SILLY - 47 Jahre Rock, Liebe und Legenden
Shownotes
Heute zu Gast im BB RADIO Mitternachtstalk Podcast: zwei der deutschen Top-Musiker, Julia Neigel und Uwe Hassbecker.
Wir sprechen über die Anfänge in Ost-Berlin, den ungewöhnlichen Bandnamen, die wilden frühen Jahre und natürlich über Tamara Danz, deren Stimme und Haltung SILLY zur Ikone gemacht haben.
Uwe Hassbecker ist seit 1986 dabei und prägt den Sound der Band bis heute – mit Gitarre und Geige. Mit ihm gehen wir durch die wichtigsten Stationen und Songs: „Mont Klamott“, „Bataillon d’Amour“, das Album „Paradies“ und den tiefen Einschnitt im Jahr 1996, als Tamara Danz viel zu früh starb.
Doch SILLY machte weiter: zunächst mit eigenen Projekten, dann mit dem großen Comeback im Jahr 2005. Und seit 2019 ist auch Julia Neigel Teil der Band. Wie es dazu kam und warum aus einem Auftritt weit mehr wurde, erzählt sie hier.
Außerdem blicken wir auf die Erfolgsgeschichte der elektroAkustik-Tour: ausverkaufte Konzerte in den Jahren 2024 und 2025. Und 2026 geht es mit ausgewählten Open-Air-Terminen weiter, unter anderem am 17. Juli im Waschhaus Potsdam.
Freut Euch auf Geschichten, Erinnerungen und Anekdoten aus fast fünf Jahrzehnten deutscher Rockmusik.
Jetzt im BB RADIO Mitternachtstalk Podcast: Julia Neigel und Uwe Hassbecker von SILLY.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Wir haben als Band ja wirklich viele Leben offensichtlich.
00:00:04: Es gab mehr als genügend Gründe, das nicht weitergehen zu lassen aber es gab auch genauso viele Gründe wenigstens s weiterleben zu lassen.
00:00:12: also die Verantwortung vor der eigenen Vergangenheit.
00:00:16: was wir erlebt haben mit der Tamara diese Krankheitsgeschichte war wirklich heftig Und sie ist ja dann mit dreiundvierzig gestorben.
00:00:22: Das war harter Towak und wenn man sowas übersteht auch als Band, wir haben ja viele Jahre gebraucht um die Band überhaupt weiter zu machen.
00:00:31: Wir haben gedacht das können wir keinem aufladen dieses Päckchen weil Sie wurde nach dem Tod zum Mythos fast.
00:00:38: Wenn man so was überstehen und dann weitermacht sind die Einschläge die dann kommen Trennungen von Sängerinnen oder so.
00:00:45: Die sind dann eigentlich nicht mehr so schlimm Und dann lohnt es sich, das weiter fortzuführen solange man Spaß dran hat.
00:00:52: Ihr habt mal in einem Krimi mitgespielt als Rockband?
00:00:54: Genau, Soko Leipzig.
00:00:57: Es gab eine Folge die sich nur um uns drehte.
00:00:59: Tod im Konzert hieß das!
00:01:03: Das ist nicht das Motto der Akustik-Tour.
00:01:05: bitte, das möchte ich immer kurz sagen.
00:01:07: Irgendjemand wurde umgebracht und ich glaube der Tourmanager war's.
00:01:10: Das war irgendwie witzig.
00:01:12: Der
00:01:12: Tourmananger war's...
00:01:13: Es sind über die Tourmanagers.
00:01:15: Wer
00:01:15: sonst?!
00:01:16: Ich habe manchmal so eine Phase, da ziehe ich zum Beispiel gerne so Korsagen an.
00:01:20: Oder so ein Korsetz und dann macht es hinten einfach plänken!
00:01:23: Und dann hängst du, stehst auf der Bühne und hast hinten einen freien Rücken... ...und wenn die jetzt einmal nach vorne rutscht, rutschte er das komplette Korsett vom Körpern.
00:01:32: Ich hatte danach eine Korsage, die war von hinten komplett mit Gaffer verzugeknallt.
00:01:37: Von vorne ist alles gut aus?
00:01:38: Mir ist immer eine Zahnkrone rausgefallen kurz
00:01:40: vorm Abstand.
00:01:42: Ja, aber ich bin mit Sekundenkleber wieder eingeklebt.
00:01:46: Also eine Sache fällt mir noch ein.
00:01:48: Da stand ich irgendwie mit sechs Musikern auf der Bühne und irgendwann nimmt der Gitarist die Gitarre, legt sie hin und rennt weg und gibt mir einen Zeichner muss aus Klo.
00:01:58: Dann nahm der Keyboarder Trat nach hinten und rannte weg.
00:02:02: dann nahm er Bassist den Bass und legte ihn auf die Bühnen und rankte weg.
00:02:06: und ich stand nur noch mit dem Schlagzeuger auf der bühne zehn Minuten lang.
00:02:10: Das war irgendwo auf einem Platz, wo draußen die Toilette ewig weit weg war.
00:02:15: Das Publikum hat dann mit mir zusammen jeden einzelnen gerufen ... Du kannst dir vorstellen was passiert ist als sie zurückkam!
00:02:22: Mit knallerotem Kopf.
00:02:24: Solche Geschichten, da musst du einfach einen Spaß draus machen.
00:02:27: und was willst du machen?
00:02:34: Ich begrüße heute zwei Musiker, die deutsche Rockgeschichte mitgeschrieben haben.
00:02:37: Seit fast fünf Jahrzehnten steht der Name Silly für große Songs, starke Texte und Gänsehautmomente zwischen Ost- und Westen.
00:02:44: Trotzdem begann das alles mit dem Album Tanz Keiner Buggy, spätestens mit Klassikern wie Mont-Clamot, Battallion d'Amour oder dem legendären Album Paradies, wo es Silly zu einer der wichtigsten Rockbands des Landes war.
00:02:55: Nachdem viel zu früh tot von Tamara Danz im Jahr nineteen sechsund neunzig schien ein Kapitel beendet.
00:03:00: aber Silly hat sich immer wieder neu erfunden.
00:03:03: Und genau darüber reden wir heute!
00:03:05: Ich freue mich auf eine Sängerin mit einer der markantesten Stimmen des Landes, die seit dem Jahrzehnten die Frontfrau von Silly ist und selbst erfolgreich die deutsche Rock-Szene prägt.
00:03:14: Julia Neigel, herzlich willkommen!
00:03:16: Dankeschön!
00:03:17: Und
00:03:17: auch ein Musiker dessen Gitarren und Geigenspiel, seither unter den Kreativsten und vielseitigsten Instrumentalisten des deutschen Rocks zum unverwechselbaren Klang
00:03:27: gehört.
00:03:28: Uwe Asbecker.
00:03:28: Hallo, schönen Tag!
00:03:29: Schön dass ihr da seid.
00:03:30: Ja.
00:03:31: Siebenundvierzigjahre Silly und die gefeierte Elektroakustik Open Air Tour, zw.iehntsechsundzwanzig direkt vor der Brust könnte man sagen weil in vierzehn Tagen ist es soweit.
00:03:41: Genau.
00:03:42: Wahnsinn und wir haben die Gelegenheit hier darüber ausgiebig zu reden und ich hoffe ganz viele Geschichten zu erfahren.
00:03:47: Seid ihr eigentlich noch als Murock-Musiker, die das quasi ihr Leben lang machen?
00:03:51: Noch aufgeregt vor so einem Auftritt im Waschhaus.
00:03:54: Also wir spielen ja vor dem Wasch Haus im Freien glaube ich und Wir sind also Jackie sagt erzählt das gerne unser Passist Jackie gesagt ist immer aufgereght für jeden Auftritt Und wenn er mal nicht mehr aufgereckt ist dann hört er auf.
00:04:07: Na dann hoffe ich, dass er noch lange aufgeregt sein wird.
00:04:10: Wie ist es bei dir?
00:04:11: Tatsächlich sind wir eigentlich immer nervös.
00:04:13: Es gibt so eine Anspannung vor jedem Konzert und das legt sich mit dem ersten Ton im Prinzip wenn man auf der Bühne ist.
00:04:20: Also früher war das Lampenfieber, dass ich zumindest hatte so grauenvoll, dass mir wirklich elendig war und das ist weg Gott sei Dank!
