Friedhelm Schatz - Der Zirkusdirektor von Babelsberg
Shownotes
Es gibt Menschen, die haben Ideen. Und es gibt Menschen, die bleiben so lange dran, bis aus einer Idee tatsächlich etwas geworden ist. Friedhelm Schatz gehört ganz eindeutig zur zweiten Sorte.
Wenn man verstehen will, wie sich Babelsberg in den vergangenen Jahrzehnten entwickelt hat, kommt man an seinem Namen kaum vorbei. Filmpark Babelsberg, Metropolis-Halle, die Entwicklung der Medienstadt, der riesige Film- und Fernseh-Kostümfundus, Radio TEDDY, das Extavium, aber auch die Westernstadt El Dorado Templin.
Dabei beginnt seine Geschichte weit entfernt von Potsdam. In Celle geboren, aufgewachsen mit vier Geschwistern in Ahnsbeck. Fotografenlehre, Nebenjob bei der Lokalzeitung, Offiziersausbildung bei der Luftwaffe.
Mit 23 Jahren geht es zur Bavaria Film nach München. Dort arbeitet er sich vom Aufnahmeleiter bis zum Executive Producer hoch und ist an Produktionen wie „Tatort“ mit Götz George, „Auf Achse“ mit Manfred Krug, „Berlin Alexanderplatz“ von Rainer Werner Fassbinder und „Das Boot“ von Wolfgang Petersen beteiligt.
Dann holt ihn Erfolgsregisseur Volker Schlöndorff 1993 nach Potsdam. Aus der Idee einer Filmerlebniswelt entsteht die Babelsberg Studiotour, später der Filmpark. Mehr als zehn Millionen Menschen besuchen ihn allein in den ersten 25 Jahren. Von Volker Schlöndorff bekommt Friedhelm irgendwann den Titel „Zirkusdirektor“, weil er nicht nur in Attraktionen denkt, sondern in ganzen Stadtteilen, in Medien, Film, Fernsehen, Kreativität und Zukunft.
Heute ist Friedhelm Schatz knapp 75. Und wenn man ihm zuhört, klingt das erstaunlich wenig nach Rückblick. Eher nach Aufbruch. „Fertig ist man nie“, sagt er im Gespräch. „Hundert Prozent sind langweilig.“
Vielleicht ist genau das sein Antrieb: Ideen entwickeln, kämpfen, manchmal scheitern, wieder aufstehen und weitermachen.
Oder, wie er sein eigenes Leben beschreibt: „Mein Leben ist so wie der Amazonas: am Anfang stürmisch, dann viele Quellflüsse – aber ich bin immer noch vorne geflossen.“
Wir haben diesmal nicht nur über den Filmpark Babelsberg, das El Dorado in Templin und große Bauprojekte gesprochen. Friedhelm Schatz erzählt sehr persönlich seine Lebensgeschichte bis hierher. Über Entscheidungen, Zweifel, Erfolge und Niederlagen, über Menschen, die ihn geprägt haben, und über den Moment, an dem man irgendwann einfach loslegen muss, wenn man etwas auf die Beine stellen will.
Nicht nur quatschen, machen!
Freut Euch auf ein Gespräch über ein bewegtes Leben, große Visionen und die Frage, was er noch so plant: der Filmpark-Boss und „Zirkusdirektor“ Friedhelm Schatz, der übrigens ein grandioser Erzähler ist, dem man unheimlich gerne zuhört.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Ich hatte relativ früh so ein Gefühl, okay hier auf dem Dorf.
00:00:03: Wenn ich hier bleibe dann saube ich mich nur zu Tode.
00:00:07: Also dann lieber man abhauen.
00:00:09: und der erste Schritt war natürlich meine Fotografenlehrerin.
00:00:12: Ich weiß noch nicht, ich glaub hab irgendwie Achtzig Markenmonat oder sowas.
00:00:15: Irgendwie Lausig.
00:00:17: Man konnte aber nachts in dem Kopierwerk, konnte man super acht Pornofilme entwickeln.
00:00:22: dafür gab es schon ordentlich Geld.
00:00:23: Ah das hast du ja gemacht?
00:00:24: Das habe
00:00:24: ich da gemacht damit habe ich Kohle verdient und dann wollte ich Kamerasche denn werden.
00:00:29: Ich gab viele Bestrebungen, auch aus Bayern heraus das Studiogelände Platz zu machen.
00:00:34: Also Theo Weigel hat zum Beispiel gesagt was braucht man dann ein Studium Osten?
00:00:38: Was soll der Quatsch?
00:00:38: wir haben doch die Barbaria Wir haben Studio Hamburg, wir haben Köln Hat sich damals Rohwetter der leider kurz danach ermordet worden ist, hat sich durchgesetzt und nein wir erhalten das.
00:00:49: Und dann kamen irgendwie dann die französischen Gesellschaften um die Ecke und haben das Gelände gekauft und dann wurde das Team immer größer.
00:00:56: Die Zeit belegt es ja.
00:00:57: Ich meine die Franzosen sind weg, an der Stelle sind die Büros weg und Filmbag ist immer noch da und ich auch.
00:01:02: Natürlich sind diese Besucherzahlen von damals nicht mehr die Besucher zahlen von heute.
00:01:06: dafür hat sich das ganze Meer gewandelt in eine Event-Location dass wir also irgendwie verrückte Veranstaltung machen wie Manga, Anime-Messe und Horrornächte und wie alle heißen so was?
00:01:16: aber das sind eben die wichtigen Entwicklungen zu erkennen zu sagen okay wo müssen wir uns wie ausrichten damit der Filmback attraktiv wird?
00:01:24: Wenn du von einer Idee überzeugt bist und wirklich dranhängst, und es dir zeitlich und inhaltig und auch finanziell leisten kann.
00:01:31: Dann muss man natürlich darum kämpfen!
00:01:33: Und darum kämpfen macht natürlich auch Spaß.
00:01:35: Also ich meine weiß noch genau als die Ideen standen in der Entwicklung der Medienschat habe ich ein schönes großes Modell bauen lassen und hab dann hier die ganze ortsansässige Politik zusammengetraumelt Und dann standen die da alle wie Kinder um das Modell herum, hat funktioniert.
00:01:49: Also man muss Ideen natürlich auch verfolgen in der Umsetzung und man ist natürlich immer von irgendwelchen Leuten abhängig mit kreativen
00:01:57: Ideen.".
00:02:05: Er isst Brandenburger Topunternehmer, visionär, möglichmacher und für viele auch der Bewahrer und Gestalter der Medienstadt Babelsberg Friedhelm Schatz, ein Mann der Großideen nicht nur hat sondern sie auch umsetzt.
00:02:16: Von der Bavarian München führt ihn seinen Weg nach Potsdam und dafür war unter anderem auch Erfolgsregisseur Volker Schlöndorf verantwortlich.
00:02:23: Hier hat er den Filmpark Babelsberg entscheidend mitentwickelt und gemeinsam mit Partnern wie Eckerath Strzelecki und Jan Kretschmer Projekte auf dem Weg gebracht die weit über Brandenburg hinaus strahlen.
00:02:33: Sein vielleicht größtes Herzensprojekt ist die Media City Seine Vision von einem Babelsberg, das international noch weiter und größer gedacht wird als ein Ort für Medien.
00:02:42: Für Ideen, Bewegung, Begegnungen und für die nächste Generation kreativer
00:02:47: Zukunft.".
00:02:48: Und dann ist da natürlich noch sein Herzensort für viele Familien in Brandenburg?
00:02:52: Die Westerstadt Elorado Templin, den diesem Jahr zwanzig Jahre alt wird – auch dort zeigt er wofür Friedhelm Schatz steht!
00:02:58: Für Erlebnisse, Unternehmergeist und für Ideen die Menschen zusammenbringen... Was treibt ihn heute
00:03:03: an?!
00:03:04: Woher kommt dieser Blick für Chancen, große Vision und Brandenburg?
00:03:07: Heute hören wir rein in die Fritem-Schatz-Story.
00:03:10: Wir freuen uns auf viele Anekdoten und Geschichten.
00:03:12: Herzlich willkommen lieber Fritemschatz!
00:03:14: Ich bin ganz glücklich, dass du heute da bist.
00:03:17: Prima, vielen Dank für die Einladung.
00:03:19: Ich habe ja schon mehrfach versucht hier den Vorstoß anzufangen und hab gesagt wir müssen beim Brandenburg-Ordn.
00:03:24: als du den verdienen bekam sag ich das wir müssen uns mal unterhalten.
00:03:26: über deine Geschichte hast du gesagt ja wenn ich mal Zeit habe dann war dreißig Jahre bb rade und dreißige jahre filmpark.
00:03:32: da hast du dieses wunderbare buch rausgebracht filmpark baus berg.
00:03:36: und jetzt haben wir dich also quasi gezwungen zum zwanzigjährigen el dorado Geburtstag ins funkhaus zu kommen.
00:03:45: Ich bin gerne hier und wie gesagt am liebsten lasse ich mich zwingen, aber das war nicht so doll gemeint.
00:03:50: Der Moment muss ja mal richtig sein der passt jetzt im Moment wunderbar gekühlt hier alles Bestens schieß los!
00:03:57: Wir sind offen für deine Geschichten.
00:03:59: Das Buch Filmpark Babelsberg Reise in eine fantastische Welt ist ein wunderschönes Buch.
00:04:03: das gab es zum dreißigsten Geburtstag.
00:04:05: Und dieses Buch hat zwei große Nachteile weißt du?
00:04:08: Nummer eins die Größe weil das Ding kannst Du nicht in der S-Bahn lesen.
00:04:11: das ist also gefühlten halben Quadratmeter groß.
00:04:13: Und zum zweiten.
00:04:14: Vorne steht eine Geschichte drin und die hast du so schön geschrieben, dass ich dachte Mensch man müsste die eigentlich aus dem Buch rausnehmen und extra noch mal rausbringen weil es ist so toll!
00:04:22: Wenn das alles nicht funktioniert dann muss er sich halt selbst erzählen.
00:04:25: Dann fangen wir an...
00:04:26: Du kommst aus Niedersachsen?
00:04:27: Ja.
00:04:28: Zelle geboren?
00:04:29: Ja!
00:04:30: Und bist dann irgendwann von da aus und das weiß keiner wie.
00:04:32: das war über ein Lehrer als Fotograf nach Bayern gekommen.
00:04:36: Jetzt musst du mal ganz weit ausholen damit wir das mal in Zusammenhang kriegen.
00:04:40: Die Kindheit ist relativ leicht und einfach erzählt.
00:04:43: Natürlich, ich bin auch in Zelle geboren da in dem St.
00:04:46: Josephs-Stift und habe aufgewachsen in einem noch viel kleineren Ort namens Arnsbeck mit tausend zweihundert Einwohnern, eine berühmte glückliche Kindheit gehabt.
00:04:55: Wir waren zwar Bettelarmen, gab nicht viel aber was wir hatten war natürlich die Freiheit und die Abenteuerlust und ich glaube das war bei mir schon von Anfang an ausgeprägt.
00:05:07: also die schönsten Zeiten im Jahr waren die Sommerferien wenn wir Bengels in den Wald gegangen sind Cowboy und Indiana gespielt haben.
00:05:15: Und ich war dann immer mehr der Indiana, weil das fand ich immer besser.
00:05:18: Also Gironimo und Sitting Bull waren mir lieber als Jesse James oder General Custer.
00:05:24: also das passt in die Welt.
00:05:25: Nein eine wunderbare Kindheit gehabt mit vielen Abenteuern und wir waren Haufen Kinder.
00:05:30: was vier Geschmister?
00:05:32: Ja da sind sogar noch mehr wenn man die Halbgeschwister mit dazu zieht.
00:05:35: alles in allem waren es acht und aber dann alle wild verstreut.
00:05:40: Ich hatte relativ früh so ein Gefühl, okay hier auf dem Dorf und ich meine das ist dann alles idyllisch.
00:05:45: Und wenn man in die Pubertät kommt und wenn man ein bisschen älter wird, dann denkt man verflugt noch mal, wenn ich hier bleibe dann durch die vielen Feste und durch den vielen Schützenfesten wartet alle gehabt Feuerwehrball.
00:05:57: Hier saufen wir mich nur zu Tode.
00:06:00: also dann lieber abhauen.
00:06:03: und der erste Schritt war natürlich meine Fotografenlehrer.
00:06:06: Vor der Bundeswehr noch ja?
00:06:07: Ja
00:06:07: vor der Bundeswehren auch weil da Es ist auch so ein kleiner Zufall irgendwie da.
00:06:11: Ich bin dann von dem Gymnasium abgehauen, das war mir anstrengend.
00:06:15: Dann war ich auf der... Wie hieß es denn?
00:06:18: Mittelschule genau.
00:06:20: und dann war er wie Mann fest und der Direktor sagte Friedam du musst heute mal fotografieren!
00:06:23: Ich hatte keine Ahnung.
00:06:24: okay Dann habe ich fotografiert, hab gedacht macht Spaß.
00:06:27: und dann habe ich da wow das könnte sein.
00:06:29: Und dann kamen so die ersten Bilder, das war so Mitte der sechziger Jahre.
00:06:33: Schwarz-Weiß?
00:06:34: Ja
00:06:34: natürlich schwarz-weiß und negativ und kleine Kamera.
00:06:42: und das war dann auch die Zeit.
00:06:43: wo dann natürlich die wilden sechzeigere Jahre, wo dann die Fotografen Charles Wilb in Düsseldorf und solche Sachen fingen mich aus dem Dorf heraus zu interessieren, dann habe ich gedacht wow und das prägende war für mich tatsächlich ein Film.
00:06:56: Blow Up von Antonioni in diese großartige Geschichte im Swinging Landen mit der Kernaussage Objektiv ist nicht objektiv was du durch die Kamera siehst ist nicht immer wahr.
00:07:08: also ein großartiger Film.
00:07:09: den hatte ich gesehen.
00:07:10: und da habe ich gesagt Wow Du wirst jetzt Fotograf und beginnt dann in Zelle bei Foto Hammer an Fotograf zu lernen ... mit Lehrzeitverkürzung zweieinhalb Jahre.
00:07:23: War du so gut?
00:07:23: was?
00:07:23: War
00:07:24: ich so gut?
00:07:24: war, weil ich eben auch immer das Studium gestrichen hatte und... ...war ich ihm auch beim Einkaufen geholfen habe.
00:07:30: Und der hatte, der gute alter Hammer hat in dem Bein noch eine kleine Werbeagentur wo er dann Industriefilme gedreht hat.
00:07:38: also kam ich auch mit Filmenberührung.
00:07:40: Also auf alle Fälle hatte ich mich da verliebt und hab gesagt wow das ist richtig!
00:07:43: Das macht Spaß.
00:07:45: War dann am Anfang irgendwie bei der zellischen Zeitung Feierfotograf.
00:07:49: Hat mir ein bisschen Kohle verdient.
00:07:50: Ich habe am Stella Schloss Theater die Premierin fotografiert und da waren ja dann gut Maria Kubicek und alles was später groß wurde, spielte da Theater.
00:08:00: Also ich tauchte mit mal in
00:08:04: eine andere
00:08:05: Welt ein frag mich, warum ich jetzt mit malen?
00:08:07: Wer ist ja deutelt durch was geprägt.
00:08:09: Niemand hat mich gefördert, niemand hat gesagt macht das.
00:08:12: Mama hatte genug damit zu tun fünf Kinder durchzubringen, Vater war weg.
00:08:17: aber irgendwas hat da etwas ausgelöst und ich habe das dann wahrgenommen.
00:08:21: also im Prinzip so was völlig für so ein Dorf völlig Verrücktes.
00:08:24: meine anderen Kumpel sind alle dargeblieben die meisten sind leider schon tot aus besagten Gründen und irgendwas hat mich getrieben.
00:08:31: und dann kam eben der Break
00:08:33: Bundeswehr.
00:08:34: Ich muss mal zwischenfragen, du schreibst ja an deinem Buch so schön.
00:08:37: also wenn man diese Geschichte liest die hier auf ein und vierzig Seiten verewigt ist, dann denke ich man der hat so eine tolle Art zu schreiben.
00:08:43: hast du damals für die Zeitung auch geschrieben als du da gearbeitet hast oder nur die Fotos gemacht?
