleinigkeit bist Du erstaunlich eigen?

00:43:19: Unreine Reime.

00:43:23: Womit procrastinierst Du besonders stilvoll?

00:43:26: Stilvoll.

00:43:27: Also nicht so aller-welts-DOOM-Scrollen und Zeit in vielen Inseln versenken, sondern das stilvolle Prokostinieren.

00:43:34: Ich bin entweder mit so Rabbit Hole Recherchen zu irgendwas, dass irgendein Thema aufploppt und ich plötzlich dann den zehnten WGB Tab dazu offen habe und gar nicht mehr genau weiß woher ich gekommen bin.

00:43:52: aber...

00:43:53: Aber es interessiert dich immer alles.

00:43:54: Es ist nicht alles, aber es kann da so eine Impulskette...

00:43:58: So eine Melange

00:43:59: aus allem.

00:44:00: Welche völlig unspektakuläre Sache macht dich unverhältnismäßig glücklich?

00:44:05: Rein rein!

00:44:07: Nein!

00:44:08: Ich wollte eigentlich was anderes.

00:44:12: Was macht mich glücklich...?

00:44:15: Auch nichts besonderes, aber wahrscheinlich einfach Tasse Kaffee auf dem Balkon in der Sonne.

00:44:21: Das kann

00:44:21: ich durchaus nachvollziehen?

00:44:22: Nicht wahr!

00:44:24: Lass uns doch diese Momente auch holigen.

00:44:26: Das

00:44:26: geht auch bei mir im Büro – auch wenn die Sonne nicht scheint

00:44:28: oder?!

00:44:30: Aber da bin ich dabei!

00:44:30: Ich war

00:44:31: noch nicht so oft bei dir im

00:44:32: Bürow!

00:44:32: Du hast mit mir vorhin den Kaffe gedrungen...

00:44:34: Ja, das ist nicht der Glücksmoment, den ich meinte.

00:44:37: Es war auch schön!

00:44:40: Okay, du hast die Kurve

00:44:41: bekommen.

00:44:41: Nicht wahr?

00:44:43: Aber anders!

00:44:44: Was ist deine unvernünftigste Alltagsschwäche?

00:44:48: Keinen Plan zu machen und zu denken... naja der Tag ist ja lang ich krieg das schon alles irgendwie hin.

00:44:53: Hebst du schöne Sätze irgendwo auf?

00:44:55: Ja, die Frage kann ich auch beantworten.

00:44:56: Das weiß ich nämlich seitdem wir uns gesehen haben in deinem schönen Buch.

00:44:59: ne?

00:44:59: Ja genau als ich gewartet habe auf dich hatte ich schon mein Notizbuch draußen.

00:45:04: Ich schreibe viel auf.

00:45:07: Machst du selbst Sprachnotizen oder sprichst du das ins Handy?

00:45:11: Ich mach manchmal so Sprachen-Notizen, aber es ist wirklich mehr mit Schrift und also mit geschriebenem Wort.

00:45:19: Kannst du Dinge gut wegwerfen?

00:45:22: Nee, nee ich bin aufheber.

00:45:25: Hörst

00:45:25: du Musik unterwegs oder brauchst du die Geräusche der Straße um dich herum?

00:45:29: Also wenn ich irgendwie auf der Straße unterwegs bin, dann eher wenig.

00:45:33: Weil ich sage, ich bin abwesend genug so ein bisschen umgebungsgeräusche zur Orientierung helfen mir im Zug schon ab und zu aber auch viel Zeit mit einfach meinen Gedanken

00:45:45: was interessiert dich am Menschen zuerst?

00:45:48: Schon so Sachen die wo ich das gefühlt habe.

00:45:52: jetzt offenbart jemand, wo man vielleicht eine Schwäche sehen kann.

00:45:56: Nicht weil ich die Menschen schwach sehen möchte sondern eher weil ich das Gefühl habe, dass ist das Verbindende und das ist da, wo ich sage ja okay jetzt sind wir real, jetzt geht es nicht darum hier um eine Performance zu machen.

00:46:08: also ich mag es wenn Leute... Das kommt ja manchmal im Gespräch, kommt raus je nachdem wie Menschen veranlagt sind.

00:46:15: aber wenn ich merke jemand Öffnet einfach oder lässt einfach was fallen von, oh da hab ich diese oder jenes damit struggling gerade.

00:46:22: Das ist das liebe ich und das öffnet eine Tür für okay.