00:04:28: Jetzt is' es wirklich ne freudige Erwartung, ne Freude, ne leichte Nervosität die sich relativ schnell legt ähnlich wie's Uwe erzählt hat.
00:04:35: Aber dieses Lampenfieber, wo einem wirklich total schlecht wird und Magenschmerzen.
00:04:40: Und man irgendwie fast umfällt vor lauter Aufregung und Angst soweit ist es dann nicht mehr.
00:04:47: Gottzeit!
00:04:47: Das ist aber auch gut so.
00:04:49: Ich habe sowas aber auch ehrlich gesagt vor großen Auftritten auf Bühnen oder so.
00:04:52: also die letzte Minute bevor's losgeht hab ich wirklich so...
00:04:57: Da muss
00:04:57: man sich wirklich erst mal beruhigen, wenn der erste Ton sitzt und das Mikrofon angesprochen ist und es gut klingt.
00:05:02: Und nicht die Ansage kommt und hier ist euer Moderator und dann geht das Mikrophon nicht so.
00:05:05: was passiert da gelinglich auch mal?
00:05:06: Das ist so das Worst Case Szenario oder so.
00:05:08: um Gottes Wellen!
00:05:10: Aber das passiert bei Musikern relativ selten dass sie auf eine Bühne gehen und kein Ton rauskommt.
00:05:14: Es gibt auch natürlich, können wir ein Lied von singieren.
00:05:17: Haben wir erlebt.
00:05:18: aber es ist einfach so sagen wir mal diese Aufregung dieses Adrenalin durch den Körperströmen Das gibt eine gewisse Spannung, die man noch braucht um die Sachen erst mal so ins Rollen zu bringen.
00:05:30: Und das ist glaube ich ganz wichtig.
00:05:32: Das darf man nicht verlieren!
00:05:34: So wir kriegen einfach auch in der Not wenn irgendwie was weiß ich ne technische Problematik entstanden ist dann bist du ja eigentlich ein bisschen in Not weil du überhaupt nicht richtig dass durchführen kannst was du machen willst und erst im Nachgang denkt man mein Gott wenn das jetzt schief gegangen wird das haben wir irgendwie die Kuh vom Ars gebracht.
00:05:50: aber da hast Du halt genug Andréa Lehen und kriegst es dann einfach hin.
00:05:53: Habt ihr eigentlich einen Überblick Uwe, wie viele Auftritte ihr gespielt habt?
00:05:56: Seitdem du Musik machst das ein bisschen ja.
00:05:58: Also es ist... Eigentlich passt das in kein A-Vier Buch mehr rein ne?
00:06:02: Nee
00:06:02: ich kann auch nicht so gut zählen!
00:06:04: Muss ich sagen Mathe war nicht so mein Fachhund Ich hab keinen Buch geführt aber da sind bestimmt tausende Auftritten.
00:06:11: Das kann man Florich Mitfug und Recht behaupten.
00:06:14: Mein allererstes Konzert mit dir habe ich erlebt.
00:06:16: Da war ich kleiner Junge an Aussee Da hast Du bei Stern Meißen gespielt Ja, und ich bin mit meinen Eltern da an diesem Festareal vorbei.
00:06:24: Und das spielte in eine Band... ...und mein Vater sagte, Sternmeißen kenn' ich nicht!
00:06:30: Ich war aber immer schon so affin für irgendwelche Rockkonzerte,... ...und ich war immer schon Fan von dem was ich jetzt mache, ne?
00:06:36: Ich war Fan von Musikern und Bands- und Konzerten und allem, was dazugehörte.
00:06:40: Und ich gesagt, können wir da nicht hingehen?
00:06:42: Dann hat mein Vater spontan drei Tickets spendiert.
00:06:45: Die haben auch damals nicht so viel gekostet glaube ich,
00:06:47: ne?!
00:06:48: Fürs Mark
00:06:48: oder so?
00:06:48: Genau, sehr preiswert.
00:06:51: Ja ich kann mich gut erinnern... Ich war ja von neunzehnhundert achtzig bis sechsten Achtzig bei Stern Meißen.
00:06:56: Hab da diverse Besetzungen auch miterlebt also mit dem reinart mit dem ehemaligen Sänger Reinhard Fissler der dann später erkrankte an ALS über die Anfänge mit IC Feikenberg damals.
00:07:11: das war so mittendrin.
00:07:12: Dreiundachtzig ist er glaube ich zu uns gekommen Und ich habe da diverse Geschichten miterlebt, hab ganz viel gelernt für mich auch.
00:07:19: Für meine spätere musikalische Zukunft.
00:07:21: und wir haben immer im Sommer, kann ich mich erinnern mal, immer aus Zetorné Da sind ja die ganzen Bäder abgefahren.
00:07:28: Ich weiß du noch wo das war?
00:07:30: Ich glaube Heringstorf Also
00:07:32: Rousedom und Rügen.
00:07:34: Da waren wir immer und auch vom Festland aus in Rostock Warne Münde
00:07:38: usw.,
00:07:39: überall wohne Bühne war, haben wir gespielt.
00:07:41: im Sommer Siehst du?
00:07:42: Und das war toll.
00:07:43: Das war ein schöner Erlebnis geworden, dass Tafel über am Strand verbringen und dann mit den Mädels shakeen und dann ans Konzert.
00:07:51: Du warst mein erstes Rockkonzert also insofern... Du hast schon in meinem Leben auch eine wichtige Rolle gespielt bisher.
00:07:57: Julia kenne ich erst seit, seit neunundachtzig, du hast damals in Berlin-Weißensee gespielt.
00:08:02: Eines der größten Konzerte was ich jemals erlebt habe.
00:08:06: Ja das war die Rockpoetentournee eine Tournee durch die DDR mit in Anführungsstrichen Westkünstlern und ich durfte da dabei sein.
00:08:14: Ich war ganz frisch dabei, mein erster Song war gerade ein Jahr davor veröffentlicht worden und ich habe eine Tourni durch die DDR machen dürfen und ich hab es so dermaßen geliebt – die Leute waren toll!
00:08:27: Ich hab mich mit so vielen richtig guten Leuten unterhalten können und hab natürlich aber auch das Drumherum bemerkt dass anders war als was ich in anführungs Strichen aus dem Westen kannte.
00:08:38: Zum Schluss von dieser Tournee, da gab es dann vier Künstler.
00:08:41: Die sind durch die ganze DDR getourt.
00:08:44: Das war Ola Meinige, das war Paul Perpel-Schulz, Heinz Rodolf Kunze und das war ich.
00:08:48: Und wir hatten jeweils Vorpenst dabei zum Schluss.
00:08:51: Trafen wir uns alle ... Das war wie so ein Stern in Berlin, in Weißensee.
00:08:57: Wir waren am Samstag dran, Heinzt Rodolf Konze und ich.
00:09:00: Ich werde immer im Leben nie vergessen, was für ein Gefühl das war als ich auf der Bühne bin.
00:09:06: Hinter dem Horizont ging's hundertprozent weiter.
00:09:09: Ich sah hinten noch die so Fahnen, weißt du?
00:09:11: So Welcome-Fahnen nur Menschen von links nach rechts.
00:09:16: Hundertachziger Grad nur Menschen.
00:09:18: Unfassbar!
00:09:19: Ein unfassbarer Anblick.
00:09:20: Vor allen
00:09:20: Dingen auch hinter den Zäunen.
00:09:21: also das Festareal war ja begrenzt und die Leute standen die ganze Rennbahnstraße rund runter.
00:09:26: ich hab gedacht Das kann ja wohl nicht wahr sein.
00:09:28: Also ich krieg jetzt noch Gänsehaut wenn ich dran denke es gibt da auch Videos davon weil das wurde dann auch live übertragen ich glaube im ARD damals Und dadurch gibt es Gott sei Dank noch Videoaufnahmen.
00:09:41: Das ist für mich, wie gesagt nach wie vor immer noch das intensivste Erlebnis gewesen weil ich bin dann auch runter von der Bühne und habe mich an diesen Zaun gestellt.
00:09:49: Es war ja so ein Art Abdeck-Zaun oder so einen Abgrenzzaun und hab mich da oben draufgestellt und dann haben sie von hinten gefilmt und ich sah nur Menschen selbst sowas So in der Massivität nicht mehr.