00:08:46: Ich habe nur Fotos gemacht aber ich muss ehrlich sagen Schreiberei hat mir immer Spaß gemachten also mehr für den privaten Bereich denn beruflich.
00:08:54: außer diesem Buch hab' ich nie was rausgebracht.
00:08:58: Das war immer so eine ganz persönliche Geschichte.
00:09:00: Ich pflege aber noch andere Dinge, ich bin ja auch so ein Weltenbummler und treibe mich durch die allen möglichen Länder.
00:09:06: Und ich schreibe Tagebücher auf jede Menge Tagebuche Reisetagebüchern, die sind nur für mich oder für enge Freunde.
00:09:12: also wie soll das schreiben und das formulieren?
00:09:15: war immer eine Sache, die mich sehr angeregt hat.
00:09:18: Ich würde dich jetzt gerne an der Stelle bitten wollen das man weiter zu forcieren und ein Buch zu schreiben.
00:09:22: aber ich weiß du hast keine Zeit weil Du hast ja auch noch Millionen Projekte die Du umsetzen willst.
00:09:25: also ein buch zu schreiben hättest Du keine zeit obwohl wenn Du sowieso einen tagebuch schreibst könntest Du es eigentlich auch mal gleich rausbringen.
00:09:30: Ja
00:09:31: natürlich kann man das wenn man will.
00:09:33: so was und was heißt dass?
00:09:34: ich meine mein Leben ist ja relativ selbstbestimmt.
00:09:36: na es ist dann immer so der funke der überspringen muss dann wirklich das gefühl haben okay ich setze mich hin aber diesen moment habe ich nur nicht erreicht.
00:09:44: Da ist noch Zeit.
00:09:45: Vorher müssen noch viele Sachen umgesetzt werden, da ist auch ein Stück Handschrift von dir drin.
00:09:48: ich sehe das ja du hast so eine sehr schöne Schrift habe ich gesehen.
00:09:52: also es sind zwei Seiten oder drei Seiten von einem alten Schriftstück veröffentlicht und wird abgedruckt in dem Buch?
00:09:58: Weißt Du gar nicht mehr, musst Du mal reinkommen?
00:09:59: Ja, aber ich hab das
00:10:00: alles handschriftig gemacht.
00:10:02: Ich komme ja nur wirklich tief aus der analogen Welt, deswegen am Computer schreiben fangen wir mir dann nicht mit an.
00:10:08: Nein, die ganzen Texte mache ich handschriftig, meine Liebe Konni schreibt das ja brav ab.
00:10:12: Hat sie aber zu tun gehabt.
00:10:15: Konny ist übrigens die Frau im Vorzimmer, das ist die Frau mit der ich hart verhandeln muss.
00:10:18: Damit du heute hier in dieses Studio kommst!
00:10:21: Das ist ja nicht so einfach weil dein Terminkalender ist ja voll gespickt mit Termin.
00:10:24: Ja
00:10:26: einigermaßen.
00:10:27: Fotograf hast Du gesagt irgendwann an einer Weile okay das fühlt mich jetzt nicht für den Rest meines Lebens aus.
00:10:32: Ich muss was anderes machen.
00:10:33: wieso hast Du dich fürs her entschieden?
00:10:35: Na ja, okay das war dann ganz simpel.
00:10:37: Also das war ja nun damals gesetzt man musste da hinlaufen und dann habe ich gesagt ok dann gehst du wenigstens zur Luftwaffe hatte gedacht Ich kann Pilot werden.
00:10:46: irgendwie so eine andere Spinnerei mit meinen damals schon eins, acht und neunzig passte ich aber in Kehne Maschine.
00:10:52: also bin ich dann irgendwie normal bei der Luftwaffel gelandet.
00:10:55: Dann hab' ich gesagt Ok wenn ihr schon da bist dann machst du da irgendwie zwei Jahre weil dann kriegst auch ein bisschen Kohle Und nicht so als einmal gefreiter Schlufse durch die Gegend Die Ausbildung zum Offizier gemacht, was möglich war in knapp zwei Jahren bis zum Leutnant aufgestiegen.
00:11:12: War dann leider der Bildstelle, das passt sie wieder beim Luftwaffentransportgeschwader.
00:11:20: Ja, sind wir viel mit dem Helikopter rumgeflogen und haben alle möglichen Bilder aufgenommen.
00:11:30: Und nebenbei natürlich auch – das war unvermeidbar gesoffen wie die Idioten!
00:11:37: Wir haben dann die letzten drei Monate nur am Offizierskasino und zwei Flaschen Bellenteins am Tag war gar nichts.
00:11:44: Dann war ich am Ende Alkoholiker.
00:11:46: Da war ich
00:11:46: wirklich ja.
00:11:47: Also nicht richtig Alkoholiker, medizinische Sinn.
00:11:50: Man wie alt war ich da?
00:11:51: Dreiundzwanzig, zweiundzwannzig oder so weiter oder nach also im besten Futter.
00:11:56: und als ich da raus bin okay habe ich gesagt okay was machst du jetzt mit deinem Leben?
00:12:01: dann hab' ich's ein bisschen ein paar Monate bei meinem Schwager als Baggerfahrer gearbeitet.
00:12:05: Ich habe irgendwelche Baugruppen ausgehoben, die er immer korrigieren musste.
00:12:09: Weil ich nicht in der Lage war gerade zu schaufeln.
00:12:11: Wegen
00:12:11: des Bellentines Konsumzialen?
00:12:13: Ja wahrscheinlich
00:12:13: wegen der Entziehung.
00:12:14: dann das wurde dann besser.
00:12:15: Das war dann einfach nicht mehr so schlimm.
00:12:17: und dann hab' ich dann wirklich gesagt okay Friedem du musst dir weg.
00:12:21: Und das war dann der entscheidende Moment wo ich gesagt habe... ...die ersten zwanzig Jahre des Lebens habe ich hier in dieser Gegend zugebracht.
00:12:29: was ich schon sagte entweder gehst ihr zur Grunde oder mach's was anderes.
00:12:32: und dann habe ich gesagt gut du hast doch Fotograf gemacht werde doch, versuche doch mal Kameramann zu werden.
00:12:38: Das wäre die richtige Richtung.
00:12:39: und das war dann die Grundsatzentscheidung nach München zu gehen.
00:12:42: Bavaria in München?
00:12:44: Da hast du Kameraman gelernt.
00:12:45: nochmal neu oder konntest du das aufgrund deiner Ausbildung gleich mitmachen?
00:12:49: Nee ich musste wirklich wieder bei null anfangen.
00:12:51: Ich bin da runtergefahren von Arnsbing aus mit meinem damaligen gelben VW Käfer, Dreizehnhundert.
00:12:57: Oma packte mir noch ein großes rotes Down-Bett ein weil im Bayern ist so kalt und sagte komm pass auf dich auf Junge!
00:13:04: Und dann bin ich da runtergegangen, hatte gar nichts in der Tasche.
00:13:09: Bin da hingelaufen ins Kopierwerk und dem Kopierwerksleiter getroffen und habe gesagt, ich würde hier gerne ein Praktikum machen.
00:13:15: Dann hat er auch relativ schnell gesagt ja, nachdem wir gesehen haben, wer ich bin und was ich mache.
00:13:19: Ich hab dann wirklich fast zwei Jahre einen Praktikum im Kopierwerk gemacht und alles durchlaufen, was man so macht von Entwicklung über Lichtbestimmung, über welcher Dollart alles Und ich weiß noch, es gab irgendwie achtzig Markenmonat oder so was.
00:13:35: Irgendwie lausig und man konnte.
00:13:36: aber nachts konnte man dann in dem Kopierwerk, konnte man super acht Pornofilme entwickeln.
00:13:41: dafür gab's schon ordentlich Geld.
00:13:42: Ah das hast du ja gemacht!
00:13:43: Das
00:13:43: hab' ich da gemacht.
00:13:44: damit habe ich Kohle verdient.
00:13:47: und dann kam mir mit der Momente dass sie sagt steig hier aus also sprich fertig.
00:13:51: Und dann wollte ich Kameransicht entgegen.
00:13:52: Das wissen viele gar nicht, dass du quasi mit Pornos deine erste Kohle verdienst?
00:13:55: Ja, das sind ja richtig gute Taschengeld.
00:13:57: Dass wir
00:13:57: auch eine gute Überschrift gewesen für ein Zeitungsartikel.
00:14:00: Meine Karriere begann mit Pernos.
00:14:02: Okay alles da!
00:14:03: Haben Sie
00:14:03: Fragen?!
00:14:08: So und dann hast Du aber irgendwann den Schritt geschafft die erste Bavaria Tour zu organisieren.
00:14:13: Wie ist denn das so gekommen?
00:14:14: war Ich meine Kameramann und dann irgendwie eine Erlebnis-Tour auf dem Gelände zu organisierend.
00:14:18: wie kam es dazu?
00:14:19: Naja, gut.
00:14:21: Wie gesagt, ich wollte dann Kameramann werden, Kamerasistent und Big Boss in der Bavaria war damals Prof.
00:14:28: Dr.
00:14:28: Helmut Jedele ein Schwab.
00:14:30: Das war ja mit der heute wird man sagen CEO oder Generaldirektor.
00:14:34: Und er hatte immer eine Volleyballer Mannschaften.
00:14:36: Diese Volleymahn-Bandschaft spielte dann irgendwie am Donnerstagabend und ich war ja nur wie gesagt zwei Meter groß voller Saft und Kraft und ich musste mal an seiner Mannschaft spielen und dann haben wir auch gewonnen.
00:14:46: Nein das fand er toll.
00:14:47: also baute sich mit einmal zu dem Und der sagt mir, dass mit dem Kameramann ist Quatsch.
00:14:54: Du musst die Produktion gehen.
00:14:56: Du kannst organisieren und vernünftig reden.
00:14:59: Ich habe das Gefühl, dass du auch mit Menschen umgehen kannst.
00:15:02: Dann bin ich umgeschwenkt und dann habe ich die klassische Leiter gemacht vom Aufnahmeleiter, zweiter Aufnahmeeiter, erster Aufnahme der Produktionsleiter Herrstellungsleiter Und in dem Zuge war eben auch so der Punkt, wo ich gedacht habe okay das war bei der Bootproduktion die wir damals gemacht haben mit Wolfgang Petersen.
00:15:31: Dem großen Regisseur waren ihm tatsächlich tolle Requisiten übrig und unter anderem das große Boot.
00:15:38: dann fand sich schnell eine kleine Gruppe dort zusammen wo wir gesagt haben ne das kann nicht sein dass müssen wir nicht wegschmeißen sondern das müssen wir tatsächlich mal den Leuten zeigen Der Bavaria.
00:15:49: Filmtour.
00:15:50: Die du
00:15:50: damals organisiert hast,
00:15:52: also bist ja
00:15:52: Urheber?
00:15:53: Ja
00:15:53: ne so dicke würde ich nicht auftragen!
00:15:55: Ich war nur einen Teil davon sowas.
00:15:57: Also ich war wirklich nur ein Teil davon.
00:15:58: die Hauptinitiative ging von Arthur Hofer damals aus aber ich war in dem Team mit dabei habe das mit geprägt hab dafür gesorgt dass auch von der Produktionsseite aus immer genug neue Requisiten und Dekorationen zur Verfügung standen.
00:16:12: also ich habe es nicht richtig gegründet.
00:16:13: Ich war da wirklich immer noch hauptberuflich in der Produktion tätig mitbefördert.
00:16:20: Das lief ja viele Jahre erfolgreich, ne?
00:16:22: Ja bis heute!
00:16:24: Die Tour gibt es bis heute und ich habe gerade überlegt wann haben wir die gegründet?
00:16:28: Ende der siebziger Jahre sowas oder Anfang der achtziger Jahre?
00:16:33: und das gibt's bis Heute und funktioniert.
00:16:36: Aber
00:16:36: du bist erst Anfang der neunzeigjährigen Abwärts haben geholt worden von Herrn Schlöndorf von Volker Schlönder von unserem abfolgsreiches Jahr.
00:16:42: Was ist in den Jahren dazwischen passiert?
00:16:43: Da hast Du weiter Filme gemacht.
00:16:44: Nee, ich bin dann auch und das ist eben denke ich mal so ein bisschen typisch bei mir.
00:16:48: Weil ich werde ja auch immer gefragt was streibt dich an?
00:16:51: Und dann sage ich gut okay eines meiner Hauptmotive ist Neugierde völlig klar neugierdet weil irgendwie denke ich immer ok es gibt so viele Sachen zu machen.
00:16:59: Ich bin dann irgendwann Mitte der achtziger Jahre und ich hatte wirklich alles erreicht dort also relativ schnell Karriere gemacht.
00:17:07: Und dann kam auch der Zeit, in Bavaria ist ja hauptsächlich ein Fernsehproduzent mit ganz wenig Kinofilmen.
00:17:14: Dann kam die Zeit, wo der große Umbruch, die öffentlich-rechtlichen AD und ZDF kriegten Konkurrenz, RTL Sat.Eins oder Werden alles hochkam.
00:17:25: Das waren wir mal einen ganz neuer Umgang.
00:17:26: Da taucht natürlich immer Leute auf bei den neuen Sendern weil sie sucht alle händerigen Leute.
00:17:32: Ich sage es mal ein bisschen überheblich naja... Da musste man denen erklären was eine Kamera ist und so weiter.
00:17:38: Also da hatte ich dann keinen Bock drauf mehr, also bin dann da ausgestiegen Mitte der achtziger Jahre.
00:17:43: Und hat immer so ein Fable auch schon für große Large Format Kinos damals IMAX und so eine Großproduktion oder Großprojektion.
00:17:51: Hatte das auch ein paar gesehen und habe dann eben zusammen mit einem Partner in Berlin die blaue Kugel gebaut.
00:17:58: Das
00:17:58: war dann auch das Studio von Christiansen.
00:18:01: später?
00:18:01: Ja, da zwischendurch war es mal eine kleine Disco, Magic Balloon und da haben wir im Film produziert Destination Berlin in Berlin.
00:18:12: Dieses
00:18:13: dreihundertsechzig
00:18:16: Grad-Kino, richtig große Formaten.
00:18:19: Und dann haben wir eben diesen Film produzieren, Destination Mit meinem leider auch schon verstorben Edgar Fröse von Tangentream Filmmusik gemacht.
00:18:29: Film war fertig im November, november und nehmt oktober.
00:18:37: Prämiere waren geplant wie sich das gehört zu Weihnachten am zwanzigsten Dezember.
00:18:42: Und jetzt könnt ihr ahnen, was passierte dort?
00:18:45: Im November machte irgendjemand aus irgendeinem falsche interpretierten Zettel und nimmt die Mauer auf.
00:18:51: Mit Mal war nicht mehr Westberlin die vitale Stadt umgeben vom Bösen in Anführungsstrichen.
00:18:57: War ja nicht wirklich böse oder doch egal!
00:19:01: Und der Film, den wir gemacht haben jetzt konnte die Tonne kloppen.
00:19:04: Der war nicht mehr zeitgemäß.
00:19:05: Wir hatten ein Film gemacht, Destination Berlin wie auch immer.
00:19:08: Wir haben dann trotzdem gespielt und dann ging aber das Projekt relativ schnell den Bach runter weil dort wo wir waren am Breitscheidplatz fing dann der große Immobilienboom an usw.
00:19:19: Also es waren drei verrückte Jahre mit dem blauen Kugel und Destination berlin und dann war diese Episode zu Ende.
00:19:27: Die Blaukuhel ist mittlerweile in Babelsberg.
00:19:31: Wenn wir nachher da sind, können wir das ja mal erzählen.
00:19:33: Dann bist du aber wieder... von Volker Schlöndorf aus München hergeflogen, mit der Pan-Am damals noch.
00:19:40: Die es noch gab die Fluglinie.
00:19:41: Das ist ja natürlich die große Frage wieso warst du dann aus Berlin wieder in München?
00:19:45: Musstest du wieder zurück zu deinen alten Wurzeln oder was?
00:19:47: Na
00:19:47: ja gut ich war auch in der Zwischenzeit.
00:19:49: Familienvater hatte drei Kinder und die waren im München geblieben und ich war irgendwie quasi auf Außenbaustelle.