00:46:26: wir können hier einfach zusammen sein.

00:46:27: Abschließende

00:46:28: Frage dieser Runde in welchem Bereich deines Lebens wärst du gern souveräner als du bist?

00:46:33: Radiointerviews?

00:46:34: In freie Sprechen... Ich kann jetzt nicht ganz beurteilen, ich glaube ich muss mit nachher draufblicken wie es heute so gelaufen ist.

00:46:44: Ich habe mich für meine Verhältnisse, glaube ich schon gut so hier durchgeboxt.

00:46:50: Aber es ist so.

00:46:52: dieses Freisprechen ist schon in dem Sinne eine Herausforderung dass sich wenn ich mir nicht genau vor überlegt habe was ich sage das ich dann mich sehr schnell von einem Gedanken zum nächsten hangele und dann plötzlich mitten im Gespräch verstumme weil ich schon drei Gedanken weiter bin aber noch nicht die Verbindung für den anderen gemacht habe und dann denke Fakt, jetzt muss ich ... Das ist so eine Sache, die schon hinterlich sein kann.

00:47:15: Deswegen schreibe ich ja Lieder- und Gedichte, weil da sind die Sachen... Da hab' ich Zeit, das alles zu ordnen!

00:47:20: Weißt du, Länder?

00:47:20: Es ist ja so.

00:47:21: Ich habe viel mit Leuten zu tun, die ADHS haben.

00:47:23: Also der liebe Torsten Sträter zum Beispiel, mit dem ich eine Sendung mache oder der Marty Fischer.

00:47:28: Das sind ja alle Leute, die extrem ADHS hat.

00:47:31: Das heißt in deren Gehirn ist sehr viel mehr los als in meinem.

00:47:35: Und ich glaube, das ist bei dir tatsächlich auch der Fall.

00:47:37: Deshalb stelle ich immer die Frage, hat das schon mal jemand bei dir diagnostiziert oder hast du dich nicht getraut, das mal diagnostizieren zu lassen?

00:47:42: Weil ich glaube es könnte durchaus so sein!

00:47:44: Ich habe

00:47:44: das nicht offiziell diagnostiziert bekommen aber es gibt schon viele, die es gesagt haben und ich hab das schon als gewisse... Konstante angenommen, das wird wohl eine Rolle spielen.

00:47:54: Diese Menschen sind es besonders kreativ und ich hab mit denen besonders gerne eine schöne Zeit weil einfach in dem Augenblick indem ich einen Gedanken denke denken andere zwanzig Sachen auf mal weißt du?

00:48:04: Das gefühlt habe ich bei dir auch.

00:48:08: Gerade wenn man das nicht sortiert bekommt auch eher gerne mal hinderlich.

00:48:11: aber genau vielleicht ist es hat es eben genau was damit zu tun dass dann dieses kreative irgendwie daraus auch mit hervorsprudelt.

00:48:20: das

00:48:20: ist dein usp und jetzt können wir ja mal hören wie das klingt wenn du Das ganze mal gesammelt hast weil es gibt ein lürigband von dir gesammelte werke band eins Und ich habe vorhin auch schon erfahren dass es davon irgendwann eine fortsetzung geben wird Weil du bist mittlerweile schon bei der hälfte angekommen und wirst hoffentlich irgendwann auch da den zweiten teil davon rausbringen.

00:48:40: Ja, ja da sammel ich quasi permanent.

00:48:42: die sache ist das geht eher langsam Unter anderem auch deswegen, weil ich das Gedicht zu schreiben weniger als ein Berufsmäßig sehe.

00:48:52: Sondern das halte ich mir am liebsten so frei bisschen als Spielwiese...

00:48:55: Als Hobby!

00:48:56: Naja es ist ja quatsch, weil die Gedichte sind Teil des Meines Programms.

00:49:00: Den Gedichtband verkauf' ich auch von daher, man könnte sagen dass das definitiv Teil meines Berufs.

00:49:05: aber sozusagen das Spiel Und der Spaß darin ist halt so, wenn ich das zu sehr forciere dann wird es mir selbst irgendwann öde und deswegen lasse ich das lieber okay.

00:49:17: in dem Maße wie's kommt schreibe ich den nebenher.

00:49:20: Wenn ich genug mal Samen habe kommt ein zweiter Band.