00:10:01: Ich kann
00:10:01: mich daran erinnern, die wollten dich gar nicht nach vorne lassen.
00:10:03: Aber
00:10:04: du
00:10:04: hast gesagt ich bin Julia Neigel.
00:10:05: Zu dem Zeitpunkt
00:10:06: noch Jule Neigl lass mich durch hier.
00:10:08: Ich habe mich da durchgedrückt.
00:10:09: Uwe
00:10:10: du hast von diesem Konzert aber nur gehört ihr wart ja nicht dabei das waren ja nur Westkünstler?
00:10:13: Genau wir haben uns sagen wir mal auf andere Art und Weise um die Öffnung der Mauer bemüht in die andere Richtung.
00:10:22: In der Zeit es war man war das achtundachtzig?
00:10:25: Das
00:10:25: war neunachtzig im August.
00:10:27: Und da hat schon die Luft gebrannt sozusagen, das sind ja die Leute reihenweise abgehauen über Ungarn oder sonst wie.
00:10:35: und wir haben zu dieser Zeit ungefähr so eine Resolution.
00:10:40: Haben wir uns mit anderen Kollegen Rockmusikern und Liedernmachern zusammengetan und haben so ne Resolution aufgesetzt, die an die Staatspartei- und Staatsführung gerichtet war damals um für neue, für andere Veränderungen mehr Freiheiten kämpfen und irgendwie was zu bewegen.
00:11:00: Also etwas anderes machen, wir haben bis dahin ja nur mit Liedern gearbeitet mehr oder weniger.
00:11:04: Und das war so ein ziemlich offensiver Schritt sozusagen mal den Mund aufzumachen.
00:11:10: Ich habe zu dem Zeitpunkt gerade im Palast der Publik gespielt im Jugendtreff.
00:11:13: ich war damals staatlich geprüft als Schaltplattenunterhalter.
00:11:15: So hieß es ja die Schockis in der DDR.
00:11:18: Das war auch eine Zeit, in der es relativ leer in den Dingern war also die Gäste kamen aus Polen, Ungarn Und aus anderen Ländern, aber es war kaum ein DDR-Bürger bei.
00:11:28: Also das war wirklich leer weil die sind alle immer Richtung Brandenburger Tor marschiert.
00:11:31: da war ja jeden Abend dann Demonstration und so weiter und sofort.
00:11:34: also es war eine krasse Zeit.
00:11:36: Total krass!
00:11:37: Jeden Tag was Neues irgendwie eine neue Meldung von irgendwo her dass irgendjemand etwas gesagt hat was sich ändern wird oder möglicherweise könnte, aber so richtig ging es dann natürlich erst mit dem November zur Sache.
00:11:54: Ich hatte gerade vor kurzem das Thema Silly mit Dr.
00:11:57: Pop.
00:11:57: Das ist ja regelmäßig Gast hier in der Sendung und wir reden über Musiken die uns begleitet hat also über besondere Songs, über Zusammensetzung, über Instrumente, die da verbaut wurden
00:12:06: usw.,
00:12:07: über Erlebnisse bei Konzerten.
00:12:08: und er fragte mich, was wir damals immer als letzten Song gespielt haben auf Diskotheken?
00:12:13: Und er fragte mich, ob das tatsächlich stimmt, dass der letzte Kunde von Silly immer einer der letzten Songs war.
00:12:17: Das war manchmal so, dass wir den gespielt haben als Rausschmeißer.
00:12:20: und da hab ich jetzt mal in meiner Platten-Sammlung geguckt und habe dieses Album von ... ... da warst du noch gar nicht bei Uwe
00:12:26: und Julia
00:12:27: auch noch nicht.
00:12:28: Aber das war Familie Silly damals noch und das Album hieß ... ... und da war der letzte Kunden drauf.
00:12:34: Genau!
00:12:34: Bei
00:12:34: welchem Album bist du dazu gestoßen?
00:12:36: Bei Mont Clamotte oder?
00:12:36: Nein beim Album Februar.
00:12:38: Also genau bin ich... dazu gestoßen, in dem Sommer, glaube ich.
00:12:45: Da war das Bataillon der Moor-Album schon veröffentlicht und es ging gerade die Promotour los und wir haben geprobt dann.
00:12:55: Die erste Amtshandlung war im Prinzip die Westdeutsche Promotur.
00:13:00: Das kam zeitgleich bei der CBS heraus des Albums und dann ging's sozusagen durch Fernseh- und Radiostationen und später auf richtige Live-Tour.
00:13:10: Du bist also quasi von Sternmeißen gekommen, durfte dir mit Sternmeissen auch schon in Westen fahren damals?
00:13:14: Nee.
00:13:15: Ich war immer einer der Gründe weswegen die Band nicht durfte und mit Silly war das dann so.
00:13:20: oder gab es irgendwelche kommerziellen diese kommerziell Verpflichtungen sozusagen?
00:13:24: Und ich hatte wie natürlich bis zum letzten Tag keinen Pass und dann haben die Kollegen gesagt na gut Dann fahren wir alle nicht und das hätte dann finanzielle Konsequenzen gehabt.
00:13:33: für die künstler Agentur der DDR paar Stunden mein Pass und die erste West-Fernsehsendung gibt sogar noch im Netz.
00:13:43: Gibt es noch tatsächlich?
00:13:44: ZDFT illustrierte nannte sich das eine schreckliche Sendung, aber...
00:13:49: Aber eine geile Bandwei.
00:13:50: Das muss man ja mal sagen, ne?
00:13:53: Für Julia ist das ja... Ich möchte mal Julie zu dir sagen aber du hast das ja schon vor zwanzig Jahren ungefähr abgeworfen.
00:13:58: Also es ist so lange her.
00:13:59: Das
00:13:59: ist schon sehr lang her.
00:13:59: Weil
00:14:00: für mich war Julie Neigel immer verbunden mit deiner Musik weiß ich und deshalb aber meine Tochter heißt auch Julia.
00:14:06: Ich kann mich da auch disziplinieren insofern ich finde diesen Namen ja wunderschön
00:14:09: Danke.
00:14:10: Und insofern, der passt auch gut zu dir?
00:14:11: Auch zu meiner Tochter, das ist ja auch gut!
00:14:13: Insofern ich mag diesen Namen aber wenn mir das zwischendurch rausrutscht muss ich immer sagen Entschuldigung, echt entschuldigung.
00:14:20: Bei dir ist es ja du bist ja Großland-Deutsche
00:14:23: und aber
00:14:24: im Westen
00:14:25: aufgewachsen
00:14:27: und dann hergekommen
00:14:28: und dann in den Anfang des Siebzigern in den Westen gekommen weil dort mein Großvater war nach dem Zweiten Weltkrieg in Gefangenschaft und kam also im französischen Gebiet raus.
00:14:38: Und das war zu dem Zeitpunkt einer Fals- und ... ... und in den ersten Jahren sind wir dann sozusagen nach einem Kriegsverschlepptengesetz, so betraf es meine Eltern.
00:14:48: Sind wir dann zurückgekehrt hierher?
00:14:51: Das war ja dann praktisch eine Rückkehr der Eltern, die während kurz vorm Ende des Zweiten Weltkrieges hier sozusagen Kriegsver schleppen.
00:15:00: wurden, weil sie ... Sie sind hierher geflohen während dieser Zeit.
00:15:02: Stalin hat Russland-Deutsche dort alle erschießen lassen und deportieren lassen.
00:15:08: die meisten starben Weil er eben natürlich einen Riesenbrass hatte auch auf Hitler und die Nazis Und die Russland Deutschen dort vor Ort.
00:15:15: Die haben es halt abbekommen.
00:15:16: die meisten sind geflogen meine Eltern auch und landeten in Berlin und dort wurden sie wieder abtransportiert Mit dem Zug nach Sibirien und da bin ich geboren worden.
00:15:25: dann bist du nach Deutschland gekommen
00:15:26: genau.
00:15:27: Und hat es hier die ganzen Strapazen, die man so hat?
00:15:29: Wenn man als Migrant ein Kind nach Deutschland kommt.
00:15:32: Genau!
00:15:32: Nicht nur das sondern wenn man als Russlanddeutscher nach Deutschland kommen.