00:19:56: und dann hatte ich gedacht okay dann geh wieder zurück und versuche zu sortieren Auch von München aus.
00:20:07: das Angebot, das war, klar, ein neunzig glaube ich hatte das Angebote.
00:20:12: Damals war Wolf Bauer, Boss bei der Ufa hier und die fingen an mit mal so eine komische Serie aus Australien rüberzuholen.
00:20:20: Gute Zeiten schlechte Zeiten.
00:20:24: Und dann hat er mich gefragt und da hat er gesagt, du Friede, hast du nicht Lust, da Produktions- oder Hersteller zu werden?
00:20:30: Ich dachte, okay.
00:20:32: Warum denn nicht neue Produktionsformen?
00:20:34: Also industrielle Fernsehproduktion fand ich cool.
00:20:37: Hab mich mit ihm gut verstanden aber sein Partner von Fremantle Rechteinhaber Michael Murphy
00:20:45: hat
00:20:45: das überhaupt nicht gestimmt.
00:20:46: Da haben wir uns irgendwie hingesetzt und das passt nicht auf alle.
00:20:49: Das ist nicht hingekommen Aber dieses Erlebnis war dann trotzdem gut weil nämlich als Schleuny, September und September hier im Zuge der Franzosen nach Babelsberg kamen.
00:21:00: Haben die natürlich händeringe Leute gesucht?
00:21:02: Und dann sagt er ... haben den Bauern kannte er natürlich und hat ihm gesagt du Frag doch mal den Schatz.
00:21:10: Ich kenne ihn, das ist ein guter Red doch mit ihm.
00:21:12: Also quasi war Wolf Bauer der Markler zwischen mir und Volker, den ich früher gar nicht so oft gesehen hatte.
00:21:18: also wir haben nie zusammen gearbeitet Wir haben nie einen Job gemacht, ich wusste wer er waren Aber wie
00:21:24: kam die auf dich?
00:21:26: Über dem Wolf-Bauer?
00:21:27: Ja aber der muss ja irgendwie auch gesagt... Die Chemie muss ja stimmen Das ist ja wichtig, also müsst ihr schonmal vielleicht ein paar Sätze gewechselt haben ohne dass du noch weißt, dass es passiert ist
00:21:35: Im Vorfeld.
00:21:37: nein, wir haben uns wirklich
00:21:38: direkt nur
00:21:40: auf den Festivals oder so mal hallo und bla bla bla ein bisschen Smalltalk aber nie auseinander gesetzt.
00:21:46: Und ja dann bin ich eben wie gesagt nach Berlin geflogen mit der berühmten Pan Am von Wünschen aus und habe Volker hier im Studio getroffen und ja dann kam das Ganze irgendwie ins Rollen.
00:21:58: Herr Schlöndorf Das war eine gute, um zu sagen die beste Entscheidung.
00:22:04: Grüße gehen raus an diese Stelle!
00:22:05: Der Mann ist ja auch schon hoch betagt jetzt mittlerweile, siebenundachzehn oder so?
00:22:08: Ja,
00:22:08: sein Alter ist aber überall eben wirklich überhaupt nicht anzumerken.
00:22:11: Er hat wieder gerade einen großartigen Film gemacht.
00:22:13: Heimsuchung er ist so tief im Leben drin ja hoch betragt wenn man mit dem Pass guckt Aber wenn man zusammen sitzt
00:22:20: dann
00:22:21: merkt man gar nichts Großartig.
00:22:23: Es ist so wie bei mir, ich bin ein junger Mann gefangen mit einem älteren Körper weißt du?
00:22:26: Ja ja das wird sich fortsetzen da kannste vorausgehen.
00:22:30: Das verdichtet sich!
00:22:31: Aber Du hast ja auch Erfahrungen, Du hast jetzt zum Beispiel schon den Juppie Hestas bei dir auf der Bühne gehabt und der war ja schon weit über hundert zu dem Zeitpunkt.
00:22:36: Der war
00:22:37: über hundert und
00:22:38: hat performt ne?
00:22:39: Aber
00:22:39: wie?!
00:22:40: Gut, aber wir bleiben chronologisch.
00:22:41: Also du warst dann auf einmal hier?
00:22:43: Die Franzosen wissen ja viele gar nicht.
00:22:45: die haben damals dieses Gelände abworben, auf dem damals hier das Studio Babelsberg drauf war
00:22:50: zum
00:22:50: Teil.
00:22:51: Das Defergelände.
00:22:52: Einfach das Defer-Gelände.
00:22:54: der Standort ist relativ schnell erzählt, die große Uferzeit, dann kamen sie fast am längsten Deferzeit und natürlich mit Mit der Wiedervereinigung ist dann auch die Idee war, in das damals größte Unternehmen der Welt eingeflossen.
00:23:11: Der Treuhand und die haben lange Zeit einen Käufer gesucht.
00:23:18: waren alle abstrosen Ideen dort.
00:23:20: Da kann man wirklich mal erzählen, weil das auch nicht viele Leute wissen.
00:23:23: Es gab viele Bestrebungen aus Bayern heraus, das Studio Gelände Platz zu machen.
00:23:28: Also Theo Weigel hat zum Beispiel gesagt was brauchen wir da ein Studio im Osten?
00:23:32: Was soll der Quatsch?
00:23:33: Wir haben doch die Barbaria!
00:23:34: Wir haben Studio Hamburg und wir haben Köln.
00:23:37: Hat sich damals Rohwetter, der leider kurz danach ermordet worden ist, hat sich durchgesetzt.
00:23:41: Nein, wir erhalten das.
00:23:43: Das ist Kulturgut und alles was dazu gehört.
00:23:46: Und dann kamen irgendwie die französischen Gesellschaften um die Ecke, damals General Deso später Vivon D. und haben das Gelände gekauft mit einem und haben gesagt wir brauchen natürlich Leute.
00:23:57: und so kam ein Volker an Bord und dann wurde das Team immer größer.
00:24:00: Und du hattest aber damals schon die Vision davon diese Barbaria Filmtour quasi hier nach Wotsam zu holen also in einer anderen Form?
00:24:07: Das war der Grundgedanke.
00:24:09: ich hatte Das Angebot, die Studienleitung zu übernehmen.
00:24:13: Aber dann habe ich gesagt, also Adlerievermietung ist mir zu langweilig.
00:24:17: Dann war auch die Überlegung wieder in die Produktion zu gehen.
00:24:20: Das fand mich auch nicht mehr so spannend.
00:24:22: Es zieht sich wie einen roten Faden bei mir durch die Welten durch meine Biografie, dass ich immer denke okay was ich mal gemacht habe kann man... vielleicht mal anders wo einsetzen und anders einsetzen.
00:24:33: Produktion war dann tatsächlich der Filmpark, das sagte Volker auch.
00:24:37: ja die Franzosen haben hier so eine obskure Idee wollen hier für fünf Jahre einen Themenpark haben aber nur für fünf jahre weil dann sollen da hinterher Büros gebaut werden habe ich gesagt also mache Das interessiert mich und Geschichte.
00:24:55: Immer im Hinterkopf aber, Freunde nicht mit mir!
00:24:57: Wir machen das mal länger, es wird nachhaltig dieses Projekt.
00:25:01: Die Zeit belegt ist ja.
00:25:02: Ich meine die Franzosen sind weg, an der Stelle sind die Büros weg und wir filmen immer noch da.
00:25:08: Und ich auch.
00:25:09: Genau, das ist auch gut so!
00:25:10: Du siehst hier alle an dir vorbeitreiben?
00:25:12: Alle die damals gesagt haben ja wir machen nur mal einen kurzen Abschnitt.
00:25:15: Nein nicht mit Friedhelm Schatz, was gibt's dir denn?
00:25:17: Hat nicht gepasst.
00:25:18: Und du wusstest wie man das in München macht, so ein Themenpark und hast so Filmkulissen und all diese Dinge hergeholt.
00:25:25: und das war innerhalb von kürzester Zeit dann auch sehr erfolgreich weil es sowas gab es ja in der Form nicht dass man mal so einen Blick ins Studio werfen kann und das in so einem Themenpark packt.
00:25:34: Ich war früher natürlich durch viele Aufenthalte in Kalifornien, Los Angeles und so weiter.
00:25:40: War ich natürlich bei Disney und bei Universal und was es alles gab.
00:25:43: Und die fand das immer spannend.
00:25:45: Und dann auch mit dem Large Format Kino.
00:25:47: Das waren ja alle Elemente der besonderen Unterhaltung.
00:25:50: Deswegen war ich da schon ein Stück weit inspiriert und hab gedacht wow!
00:25:55: Und ich meine, dieses Gelände hier in Babelsberg ist eine Ikrone.
00:25:58: bei allem Respekt.
00:25:59: Bei allem Respekten vor Bavaria und Studie Hamburg aber das ist hier eben die Wiege des Horrorfilms im Babelswerk.
00:26:08: Dr.
00:26:08: Mabuse, Dr.
00:26:09: Kalligari was ja alles gedreht worden ist also Themen ohne Ende.
00:26:13: der einen Punkt jetzt weiter Punkt ist natürlich war das ein günstiger Moment und deswegen kamen in den ersten Jahren wirklich hunderttausende.
00:26:20: wir hatten jedes Jahr fünf sechs noch tausend Besucher konnten die gar nicht alle richtig bespielen.
00:26:24: Die legendäre Deva, da ging das auf.
00:26:27: Öffnete mal ihre Tore und die Leute strömten.
00:26:30: Woher durfte man ja nicht rein?
00:26:31: Das war ja closed set.
00:26:33: Also die Leute waren natürlich fasziniert.
00:26:36: Und die Anfangsjahre waren an sich geprägt von der Entscheidung des inhaltlichen Weglassen, der Qualität des Weglassens.
00:26:43: Man konnte alles Mögliche machen.
00:26:45: Nein, deswegen wunderbar.
00:26:47: Und du hast ja immer wechselnde Ausstellung gehabt, was ich damals toll fand war diese Bahn.
00:26:51: Die wurde dann irgendwann weg rationalisiert?
00:26:54: Ja
00:26:54: die meine geliebte Bimmelbahn.
00:26:56: Du wolltest
00:26:56: es verhindern hat.
00:26:57: das hat aber nicht funktioniert weil das war echt eine Attraktion von mir.
00:27:00: Ja
00:27:00: natürlich war das großartig.
00:27:01: Das gehörte ja dazu.
00:27:04: so banal das ist mit dem Zug irgendwie durch Studio zu fahren.
00:27:11: Das war ja schon, nachdem ich eingestiegen bin als Mit-Innerhaber.
00:27:13: Das war
00:27:14: der Nacht den Neunzigern?
00:27:15: Ja das war in den Zweitausenden schon.
00:27:17: Ach so
00:27:18: wir haben das Kronengut Baunstadt übersprungen?
00:27:21: Ja da können wir gleich darüber reden.
00:27:22: aber die Geschichte mit der Bahn ist so... Als ich zusammen mit Eckhardt Schreditzky im Jahr Tour kaufte, hatten wir vertraglich verabredet.
00:27:36: Okay fünf Jahre Bahn und dann kamen neue Betreiberinhaber drüben im Studio und dann haben die Zeit der amerikanischen Produktionen und amerikanische Produktion hat ja eine gewisse Hysterie.
00:27:47: also sprich ein Sicherheitsbedürfnis und keine Fotos in Gingarnis und Gingernis und so was.
00:27:52: Naja okay ich bezeichne den Verlust der Bahn tatsächlich bis heute als einer meiner größten Verluste.
00:28:00: Dieser Lage ist vielleicht so dramatisch, weil das ein Stückchen Alleinstellungsmerkmal war.
00:28:06: Aber in den neunziger Jahren konnten wir uns wirklich wild austoben... Franzosen waren dabei, Schlöndorf war dabei.
00:28:13: Fällt das immer ein bisschen komisch?
00:28:16: Aber hat sich dann dahinter versteckt dass er ja selber gerne mal Zirkus direkter geworden wäre.
00:28:20: Da ist er da nicht geworden bin ich geworden.
00:28:22: Du
00:28:22: hast den Titel dann von ihm geerbt quasi.
00:28:23: Ich habe ihn dann geerbst und mir dann offiziell verliehen.
00:28:26: Bist du HC-V?
00:28:27: quasi?
00:28:28: ja
00:28:28: also?
00:28:29: Ja, ich bin HC-Zirkus.
00:28:32: Na ja, guck mal muss ich sowas hier normalerweise erarbeiten.
00:28:36: Aber wenn man den Nonos Causa so einfach übertragen bekommt dann ist das natürlich schön.
00:28:39: also ihren Zirkusdirektor das ist doch... Wunderbar!
00:28:43: Gut wir springen zurück in die neunziger Jahre.
00:28:45: Also dein Themenpark lief mit Wechseln und Ausstellungen und war erfolgreich?
00:28:49: Ja
00:28:49: Und es gab aber dann den Moment wo die Franzosen das Ding irgendwie verkaufen wollten.
00:28:55: Richtig Es gab dem Moment wo Die Franzosen dann mit mal feststellten Die Lass auf die Franzosen nichts kommen, sie haben in Barwitzwerk ... Sie hatten eine Vision damals schon.
00:29:07: Sie hatten die Vision zu sagen wir bauen eine Medienstadt.
00:29:10: Die war vielleicht in den neunzigeren Jahren zu sehr geprägt von Immobiliendichte.
00:29:18: War ja irgendwie... riesige Flächen waren überplant, war geplant.
00:29:22: Ein Multiplexkino mit twenty-fünf Seelen im Potsdam und ach weiß... Also die haben sehr groß gedacht zu Fett viel zu fett.
00:29:29: aber es war legitim.
00:29:30: viele haben in den Zeiten gedacht wir müssen Fett bauen.
00:29:33: ein fetter Mann hat von blühenden Landschaften gesprochen die dann so in der Form nicht gekommen sind oder jedenfalls nicht in den neunziger Jahren.
00:29:41: Und dann haben sie einfach die Lust verloren wie das bei so großen Konzernen ist.
00:29:44: und dann haben Sie angefangen intern aufzuräumen.
00:29:48: Das heißt, also das ganze Management wurde entlassen und war es noch genau kurz vor Weihnachten.
00:29:56: Ich hatte gerade meinen Vulkan eröffnet und mein Eisenherz mit einem Drum und Dann sagte mir dann der französische Stadter du Friedem, du hast einen tollen Job gemacht und wir sind ja dolle Dankbar und alles will ich
00:30:07: usw.,
00:30:07: aber wir machen Feierabend steig bitter aus.
00:30:10: Und dann bin ich eben im Neunundneinzig ausgestiegen.
00:30:14: und was ich gedacht habe, gut okay macht da keinen Sinn dazu kämpfen.
00:30:17: Was soll sein?
00:30:19: Und kriegte dann sehr schnell das Angebot von den Investoren des Kron-Gut-Bornstädts zu entwickeln in ihren Potsdam dieses berühmte Mustergut der Hohenzollern.
00:30:28: Warum kam alles wieder zusammen?
00:30:31: also ein ungewöhnliches Ding.
00:30:32: Also mich haben auch immer nur Dinge interessiert die eine Geschichte hatten, eine Story hatten.
00:30:36: also wirklich etwas ganz Neues zu machen habe ich ein paar mal versucht und hab dann auch Schiffbruch erleden.
00:30:43: Aber nicht beim Kronengut?
00:30:45: Nicht beim Krohngut, weil das funktionierte.
00:30:47: Es war großartig!
00:30:48: Es hat viel Spaß gemacht.
00:30:51: Man schrieb dann okay Schatz und sein Preußendisney.
00:30:54: Ich sag ok ihr habt verstanden die Botschaft.
00:30:56: Na es muss ja in die Richtung gehen.
00:30:57: funktioniert und waren eben drei aufregende Jahre dort und hatten auch viele, viele Besucher mit allen möglichen Dingen.
00:31:05: Und haben es an sich ganz simpel gemacht.
00:31:07: Ich meine, das Krohgut heute dümpelt leider so dahin sowas.
00:31:11: Das tut mir richtig weh.
00:31:12: Ja
00:31:12: die haben keinen Schatz, das ist das
00:31:14: Problem.