00:49:23: Es gibt ja ein paar Sachen die ich von dir schon öfter gehört habe oder genossen habe also dass mit Heinrich Heine zum Beispiel denen du auch im Coach Comedy Club gemacht hast unter anderem Wo ich dachte, oh kein Happy End.

00:49:34: Dann hast du gesagt das sollte ja auch so ein bisschen heinerisch heinemäßig sein.

00:49:37: und dann gibt es diesen wunderbaren Fahrrad Radgeber Teil eins und zwei.

00:49:42: Ja das ist eine Umtextung auf Tiro von Tarnis John Maynard?

00:49:48: Ich habe genau gedacht dass klingt wie die Schwalbe fliegt über den Erisee.

00:49:51: Das

00:49:51: ist genau an dieses Gedicht angelehnt in dem Sinne die Form ist eingehalten komplett davon.

00:49:58: Deshalb

00:49:58: kam's mir so bekannt vor.

00:49:59: Ich dachte das musste ich damals in der

00:50:01: Schule pauken.

00:50:02: John Maynard war unser Steuermann.

00:50:05: Genau!

00:50:05: Konntest

00:50:06: du das auswendig?

00:50:07: Ich glaube nicht, wir haben es in der Schule auf jeden Fall bearbeitet und ich konnte wahrscheinlich Teile davon so in der Beschäftigung.

00:50:14: aber so deep eingestiegen bin ich erst als ich irgendwie diesen Gedanken hatte mein eigenes Gedicht darüber zu schreiben.

00:50:20: Hast

00:50:20: Du denn die Wanderung durch die Mark Brandenburg gelesen?

00:50:23: Die Wanderungen durch die mark brandenburg von Fontane auch?

00:50:24: Von Fontane

00:50:26: ja.

00:50:27: Das gehört bei dir zum Standard.

00:50:28: Ja, es ist... Man denkt auch so.

00:50:31: Ich habe ja auch Literaturwissenschaft studiert aber ich hab letzten Endes glaube ich doch ein sehr punktuelles Wissen und bestimmte Punkte verbindet man.

00:50:39: Aber es gibt genügend Klassiker auch die ich nicht gelesen habe.

00:50:42: Das ist ja...

00:50:43: Du hast ja noch Zeit!

00:50:44: Du bist schon als Nachtnacht erst geworden, du bist dann noch so jung.

00:50:48: So jetzt hast du uns eine kleine Ein kleines Leckerli sozusagen aus deinem Buch vorbereitet?

00:50:54: Ja, ich dachte ich fang einfach Äh, hiermit an.

00:50:57: Das ist auch glaube ich mit.

00:50:57: das erste Gedicht im Band heißt Hagen und Söhren Und es ein kleines Dialoggedicht.

00:51:05: Kennst du das?

00:51:06: fragt Hagen-Söhren.

00:51:07: Wenn Du grad beim Wagner hören Still an ein paar Möhren nagend Den betagten Star-Tenören Lauscht wie sie in höheren Lagen Dröhnen ihre Klagen rühren Und es dann so gehören Wagen und mit blöden Fragen stören entgegnetseren Hagen.

00:51:27: Könne ich nur vom höheren

00:51:28: sagen."

00:51:29: Super!

00:51:30: Also, ich bin jetzt alleine hier umzuklatschen und vor allen Dingen ... Mir ist es aufgefallen?

00:51:34: Ich habe die gerade beobachtet.

00:51:35: Du hast das aus dem Kopf zitiert.

00:51:38: Ich hab das ja aufgeschlagen aus Gewohnheit aber... Das habe ich so oft schon getragen dass ich das inzwischen auch auswendig kann.

00:51:44: Das ist aber auch ganz gut dafür.

00:51:46: Es ist gut beim Gedicht Vortragen was in der Hand zu halten.

00:51:50: Sonst habe ich ja die Gitarre und dann habe ich wenigstens so was von wo meine Hände sind Und auf der anderen Seite lässt mir das die Freiheit.

00:51:56: Das hat das Radio-Publikum nicht gesehen, dass ich so ein bisschen das auch mit ... wie nennt man das?

00:52:01: Mit Mimik und G-Stick unterstreichen kann.

00:52:04: Auf der Bühne ist es, glaube ich, ein Trägtas mit dazu bei, dass das gut funktioniert.

00:52:08: Darf ich dir

00:52:08: kurz sagen, dass sich deine Mimique außergewöhnlich finde?

00:52:11: Außergewöhnlich!

00:52:12: Also du hast diesen Blick, dieses überraschte Begeistertsein, ein bisschen crazy...