00:15:36: In den siebziger Jahren gab es doch recht viele, die nicht wussten was der Unterschied zwischen den Russland-Deutschen und den Russen ist... ...und wir hatten zu dieser Zeit noch den Kalten Krieg.
00:15:45: Wir hatten auch die James Bond Filme wo der böse Russe dies war und der gute Amerikaner dies war.. ..und ich habe das zu spüren bekommen in der Schule in den ersten drei Klassen, ich bin direkt eingeschult worden.
00:15:57: In einer ganz normalen Schulklasse und da gab es eben zum Beispiel so eine Gruppe von Jungs die in meiner Klasse waren, die mich immer jeden Tag beim nach einem Unterricht auf dem Heimweg verprügelt haben.
00:16:11: Und die haben mich Russin genannt weil für sie war das eben ein Grund mich zu verprügeln.
00:16:17: Und übrigens Jule!
00:16:18: Deswegen habe ich den Namen abgelegt im Nachgang.
00:16:21: Absolut verständlich ja?
00:16:22: Ja Lieber Uwe, wir hatten ja damals ... Für uns waren die Russen sozusagen die großen Freunde.
00:16:27: So sind wir aufgewachsen in der DDR?
00:16:29: Dass das unsere befreundeten Nationen waren.
00:16:31: Wir haben das nicht als Feindbild gehabt.
00:16:33: Nee, man darf natürlich wirklich auch nicht vergessen... Ich meine, Freunde, das war so ein bisschen fast zynisch gemeint.
00:16:41: Das war ein offizieller Begriff, irgendwie die Freunde, die auf uns sauf passen.
00:16:46: Die Russen, was man allerdings in der ganzen Geschichte und was vom Westen leider ein bisschen ignoriert wird.
00:16:53: Die Russen waren Teil der Alliierten, die Deutschland vom Hitler-Faschismus befreit haben.
00:17:00: UDSSR war das Land oder die waren die Länder, die am meisten unter den Nazis gelitten haben mit sieben und zwanzig oder achtundzwanzig Millionen Toten im Zweiten.
00:17:08: Weltkrieg.
00:17:10: Das ist ein bisschen seltsam!
00:17:11: Ich meine es waren nicht Freunde, das waren tatsächlich auch Besatzer aus gutem Grund aber... Westen werden die immer als Gegner betrachtet.
00:17:22: Das waren sie letztendlich nicht,
00:17:24: oder?
00:17:24: Wir sind also quasi mit dem Begriff freundlichen aufgewachsen.
00:17:27: Bei uns in der Schule wurde das erzählt und deshalb hatten wir dieses Feindbild nicht, darauf wollte ich kurz zu sprechen kommen.
00:17:32: Ich hatte es logischerweise auch nicht selbst meine Eltern hatten es nicht, obwohl meine Mutter zum Beispiel im Gullag war, weil sich eben dort auch aufgewachsene ist und ganz viele positive Erfahrungen gemacht hat.
00:17:42: Also ihr hätt ein sehr differenziertes Bild aber ich hab's halt eben in meiner Kindheit so erlebt, dass ich erst mal nicht begriffen habe.
00:17:51: Wieso nennen die mich Russinnen?
00:17:52: Was ist denn da überhaupt los?
00:17:55: Bis ich begriffen hab das es eben dieses Feindbild gab und der kalte Krieg und diese ganze ... Ja, dieses schwarz-weiß Denken da im vollen Gang war.
00:18:03: Das war eben noch Anfang des Siebziger der Fall.
00:18:06: So jetzt machen wir da ein Strich drunter weil wir wollten ja nicht politisch werden.
00:18:09: Wir wollen über Musik reden.
00:18:11: Und ich glaube Uwe hat früher angefangen Musik zu machen.
00:18:14: also du warst derjenige von uns drei hier in diesem Raum Am Frühsten angefangen hat Musik zu machen.
00:18:19: Wann war das?
00:18:20: Na ja, als Kind logischerweise.
00:18:23: meine Mutter und meine Eltern waren kommen aus der Klassik.
00:18:26: Meine Mutter war Opernsängerin, mein richtiger Vater ein sehr bekannter Dirigent und alle meiner späteren Stiefväter waren nicht so viele, kamen alle aus der Musik.
00:18:38: Meine gesamte Familie ist quasi musisch und da lag also nichts näher als dass ich eben auch sozusagen die Fußstaffensprünge habe mit Geige angefangen.
00:18:47: Sieben Jahren am Konservatorium in Halle Unterricht, weiß ich nicht viele Jahre.
00:18:53: Acht Jahre dann noch Privatunterricht, noch zwei drei Jahre und so.
00:18:57: Und währenddessen habe ich meine Liebe zur Rockmusik entdeckt beziehungsweise die wurde erst mal geweckt sozusagen und hat sich dann so stückweise entwickelt.
00:19:06: Ich hab dann zunächst Schlafzeug gespielt Währenddessen aber immer zur Gitarre gegriffen, weil die Guitaristen in der Schulband, in der ich war.
00:19:16: Die konnten nicht wirklich spielen und ich habe dann immer nach der Probe die Gitarren in die Hand genommen und durch die Geige war die Fingerfertigkeit schon groß und hab das relativ schnell gelernt und bin dann irgendwann umgestiegen zu Gitarrem.
00:19:29: Ganz einfach!
00:19:29: Und jetzt spielst du eine Vielzahl von Instrumenten?
00:19:32: Angefangen von Schlagzeug über Gitarregaige
00:19:34: usw.,
00:19:34: was spielte noch von Dingen, die Mandoline glaube ich auch ne?
00:19:37: Ja, also alles was Seiten hat.
00:19:38: Das Schlagzeug spiele ich nicht mehr.
00:19:40: Ich programmiere Schlagzeuge neuerdings seit vor Jahren so dass es klingt wie gespielt.
00:19:45: da kommt mir das sozusagen zu Gute, dass sich dann eben weiß wie's geht aber ich kanns nicht mehr umsetzen.
00:19:51: Also meine Instrumente sind vor allen Dingen Seiteninstrumente
00:19:55: und Julias Instrument ist die Stimme?
00:19:57: Die Stimme wobei ich habe auch einen klassischen Background das mit Blockflöte tatsächlich angefangen.
00:20:03: Richtig Musikschule auch, so ein bisschen wie er bis zu meinem vierzehnten Lebensjahr und Jugend musiziert.
00:20:08: Und diese ganzen Dinge.
00:20:09: Auch mich hat dann irgendwann mal die Pop- und Rockmusik ergriffen.
00:20:13: in dem Fall waren es bei mir die Beatles und dann wollte ich nichts mehr anders tun als das.
00:20:17: Dann habe ich angefangen zu singen.
00:20:18: Wann hat das erste Mal zu jemand gesagt man hast du eine tolle Stimme?
00:20:22: Also um acht neun vor allem meine Mutter und zwei drei Freunde.
00:20:29: mit vierzehn hab ich zum ersten Mal gesungen.
00:20:31: Und Einerung daran?
00:20:32: Ja, ja.
00:20:34: Die erste ist grauenvoll und die zweite war toll.
00:20:36: In der ersten war es eine kleine Schulband.
00:20:40: Die allergängigste Punk-Band waren, die bestanden nur aus Mädels.
00:20:42: Die hieß weder noch ... Und die Mädels hatten alle so zerrissene Strumpfhosen wie das da angesagt war.
00:20:50: Und ich stand nur da und hab auch geschrien.
00:20:53: Das war irgendwie nichts.
00:20:55: Zumindest für meine musikalischen Vorstellung, wenn man eben die Beatles liebt.
00:20:59: Und dann bin ich ein halbes Jahr später irgendwann von einem Musiker gefragt worden, ob ich mal zu einer Probe komme von einer relativ erfolgreichen regionalen Band.
00:21:08: Das waren eine Bluesband.
00:21:10: die machten deutsche eigene Texte und ich bin dahin und hab gesagt, ich kenne nur zwei Lieder... Ich kann nur ein Lied davon bietet!
00:21:17: Und wir müssen das entweder machen oder so, ich kann nichts anderes.
00:21:20: Das haben sie auch getan und danach war ich in der Band.
00:21:23: Und dann eine Woche später habe ich gleich vor achthundert Leuten mein erstes Konzert gehabt mit dieser mit dieser Bände, die sind so ausgerastet.