00:31:14: Ja ich weiß sie haben aber keine Ahnung.
00:31:17: Es hat ja auch immer was mit dem Inhaber zu tun.
00:31:20: Was will man damit machen?
00:31:21: Hat man Ideen?
00:31:22: Nein!
00:31:23: Die drei Jahre Kroguth waren großartig... Da
00:31:26: ging's zurück
00:31:27: Da ging es zurück.
00:31:28: Und wie kam das?
00:31:29: Eine Anekdote zum Krohngut, auch noch dazu.
00:31:31: Ja bitte!
00:31:32: Im Krohmgut habe ich dann meine geliebte Frau Anja getroffen.
00:31:38: Warum?
00:31:39: Sie war damals beim Sender und wie sie das gehört... Wir waren kurz vor der Öffnung, musste man natürlich mit den BetreiberInhaber bla-bla-bla mussten wir ein Interview führen und dann kamen die vorbei und erzählte üblichen Fragen usw.. Und dann wurde aus einem halbstunden Termin ein drei-Stunden-Termin.
00:31:57: Und hinterher hab ich gedacht, was denn da passiert?
00:32:00: Okay wie auch immer alles klar!
00:32:01: Also das ist die Uwe-Zelle und jetzt sind wir seit mittlerweile zwanzig Jahren verheiratet oder sowas und alles gut.
00:32:08: Ja, und dann kam eben das berühmte legendäre Angebot aus Babelsberg.
00:32:13: Ja...und wie kam es dazu?
00:32:15: Das ist wirklich verrückt ist das.
00:32:17: Manchmal setze ich mich abends hin und war in einer guten Zigarre unter einem Glas Wein und denke, was fahrwichtigt der Grund?
00:32:24: um es kurz zu erzählen.
00:32:26: Ich kriegte mit meinem Anruf aus Paris, die Franzosen waren immer noch dabei Lösungen zu suchen.
00:32:31: sie hatten im Prinzip die Vorwärtsverwierung seit zweitausend eingestellt.
00:32:36: dann haben Sie aber trotzdem den Betrieb weitergeführt weil sie suchten wer kann das Ganze übernehmen?
00:32:41: und kriege ich einen Anrufs aus Paris.
00:32:45: da war ich noch in Cromwood Und so mit dem etwas mysteriösem Hintergrund, wir würden uns gerne mit ihnen mal unterhalten über Babelsberg und sagen, na ja kommt doch vorbei.
00:32:55: Wie auch immer kam dann gleich irgendwie drei vier Leute angeflogen oder das irgendwie hoch bezahlte Anwälte und sonstige Makler.
00:33:02: Dann habe ich gesagt okay wenn die Franzosen schon da sind, dann zeig ich dir einmal im Herrenhaus vom Krongut wie wir hier preußisch gut leben können?
00:33:08: Was wir so können!
00:33:09: Das
00:33:09: wurde ordentlich aufgetaft, es wurden ordentlicher Werder Rana Wachtelberg serviert.
00:33:14: Ich habe gezwungen, den zu trinken.
00:33:17: Das war ein ordentlicher
00:33:20: Wein.
00:33:20: Wie ist das in Franzosen als Weinland auf einmal an Werder-Rana Wachtelberg?
00:33:25: Sie waren höflich!
00:33:25: Ist auch ein ordlicher Wein.
00:33:28: Mittlerweile ist es ordentlich.
00:33:31: Dann kam die direkte Frage ob ich Interesse hätte den Filmpark zu kaufen und fast... Drei Viertel des Geländes, was nicht zum Kerngebiet Studio gehörte und nicht zum Kerngerbiet RBB.
00:33:45: Und Universität die Kappe schon sagt die Ops.
00:33:48: dann habe ich gesagt Ja klar Dann kam die nächste Stufe der hieß okay Du bist ja ein großer Entertainer und so weiter und so Weiter.
00:33:56: und aber für eine Immobilien drei musst du dir jemand suchen.
00:33:59: und dann bin ich mit meinem Freund und was in mobilen Geschäfte mit meinem Mentor Eckhardt Schredetzky zusammengekommen.
00:34:06: Eben gehört das Hotel in Neukölln?
00:34:09: Ja,
00:34:09: das große
00:34:10: Estrell.
00:34:11: Wo er jetzt kürze den Riesentauer eröffnet da neben dem Estrell-Tower.
00:34:14: Da baute er so ein riesenging hin.
00:34:16: ja dann setzte man sich dorthin und die Verhandlungen mit den Leuten waren wirklich filmreif.
00:34:21: auf der anderen Seite saßen immer acht oder zehn Leute alle so hoch bezahlte Jungs.
00:34:26: vierhundert Euro die Stunde Und ich saß fast allein und hatte aber jemand dabei.
00:34:31: Und wir haben dann irgendwie so einen tausendseitigen Koffertrag verhandelt, mit allmöglichem Peepaboo.
00:34:38: Am Ende habe ich den Zustack gekriegt und das ist ein bisschen natürlich... Kennt es das ja auch?
00:34:44: Manchmal so Rückblicken verklärt sich auch so ein bisschen was.
00:34:46: Ich hatte dann später mal die Gelegenheit mit dem Big Boss in Frankreich zu reden und hab ihn gefragt Warum habt ihr mich?
00:34:54: Ich meine, das ist doch ein Big Deal.
00:34:56: Und ich meine da waren noch sicherlich viele dann interessiert und gerade mit dem Bebauungsland was nicht in meiner Welt war.
00:35:02: Ich wollte den Filmbergrehen.
00:35:04: Dann hat er mir gesagt... Da muss man mal wie so manche so auch Großunternehmen ticken.
00:35:10: Er sagte unser Engagement im Babelswerk hat uns viel Schläge eingebracht.
00:35:13: wir wurden immer beschimpft als Immobilienheier und wir machen den legendären Standortort und Wasser alles erzählt haben.
00:35:19: Was aber immer rausleuchtete war der Filmpark.
00:35:22: Der tat uns immer gut.
00:35:24: Das hat den Leuten gefallen.
00:35:25: und dass sie das zulassen usw.
00:35:27: Und dass du das gemacht hast, dafür sind wir dir dolledankbar.
00:35:31: Punkt zwei sagt er Als wir damals in Vertrag redet, kurzfristig mit ihr gekündigt hatten Weißt du, haben wir dir ja eine ordentliche Abfindung angeboten?
00:35:41: Die hast du ausgeschlagen.
00:35:43: Das habe ich wirklich gemacht.
00:35:45: Ich hatte hier wunderbare sechs Jahre.
00:35:47: Das lasse ich mir auch nicht abkaufen.
00:35:49: was ich mitnehme sind andere Sachen Freunde Erinnerungen und Spaß.
00:35:53: Und er sagte das hat in unserem groß unter dem schwer beeindruckt dass es sowas überhaupt gibt.
00:35:59: Also so ne Momente.
00:36:01: ich lege mich merke ich leg mir das manchmal ein bisschen zurecht weil vermögen, noch irgendwie keine Ahnung hatte natürlich viel Erfahrung.
00:36:14: Warum jetzt ich?
00:36:16: Okay!
00:36:16: Das hat funktioniert.
00:36:17: Und
00:36:17: hast du auf die große Kohle verzichtet?
00:36:19: Dann warst du auf einmal dein eigener Chef und ich meine das mit so einem... Wenn die Franzosen sagen, wir geben dir das weil du einfach als guter Mensch rüber kamst und weil du mit Herz diesen Filmpark geführt hast.
00:36:30: also dann ist es auch schon ein bisschen der Ritterschlag
00:36:32: natürlich klar.
00:36:33: da denkste schon verdammt noch mal hast vielleicht doch einiges richtig gemacht nicht gesteuert oder bewusst oder strategisch.
00:36:40: Ich habe diese strategischen Überlegungen an sich nie gehabt.
00:36:45: spontanen Genie und ich sage ja auch immer meinen Kindern, ich habe ja nur einen Vier an der Zahl, sag' ich immer okay mein Leben ist so wie der Amazonas.
00:36:54: Also am Anfang stürmisch und in die Anden runter dann eben durch die ganzen vielen Quellflüsse.
00:36:59: ok jetzt bin ich langsam auf der Höhe von Manaus und sehe schon den Atlantik aber so ist das Ganze.
00:37:04: Ich hab immer die Richtungen geweckelt aber ich bin immer noch vorne geflossen.
00:37:08: Hast du irgendwann mal die Entscheidung bereut, dass du damals das Geld nicht genommen hast?
00:37:12: Hattest du irgendwann darüber nachgedacht, hätt ich nochmal die Kohle genommen?
00:37:16: oder im Nachhinein betrachtet war es genau die richtige Entscheidung das Geld halt nicht zu nehmen.
00:37:20: Geld kam dann quasi später zu dir.
00:37:23: Wenn meine Vermutung stimmt, dass es einer der Gründe war, das hört sich wirklich ein bisschen nach Prosa an... Dann war das natürlich richtig.
00:37:30: aber wenn ich mich irgendwann entschieden habe, dann lass' ich's auch dabei und würde rückwirkend nicht sagen Scheiße, hätte mal die Kohle genommen.
00:37:39: Nein, nein!
00:37:40: War alles richtig?
00:37:41: Aber du musst ja dann natürlich als alleiniger Chef dann auch dafür verantwortlich, dass der Laden da läuft und dass man nach Möglichkeit vielleicht den einen oder anderen Euro produziert.
00:37:49: Dann kannst du nicht mehr sagen, ich bin jetzt angestellt bei einer Bude und mache hier irgendwas.
00:37:52: Sondern ich bin alleine der jene, der dafür verantwortlich ist dass der Laden läuft das meine Mitarbeiter bezahlt werden, dass wir hier nach vorne umsetzen produzieren und dass sie mir auch was anbieten können.
00:38:01: Das gehört dazu.
00:38:03: Das macht man sich schon klar und ich war ja noch gegen Greenhorn mehr schon ein paar Dinge hinter mir und wusste auch, ob der Verantwortung was die Mitarbeiter vor Ort betrifft.
00:38:16: Die war ja am Anfang.
00:38:17: als ich eingestiegen bin war es ja extrem noch von Deva Mitarbeitern geprägt.
00:38:22: da waren viele noch da natürlich neues Team.
00:38:25: Nein diese Dinge haben mich nie geschreckt das war in Ordnung.
00:38:28: Es war dann auch tatsächlich von der Qualität der Ideen, die noch da waren und kurze Zeit später wurde ja dann auch das Studio Wabelsberg verkauft.
00:38:40: Also die Substanz stimmte hatte ich nie Schiss davor im Gegenteil.
00:38:44: Ich fand es sogar spannend.
00:38:48: Ja, wir haben dann natürlich sofort losgelegt.
00:38:51: Und es gab immer wechselnde Ausstellungen?
00:38:53: Das heißt, es gab irgendwelche Themen die Leute kamen um sich bestimmte Dinge anzugucken.
00:38:58: Das meiste davon hat auch gut funktioniert bis auf Star Trek.
00:39:01: da haben sie dich einmal richtig gelingt.
00:39:03: Da
00:39:03: haben Sie mich richtig gelingt!
00:39:05: Da haben sie tatsächlich aber vielleicht noch mal zu den Themen bevor ich nach Star Trek gehe.
00:39:10: Wir haben natürlich immer unterschiedliche Sachen gehabt, also Ausstellung von Herderringe und so weiter... Ich habe dann auch natürlich noch andere Dinge gemacht, also nicht nur dieses Kerngeschäft.
00:39:22: Weil ich dachte, ich muss auch ein paar andere Dinge mit anbieten und unter anderem war ich mal Inhaber von dem Extavium der Mitmachwelt und dann hab' ich natürlich auch damals – weil das passte wie Faust aufs Auge!
00:39:35: Wir hatten Film, wir hatten Fernsehen, was fehlte war Hörfunkradio... Radio Teddy, Stichwort.
00:39:44: Genau, geliebtes Radio Teddy bin da eingestiegen damals mit ein paar Jungs.
00:39:48: okay das ist Vergangenheit.
00:39:49: auch wieder hat nicht so richtig funktioniert wie auch immer
00:39:52: doch es funktioniert ja immer noch und du bist ja das
00:39:54: gute das ist ja das gut weil
00:39:56: die Gesellschaft ja
00:39:57: das ist eine symbolische Beteiligung gesandert.
00:39:59: das ist jetzt nicht wirklich.
00:40:01: aber radio Teddy das war was ich vorhin sagte es ist nicht alles.
00:40:05: und bei Teddy habe ich gelernt dass Wenn du Dinge anpackst, musst du was davon verstehen.
00:40:11: Oder wenn du dann irgendwie ausgeliefert bist Leuten die das für dich machen ist es immer ein Risiko.
00:40:18: wie auch immer ich habe einen Haufen Kohle verloren in der Grundungsgeschichte.
00:40:21: und dann kam eben Kathrin Helmschott eure Chefin Kammer im Gefolge von Borda Broadcast Media glaube ich Na ok dann hab' ich denen die Anteile mehr oder weniger geschenkt nicht geschenkter aber verkauft.
00:40:33: ein bisschen bin noch ein bisschen drin geblieben.
00:40:35: Und also Radio Teddy mitgegründet zu haben oder auf dem Weg gebracht zu haben, bin ich stolz drauf.
00:40:41: Aber daraus gelernt verdammt noch mal Schuster bleibt bei deinen berühmten Leisten.
00:40:45: ein so spezielles Geschäft für Radio machen im privaten Markt musste was davon verstehen.
00:40:50: freu mich jeden Tag, dass Radio Teddy am Markt ist und das es ihm gut geht.
00:40:54: Und alles in Ordnung hat.
00:40:55: also funktioniert die ganze Geschichte.
00:40:57: Aber auf Privatradio wissen viele gar nicht muss Geld verdienen.
00:41:00: Sonst funktioniert der Laden nicht.
00:41:02: Muss
00:41:02: selber Geld verdient
00:41:03: werden?
00:41:04: Durch
00:41:04: eigene Kreativität, durch eigene Ideen, durch eigenes Engagement usw.
00:41:08: Und nicht von irgendwelchen Geldhöpfen, die voraus kommen.
00:41:11: Da freuen sich alle Leute drüber.
00:41:12: wenn sie Kosten aus Radio kriegen macht sich aber keiner Gedanken darüber wo die Kohle herkommen.
00:41:19: bist du damals auch an die Sache rangegangen.
00:41:21: So habe ich es gedacht, so ist es.
00:41:23: Nein Star Trek ja klar coole Ausstellung, renommierter Anwalt.
00:41:28: man checkt hier aus New York mit dem die Rechte verhandelt alles gemacht waren Haufen Kohle das ganze die ganze Ausstellung in der Kalle gerade aufgebaut eröffnet und irgendwie keine Ahnung.
00:41:40: zehn Tage nach Eröffnung kriegte sich dann ein Brief aus Hollywood ob mir dein bewusst sei dass mein Lizenzgeber gar nicht im Besitz der Rechte ist.
00:41:51: Er sagt, was?
00:41:51: Wie wo?
00:41:52: Naja um es kurz zu machen, der Typ hat tatsächlich wie er das geschafft hat weiß ich nicht die Papiere waren in Ordnung.
00:41:59: vorgegeben im besitz der rechte für Ausstellung für Deutschland zu sein, hat er nicht gehabt.
00:42:03: und die Amis haben ja gesagt ich habe jetzt irgendwie eine Woche Zeit das Ganze einzupacken sonst droht ne Millionen Klage.
00:42:10: Entscheidung war einfach
00:42:12: Du musst es, glaube ich die Wiener noch unterstützen.
00:42:15: Das war eines der wenigen Dinge, die bei dir nicht funktioniert haben.
00:42:18: also das GroH hat ja gut funktioniert.
00:42:20: von den Ausstellungen was worauf warst du am aller stolzesten Herr der Ringe?
00:42:25: Ja, das würde man
00:42:26: sagen.
00:42:27: Das war großartig und das hier hergeholt zu haben, war schon spannend.
00:42:31: Nein, eine der ersten Ausstellungen die wir gemacht haben mit Ray Harryhausen zusammen dem berühmten Gottvater der animierten Figuren hat ja diese ganzen Freude ist alles am Computer aber er hatte damals diese wunderbaren Figuren geschaffen mit allem drum und dran.