00:52:19: Also

00:52:21: dieser Blick ist so, das ist der Lena Chilgen.

00:52:24: Man sucht sich seine Trade, mag es nicht aus.

00:52:26: Aber

00:52:27: du hast das von Hause.

00:52:28: Das ist ja ein großes Talent, dass du mitbringst.

00:52:30: Weil keiner weiß ... Viele haben diese Mimik nicht.

00:52:33: Du bringst die mit einfach und sie sieht auf einer Bühne geil aus?

00:52:36: Das hab ich Glück gehabt!

00:52:38: Das ist was, was ich jetzt komplett unter Kontrolle habe.

00:52:41: Aber selbst wenn du dir deine Fotos anschaust oder deine Videos ...

00:52:46: Ich hab das auch oft gespiegelt bekommen.

00:52:48: Denk manchmal auch Lennartisch Mensch, was machst du schon wieder mit deinen Augen gemacht?

00:52:53: Gut, dann wenn es eine der Sachen ist, wo mich die Leute wieder erkennen oder denken irgendwie krass das ist so

00:52:58: krass irgendwie.

00:53:00: also ich finde das super.

00:53:01: Das ist schön!

00:53:02: Dann wurde mir inzwischen auch sozusagen oft genug gespiegelt dass Leute das doch bemerkenswert.

00:53:08: Ich finde, dass ich da dachte, naja gut dann ist das halt Teil davon.

00:53:11: Ich

00:53:11: möchte noch bevor wir zum Schluss kommen eine ganz kurze Geschichte von dir hören und das fand ich damals sehr erstaunlich als es rauskam.

00:53:17: Ich habe gedacht, das ist doch ein Joke!

00:53:18: Ich hab ja bei dir immer so ein bisschen Reinhard May rausgehört weißt du?

00:53:22: Von deiner Tonalität wenn du singst hör ich den Reinhart Mai so ein bißchen und denke ohja hat er.

00:53:27: also der kann ja auch gut Reinhards Songs machen denn haste das getan.

00:53:31: und dann gab's von Reinhhard May einen Schreiben vom Anwalt und das hast du natürlich dann gleich in ein Programmpunkt umgewandelt.

00:53:37: Vielleicht kannst Du die Geschichte mal erzählen.

00:53:39: für alle, die das noch nie gehört haben?

00:53:40: Genau wie Du gesagt hattest ich hatte ein Lied von ihm regulär im Programm bzw.

00:53:43: regulär.

00:53:44: Ich habe es umgetextet also hat er eine eigene Version gemacht.

00:53:50: Das mag ja nicht so gerne Da ist ja nicht Fan von wenn man seine Texte verändert.

00:53:54: Das wusste ich aber nicht Und hab es durch diese Anwaltspost erst herausgefunden.

00:53:59: Und dann, das war sozusagen eher ein Glücksgriff in dem Moment wo ich dachte im Moment jetzt schreibe ich einen Antwortsong.

00:54:04: Ich bin sehr froh dass mir diese Einfall kam wo ich eben diese Geschichte die Anwaltpost bekommen habe und das Lied verboten bekommen habe.

00:54:12: In ein Lied gepackt was ich dann komplett selber geschrieben habe.

00:54:15: Das heißt am Tag an dem ich Post von Reinhard Mays Anwaltung bekam und da setze sich dieses ... Parodie fort, aber eben auf eine Art und Weise die er dann nicht mehr verbieten kann weil es ist nicht mehr mit einem seiner Werke arbeitet sondern nur noch eben diese Stimme den Vortragsformen und sozusagen die Art zu schreiben würde ich jetzt sagen so nachahmt.

00:54:36: Das hat mir also erstens Freude gemacht und zweitens auch glaube ich schon ein relativ großes Publikum da nochmal beschert weil das war eine der Sachen die sich sehr verbreitet haben.

00:54:45: Das

00:54:45: kann ich mir gut vorstellen.

00:54:46: Und du bist so dicht dran in der Parodie an dem Original und ich hätte ihn da ehrlich gesagt auch nicht, als so... Ich witz.

00:54:54: Jetzt nicht despektilig, dann aber so kleingästig eingeschätzt.

00:54:57: Normalerweise sollte er doch froh sein darüber dass es jemand gibt der seinen Musikwerk aufgreift und da was Neues draus macht.