00:21:30: Das war in meiner Heimatstadt und ich bin darunter geschwebt von der Bühne und dachte, ey das kann ja wohl nicht wahr sein!
00:21:37: Ich glaub' ich hab so einen Ballon gehabt, die im knallrotzen Kopf gab'.
00:21:40: Ich war damals noch sehr scheu also sehr schüchtern auf der Böhne.
00:21:43: Hatte
00:21:43: du schon diese schöne Tiefe in der Stimme denn mal
00:21:44: zu?
00:21:45: Die war damals schon so, ja.
00:21:46: Krass!
00:21:47: Das ist natürlich für euch... war das natürlich perfekt, Uwe dass ihr irgendwann mal nach dem Tamare dann irgendwann verstarb und ihr dann Anna Los haltet oder Anna R. Und auf der Suche nach einer tiefen Stimme, die so ein bisschen ist wie Tamarra war das natürlich der Glücksgriff, würde ich mal sagen?
00:22:01: Das waren... Also wir haben uns... Ich erzähl mal, wie wir uns kennengelernt haben.
00:22:06: also wir kannten uns schon von nicht ganz so nah von verschiedenen Auftritten irgendwie.
00:22:11: Und irgendwann, um den Jahr zwei Tausend vierzehn hat Maschine mit dem ich seitdem auch befreundet bin und auch viel Zusammenarbeit
00:22:19: von den
00:22:19: Pudis genau hat ein Solo-Album aufgenommen.
00:22:23: und da habe ich, weil wir den befreundeten Produzenten hatten meinen Kumpel Ingo Politz der das Album produzierte für den mich damals eben alle möglichen Gitarren eingespielt hab.
00:22:33: Für etliche Produktion.
00:22:35: Und was fragte er mich?
00:22:36: Ob ich bei Maschine denn Lust nicht lust hätte auf dem Album mitzuspielen.
00:22:40: und ich gesagt natürlich klar mache ich!
00:22:42: Und Julia war als Gast eingeladen und darüber haben wir uns kennengelernt.
00:22:45: Wir haben dann Konzerte gemeinsame gemacht wohl Julia auch dabei war und ich war eh in Maschinesband.
00:22:52: Und jedenfalls ein paar Jahre später haben wir dann also nach einer neuen Stimme gesucht, nachdem Anna los raus war bei uns.
00:23:00: Da haben wir überlegt, wen könnte man eigentlich sagen?
00:23:02: Herr Julia fragt mal was liegt denn... nichts liegt näher!
00:23:07: Die passt zu uns.
00:23:08: und dann kam es zu dem Projekt wo Julia einen Part übernommen hat und den anderen Part an AR beide zusammen bisschen wie Feuer und Wasser, so unterschiedlich auch von den Stimmenfarben her.
00:23:21: Aber insgesamt super zu uns gepasst.
00:23:24: Und jetzt ist Julia alleine hier durchgeblieben.
00:23:27: Als ich natürlich ist er mir aufgefallen, auch schon über die Jahrzehnte davor ... Ich kannte das Telefon sehen aber wir kannten es nicht persönlich wirklich nur Hallo Backstage irgendwo auf einem Festival.
00:23:39: Und als ich dann bei Dieter bin da mit gegangen und war eben die Dueltpartnerin von ihm spielen hören.
00:23:46: Ich habe eine Affinität zu getan, weil ich das Instrument aus der Leber da hörte und dann natürlich auch mein Gott!
00:23:52: Das ist ein Weltgitarre.
00:23:54: Der hat einfach Weltniveau und hab mich umso mehr gefreut als er mich dann anrief irgendwann mal zwei in achtzehn glaube ich war es schon oder neunzehntausend
00:24:03: achtzehnte
00:24:04: hat er mich angerufen wo ich mich gerade befinden würde ob ich denn mal Lust hätte zum Grillen zu kommen zu dem Haus wo Silly ihr Studio hat nämlich einen Nüntenhofer Und ich hab gar nicht geschnallt, dass er auf Lautsprecher hatte und hinten Jackie und Uwe saßen.
00:24:19: Und zuhörten.
00:24:21: Jackie und Richie?
00:24:22: Jackie und Ritchie genau!
00:24:23: Und ich gerade irgendwie von Hamburg auf den Weg nach Berlin war.
00:24:26: es war ein reiner Zufall.
00:24:27: Ich sagte ja, ich komm vorbei.
00:24:28: Ja dann saßen sie da mit Familie und Hunden... ...und ich hätte nicht damit gerechnet, das sich da gefragt werde weil ich habe ja natürlich vorausgesetzt, dass Anna los die Sängerin ist.
00:24:40: Wer hat dich gekriegt, das Grillen oder die
00:24:41: Hunde?!
00:24:43: Uwe!
00:24:44: Glaubt die Musik?
00:24:45: Die
00:24:45: Musik und diese Band.
00:24:47: Die Menschen, also Uwe vor allen Dingen ... Wir kannten uns da schon besser, etwas besser durch die Turnäen ungefähr zwei Jahre oder so.
00:24:54: Und ich hab ihn total gemacht.
00:24:55: Ich fühlte mich superwohl!
00:24:56: Ich habe musikalisch verstanden was er tut.
00:24:59: Und dann haben wir uns glaube ich kurz vorher bei einem Konzert gesehen, dass ihr zu dritt gekommen habt, mich besucht, was ich total ehrenvoll fand aber immer noch nicht geschneit hat, was sie dabei absichtigen Jackie und Richie, total zauberhaft.
00:25:13: Und so ist es auch geblieben.
00:25:15: Sind sie auch?
00:25:16: Sind sehr!
00:25:16: Sie sind ja auch im Laufe ihrer Karriere immer mal wieder bei mir aufgetaucht obwohl sie sich schlecht daran erinnern weil sie einfach Millionen Promenauftritte hatten.
00:25:22: das deshalb aber mein ehemaliger Chef und Entdecker Jürgen Karnei hat euch ja auch öfter am Wickel gehabt.
00:25:28: also mit dem habt ihr viel zu tun und ich war hier immer in seinem Kometenschweif unterwegs.
00:25:31: Deshalb ihr seid immer aufgetauscht du als mein erstes Rockkonzert überhaupt über Sternmeißen über Silly und so und Du hast ja auch zwischendurch andere Sachen gemacht als immer ein bisschen Hassel hatte sozusagen, dann hast du ja auch selbst Dinge gemacht, Solo-Projekte.
00:25:45: Irgendwas produziert das macht es ja immer noch.
00:25:47: Das habe ich viele Jahre eigentlich mehr im Background gemacht.
00:25:50: Das hat gerade keiner mitgekriegt.
00:25:52: Ich hab auf etlichen Platten gespielt.
00:25:54: Ich weiß selber nicht mehr wie die hießen alle aber es war wirklich sehr viel und ich habe das irgendwann zurückgefahren weil ich irgendwann das Gefühl hatte dass sich überhaupt nicht mehr weiß was mir selbst eigentlich gefällt an Musik irgendwie dachte menschlich hast du doch gestern schon gespielt.
00:26:10: am nächsten und übernächsten kam sowas ähnliches wieder.
00:26:13: also viel für DSDS, also diese Produktion die dann sozusagen dann folgten.
00:26:18: Und das habe ich so ein bisschen zurückgefahren und hab da nur noch Sachen gemacht.
00:26:23: Spaß machten, zum Beispiel dieses Maschinenalbum.
00:26:26: Hat mich total interessiert weil mich dieser Typ auch interessiert hat.
00:26:29: Ja
00:26:29: Maschine ist cool!
00:26:30: Maschine kommt ja auch regelmäßig vorbei.
00:26:32: wir reden immer über aktuellen Stuff sozusagen und ich habe mich darüber gefreut dass ihr zusammen irgendwann auf irgendwelchen Bühnen seid und das war ja ganz klein gedacht.
00:26:40: jetzt es ist riesig groß geworden.
00:26:41: das Ding ne?
00:26:42: Das ist ziemlich groß geworden mit weiß nicht wie viele Jahre inzwischen wir unterwegs sind.
00:26:46: Wir haben tatsächlich die Band dann eingedampft das heißt die Band sind wir nur noch zu zweit Und ich bediene alle möglichen Geräte.
00:26:55: Alle!
00:26:56: Und Seiten und Rhythmus auch übrigens.