00:42:48: Diese Ausstellung war groß-artig weil es wirklich tatsächlich Alles Originale waren und natürlich in dem Genre, wo ich mich zu Hause fühle.
00:42:57: Ich liebe Fantasyfilme, ich liebe Science-Fiction Filme.
00:43:02: Guck auch ab und zu mein Liebesfilm an, mag sein!
00:43:05: Das gehört dazu?
00:43:07: Oder Horrorfilme da bin ich zuhause.
00:43:10: aber die Geschichte mit Harryhausen war beeindruckend.
00:43:14: Mag auch damit zusammenhängen weil es am Anfang war.
00:43:16: War einer der Ersten schon dreiundneunzig vierundneutig damals.
00:43:20: Ja, aber Herr der Ringe war natürlich auch traumhaft.
00:43:22: Klar!
00:43:22: So lief der Filmpark weiter erfolgreich weiter weiter weiter.
00:43:26: Zwischendurch gab es jetzt mal so einen kleinen Knick bei den Gästezahlen weil die Leute natürlich auch extremer Erwartungen haben und weil sie hier einen Vergnügungspark haben wollen den du ja bewusst nicht haben möchtest.
00:43:38: das ist ja ein Themenpark wo's um film geht ne?
00:43:40: Das
00:43:41: ist das Kernthema.
00:43:42: das ist völlig klar.
00:43:42: wir sind immer in einem Themenpark gewesen.
00:43:46: Wir sind kein Museum wir sind auch kein Freizeitpark.
00:43:48: Die Zeiten haben dich gewandelt.
00:43:50: Ich meine, das muss man auch sagen!
00:43:51: Also die Zeiten haben sich gewandelt.
00:43:53: In den neunziger Jahren waren wir allein auf weiterflug.
00:43:55: Gab es gar nichts.
00:43:56: Wenn man sich heute das Angebot in und um Potsdam und Berlin anguckt ist es gewaltig geworden.
00:44:00: aber ich sag auch immer... Konkurrenz ist eine Sache.
00:44:03: Zweite Thema ist und du hast völlig recht, natürlich sind diese Besucherzahlen von damals nicht mehr die Besucher zahlen von heute dafür hat sich das Ganze in mir gewandelt in einer Event Location dass wir also irgendwie verrückte Veranstaltung machen wie Manga Anime Messe und Horror Nächte und wie die alle heißen sind also verschiedene Elemente da.
00:44:22: aber das sind eben die wichtigen Entwicklungen zu erkennen zu sagen okay Funktioniert nicht mehr.
00:44:27: Wir sind mitten in so einem Prozess hinterhaltet gerade, sagen okay wo müssen wir uns wie ausrichten damit der Filmback attraktiv fährt?
00:44:35: Sag das mal.
00:44:35: einen einfachen Beispiel wie sich die Welt ändert.
00:44:37: Wir haben ja in den letzten dreißig Jahre hast du gesagt stimmt ja auch...
00:44:41: Das sind ja mittlerweile schon zweiunddreißig dreiunddreißig
00:44:43: Jahre.
00:44:43: na klar wenn er bedingt was ich allein technisch getan hat.
00:44:46: eine der ersten Attraktion war einer Katterin über die Schulter zu gucken wie sie ein film schneidet.
00:44:51: da saßen die leute faszinierter hindern und dann sagst du schnippel hier Lachen die sich heute tot,
00:44:57: weil das ist
00:44:58: den Beruf gibt.
00:44:58: Kopierwerke gibst du nicht mehr alles digitale Welten und so weiter.
00:45:02: also die inhaltlichen Dinge haben sich sicherlich geändert Und natürlich auch ich sage es mal so die Faszination durch die Vielfalt des Angebotes für Film und Fernsehen hat abgenommen, das ist nicht mehr so ausgeprägt wie früher.
00:45:17: Früher war es immer eine Glamour Welt mit allem was dazu gehört hatte aber die ungeheure Dichte die wir heute haben an Angeboten über verschiedenste Kanäle führt natürlich zu einer Übersättigung und jeder der sich in dem Bereich auch ihr seid aufgefordert mit verrückten Ideen die Leute wach zu riddeln.
00:45:33: und diese verrückte Ideen braucht man Und das müssen wir natürlich auch im Filmpark hinkriegen.
00:45:38: Das kriegst du ja auch hin, weil du sprudelst ja quasi vor guten Ideen.
00:45:42: Die letzten Jahrzehnte hast du das bewiesen und das geht natürlich auch so weiter.
00:45:45: aber ich weiß dass du in der Schublade viele Dinge hast die noch da rausgezaubert werden.
00:45:48: Ja na klar, aber das ist natürlich jetzt wenn wir beim Filmpack bleiben.
00:45:52: Ist es auch immer eine Frage in welche Richtung wirst du gehen?
00:45:56: und ich denke mal die Richtung die wir einschlagen werden.
00:45:59: sind wir schon mittendrin.
00:46:01: Wir werden das Erbe dieses Standortes immer pflegen.
00:46:04: Wir dürfen nie keine Achterbahn haben, wir werden immer dafür sorgen dass bestimmte Elemente da vorhanden sind.
00:46:11: der Vulkan wird auch immer noch in zwanzig Jahren pünktlich um vierzehn Uhr jeden Tag ausbrechen Deutschlands einziger aktiver Vulkan.
00:46:19: Wir werden mehr über Veranstaltungen gehen, weil die Leute neigen dazu und das ist auch völlig okay!
00:46:24: Das muss man gar nicht werten.
00:46:25: Die leiden, sie lieben Übertreiberung, sie Liebenspektakel und das muss man denen bieten.
00:46:33: Es ist eine Event-Location in der ihr ein großes Spektrum abbildet und dafür ist es ja genau richtig.
00:46:38: Jetzt gibt's natürlich die Leute, die sagen so im Filmpark und eigentlich erwarten wir das und das und hat sich in den letzten Jahren nicht entwickelt.
00:46:45: Du möchtest ja auch gar nicht, dass das in eine bestimmte Richtung geht.
00:46:47: Das bleibt so von der Idee her wie es damals gedacht war?
00:46:51: Die Leute haben natürlich auch recht – das muss man sagen wenn die genau wie du es kratziert hast mal da rummauern.
00:46:56: und ich meine die Kommunikationsfähigkeit und Kreditfähigkeit ist heute so easy geworden.
00:47:01: Früher musst du dich hinsetzen und beim Schreiben hast vielleicht drüber nachgedacht.
00:47:05: Ist das wirklich so gewesen oder nicht?
00:47:06: Heute bist du innerhalb von Sekunden bis Jahr drin und kannst da was los werden.
00:47:10: Das hat eben tatsächlich mit den Erwartungen der Leute zu tun.
00:47:13: Die haben eben tatsächlich einen anderen Anspruch, Mitwahl.
00:47:16: und aber das ist die Aufgabe auch meines Unternehmens darauf zu reagieren.
00:47:21: da sind wir mittendrin
00:47:23: Und bei dir, du hast ja immer mehrere Bälle gleichzeitig in der Luft.
00:47:26: D.h.,
00:47:26: also zwischendurch kam zum Filmparkjahr noch jetzt beim zwanzigsten Jahr des Eldorado die Westernstadt?
00:47:33: Wie bist du denn dazu gekommen?
00:47:34: Weil du Cowboy und Indiana früher als Kind gespielt hast?
00:47:36: Was er keiner wusste oder wenige wussten!
00:47:40: Ja wie kam das?
00:47:41: Ich habe natürlich im Zuge der Zeit, wo ich mich hier rumgetrieben habe... Natürlich auch das eine oder andere Netzwerk und natürlich kannte man mich oder kennt mich.
00:47:50: Und ich habe immer mal wieder Angebote, sei es jetzt aus der Politik oder sonst bekommen guckt ihr doch das mal an, guckt dir dort das mal.
00:47:59: So war das setze ich auch mit dem El Dorado Mit der geliebten Westernschaft, der damalige Wirtschaftsminister Johans.
00:48:07: Sagt er Mann wir haben da oben in der Uckermark eine Westlandschaft mit gefördert und gebaut und wisst ihr das gucken?
00:48:12: Und ich sage okay.
00:48:14: Okay, das war gerade hier am Anfang wo... Ich habe vorhin noch im Jahr zwei Tausend Sechs genau.
00:48:18: War mitten drin im Relaunch-Filmpark mit einem drauf und dann sagst du bist du bescheuert?
00:48:23: Okay.
00:48:24: Bin ich hochgefahren im Januar kalt?
00:48:26: Da bin ich rumgelaufen, war nämlich zu.
00:48:28: Das war ja schon gebaut und fertig Und die Vorgängergesellschaft hat sich einfach schwerverkalkuliert.
00:48:34: Auf alle Fälle sind die dann, was ich niemand wünsche... ...was mir auch bisher immer erspart geblieben ist in der kurzer Zeit dann in die Insolvenz gegangen und dann hatten eben die finanziellen Banken und Land Brandenburg das irgendwie an der Wacke.
00:48:48: also es war Geisterstimmung.
00:48:49: dort habe ich abgehauen bin ich aber dann Wochen später, ich weiß gar nicht wer das initiiert hat und von wem das aus ging.
00:48:56: Bin ich mit Gäuke um Mieditsche, meinem liebten ehemaligen...
00:48:59: DDR in Diana!
00:49:00: ...den
00:49:00: Oberiniana Deva ein Idol bis heute da hochgefahren und ja.
00:49:07: Und dann sind wir da durchgelaufen.
00:49:08: Er sagte Friede schau mal hier und weißt du noch so?
00:49:11: Ich habe mir nie einen Film gemacht, aber irgendwie war dann sofort Seelenverwandtschaft natürlich.
00:49:16: Dann sagt er toll und müssen wir machen.
00:49:18: Dann hab' ich gesagt Ja okay Dann machen wir das.
00:49:22: Aber du musst hier Programmdirektor werden, weil er als Außengeschildes extrem populär ist.
00:49:27: Machst du das?
00:49:28: Na ja klar!
00:49:30: Dann habe ich es eben dann übernommen und haben ein bisschen was umgebaut.
00:49:35: Ein paar Schauelemente reingemacht, investiert... Und irgendwie kurz vor der Öffnung sagte mein Geurkurt zu mir auf.
00:49:42: Ich habe einen Angebot aus Bad Segeberg.
00:49:43: Ich soll da den Pierre-Briis ablösen.
00:49:45: Dann hab' ich gesagt, danke schön.
00:49:47: Also er zog von dannhin Und ich hatte die Westlandschaft, naja und jetzt feiern wir.
00:49:52: Zwarzigsten?
00:49:53: Zwanzigsten sind mittendrin in den Festivitäten.
00:49:55: Verrückter Ort!
00:49:56: Wie sagt man immer der Rest ist Geschichte.
00:49:58: Der Rest ist Geschichte, ja genau so ist es.
00:50:01: Also
00:50:01: für alle die das gar nicht kennen, dass is wirklich ne... Originalgetreue Western-Scheid.
00:50:06: Ich meine, du warst ja viel auf der Welt unterwegs.
00:50:07: wahrscheinlich hast Du Dich auch irgendwo inspirieren lassen und Hast die Ideen mitgebracht von irgendwohin.
00:50:11: also
00:50:12: ich sage Die war Ja schon relativ Und die Vorgängergesellschaft hat das gut gemacht das muss ich wirklich sagen.
00:50:16: die haben dann Haufen Kohle reingesteckt auch in die Dekos.
00:50:19: wir Haben viel modifiziert Wir haben vielen noch dazu gebaut noch eine range und so weiter und so.
00:50:23: was
00:50:24: da ist doch deine persönliche note Mitweih
00:50:25: ja muss ja sein sonst wird es ja sowieso nicht.
00:50:28: aber die Persönlichen Note anders als hier im film Park.
00:50:31: Also alles was im Filmpark steht mit Ausnahme Der Dekoration in der Mitte, die Fischer von Sankt-Barbara.
00:50:37: Eine alte Dekoration in der Mitte, die ich mit übernommen... Das ist alles mehr oder weniger von mir und meinen Leuten.
00:50:43: El Dorado ist der überwiegende Teil übernommen worden nur da war die Hauptaufgabe es inhaltlich neu zu gestalten also mit Showelementen.
00:50:51: Also das ist ja nur noch mein
00:50:54: Kernkompetenz.
00:50:56: Genau!
00:50:57: Und das haben wir da reingebaut in die ganze Geschichte Und das Ding ist da oben tatsächlich ein bisschen verrückt auch.
00:51:07: Was hat eine Westernstadt in Templin zu suchen?
00:51:09: Da habe ich tatsächlich meine normalen Idee oder meinen normalen Prinzipien entgegen gelaufen, weil ich gesagt habe, ich mache immer nur etwas wo Geschichten dahinter stecken.
00:51:22: Also eine Westernstadt in den Templinen hat's nie gegeben.
00:51:26: Da gibt es Kinder, kannst du vielleicht einfach ein Slavenvölker bemühen, ob die da eventuell mal einen Camp gehabt haben?
00:51:32: Nebenan ist das ehemalige Pionierlager Marschalkleement für oder Schieloff.
00:51:36: Also was hat das mit welcher Westen zu tun?
00:51:38: und so weiter.
00:51:39: Egal!
00:51:40: Ist gut dass es es gibt und macht Spaß.
00:51:43: Es ist der wilde Westen im Wilden Osten.
00:51:45: So ist es, genau richtig.
00:51:46: Wenn
00:51:48: man das ein bisschen hin und her biegt dann findet man schon irgendetwas
00:51:51: weg.
00:51:54: Das lief also immer parallel zu dem.
00:51:55: aber irgendwann hattest du die Idee der Media City.
00:51:59: Das war ein Traum eine Vision wahrscheinlich so ne Mischung aus beidem.
00:52:04: Irgendwann bist du aufgestanden hast gesagt pass auf wir müssen dass sie größer denken in die ganze Geschichte.
00:52:07: Es ist nicht nur der Filmpark da geht noch deutlich mehr.
00:52:10: Ich sag mal die Grundidee dieses legendäre Gelände zu entwickeln, stammt in der Tat wirklich von den Franzosen.
00:52:18: Das mit den Federn würde ich mich nicht schmecken.
00:52:20: Dass sie so groß gedacht haben war der Zeitgeschuldet.
00:52:24: und aber irgendwann hat sich der Moment gekommen zu sagen gut okay jetzt bist du hier mit mal die welche Fügung auch immer hier zum Babelsberger Ländlord geworden ja absolut und hast irgendwie zwanzig Hektar Bauland mitten in der Stadt an einem der legendärsten Orte.
00:52:39: also bitte lasst ihr mir was einfallen.
00:52:41: Der Grundgedanke war natürlich immer zu sagen, okay, Babelsberg ist... und das ist jetzt keine Reihenfolge sondern nur die Aufzählung.
00:52:49: Babelsbergen ist Film, Babelzberg ist Fernsehen- und Radio im weitesten Sinne.
00:52:53: seid ihr ja auch Babelswerk?
00:52:54: Wir sind Babelsberger.
00:52:56: Also mitten drin natürlich, was für ein Scheiß.
00:52:58: na klar!
00:52:59: Ich wollte euch gerne bei mir auf dem Gelände haben hat aber da nicht geklappt.
00:53:01: Na vielleicht klappt's hier irgendwann
00:53:02: noch.
00:53:02: Ja ich meine ja gucken wir können doch mal reden so.
00:53:04: Okay Angebotsschäden auch also.
00:53:06: wir haben Fernsehen und Hürfung Universität mittlerweile.
00:53:12: Wir haben Entertainment, jetzt brauchen wir nur urbanes Leben und urbanes leben heißt Wohnen und Kleinigkeiten einkaufen und dergleichen mehr.
00:53:22: das war das Grundkonzept dass quasi so ein großes zee auf dem Gelände wenn man das von oben sieht Das urbane leben ist mit einem drum und dran und innen drin wohnen und arbeiten auf kurzem wege das war der grundgedanke der hintersteckte und den haben wir Konkretisiert und haben dann Stück für Stück angefangen zu bauen.