00:55:02: Otto Warkes hätte sich darüber gefreut, da bin ich relativ sicher Ja,

00:55:05: aber es gibt also mehrere Sachen.

00:55:07: Ich würde auch hättere auch mehrere Sachen zur Entschuldigung von Reinhard May noch anzuführen weil zum einen würde ich gar nicht unbedingt davon ausgehen das er das jetzt einzeln gehört hat und gesagt hat naja was Leonhard Schild gemacht finde ich ja furchtbar sondern das ist eher grundsätzlich seine Policy dass er sagt okay ich will keine Veränderung von meinen Werken Das kann ich vor dem Hintergrund verstehen, dass es erst ein mega oft parodierter Künstler ist.

00:55:29: Es gibt viele die das machen und was man irgendwann denkt Leute jetzt reicht's auch mal!

00:55:34: Das sind Lieder in denen mein Herzflut steckt, für mich ja auch mein ganzes Leben sind.

00:55:41: Ich will nicht, dass ihr das irgendwie misst damit treibt.

00:55:44: Das war jetzt in meinem Fall wahrscheinlich keine große schlimme Sache.

00:55:48: aber es gibt sogar da auch noch die Seite wo dann Leute politische Sachen damit machen, die ihm nicht genehm sind Und dass man da irgendwann zu der Ansicht kommt, okay Leute grundsätzlich nicht.

00:55:57: Das kann ich schon auch verstehen.

00:55:59: plus er hat ja es gab kam dieses Anwaltsschreiben das heißt schon in dem Sinne den offiziellen Weg gegangen.

00:56:06: aber da ich zu dem Zeitpunkt schon ein Video davon online hatte und es eine ganze Zeit gespielt hätte hätte er ja auch einfach sagen können ok das wird jetzt verklagt.

00:56:14: also er hätte genug ist wäre genügend in der Hand gehabt um zu sagen das dem mache ich jetzt richtig dampf und das will er ja.

00:56:22: Und wenn ich das dann nicht mehr mache, dann ist gut.

00:56:24: Das heißt...

00:56:26: Er ist auch Feynmeld damit mittlerweile?

00:56:27: Hoffentlich!

00:56:28: Das weiß ich nicht, das weiß ich ehrlich gesagt nicht.

00:56:31: Darüber hatte ich dann keinen Kontakt mehr mit irgendwem.

00:56:34: also war es eben rechtlich.

00:56:36: auf dieser Grundlage steht Parodiefreiheit und Stimme nachmachen und so.

00:56:39: da kann er nichts sagen.

00:56:41: Das Urheberrecht hat ihn davor sozusagen geschützt dass man seine Werke nicht verändert.

00:56:44: aber das ist dann von der Parodiefreiheit gedeckt.

00:56:47: da jetzt noch einen Streit vom Zaun zu brechen oder irgendwie nochmal zu sagen, das geht aber nicht.

00:56:53: Vielleicht hat er auch gesagt gut dann lassen wir es jetzt?

00:56:56: Wahrscheinlich sagt das gefällt mir ganz gut ehrlich gesagt.

00:56:58: Das

00:56:59: ist meine heimliche Hoffnung weiß ich nicht kann mir beides vorstellen wo er denkt boah weil es ist ja auch was dran von sozusagen darauf rumzureiten sozusagen auf dem ist sehr immer noch so ein bisschen auf den Rücken von dem Erfolg eines anderen Künstlers Und ich habe das gemacht sozusagen als direkte Reaktion darauf.

00:57:20: Dann wurde es halt, dann hab' ich das gepostet und dann ist es ja aber hat sich auf eine Art für selbstständig, dass sich das so verbreitet hat.

00:57:28: Das heißt grundsätzlich ist es mir natürlich auch lieb wenn ich bekannt bin für meine eigenen Lieder und meine eigene Sachen und nicht dafür, dass ich jetzt so toll reinert mein Nachmache.

00:57:35: Das ist halt eine Sache die mir mal passiert is'.

00:57:37: Es ist ja dein eigenes!

00:57:39: Ist nur in Anlehnung an?

00:57:41: Es ist ein anderen Rihner.

00:57:42: Ich glaube auch, dass ich meine Art zu schreiben und mein Humor da auch noch genau drin ist ... aber ich bin froh und dankbar inzwischen, dass mir das passiert ist und dass es so einen Publikum findet.

00:57:54: Und gleichzeitig habe ich Verständnis und denke auch, ich werde das jetzt nicht mehr ewig durchpeitschen immer und immer wieder.