00:26:59: Bassdrum?
00:27:00: Genau, und er zwingt mich immer zum Singen.
00:27:02: Wir haben vor ein paar Tagen gespielt, deswegen bin ich ein bisschen heiser.
00:27:05: Das ist
00:27:05: nicht schlimm.
00:27:06: Wobei du das gut machst finde
00:27:07: ich.
00:27:08: Meine Stimme ist noch ein bisschen mitgenommen.
00:27:11: Ich muss ja eben etliche zweite Stimmen singen die auch teilweise so utopisch hoch sind aber es macht total Spaß und dieses Projekt läuft nach wie vor Jetzt nicht mehr ganz so intensiv.
00:27:22: in den letzten Jahren.
00:27:23: Wir haben, weiß ich, hundertfünfzig Auftritte gemacht.
00:27:25: Es war wirklich viel und es war ein Kleingedacht im kleinen Theatern.
00:27:29: Und inzwischen sind es im Durchschnitt zwischen sechs und sechshunderte und tausend Leute die da hinkommen.
00:27:37: Wir waren gerade in Zollenroda und das ist immer wieder toll zu erleben.
00:27:41: Das funktioniert!
00:27:43: Also größte war mal eine Teilmitwirkung in der Bullheide.
00:27:47: In der Ausverkauf.
00:27:49: Zu zweit live.
00:27:50: Wir haben live gespielt, die haben alle Play weggemacht und wir haben live geschwriert.
00:27:55: Das sind so die Vollbuttmusiker.
00:27:56: Du hast ja schließlich auch mal eine musikalische Ausbildung genossen das heißt du kannst ja singen.
00:28:00: Die meisten identifizieren sich immer als den Multi-Instrumentalisten.
00:28:03: aber denke ich hier hast du noch ne schöne Stimme?
00:28:05: Naja, nee nicht wirklich.
00:28:06: Ja du machst es gut.
00:28:07: Ich bin dabei, das ist irgendwie bei Werk Meine Instrumente sind schon... Aber du
00:28:12: sagst auch, dass Geige eher bei Werke ist.
00:28:14: Und das kann ich überhaupt nicht nachvollziehen?
00:28:15: Geige
00:28:16: is für mich ein Hassliebe!
00:28:18: Genau!
00:28:19: Ich mochte das als Kind nicht, diese Tüden üben und so.
00:28:22: Das hat es mir wirklich ein bisschen...
00:28:23: Also spät ganz toll.
00:28:24: Ja grault aber das begleitet mich des Instrumentes bis heute.
00:28:28: Ich finde
00:28:28: das toll, dass Du die Geige spielst weil das passt wirklich zu Dir und man identifiziert das sofort mit Dir die Geigen.
00:28:35: Dein Instrument ist ja nur diese gigantische Stimmrange.
00:28:38: Ich weiß nicht, drei oder dreieinhalb Oktaven.
00:28:42: Die gefühlt sind es manchmal sogar vier- oder vierzehnfünf.
00:28:44: Ich habe auch schon Zeiten gehabt da war ich so dermaßen fit dass sich der oben in die Falsett ganz hoch gekommen bin.
00:28:50: Da lag ich bei vieren halb.
00:28:51: Ich glaube im Moment wäre das etwas ist müsste ich dann erst mal üben sehr lange üben aber ja die Range ist schon ganz groß.
00:28:58: Das ist
00:28:59: Champions
00:29:00: League.
00:29:01: definitiv dafür muss man viel viel viel für üben.
00:29:05: Tatsächlich habe ich das gar nicht so getan.
00:29:07: Das mache jetzt mehr, je älter ich werde weil man natürlich die Stimme auch pflegen muss und das wird mit den Jahren immer wichtiger.
00:29:15: und da ich angefangen hab und zu der Zeit irgendwie Leistungssportlerin war also wirklich athletisch vom ganzen Körperbau her und auf meine Muskulatur sehr stark ausgeprägt war, habe ich da eigentlich einen leichten Einstieg gehabt gerade was so die Techniken und die Artentechnik betrifft.
00:29:32: Und das andere ist, glaube ich einfach Anatomie.
00:29:34: Da hat man entweder Glück oder nicht.
00:29:36: der HNO sagt zu mir Ich hatte sehr kräftige Stimmbänder Das sind ja ganz kleine Stimumbänder Die sind ja höchstens so groß wie ein Cent-Stück Aber die werden sehr kreftig.
00:29:46: und es ist Anatomie Das ist
00:29:47: die Muskulatur des Stimmbändern?
00:29:48: Ja, Muskulatur
00:29:49: genau!
00:29:50: Da muss man einfach Gott danken dafür dass man... mit etwas Gesegnet wird von der Natur.
00:29:55: Und wir danken auch dafür, dass wir das genießen dürfen!
00:29:57: Das ist doch schön, dass du jetzt die Vorn-Vorfahrenste, die wissen ja... Ich habe dir vorhin meine Alben rübergereicht, meine alten aus der Sammlung und hab sie mir von euch ja signieren lassen damit die also ein bisschen wertvoller sind noch wertvoll als ihr schon ohnehin schon sind weil die sind ja nicht in so großer Stückzahl erschienen damals bei Amir.
00:30:10: da gibt's ja gar nicht so viel davon.
00:30:12: Uwe weißt das wahrscheinlich wieviel es davon gibt oder?
00:30:14: Naja am Ende hatte ich Die gibt's ja weder zum Teil.
00:30:18: Aber ich meine die Originalen, es geht hier um die Originale.
00:30:21: Ja, ich weiß nicht... Ich weiß nur das ist von dem Februar Album.
00:30:25: Das ist das erste was sich damals mit produziert, dass da ungefähr um die hunderttausend Stück auf Anhieb sozusagen verkauft wurden.
00:30:31: Ich glaube Patalion D'Amour war das erfolgreichste Album im Osten Nur noch über Trumpft.
00:30:38: vom Album Comeback-Album glaub ich Äh, mit ... mit Analos von alles Rot.
00:30:44: Da war ich in den Jahr zwei Tausendzehn, ne?
00:30:46: Ich hab' mich allerdings alle als CD.
00:30:47: Ich habe ja nur die Vinyldinger mitgebracht erst mal kurz rein in meinen Plattenschrank.
00:30:50: Ich hab', ja eine große Sammlung.
00:30:52: was sie aber sagen wollte das ist da.
00:30:53: du bist so bescheiden weißt du?
00:30:54: Julia kann nicht dann darauf überhaupt unterschreiben natürlich.
00:30:57: Na ja, da hörst du eher Tamara drauf.
00:30:59: Ja, aber jetzt höre ich ja dich Du hast es ja übernommen!
00:31:02: Du wirst ja quasi die Erben dessen,
00:31:03: ne?!
00:31:04: So empfinde ich das gar nicht.
00:31:05: Ich bin...ich bin dazugekommen Und diese Band hat schon vierzig Jahre hinter sich und hat einen so langen Weg, ist auch geprägt von Tamara.
00:31:15: Ich empfinde mich als ein Greenhorn!
00:31:17: Ja ich bin ja sieben Jahre dabei, weißt du bei so einer langen Geschichte denke ich immer hey, ich tue mein Bestes, ich hoffe die Leute haben Spaß und kann das transportieren und ich bin immer sehr happy.
00:31:29: Ich denk da immer von Tag zu Tag und von Monat zu Monat wenn wir Konzerte haben wo dann Leute zu mir kommen sagen ey bleibt dabei.
00:31:36: Also wenn ein Fan zu mir sagt, ich trete ein gutes würdiges Erbe an in einem Film, ich mach das gut bin ich schon
00:31:43: glücklich.".
00:31:44: Der Peter Maffay hat über dich gesagt unsere beste deutsche Sängerin.
00:31:47: Das hat er vor vielen Jahren schon gesagt und du machst ja mit Peter Maffe auch eine ganze Menge aber es hat ja einen Grund dass Du die Songs von Tamara singst.
00:31:54: hast Du eigentlich schon vorher mal bevor du zwei tausend neunzehn zur Band gewechselt bist Dich mit silly Musik beschäftigt?
00:32:01: Ich gebe es ganz offen zu.
00:32:03: Ich war natürlich mit meiner Karriere so stark beschäftigt, dass ich im Grunde immer nur quer reingehört habe.