00:53:40: Und mit Marl wurde ich, Gott sei Dank war mein Eckhard Schredetzky an meiner Seite der sich da ja natürlich gut mit auskannte weil davon hatte ich wirklich keine Ahnung passt aber zu meiner Biografie.
00:53:50: wenn ich von was keine Ahnung habe gehe ich relativ unbeschwert daran wo andere wahrscheinlich irgendwie Tausende von Beratern brauchen, vertraue ich dann auch ein bisschen.
00:54:00: mein Bauchgefühl hat funktioniert.
00:54:02: Dann haben wir angefangen die Medienstadt zu bauen.
00:54:04: Es sind immer so Leute in dein Leben getreten, die quasi auch mit dir gemeinsam einen Weg des Lebens gehen.
00:54:11: Also einen gemeinsamen Weg.
00:54:13: also das war erst Schlöndorf damals, dann Streletzky, dann Jan Kretschmann der zwischendurch kam und gesagt hat Mensch da muss aber auch Chemie immer stimmen.
00:54:21: Du setzt dich mit Leuten hin und sagst okay alles klar Mannschaft, mit dem kann ich mir das vorstellen.
00:54:26: Es gab ja auch schon das andere Beispiel wo du sagst, also mit dem haut es nicht hin und mit dem könnte ich nie was zusammen machen.
00:54:31: bei dir muss es auch menschlich passen.
00:54:33: Hundert Prozent!
00:54:34: Also ganz vorne weg und du hast die drei Personen aufgezählt.
00:54:39: Die wichtigsten drei?
00:54:41: Ja im Prinzip gehört die alte Jede damals in der Bavaria auch mit dazu.
00:54:44: Professor Doktor gehörte mit auch mit dazug sind ganz wenige.
00:54:48: Ganz wenige... Ich bin da tatsächlich ein Stück weit misstrauisch Und bin auch ein Stück weit vorsichtig, weil was ich gar nicht ertragen kann ist Enttäuschungen.
00:54:57: Die kann man nicht planen aber manchmal kommen sie trotzdem und es sind dann auch wichtige Leute die man um sich herum hat wo man dann auch zuhören kann.
00:55:06: und das Wichtige ist auch bei mir glaube ich nach wie vor.
00:55:08: Ich kann nach wie Vor zuhören.
00:55:10: Ich könne wirklich zuhörn und respektieren wenn ich irgendwie mit jemandem war warm geworden Bin die wenigen also dass berufliche betrifft Dann funktioniert das auch.
00:55:20: Und die Zusammenarbeit mit Jan war natürlich klar, weil ich hatte keine Ahnung von Bauen.
00:55:24: Natürlich kannst du mich morgen fragen, brauche mir einen Vulkan, den brauche ich dir sofort!
00:55:30: Das ist easy aber irgendwie keine Ahnung hier.
00:55:34: klassische Häuser bauen... hat mit Jan gut funktioniert, funktioniert immer noch.
00:55:38: Wie ist das eigentlich mit diesem Widerständen?
00:55:39: Wenn du bekommst mit einer guten Idee um die Ecke und du setzt dich mit deinen Geschäftspartnern an deinem Tisch und sagst wir halten das für eine gute Idee, wir machen das jetzt mal weil es bringt ja die Stadt nach vorne, es bringt den Standort nach vorn und dann kommt immer irgendwo Gegenwind.
00:55:52: Das ist auch was ich Politiker frage ihr fällt eine Entscheidung zugunsten des Landes von dem zwei Drittel des Landes sagen gute Entscheidungen aber ein Drittel ist grundsätzlich dagegen und diesen Gegenwind hast du ja immer wenn du mit einer
00:56:04: Ja.
00:56:04: na klar, das ist ja nur mal so.
00:56:05: Also es hat dann verschiedene Gründe und manchmal ist es dann weil der Gegenüber nicht genug Fantasie hat... Es gibt tausend Gründe warum wir gegen Wind hast.
00:56:15: Aber ich bin da jemanden der mich zu schnell aufgibt.
00:56:18: Also egal wer es ist sowas Und wenn das von entscheidender Bedeutung ist was mir entgegen weht Dann versuche ich immer umzudrehen und mal um die Ecke zu gehen und vielleicht anders zurückzukommen.
00:56:30: Damit muss man leben, das ist so tatsächlich.
00:56:32: Also man kann nicht davon ausgehen dass die Sachen die man sich selber ausdenkt problemlos durchrauschen bei der Geschichte.
00:56:40: ich glaube umso bin sitze hier nicht darum hier den Oberlehrer zu spielen aber glaub ich wenn du von einer Idee überzeugt bist und wirklich dran hängst und es dir zeitlich und inhaltlich auch finanziell leisten kann dann muss man natürlich drum kämpfen und darum kämpfen macht natürlich auch Spaß.
00:56:55: also ich meine weiß noch genau als die Ideen standen in der Entwicklung der Medienschaft Ich habe schon gesagt, komme aus der analogen Welt.
00:57:01: Habe ich ein schönes großes Modell bauen lassen.
00:57:03: Richtig so früher.
00:57:04: Modelleisen waren also ein großes Modellen mit der Medienstadt und hab dann hier die ganze ortsansätzige Politik zusammengetraumelt.
00:57:12: Und dann standen die da alle wie Kinder um das Modell herum?
00:57:14: Alle Fraktionen mit einem Drummer dran und mit großen Kohleaugen.
00:57:17: Und die Gegner runselten über die Stirn, das war ein Suspekt.
00:57:21: dass es hier so gut läuft wie auch immer hat funktioniert.
00:57:24: also man muss Ideen natürlich auch verfolgen in der Umsetzung und man ist natürlich immer von irgendwelchen Leuten abhängig mit kreativen Ideen.
00:57:34: Wie ist das wenn du jetzt im Nachhinein darauf blickst und sagst guck mal viele Dinge von denen ich gesagt habe dass sie funktionieren haben bis jetzt funktioniert und der Rest der noch nicht umgesetzt wird nur umgesetzt?
00:57:43: Was soll ich sagen?
00:57:43: Natürlich ist man ein bisschen stolz und natürlich bin ich auch nur nicht frei von Eitelkeiten.
00:57:49: Das ist auch völlig in Ordnung.
00:57:50: sowas, das ist für mich keine negative Eigenschaft, je nachdem wie man sie ausschlebt.
00:57:54: Aber ich bin nicht schadenwohl, never!
00:57:56: Ich freue mich eher lieber wenn man einfach Leute mitgenommen hat, dass es funktioniert und alle sind am Ende happy.
00:58:02: Der Weg dahin ist dann irgendwann vergessen.
00:58:05: Wir werden uns gleich an der Sache nochmal widmen und sagen, wo es noch hingehen kann und soll.
00:58:09: aber zwischendurch müssen wir mal über die Kostüme reden weil das war ja zum Beispiel einer der Anlässe wo wir uns auch wieder getroffen haben.
00:58:14: Es passieren immer so Dinge wo ich eingeladen werde Eröffnung einer neuen Schule Eröffnungen eines neuen Wohngebietes Eröffhnung Kostümfundus.
00:58:21: Das ist ja eine Geschichte für Sichtet.
00:58:23: das müssen wir vielleicht auch mal erzählen Weil du ja immer also Film ist ja an deinem Herzen muss man so sagen
00:58:29: Und
00:58:29: damit verbunden natürlich auch Kostühme.
00:58:31: Klar
00:58:34: Die Geschichte, wie komme ich zum Kostümfundes?
00:58:37: Babelsberg steht ja mit Recht für neben vielen anderen Dingen.
00:58:42: Für hohe Qualität im Dekorationsbau und dann gibt es in dem Gefolge natürlich die beiden legendären Fundi, also den Rikusitenfunders und der Kostümpfunders.
00:58:54: Und die neuen Inhaber vom Studio Babelswerk wollten Geschäftsentscheidung.
00:59:00: Wollten den Fundus irgendwie auflösen und dann habe ich gesagt, nein kann nicht sein.
00:59:05: und dann hab' ich mal jetzt überhöre mich mal ein Rohrwetter gespielt.
00:59:08: Habe gesagt das ist Kulturgut und das kann hier nicht verschwinden und habt ihn den Fundes abgekauft.
00:59:15: und in dem Gefolge auch vier fünf sechs sieben wunderbare Mitarbeiterinnen.
00:59:20: also wirklich Gewandmeisterin Schneideren wie man so heute gar nicht mehr wiederfindet ja und seitdem bin ich eben Storzer besitzt als Fundus und das macht auch Spaß.
00:59:29: Das ist unternehmerisch nicht die Welt, darum ging es ja gar nicht.
00:59:32: Aber es
00:59:33: ist Geschichte?
00:59:33: Es ist Geschichte und natürlich haben wir dann irgendwie da noch ein Potenzial.
00:59:38: also vielleicht oder nein ich bin sogar ziemlich sicher irgendwann werde ich aus den vielen vielen Kostümen und Teilen irgendwie mal eine eigene Ausstellung konzipieren und weiß ich schon ganz genau wie wird großartig werden.
00:59:50: Wie viele Kostüme sind da drin?
00:59:52: Die zählen immer nach Teilen.
00:59:54: Es sind also irgendwie, keine Ahnung, fünfhundert, sechshunderttausend Teile.
00:59:57: Ich würde mal sagen, Kostüme pfft hunderttausein, zwandertausend mindestens.
01:00:01: Aus
01:00:02: wie vielen großen bekannten Filmen?
01:00:03: Querbeet aus mehr oder weniger... Ja gut ich meine den Anzug von Nosferatu wird man vielleicht nicht mehr finden sowas.
01:00:12: und aber viel viel natürlich Deva weil sie es viel aufgehoben haben.
01:00:16: Gott sei Dank ein bisschen was Ufa, viel Neuzeit ja also querbeet
01:00:20: Deine große Veranstaltungshalle, die du gebaut hast.
01:00:23: irgendwann war ja auch so ein Projekt wo viele gesagt haben, das braucht die Stadtpots dann doch gar nicht.
01:00:28: Ja sagen wir mal so es gab natürlich einige die sofort erkannt hatten dass unsere geliebte Landeshauptstadt was mittlere ist keine geriesene Halle.
01:00:36: was passen rein?
01:00:37: also maximal viertausend Leute
01:00:40: oder waren schon mehr drin?
01:00:41: Nein
01:00:43: wenn's dann so war sag ich nicht.
01:00:47: Also es ist ja eine mittelgroße Halle, okay aber trotzdem Landeshauptstadt Potsdam hatte in der Form nichts anzubieten.
01:00:52: Die größte Halle davor war ja meine alte Blechhalle, Kalligarie-Halle.
01:00:56: da passen irgendwie glaube ich zwei tausend Leute rein und waren nicht gedimmt und nicht fernsehtauglich und was auch immer wie auch immer.
01:01:04: also die Stadt braucht so etwas.
01:01:06: Es gab schon Etliche die wirklich gesagt haben jo prima finde ich gut unterstützen wir können machen.
01:01:12: andere haben auch gesagt ok warum auch wieso?
01:01:15: Die anderen, die sagen, brauchen wir nicht haben mich nie sondern nicht interessiert.
01:01:20: Hat dich
01:01:20: noch nie großartig interessiert von jemand anderem Meinung?
01:01:23: Der durfte andere Meinung sein natürlich und der durfte es auch laut sagen oder in der Presse sagen und ich habe das zur Kenntnis genommen und ich aber mich auch bedingt damit auseinander gesetzt.
01:01:30: wie auch immer.
01:01:32: Natürlich waren mir die Unterstützer immer näher als die Nein-Saga wobei die haben mich manchmal positiv motiviert, sagen wir jetzt rechts recht.
01:01:40: Da muss so sein... Nein!
01:01:42: Metropolis Halle im Jahr two-thausend und acht eröffnet war eine großartige Entscheidung.
01:01:47: Hatten man die Spielwiese?
01:01:49: Und konnten jetzt auch ein Stück weit was anbieten, was Potsam so noch nicht hatte.
01:01:53: Die Story geht weiter.
01:01:54: Ja,
01:01:55: also möchten wir gerne hören wie feiern aber in zwei Jahren das möchte ich kurz sagen auch den zwanzigsten von der Metropolis,
01:02:01: aber so was von aber
01:02:02: hallo und
01:02:03: dann müssen wir uns überlegen wie man das einladen wollen.
01:02:06: Ich meine auf der bühne und davor
01:02:08: Das wird dir einfallen ist dein ding die geschichtige weiter hast du gesagt?
01:02:15: Naja gut klar weil ich sage nach wie vor Potsdam als landeshauptstadt hat noch nicht genug Kapazitäten im Sinne von Events und Convention und ich muss mich an meinen Freund und Partner Ecker Treditzi orientieren, was da dein Neukölln um seinen Estrell aufgebaut hat ist ja großartig.
01:02:31: Ist ja mittlerweile was ich Europas größtes Convention Center mit allem was dazugehört.
01:02:36: Eniges im kleineren Stil schwebt mir auch vor.
01:02:38: das Hotel was ich mal geplant habe sage ich werde nicht mehr bauen.
01:02:42: wir haben jetzt auf der anderen Straßenseite haben wir das Hempem bei Hilton.
01:02:45: das ist okay das reicht.
01:02:47: mein geliebtes Themenhotel werde ich nicht brauchen lieber dafür noch zwei drei Hallen so dass man tatsächlich bis zu sechs, sieben tausend Leute bespielen kann mit parallelen Veranstaltungen.
01:02:57: Mit den Planungen sind wir schon ziemlich weit.
01:02:59: Ich bin mit dem Hotel ein bisschen traurig, weil ich habe mich auf dieses Hotel sehr gefreut.
01:03:03: Weil ich dachte so einen Miss Piggy-Zimmer zum Beispiel und die Sachen, die die da vorschwebten, vielleicht kann man das irgendwie im Kleinen dann auch einbauen?
01:03:11: Vielleicht ist es ja nur eine Pension oder sowas, die nur aus dem Zimmer besteht... Aber ich finde ja sowas geil, muss ich sagen!
01:03:18: Und das passt natürlich auch zum Thema.
01:03:20: Ja,
01:03:20: das wäre großartig gewesen.
01:03:22: Ich rede schon in der Vergangenheit ist tatsächlich so und vielleicht graviert eine Idee auf.
01:03:26: Und ich glaube mal ob ich einfach ein paar Bauwagen umbaue und macht das eine Piggi-Zimmer draus im Bauwagen und am anderen Bauwagen kommt ein Nosferatozimmer.
01:03:33: also können wir alles machen.
01:03:34: sowas Mal gucken.
01:03:36: Der Hintergedanke ist so ein Hotelprojekt ist unternehmerisch eine Herausforderung.
01:03:40: In all den
01:03:41: Zeiten sowieso,
01:03:42: ne?
01:03:42: Sowieso und alles geht nach oben und muss richtig viel Kohle in die Hand nehmen
01:03:46: usw.,
01:03:47: es ist auch nicht mehr so sehr das Kredrium für die Entscheidung an einen Standort zu kommen.
01:03:52: Ich habe mich wirklich schwer in den Herzen davon entschieden.
01:03:54: Ich hab unbedingt erstmal noch mal die alten Pläne durchgeguckt, das war ja wirklich fix und fertig.
01:03:57: Das
01:03:57: war auch
01:03:58: schön der Entwurf!
01:03:59: Eine Fuhr war nach Shining von Curtis Stanley Kubrick da mit uns so weiter
01:04:03: usw.,
01:04:03: es war großartig.
01:04:04: Aber naja...
01:04:05: Ich glaube du hättest sofort ein Klientel gehabt, die dahin gekommen wären nur deshalb?
01:04:09: Mit Sicherheit, na klar aber ob das eben das ganze Jahr überfunktioniert und das Ganze, naja.
01:04:14: Gastronomie-Hotellerie ist im Augenblick eine Herausforderung, muss man sich trauen.
01:04:20: Aber
01:04:22: du hast ja mittlerweile ein großes Parkhaus auch gebaut, davon profitiert er schon mal.
01:04:26: der Standort.
01:04:26: Weil man kann jetzt ohne Probleme parken!
01:04:29: konnte man früher auch.
01:04:30: Na ja, da war es aber manchmal auch sehr voll und wenn hier viele Leute gleichzeitig zu einer Veranstaltung kamen dann war die Großbärenstraße dicht bis zum Anschlag und dann war deine verhasste Schranke auch noch zu?