00:58:01: Ich hoffe bald werde ich das irgendwann mal etwas mehr loslassen können weil... Mein Frieden habe ich ja längst damit gemacht.

00:58:09: Ich habe es geschrieben aus dem Moment, wo ich dachte Mano!

00:58:11: Warum musste das sein?

00:58:12: Und ich dachte irgendwie er könnte für mich die Ausnahme machen und dass irgendwie ein bisschen entspannter sehen.

00:58:16: aber inzwischen ist es mir auch... jetzt hab' ich ja total mein Frieden damit.

00:58:20: Kommt's im neuen Programm wieder vor?

00:58:22: Auf Wunsch!

00:58:23: Also ich würde... ist nicht regulär drin Aber ich habe jetzt schon ein paar Vorprämierungen gemacht und mit einer relativ großen Zuverlässigkeit gab es dann Leute, die gesagt haben auch Mensch spielt das doch nochmal.

00:58:32: Und dann lasse ich mich derzeit auch noch dazu breitschlagen.

00:58:36: Gut!

00:58:36: Ich hab Reinhard Meinmer kennengelernt dürfen vor zwanzig Jahren ungefähr und ich fand dass er sehr cooler Typ war.

00:58:40: Deshalb konnte ich mir das ehrlich gesagt gar nicht vorstellen, dass er das so sieht wie seinen Anwalt das gesehen hat.

00:58:46: vielleicht wusste er davon gar nichts und das haben nur seine Leute im Hintergrund gemacht.

00:58:50: An für sich ist das ein cooler Typ und auch ein sehr, sehr guter Musiker den ich sehr schätze muss ich sagen.

00:58:54: Ich schätze ihn auch!

00:58:55: Und ich will auch nicht damit jetzt irgendwie in Abrede stellen den Einfluss der er auf mich hatte und was ich eben auch an seinen Liedern schätze.

00:59:01: Das ist ja ungenommen und ich glaube eine Mehrheit der Leute hat es auch so verstanden dass es darin auch eine gewisse Wertschätzung natürlich liegt für diesen Einfluß und für diese Menschen der im Grunde für alle Liedermacher in Deutschland sozusagen extremen, extremer Einfluchs war.

00:59:15: So, Leonard, bevor wir zum Schluss kommen.

00:59:17: Ja!

00:59:17: Und ich noch mal auf die Terminchenweise, wo man dich live erleben kann... Bitte?

00:59:20: ...hätte

00:59:20: ich noch ein kurzes Gedicht gern aus deinem Lyrik-Band gesammelt.

00:59:24: Noch reingegichtet.

00:59:25: Band eins hast du noch ein schönes... Du hast nur schöne davon abgesehen aber... Jaaa,

00:59:29: aber was ist jetzt für das Radio gut?

00:59:32: Eins, was nicht zwölf Seiten lang ist.

00:59:33: Na gut.

00:59:34: Die sind alle relativ kurz eigentlich.

00:59:37: Erleuchtung.

00:59:38: Zur Weisheit führt kein leichter Weg.

00:59:40: erst nach der Kanu-Tour am Steg als sich sie fragt lag er am Heck Bis eben nicht noch mein Gepäck.

00:59:47: Und sie darauf in ruhigem Ton erklärt, dass sie wie häufig schon da Heraklit zitieren muss verstehe ich alles ist im Fluss.

00:59:58: Sehr sehr schön!

01:00:00: Ich klatsche mal wieder hier im Hintergrund.

01:00:01: so ein bisschen hat mir gefallen.

01:00:03: mehr Applaus gibt es dann am vierten zwölften in der Ufa-Fabrik beim Programm Abwesenheitsnotizen.

01:00:08: Ist das letzte Mal, dass du das dann spielst?

01:00:10: Das kann gut sein.

01:00:12: Ich weiß gar nicht genau, ich hab ja meinen Plan inzwischen, den ich nicht mehr selber mache, weiß ich es gar nicht.

01:00:16: Ich lukte dann vorher selber ins Programmheft und schaue im Moment, was soll ich hier eigentlich machen?

01:00:20: Okay.

01:00:20: Aber sechsundzwanzig endet dieses Abwesenheitsnotizen-Programm, das man so schwer aussprechen kann!

01:00:25: Jaaa

01:00:26: naja... Also es gibt zwei tausend siebenund zwanzig noch Termine damit aber ich weiß gar nicht ob in Berlin.