00:32:09: Also das was man unter Kollegen einfach macht.
00:32:10: Man kriegt mit wer treibt, wer macht gales Zeug?
00:32:14: Wer ist innovativ?
00:32:15: Wer is
00:32:15: kreativ?".
00:32:16: Und zur Zeit der DDR war es wirklich so.
00:32:19: da war auch sowas ähnliches wie eine mentale Mauer weil wir kamen nicht leicht an das Material heran und das was dann im Westen gespielt wurde, das kannte man natürlich zusammenfiel und man eben die Kollegen erst mal kennengelernt hat, hat es erstmal ein bisschen gedauert.
00:32:35: So ging es mir!
00:32:36: Und irgendwann mit Analoos habe ich dann existenziell mitbekommen, boah da gehts weiter... ...und fand das auch ziemlich geil muss ich sagen, aber auch als Allererstes, als ich mit der Band im Proberaum stand gesagt habe, ich möchte bitte alles rot singen.
00:32:49: Bitte, bitte, bitte!
00:32:50: Das möchte ich gerne machen.
00:32:51: Eine so geile Nummer.
00:32:54: Deswegen muss ich zu meiner Schande gestehen.
00:32:55: Ich habe Silly tatsächlich erst im Nachgang wirklich richtig entdeckt und lieben gelernt, fand sie aber damals geil!
00:33:03: Ich fand Tamara geil.
00:33:05: Man hört von Kollege zu Kollegen die Frau war richtig großartig sehr charismatisch tolle Stimme und fand auch die Texte spannend.
00:33:15: Aber so eingetaucht, wie man das möglicherweise getan hat als Kollege in der DDR.
00:33:20: Wo jeder mit dem ich zu tun hatte, mir sofort von Ziele erzählt hat... Ich hatte auch eine Zeit lang auch in der Band Musiker die in der DR aufgewachsen sind alle.
00:33:30: Alle haben es zu mir gesagt hier ganz wichtige Leitplanke musikalisch gesehen Silly ja alle Mir war das bewusst aber ich selbst habe das erst im Nachgang getan und eben erst dann zur Band hinzukommen und wir diese Analog Tournee gemacht haben.
00:33:45: Und die Analog-Tour war ja das verrückteste Konzept, dass ich hier erlebt habe.
00:33:50: aber geil!
00:33:51: Wir hatten zehn Städte und zehn Alben zu lernen.
00:33:55: Wir haben quasi zehn Konzerte gemacht in zehn ausgesuchten Städten und jedes unserer Alben wurde einer Stadt gewidmet.
00:34:03: Das heißt, wir haben ein Großteil des Albums in dieser Stadt gespielt – in der nächsten Stadt ... ein Großteil eines anderen Albums.
00:34:10: Also das waren insgesamt, weiß ich nicht, ein Repertoire von ...
00:34:14: Unfassbar viele Songs.
00:34:15: Da gab
00:34:15: es so einen Rahmenprogramm was in jeder Stadt stattgefunden hat bei jedem Konzert quasi aber so ein spezieller Teil wurde immer von einem Album genommen
00:34:25: und das haben wir so in drei Monaten gemacht.
00:34:27: also da bin ich wirklich eingetaucht und erst da habe ich begriffen was diese Band bedeutet.
00:34:33: Wir haben drei Monate ungefähr geprobt für zehn Konzerte
00:34:38: Aber es hat sich gelohnt.
00:34:39: Überleg mal, was da los war und du hast entdeckt wie schön diese Songs sind die Jungs für dich geschrieben haben.
00:34:46: quasi ja also Sie haben sie eigentlich für eine andere Sängerin geschrieben, aber du kannst die sofort eins zu eins übernehmen und sagst genau also das als ob sie sie für mich geschrieben haben.
00:34:54: Ja was ich halt toll fand war dass sie nicht von mir erwartet haben, dass es klingen muss wie bei Tamara selbst wenn eventuell jemand meint wir hätten ähnliche Sounds von den Stimmen her.
00:35:03: Habt ihr auch?
00:35:04: Es ist nicht erwartet worden sondern es war von vornherein klar davon bin ich einfach viel automatisch ausgegangen dass man schaut ob ich eben daraus meinen eigenen Stiefel machen kann.
00:35:14: genauso habe ich's auch gemacht Und ich bin ohne Angst daran gegangen, dass sich verglichen werde oder so.
00:35:20: Das ist der Vorteil einer Künstlerin, die eben im Wasten aufgewachsen ist und nicht in der DDR, weil ich sie erst im Nachgang erlebt habe und im Nachgang entdeckt.
00:35:30: Und das hat mir gut getan.
00:35:31: Ich glaube sonst hätte ich ... wäre ich sehr nervös gewesen bei jedem Lied, dass ich mir da reingeknallt hatte.
00:35:37: Was der liebe Uwe ja nicht weiß?
00:35:40: Ich war bei Rock für den Frieden.
00:35:42: im Palastzerbublik Unterstand ich da irgendwie an der Seite und dann seid ihr ganz dicht am hier vorbei gelaufen.
00:35:49: Und ich, also Tamara lief ungefähr so ein halben Meter an mir vorbei und ich habe so ihren Duft mitgenommen.
00:35:56: Toll, und dann hab ich ... Das war für mich ein Thema.
00:35:59: Ich habe den anderen Menschen erzählt rund Tamara.
00:36:02: Danz ist an mir vorbeigelaufen, die war ganz dicht!
00:36:04: Ich hätte sie quasi anfassen können.
00:36:06: Es war unfassbar, weil es war wirklich ... hatte diesen Fanmoment damals?
00:36:09: Ja,
00:36:09: ich kann dir auch sagen, diese Duft war wirklich betörend.
00:36:12: also das ging uns genauso.
00:36:14: Na dir
00:36:15: speziell gings
00:36:16: genau so, ne?
00:36:17: Aber ich weiß auch was es war.
00:36:19: Ich kann's dir erklären.
00:36:20: Und zwar hat sie einen Laden entdeckt der orientalische Duftöle hatte.
00:36:26: So ein winziger Laden in West-Berlin mit so kleinen Fläschchen von, weiß ich nicht, Opium, Patiuli alles mögliche was man sich vorstellen kann und sie hat sich dort selbst.
00:36:39: also er hat sich verschiedene Öle gekauft und probiert und dann sozusagen eine Mischung.
00:36:44: der Hauptanteil war Patiuly und Opium.
00:36:48: Er hat sich das selbst, das war wirklich ein reines Öl.
00:36:52: ganz wenig weil es war so intensiv Brauchte man nur ganz wenig und das hat sozusagen Stunden nachgewirkt.
00:36:59: Wir waren schon weg, dann war immer noch der Duft da.
00:37:02: Stimmt!
00:37:03: Ich war schon weg.
00:37:04: ich war immer verliebt und dachte Mann... Also es war wirklich so ein richtiger Rockstar.
00:37:10: Die ganze Band hat irgendwann so gerochen.
00:37:13: Sie nahmen dieses kleine Fläschchen und machte ihnen irgendwie so was rein.
00:37:17: Das roch quasi von der Bühne schon runter.
00:37:20: Die best
00:37:20: duften Band der Welt, silly!
00:37:23: Mit den schönsten Frisuren...
00:37:25: Die Frisur haben übrigens alle Mädels damals in eine DDR versucht zu kopieren mit Zuckerwasser weiß ich noch und die haben die Haare blond gefärbt und dann hochtopiert und so.
00:37:34: also
00:37:34: das war die Tamaradans-Frisur
00:37:36: Genau und Zuckerwasser funktionierte aber nicht
00:37:39: Was ging?
00:37:40: Es ging nur eins.
00:37:41: Das hat Damar auch für sich rausgefunden.
00:37:43: zunächst, also das Tupieren war schon mal wichtig.
00:37:45: dann gab es im Osten ein Trockenchampu, das nannte sich Drop.
00:37:50: Das gab's in so den gelben Büchsen ganz furchtbares Zeug.
00:37:53: Das
00:37:53: musste dann quasi die Haare mussten damit eingestaubt werden und dann gab's einen Haarspray.
00:38:00: da hat sie alles probiert und eins hat sich als brauchbar erwiesen.
00:38:03: dass hieß Club-Haarsprays mit einer Orangenen Kappe oben drauf.