01:04:39: Ja
01:04:39: Dann sag mir mal bitte wie das aussieht im Olympiaschaden Wenn du spielst zur Ende und du brauchst eine Stunde um da wegzukommen.
01:04:44: also man dieses Phänomen Das ist kein Phänomene diese Praxis dass bei großen Veranstaltungen dann irgendwie keine Ahnung irgendwie dann Die leute möglichst mit Öffis fahren sollen Christianichern die leute fahren immer Vor die Tür, ich meine unser Filmwack ist ja nur wirklich gut erschlossen.
01:05:01: Wir haben den Bahnhof Kribnitzig um die Wecke, zehn Minuten Fußweg durch im Wald.
01:05:05: wir haben hier in dem Medienstadtbahnhof vor der Tür, wir haben drei Buslinien, neunzig Prozent der Leute kommen am Auto.
01:05:12: Ja das ist
01:05:13: auch schön ins Parkhaus.
01:05:14: Aber früher ging es aber hoch.
01:05:16: Aber das geht jetzt schneller?
01:05:18: Jetzt kommt man da Razzifatzi rein raus... Ja
01:05:21: aber raus ist gleiche Thema.
01:05:23: Wenn wir in der letzten Veranstaltung in der Halle mit dreitausend Leuten waren alle im Auto da,
01:05:29: dann
01:05:29: kannst du machen was ihr willst.
01:05:30: Wenn du oben in der siebten Etage bist, dann kannst du dir gleich mal eine Brotzeit mitbringen.
01:05:34: Ja!
01:05:34: Oben in der Siebenetage ist ein gutes Stichwort.
01:05:36: Ein gewisser Designer namens Liebeskind und Du hattest ja den Traum eines großen Tomes ne?
01:05:44: Das kann man so sagen.
01:05:46: Und wie ist der aktuelle Stand da?
01:05:48: Zwei tausend sechsundzwanzig im Sommer?
01:05:49: Bis jetzt hat mich das Interview Spaß gemacht.
01:05:54: Das Gespräch?
01:05:55: Nein, völlig okay.
01:05:58: Ach was soll ich sagen?
01:05:59: Ich habe immer gedacht in der Entwicklung der Medienstadt muss man irgendwie auch mal ein Zeichen setzen.
01:06:04: also nicht nur eben dass man irgendwie etwas Vernünftiges hinbaut was uns gelungen ist sondern auch irgendwie tatsächlich auch mit dem Namen auf die Reihe kriegen.
01:06:13: und ich hab der Kontaktes gekommen über EMPT eine Berliner Firma für die er gearbeitet hat.
01:06:19: auf alle Fälle habe ich ihn getroffen und dann haben wir darüber gesprochen.
01:06:24: Und es stellte sich sehr schnell raus, dass Daniel Liebeskind ein hochsympathischer Mann eine Affinität hat zu filmen und Fernsehen und Babelsberg natürlich kannte.
01:06:34: und auf alle Wette sagt er nein, Friedrich hat großes Interesse.
01:06:37: Dann kam relativ schnell Jan Kretschmann mit an Bord weil natürlich hätte das nie gebaut und da haben wir Pläne gemacht und haben auch natürlich wieder Modell gemacht und sind damit in die Öffentlichkeit gegangen.
01:06:50: Und dann passiert das, was eben ab und zu passiert.
01:06:54: Das war ein potzarm Schomal mit dem Spaßbad und Niemeyer der auch tolle Entwürfe gemacht hatten.
01:07:01: Ja im Nachhinein kann man überlegen, hätte man das anders machen können?
01:07:04: Hätte man die Nachbarn eher mitnehmen sollen oder hätte man früher darüber reden sollen?
01:07:06: ich habe keine Ahnung.
01:07:08: auf alle Fälle wurde das Projekt dann immer so kompliziert und die Politik ist dann nicht in der Lage tut sich schwer damit.
01:07:17: Ich sage es jetzt mal höflich, tut mich schwer damit selbst wenn sie von bestimmten Dingen überzeugt sind dann auch zu sagen okay vorbehaltlos ich stehe dazu.
01:07:26: also die ganze lobby die bei der ersten idee daniel liebeskind einer der großen architekten der welt erlebenen macht einen.
01:07:33: wofür babelsberg für den standort mit einer strahlkraft nach außen vier potstaben auf alle falle die fraktionen der befürworte brockelte immer mehr ab.
01:07:43: Und dann gibt es auch so ein Zeitfenster, das war ein Riesenprojekt.
01:07:46: Da waren da irgendwie keine Ahnung, hunderttausend Quadratmeter.
01:07:48: Es ist riesig und dann kommt auch mal irgendwie so einen Zeitfenstern nicht mehr zum Tragen weil das muss dann auch funktionieren.
01:07:56: Wie auch immer auf alle Fälle haben wir's glaube ich vom dreivierteljahr Jan und ich beerdigt also dass Projekt mit Liebeskind, dass da irgendwann mal was gebaut wird und dass da irgendwo mal was hinkommt ob das so spektakulär aussehen kann wie seinen Entwurf.
01:08:09: Mal sehen
01:08:10: Peter, ich wollte dir auch nicht den Dolch ins Herz rammen.
01:08:12: Das war nicht mein Ziel sondern ich wollte nur sagen Ich hätte mich darüber sehr gefreut wenn das gekommen wäre Weißt du?
01:08:17: Weil ich finde ja deine Idee immer grandios muss ich sagen und ich finde dass das der Leute die über den Tellerrand hinaus denken so wichtig sind Für gerade auch diese Entwicklung dieser Landeshauptstadt weißt du.
01:08:27: Und deshalb verstehe man den Gegenwind nicht statt dann die Leute mal sagen Man das ist doch eine geile Idee und es gibt jemanden der das machen will lasst ihn doch einfach machen.
01:08:35: das ist... ich verstehe das nicht.
01:08:37: Es ist dann immer ein irgendwie ein Sammel.
01:08:39: Wenn ich dir mal zusammenstellen würde, was da für Argumente dagegengekommen sind.
01:08:43: Was wir teilweise berechtigt und so weiter... ...was für ein Sammelsorium von Absoliditäten!
01:08:50: Na ja gut.
01:08:51: Aber dann indem du nochmal trotzdem... Und das ist immer schön verrückt?
01:08:55: Ich hatte dann Daniel Liebeskind... Da war ich noch in meiner legendären Baracke.
01:08:59: Hat dich reingeladen und dann saß er bei mir im Zimmern.
01:09:01: Wir schwafeln nicht mit ihm.
01:09:03: Kann man die Schwabende gut reden.
01:09:06: Und wie soll das aussehen?
01:09:08: Und dann guckte er, ich hatte nämlich aus meinem Film Destination Berlin den berühmten siebzig Millimeter Film.
01:09:13: Aus der blauen Google hatte ich noch eine Kopie.
01:09:16: bei mir stehen so einen großen Blechdosen drinnen in der Stadtbarmierbüro und da guckt er mit mal drauf.
01:09:22: Und dann sagt er, jetzt habe ich eine Idee.
01:09:24: Ich wusste gar nicht was der meinte und dann kam er irgendwie Wochen später mit seinem ersten Entwurf um diese runde Formen, die großen Dinger für die Filmwüchse.
01:09:33: Das hat er da entdeckt und dann denke ich immer wow so, so werden die Ideen geworden.
01:09:37: Ja
01:09:37: deshalb ist einer der besten Designer in der Welt weil er solche Ideen eben hat besser.
01:09:42: Also diese legendäre Bracke kennen ja auch wenige Leute und wenn sie sie kennen dann nur vom erzählen das ist ja eine ehemalige Wahrscheinlich D-Verbaracke oder noch viel, viel älter.
01:09:52: Das war so ein richtig abgefucktes Ding mit dem typischen Ostgeruch.
01:09:56: Ich war da mal drin und dachte das riecht ja wirklich ... Wenn es so eine Duftreise gibt, dann brauchte man nur in die Baracke reingehen und schon hatte man diesen Duft in der Nase.
01:10:06: Ja ja klar!
01:10:09: Jeden Morgen habe ich über dreißig Sekunden gebraucht aber danach hab' ich gesagt ok jetzt bist du zu Hause.
01:10:15: Alles in Ordnung.
01:10:16: Einmal durchlüften morgens alle Fenster auf Reisen damit das einmal...
01:10:19: Hat nichts gewählt, war sofort wieder da.
01:10:21: Aber ich meine wer im Osten groß geworden ist wie ich, der kennt auch diesen Dufterwäste dass ich weiß nicht wodurch das zustande kommt wahrscheinlich die Mischung aus Asbest und Bonawak und Farbe.
01:10:30: Und was es alles so damals gab in Kombination, das war ja so eine Leichtbauweise mit Holz- und Dachpapern, was da alles drin war.
01:10:36: Das hat einen typischen Geruch erzeugt, weil's kennen nur Leute die aus dem Osten kommen oder wie du die ausm Westen in den Osten gekommen sind.
01:10:43: Mittlerweile hast Du aber ein ordentliches Büro?
01:10:45: Ja dann haben wir dann irgendwann gesagt dass geht nicht mehr.
01:10:48: und weil dann auch der Kostüm wurde mit dazugekommen ist Bauen wir mal ein ordentliches langweiliges Gebäude.
01:10:58: Das ist nicht langweillig?
01:10:59: Nein, das ist okay mit einer schönen Terrasse wo meine drei Helden der Trinity Joker und La Gansalf stehen sind dann umgezogen in vernünftige Büroräume.
01:11:11: Der Kostümfondus ist vernünftig untergemacht er war ja auch in einer dieser Praktiken oder zwei.
01:11:16: das war ja dann irgendwie dann wirklich auch schonmal ok wie lange geht es noch gut.
01:11:21: Jetzt sind wir da drin und alles gut.
01:11:22: Deshalb
01:11:22: sag dich ja, du hast damals für den Kostümfonus auch extra ein Gebäude errichtet wo das also standesgemäßer untergewacht ist.
01:11:28: Man muss so ein Zeug ja ordentlich lagern.
01:11:30: Das ist ja so... Ja unbedingt!
01:11:31: Na klar.
01:11:32: Und es geht kaputt.
01:11:32: Es geht kaput und vor allen Dingen wenn es nicht wirklich akribisch auch pflegst und sauber ist und belüftet dann kommen da die Motten irgendwann mal rein und das ist ja die große Plage.
01:11:42: Dann löst sich einfach mal den Krümel auf.
01:11:46: Trauerst du deinem alten Büro manchmal nach?
01:11:49: Nein Ich traurere deswegen nicht nach, weil das mit so vielen Geschichten behaftet ist.
01:11:54: Die auch darin stattgefunden, der ehemalige Intendant, der auch hier in den Anfangsjahren im Babelsberg mitgemischt hat von Selle, der Ehemaligintendant vom WDR kam dann mal, damals war ich da glaube ich mal rein drüben, Intendanten reingewackelt in mein Büro und sagte Schatzi, wir müssen doch so eine Denkmalschutz stellen!
01:12:11: Ich sag naja besser nicht also keine Ahnung... Also was da alles entstanden ist in dieser Baracke fest eingebaut und nie vergessen.
01:12:22: Und deswegen, auch wenn das Gebäude nicht mehr da ist, es ist im Kopf so da, dann muss ich nicht trauern.
01:12:30: Hast du Teile der Baracke erhalten für die Nachwelt?
01:12:32: Die Berliner Mauer wurde ja auch aufgehoben.
01:12:35: Nicht wirklich beim Abrissstelle sich heraus... Da ist nicht wirklich was erhaltenswert!
01:12:40: Wir haben uns darauf geeinigt die Geschichten dieses Gebäudes und die Inhalte, die erhalten wir, dass Physische können weg.
01:12:46: Du musst irgendwann doch ein Buch schreiben.
01:12:48: Es schlummern so viele Anekdoten noch in dir, also Dinge die auch in diesem Buch Filmpark Babelsberg drin sind.
01:12:54: das ist ja so fantastisch was in diesen über dreißig Jahren so passiert ist an Dingen wo du sagst es kann doch nicht wahre sein.
01:13:02: oder willst du uns mal so ein zwei Sachen erzählen?
01:13:04: Wo du sagste das war so die Top drei der Dinge, die ich in den Jahren erlebt habe.
01:13:09: Wir haben kurz nach der Öffnung, dreiundneinzig, kriegten wir dann von der Treuern einen Auftrag an eine Ausstellung zu machen, Zeiten des Wandels.
01:13:20: also treuern fühlte sich mit mal bemüßigende Imagegeschichte zu machen.
01:13:23: Wir sind hier nicht nur die Plattenmacher sondern wir schaffen auch einfach Werte und waren heißer Sommer, nicht ganz so heiß wie jetzt und wir mussten das innerhalb kürzester Zeit bauen.
01:13:33: Und dann saßen wir abseits durch zusammen und war warm.
01:13:38: Wir waren irgendwie erschöpft und ich habe immer gerne mit angepackt auch und tranken und dann wanderte der Joint rum ohne Ende und ich musste dann irgendwie normalen Gang gehen und bin dann irgendwo, wer hier nie vergessen ist, umgegibt.
01:13:55: also nicht dramatisch und einfach hingefallen lag am Boden musste fürchterlich brechen, war dann wieder da.
01:14:02: Und das Verrückte ist ja Alkohol und Marihuana machen ja eines, der Kopf ist ja klar aber der Körper macht ihn mehr mit.
01:14:08: Vielleicht kam der Feuerwehrmann, ich war gerade glaube ich ein Jahr da als Geschäftsführer, kam der Ankernte Herr Schatz, Herr Schatze es ist alles in Ordnung.
01:14:15: also ich als junger musste mich dann wirklich erst mal wenn du so willst... Beweisen und durch.
01:14:20: Und die Leute waren ja alle ein bisschen skeptisch, also der gute Feuerwehrwand fand mich da am Boden liegen bewegungsunfähig aber noch einigermaßen klar im Kopf.
01:14:28: diese Geschichte machte den nächsten Tag sofort die Runde im Studio hat mir aber nicht geschadet.
01:14:32: war alles mehr oder vielleicht okay so was?
01:14:34: na?
01:14:35: Und ja, es gab bei den ganzen vielen Dingen die wir gebaut haben natürlich immer irgendwelche verrückten Sachen.
01:14:40: Mein berühmter Divert Jagd, mein Oberkälner René, großartiger Mann, ehemaliger Oberkölner vom General der französischen Truppen war dann bei mir Oberkkelner im Prinz Eisenjahr und bei Veranstaltungen auch natürlich wie ich sie als Franzose gehörte dem Wein durchaus zugetan und nach einer Veranstaltung war er doch schon und hatte immer die Tageskasse von den Dingen, die wir da verkauft haben mitzunehmen.
01:15:09: Er versuchte dann aus irgendwelchen Gründen über den Zaun zu klettern Richtung Studio und fiel dann vorneüber und blieb dann aber an dem Zaun der Spitze zacken nach oben hatte Die schoben sich zwischen Gürtel, Hose und dem der unteren Teil.
01:15:26: Und er fiel hinter Kopf über.
01:15:27: ich habe mich so wirklich gefunden hat und hatte aber die Kasse runter in den Arm, die hat er nicht losgelassen na und zappelte darum.
01:15:33: wie sonst etwas hat sich Gott sei Dank nicht wesentliche Teile abgerissen sondern Glück im Unglück wie das mit dem Betrunken ist.
01:15:40: okay jetzt habe ich lauter Besuchgeschichten erzählt.
01:15:43: es gab auch viele wunderbare Momente weil Das Team was wir da hatten und nach wie vor haben ist natürlich großartig.
01:15:50: Und diese Mischung, da werde ich ein bisschen sentimental weil langsam sind kaum noch welche dabei die ich damals mit übernommen habe.
01:15:58: Ich hab ja wirklich aus der ABM-Maßnahme Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen dieses unsinnliche Wort wo dann Mitarbeiter aus HD war geparkt worden sind.
01:16:07: Achtzig oder hundert Leute komplett übernomen und vor dann aus einer Maskenbildnerin eine Verkäuferin wurde usw.
01:16:16: aber tolle Menschen, jetzt sind kaum noch wege da alt.