01:00:30: Es kann sein dass ich ein letztes Mal in Berlin da mit bin.

01:00:32: Gut.

01:00:33: Und dann geht zweitausendsiemundzwanzig weiter in Berlin am dreizehnten März im Mehring auf Theater mitten macht nichts, die davon schleifen und schleifen lassen und am vierzehnten vierten nochmal Sooo.

01:00:44: Jetzt gibt's noch ein paar wichtige Informationen, weil es gibt natürlich Leute die dich zum ersten Mal heute gehört haben und sagen dieser Lena Chilgen ist ja ein interessanter spannender Typ.

01:00:53: Ja?

01:00:53: Und ich möchte gerne mal sehen wie der aussieht.

01:00:55: Ist das tatsächlich so?

01:00:56: Hat er diesen Blick, der so beschrieben wurde?

01:00:59: Wenn ich noch beim Foto unter diesem Erwartungsdruck, dass sich hier all diese Eigenschaften auf einmal erfüllen muss.

01:01:05: Sag mal deine Internetseite!

01:01:06: Da kann man nämlich Bilder sehen.

01:01:07: Ja, da kann man sehen lennachilgen.de S-C-H-I-L-G-E-N.de.

01:01:16: Das ist die Gewohnheit, die gerade spricht wenn ich am Telefon irgendwann meinen Namen durchgebe aber jetzt halt auch für BB Radio Hörerschaft.

01:01:23: Und dann gibt's sie natürlich noch bei Instagram?

01:01:26: Ja das ist unter dem selben Namen dass es sich versucht da niemanden zu verwirren.

01:01:30: Ich denke Es ist gut wenn ich Da bei meinem Namen bleibe

01:01:35: Bevor wir es vergessen, ich habe einen Termin vergessen der Zweiundzwanzigste Oktober als ja auch noch

01:01:40: Das stimmt!

01:01:40: Ich hatte selbst gar nicht mehr daran gedacht.

01:01:43: Gut,

01:01:43: dass ich dran gedacht habe.

01:01:44: Sehr gut!

01:01:44: Ja und da gibt es sich ja auch nochmal live zu sehen.

01:01:46: Genau dieses Jahr noch sehr viel Bilder.

01:01:49: So lieber Lennart, war's schwer?

01:01:50: War's schlimm?

01:01:51: Nö, ich fühle mich jetzt eigentlich immer noch ganz okay.

01:01:53: Also mal schauen wie ich morgen... Ich fühle aber nein!

01:01:56: Es war spannend.

01:01:58: Ich hoffe es ist auch für die Hörerschaft was dabei gewesen?

01:02:00: Natürlich.

01:02:01: Ich hatte Freude hier.

01:02:03: Und danke dir für deine vielen Fragen und die ganze Vorbereitung, die du ja vielleicht nicht absichtlich, aber eben dadurch dass du dich schon damit beschäftigt hattest.

01:02:11: Ich habe mich mit dir beschäftigt.

01:02:12: Genau!

01:02:12: Ja und deshalb habe ich dich heute eingeladen.

01:02:14: Und meine Frage, die ich jetzt noch stellen muss bevor du gehst.

01:02:16: Kommst du wieder?

01:02:17: Sehr sehr gerne wenn du mich hier einlädst würde ich sagen auf jeden Fall

01:02:20: Halleluja.

01:02:22: Okay, bei mir war Leonard Schilgen, Liedermacher, Singer-Songwriter, Kabarettist, Comedian... Kabarettists?

01:02:26: Comedia, wo ist denn bei dir eigentlich die Grenze?

01:02:28: Gibt's das?

01:02:29: Ich bin sozusagen so in mir drin, sage ich nicht, ich bin Liedermacher aber halt nach außen nehme ich manchmal auch Kabarettisten und Comedien dazu damit klar wird dass ich auch in einem bestimmten Rahmen zum Beispiel eben mehr auf Comedybühnen eingeladen werden kann und es dann auch lustig

01:02:42: ist.

01:02:43: du wirst halt ein Richter allrounder.

01:02:45: Ja, ja vielleicht.

01:02:47: Und du bist ein richtig sympathischer Typ und ich freu mich dass Du heute hier warst und freue mich dann auf unseren zweiten Teil wenn Du es nächstes Mal wieder um die Ecke schaust.

01:02:53: Danke Dir auch!

01:02:54: Bis

01:03:03: nächste mal!

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