01:16:18: das Bedingt nach.
01:16:20: also was ich mit denen alles erlebt habe Da hab' ich gelernt wie wichtig es ist so ne Identität zu bewahren.
01:16:26: Die haben wirklich eine tiefe Verbundenheit zu diesem Standort.
01:16:30: Weißt wird's den anderen Unternehmen vielleicht auch geben Aber da hab' Ich sie eben hautnah erlebt Wo du gemerkt hast Auch in Gesprächen.
01:16:36: Sie hängen an ihrem Laden Und selbst in dem Zwei Tausender Jahren waren Anekdoten über die DEFA mit allem immer noch präsent.
01:16:44: Und das war keine, wie soll ich das sagen?
01:16:47: War keine idealisierte Betrachtung sondern tatsächlich eine Stück weit Herzensblut und langsam haben sie mich alle verlassen.
01:16:56: Ein paar sind noch da!
01:16:59: Und
01:16:59: du bist als Galdionsfigur natürlich auch dafür zuständig deine Vision weiter zu leben weil du hast den Plan ja noch nicht abgeschlossen.
01:17:07: Nein, natürlich nicht.
01:17:09: Die wichtige Sache ist jetzt den Filmpark, also den reinen Themenpark in die Zukunft zu führen.
01:17:15: Das ist ganz klar mit kreativen Ideen und allem Drum und Dran.
01:17:19: Die Medienschatte ist nahezu fertig.
01:17:21: Also wir haben noch ein paar kleine Flächen.
01:17:23: ja das Liebeskind Grundstück wie was immer noch nennt wird dann auch irgendwann mal entwickelt werden.
01:17:28: Gibt's
01:17:28: Ideen schon?
01:17:29: Neuer gut Ideen ist ja mehr oder weniger, was man da hinbauen kann.
01:17:33: Regelt ja sowas Unsinnliches wie ein B-Plan.
01:17:36: Da soll eben ein mediales Gewerbe hin, wie das dann heißt
01:17:39: Könnte man aber auch entschön machen
01:17:40: Von der Architektur her... Okay Ja von der Architektur her und von der Bauweise muss man es entschönen machen Unbedingt weil das ist die Einfahrzecke Wenn man von einer Straße kommt, von der Hauptstrasse kommt In die Mediatur rein.
01:17:53: Das muss ungewöhnlich sein.
01:17:55: Also wenn wir's nicht mehr so groß bauen dürfen und zu hoch Wie bei Daniel Liebeskind muss es eine ungewöhnliche Architektur werden, da bin ich hundertprozentig dabei.
01:18:05: Und ansonsten sind wir tatsächlich und auch Jan hat ja viel gebaut auf meinen Grundstücken.
01:18:11: Sind wir weitestgehend fertig?
01:18:12: und durch?
01:18:13: was das betrifft?
01:18:14: Nein!
01:18:14: Es geht darum jetzt den Filmpack inhaltlich neu ausrichten und es gilt darum eben den Convention Bereich auszubauen.
01:18:22: Das sind so die zwei großen Projekte, die mich im Moment umtreiben.
01:18:28: Da wollen wir sobald wie möglich mit loslegen.
01:18:30: Kannst und darfst du schon etwas über die Neuausrichtung des Filmparks erzählen?
01:18:35: Gibt es schon ein paar Sachen, die schon sprachreif sind, die man ja schon verraten könnte?
01:18:39: Nur generell also im Prinzip nicht in der praktischen Umsetzung.
01:18:44: was wir wissen ist dass wir und das ist mehr eine programmliche Sache, dass wir tatsächlich diesen Weg den wir beschritten haben mit ungewöhnlichen Veranstaltungen übers Jahr verteilt und vielleicht machen wir am nächsten Jahr auch was mit Radio Teddy zusammen im großen Stil.
01:19:00: Und dann mit BW-Radio natürlich auch, ich rede mal ein bisschen unhöflich bin hier bei BW sorry aber ihr seid ja war seit der Bruder oder Schwester?
01:19:08: Also wir sind schon Geschwister.
01:19:10: Man
01:19:13: guckt ein bisschen aufeinander und beobachtet sich absolut genau.
01:19:16: Wir haben in einem Funkhaus sehr viele Synergien.
01:19:18: weißt du das ist natürlich ganz toll.
01:19:19: Ja,
01:19:19: das passt.
01:19:20: Also wie seit der Event-Bereich mit ungewöhnlichen Veranstaltungen inhaltlich auszubauen macht auf alle Fälle Sinn und inhaltig... Das ist eben das Schwierige.
01:19:29: die Definition wo es die Faszination von Film und Fernsehen was ja tatsächlich bei mir jetzt tatsächlich eine der wichtigsten Fragen ist.
01:19:37: Ich habe ja vorhin erzählt, wie sehr sich das gewandelt hat.
01:19:40: Wie sehr es sich auch in eine gewisse Normalität abgedriftet ist und was die Menschen überhaupt nicht brauchen in ihrer Freizeit ist Normalität.
01:19:49: also wird es darum gehen zu sagen okay wie ist die Story des Filmparks?
01:19:52: da sind wir gerade am arbeiten.
01:19:54: wenn man diese Story hat und die werden wir sicherlich innerhalb der nächsten Wochen oder Monate auf den Punkt bringen dann sagt man ok und wie können wir dieses Story mit welchen Programmteilen befriedigen?
01:20:05: Ich bin kein Freund davon von Schnellschüssen.
01:20:08: Ich weiß noch, als das mit dem VR und AR und alles auf dem Markkamp alle schrieben, redet heute kein Mensch mehr davon ist normal geworden.
01:20:16: Das ist die Herausforderung.
01:20:18: Die technischen Dinge sind nicht mehr die Dinge, die faszinieren.
01:20:21: Sie gehen auch unheimlich schnell.
01:20:23: die die Langzeitwirkung haben, weil das geht bam-bam-bamm eins nach dem anderen.
01:20:28: Ich meine als damals als Boot ins Kino gekommen ist, dass war dann die Sensation oder ein anderer Film noch größer Matrix.
01:20:34: Hat man Jahre
01:20:35: drüber gesprochen?
01:20:36: Ja, hat einen Jahr darauf gewartet bis sie nächste Folge gekommen ist und heute geht es nacheinander weg.
01:20:41: also wie gesagt es baut sich keine große Identität mehr auf bei bestimmten Sachen.
01:20:45: Es sei denn sind lange Serien die Batman's und Superman's und wie sie alle heißen, aber Merkze ich rede immer von amerikanischen Dingen.
01:20:52: Babylon
01:20:53: Berlin
01:20:54: Babylon Berlin, klar.
01:20:55: Düster, Themenback als Deko und so schon in Ordnung?
01:20:58: Klar geil!
01:20:59: Natürlich großartig, aber es ist natürlich nur ein Teil des Publikums.
01:21:04: Also wir sind dabei den Inhalt neu zu definieren und dann werden wir uns entsprechend auch inhaltig baulich darauf ausrichten.
01:21:12: Ich muss dir mal eine Frage stellen weil mich das interessiert Hast du Angst davor dass der Zeitpunkt kommt wo all das was du dir irgendwann als Vision vorgenommen hast fertig ist?
01:21:20: und du sagst Was mach ich denn jetzt?
01:21:22: Nee, hab ich nicht.
01:21:23: Weil dieser Punkt diesen Zeitpunkt wird's nie geben.
01:21:26: Das
01:21:26: wollt' ich von dir hören eigentlich?
01:21:28: Ja, weil...
01:21:29: Steckst voller Ideen!
01:21:30: Ja, fertig ist man nie und das sind so banale Sätze wie hundert Prozent sind langweilig und theoretisch.
01:21:39: Es wird immer oben zehn, zwanzig, dreißig Prozent sein, wo man was ändert.
01:21:42: und mein Business lebt ja auch von Änderungen, lebt auch von Dingen die nachgeschoben werden müssen.
01:21:47: Warum bauen alle anderen Freizeitparks Die alle zwei Jahre neuen Coaster, neuen Free-Fort und so weiter.
01:21:53: Das ist so eine inhaltige Notwendigkeit.
01:21:56: Aber bei uns ist es ja das Schöne.
01:21:58: Es werden ja trotz allem auch wenn die sagen diese ganze Branche ist so schnellebig geworden.
01:22:01: Werden da immer wieder folgte Sachen geboren?
01:22:03: Und neue Sachen kommen auf den Markt.
01:22:05: Auch inhaltlich gesehen sowas.
01:22:07: Die Art und Weise die Einzusetzen umzusetzen.
01:22:09: Ich meine dass mit den Brillen oder weiß der Teufel was keine Ahnung.
01:22:12: Da sind wir nie am Ende.
01:22:14: Nein nein dann den Zustand wäre ich nie erreichen.
01:22:16: Naja, es ist ja einfach so.
01:22:17: Du wirst jetzt seventy-fünf?
01:22:19: Ja!
01:22:19: Nie mehr lange bis am... Olle Pette?
01:22:21: Am zwanzigsten September, ne?
01:22:23: Möcht ich... Ole
01:22:23: Pette?!
01:22:24: Das tut mir leid.
01:22:25: Gefühlt wirst du erst v.a.durch, weil es steht nur auf dem Papier.
01:22:30: Also Alter ist auch nur eine Zahl.
01:22:33: Wie du schon sagtest vorhin.
01:22:34: Ich hab dich nur zitiert, ja?
01:22:35: D.h.,
01:22:36: also du denkst nicht darüber nach in den nächsten zwanziger Jahren mal zu sagen, ich lass das hier mal den ganzen Kram und fahr jetzt noch auf die andere Seite der Welthalbkugel und mach da einen schönen Urlaub was du dir gerne machst.
01:22:46: Du hast noch Ideen und Projekte in der Schublade, die es umzusetzen gilt?
01:22:50: Ja
01:22:51: natürlich nicht nur Ideen.
01:22:54: Und Dinge neben der üblichen Verantwortung, die man hat in einem Unternehmen für Mitarbeiter und allem was dazu gehört.
01:23:00: Natürlich habe ich die und natürlich will ich sie auch ausleben.
01:23:04: Stück für Stück und dieser Prozess ist ja auch, denke ich mal nicht nur im Sinne der Sache.
01:23:08: Ob es nun oben in Wilden Osten oder ob das hier in Babelsberg ist von grundsätzlicher Bedeutung.
01:23:14: natürlich werde ich immer gefragt Kannst du denn noch einmal was abgeben?
01:23:18: Das kann ich mittlerweile auch.
01:23:19: Ach echt jetzt?
01:23:20: Ja wirklich!
01:23:21: Ich hätte dich nicht gedacht.
01:23:23: Doch natürlich bin dann auch heilfroh wenn man manchmal auch etwas anderes um die Ecke kommt Und ich bin hier nicht Gottvater natürlich nicht aber da eigentlich fühle mich wohl in meiner Rolle.
01:23:32: Ich werde das, wie sagt man immer so banal, solange es die Knochen hergeben pflegen.
01:23:37: Also noch lange!
01:23:39: Danke
01:23:39: für die guten Wünsche.
01:23:40: Kommt drauf zurück!
01:23:41: Ich finde das ganz, ganz toll.
01:23:43: Also bisher ist das Gespräch so verlaufen wie ich mir das gewünscht habe.
01:23:45: ehrlich gesagt, weißt du?
01:23:46: Weil ich bin ja auch ein bisschen Freethemms Schatz-Fan.
01:23:48: Ich muss es an der Stelle mal sagen, weil ich hab' ja die ganze Geschichte vom Filmpark und so verfolgt... ...ich bin ja mittlerweile auch so gut dreißig Jahre beim Radio und wir sind ja immer parallel gelaufen.
01:23:59: Ich dachte man, dieser Freethems Schatz, wie er das so macht.
01:24:01: Irgendwann muss ich mit ihm ergreifen und in die Sendung einladen.
01:24:04: Und heute hat es auch funktioniert.
01:24:06: August, zwei tausend sechsundzwanzig.
01:24:08: Wahnsinn!
01:24:09: Wir werden uns merken.
01:24:10: Ja,
01:24:10: wir merken uns mal August, zweitausend sechsten zwanzig geht hier das geht man die Zeitrechnung.
01:24:14: eines ja wenn wir uns in zwei Jahren wieder treffen worüber werden wir dann sprechen lieber Friedhelm?
01:24:20: Wir werden darüber reden dass wir im Filmpark ein völlig verrücktes neues Programm haben.
01:24:28: wir werden darüber sprechen dass die Veranstaltung durch die Dinge die ich da im Film Park mache Potsam als Konvention statt national wahrgenommen wird.
01:24:40: Und wir werden darüber reden, dass in Templin, in meiner Westernstadt nebenan... Dort gibt es eben das große Pionierlager, das soll bebaut werden, das nennt sich Nature Village.
01:24:54: Da wollen wir tatsächlich was wirklich Ungewöhnliches bauen.
01:24:57: also ich nenne das mal auch Ferienlager aber ist etwas anderes nach neuesten Gesichtspunkten und wir werden drüber reden wie wichtig dass die Menschen nie ihre Fantasie und ihre Neugierde und ihre Abenteuerlust verlieren.
01:25:12: Jetzt muss ich noch eine Sache für mich klarkriegen, weil du hast zwischendurch gesagt bisher hat mir das Gespräch gefallen jetzt geht es in eine andere Richtung.
01:25:18: Konnte ich die Karre wieder aus dem Dreck ziehen?
01:25:21: Konntest du absolut und ich meine, dass mit dem Daniel Liebeskind wenn ich da so ein bisschen halbscherzhaft hab.
01:25:26: Ernst aber natürlich traurig dem nach.
01:25:28: Natürlich!
01:25:28: Und natürlich traut man dann trau ich meiner Bahn nach.
01:25:31: So Kleinigkeiten des Lebens oder was.
01:25:33: Das sind aber diese Elemente, die man eben einfach in den Kauf nehmen muss ist verdammt normal.
01:25:36: Es gelingt nicht alles.
01:25:39: Und das ist auch gut so.
01:25:40: Scheitern gehört auch dazu, ne?
01:25:41: Ja
01:25:41: es ist gut so und das ist völlig in Ordnung.
01:25:44: Vielleicht kann ja Herr Liebeskind auch ein bisschen kleiner bauen und vielleicht gibt es ja doch so einen kleinen Fingerabdruck.
01:25:49: Vielleicht ist das ja möglich, wer weiß welche Dinge in den nächsten Jahren noch auf einmal sich ergeben obwohl sie jetzt als unmöglich erscheinen?
01:25:55: Richtig!
01:25:56: Lieber Friedhelm, für mich heute war es wirklich ein innerliches Blumenpflücken wenn ich das mal sagen darf.
01:26:01: Es war so schön dass du da warst und dass wir mal ein bisschen so reinblicken durften in die Friedhelm Schatz Story.
01:26:07: Weißt du was das angenehme für mich war?
01:26:09: Was dich betrifft unser Gespräch?
01:26:11: Sag Mal
01:26:12: Ganz simpel.
01:26:12: Du bist ein Zeitzeuge, dass du ein prima Kälber ist sowieso klar.
01:26:17: Aber du bist ein Zeuge und mit Zeitzeugen in einer unmittelbaren Nähe, mit deiner großen Affinität.
01:26:23: Du liebst deinen Beruf wie ich meinen Beruf auch liebe.
01:26:25: Gibt so viele Berührungspunkte und dann kommt auch ein gutes Gespräch zustande.
01:26:30: Wenn aus einem Interview an Gespräch wird, dann haben wir alles richtig gemacht.
01:26:33: Lieber Friedhelm bleibt schön gesund!
01:26:34: Wir sehen uns spätestens in zwei Jahren wieder sollte es vorher etwas interessantes zu erzählen geben.
01:26:38: du bist jederzeit gerne gesehener Gast in diesem Format und ich würde mich freuen wenn du einfach mal hier um die Ecke kommst und dich auf den Stuhlsetzer drüben.
01:26:45: Das mach' ich.
01:26:46: Dauert nicht wieder zwanzig Jahre.
01:26:47: Versprochen?
01:26:48: Versprochen.
01:26:49: Alles klar.
01:26:50: Also
01:26:50: kommt gut nach Hause.
01:26:59: Dankeschön.
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