00:38:08: Wir haben das quasi.
00:38:11: Ja, wir haben das tatsächlich in irgendeiner Drogerie.
00:38:13: sechs Stück nehme ich mit und dann wurde das quasi alles eingesprüht und es hielt.
00:38:20: Es hielt also da konnte auch mal ein bisschen regnen.
00:38:23: das war nicht schlimm danach wieder zurechtgezupft und das Hielt.
00:38:26: Das war quasi eine Haarhelm
00:38:28: und alle drei Wochen mal waschen
00:38:30: unglaublich.
00:38:31: das sieht über Nacht
00:38:32: Ja, das riecht übernacht.
00:38:33: Bis morgens aufgestanden hast du eine Mähne gehabt.
00:38:35: Das ist unglaublich!
00:38:38: Dieser
00:38:39: Uwe war ja lange mit ihr liert.
00:38:41: Ich hatte genau die gleiche Frisur.
00:38:43: So sah es genauso aus als die gleichen...
00:38:46: Hattest Du auch Drop in den Haaren?
00:38:47: Genau!
00:38:50: Wollen wir uns mal gegenseitig die Haare
00:38:52: machen?!
00:38:52: Ja bitte!
00:38:55: Wir wollen mehr über Eure Rituale hören.
00:38:57: Erzähle!
00:38:58: Ja, was soll ich denn jetzt noch sagen?
00:38:59: Also das mit den Haaren ist jetzt abgegessen.
00:39:04: Aber dass wir dem Parfum hab' ich auch schon mitbekommen.
00:39:07: Die durften
00:39:07: aber immer noch gut.
00:39:09: Immer noch gut!
00:39:11: Man hat das tatsächlich...
00:39:12: Hat man die best
00:39:13: angezogenste Beine
00:39:14: des
00:39:14: schicksten
00:39:15: Männern?
00:39:15: Wir haben tatsächlich überlegt, meine Zeit lang, ob wir diesen Duft nicht nur auf der Bühne versprühen sozusagen.
00:39:21: Sondern
00:39:21: rausbringen?
00:39:22: Nein, ob ihr das mit dem Nebel, den Bühnen-Nebel verdampfen.
00:39:26: Aber das Zeug war damals so ekelhaft.
00:39:28: Das hat alleine so einen Gestank gehabt, so ein Parafingeruch.
00:39:31: Das war natürlich auch aus Parafinen ... Das hat nicht funktioniert!
00:39:36: Aber weißt du, was man machen könnte in Merchandising?
00:39:38: Also ich fände sowas als Parfum.
00:39:40: Das ist eine gute Idee!
00:39:41: Echt spannend.
00:39:41: Silly-Duft.
00:39:42: Muss ich ehrlich... Es gibt ja Leute die stellen Parfums her und dann stellen
00:39:47: sie's.
00:39:47: Das
00:39:47: kann man selber machen.
00:39:48: Ja das
00:39:49: muss man nur die richtigen Öle finden.
00:39:51: Genau.
00:39:51: Müsst ihr in eurer Erinnerung kramen oder so?
00:39:54: Ich weiß noch wie das roch wird man nicht mehr los.
00:39:57: Weißt du was wir machen?
00:39:58: Wir gehen mal nach Berlin in so einen Ölladen.
00:40:00: So ein Indischen.
00:40:02: Und da kannst du alles abschnuppern und dann muss man mal kombinieren.
00:40:06: Das
00:40:06: können wir mal machen.
00:40:06: Aber
00:40:06: erst wenn ihr fertig seid, erst war noch ein bisschen
00:40:08: was zu erzählen.
00:40:09: Silly the new fragrance!
00:40:14: Aber ich finde das geil von der Idee, jetzt muss ich ehrlich sagen... Ja absolut,
00:40:16: ist das schön ne?
00:40:17: Und dieser Duft ist mir in Erinnerung geblieben, stell dir das bitte vor.
00:40:19: ja Also ich hatte meine Fanmomente mit euch und dann habt ihr auch bei diesem Konzert gespielt.
00:40:23: du hast damals Ich glaube du hast damit sogar mit Maschine gespielt Bei Rock für den Frieden.
00:40:27: kann es sein?
00:40:28: Habt ihr mit dem Pudis irgendwas gemacht zusammen?
00:40:29: Eigentlich selten.
00:40:31: Es gab immer so eine... Platte des Jahres, Musiker des Jahres und sowas wurde da gewählt.
00:40:37: Und dann gab's danach so eine All-Star Band.
00:40:39: Da hab ich auch das erste Mal mit Tamara auf der Bühne gestanden.
00:40:43: Die haben dann zwei drei Songs gespielt.
00:40:46: Also sie war Sängerin des Jahres hatte das fast abonniert und ich war ab und zu abwechselt.
00:40:52: mit Jürgen Ehle von Panko War ich dann manchmal Gitarist des Jahres sozusagen
00:40:57: Mehrfach sogar?
00:40:58: Mehrfach ja!
00:40:58: Dann hat man auf der bühne zusammengespielt.
00:41:01: So ne All Star Band quasi.
00:41:03: Wenn ich dir eine Frage stelle, darfst du sie nicht beantworten.
00:41:06: Ich würde mich freuen, wenn du sie verantwortest, weil dein Kumpel und Bandmitglied Richie vorher mit Tamara zusammenhattet ihr deshalb irgendwann mal Stress oder war das ... War dir da fein mit nachdem du sie dann quasi übernommen
00:41:17: hast?
00:41:18: Na ja, das sagt sich so übernommend.
00:41:22: Meistens ist es ja so, dass die Beziehungen schon nicht mehr ganz zu funktionieren wie sie waren oder vielleicht auch beendet waren.
00:41:29: Und ich war dann quasi der ... der sich in Tamare verliebt hatte und sie sich in mich.
00:41:34: Das ist schön, ihr hattet auch eine wunderbare Zeit zusammen?
00:41:37: Und das war nicht einfach.
00:41:39: die ersten Jahre natürlich weil die Band sollte nicht auch noch da unterleiten.
00:41:42: Die sollte nicht auseinanderfallen oder so.
00:41:44: Das war ober des Gebot im Prinzip auch bei Tamare.
00:41:48: Das waren aber trotzdem nicht leichter Jahre vor allen Dingen für Ritschi.
00:41:51: Kann ich mir vorstellen... Als ich jetzt muss ich mal von mir aussagen Ich habe davon ja nichts gewusst wieso vieles?
00:41:59: Und irgendwann mal, wenn man dann im Turbus sitzt, dann fällt die eine Geschichte und die andere Anekdote.
00:42:04: Auf einmal fällt genau das.
00:42:07: Ich sagte zu beidem ... ich hab beide so angeguckt.
00:42:09: Das ist nicht euer Ernst!
00:42:11: Ihr habt euch nicht gegenseitig erschlagen, seid nicht irgendwie aufs Feld und habt im Morgens um fünf die Pistolen aufeinandergehalten?
00:42:20: Die haben das durchgehalten.
00:42:22: Also, ich glaube, so ne Situation ist extrem schwer.
00:42:25: Wirklich extrem schwer,
00:42:26: da bin ich mal... Jetzt haben Sie auch eine gefragt deshalb
00:42:28: kurz fast umgefallen, weil ich dachte... Ich weiß wie es in Bands aussieht.
00:42:31: Ich weiß wenn da beziehungsmäßig was ist.
00:42:34: das muss man schaffen.
00:42:35: also da sind beide gerade Richie genau aber auch alle alle involvierten dass muss man aushalten und viele Bands zerbrechen an sowas.
00:42:45: Das ist schon mal ein unglaubliche Stärke
00:42:48: die diese
00:42:49: Band zeigt war
00:42:51: im Denken so Prämisse, dass die Band und das gemeinsame Projekt ... Die Musik, die wir machen über allem steht.
00:43:00: Ja?
00:43:01: Dass das die erste Geige spielt oder nicht?
00:43:04: beziehungskram.
00:43:05: Und so was ich leicht sagt.
00:43:08: Wenn es der Fall eintritt dann ist es dann doch schwieriger als man vielleicht selber sich zugeben wollte.
00:43:14: aber ja, es hat funktioniert.
00:43:17: Also eine Band wie ihr, die zum einen Tamara verlor?
00:43:20: Du hast eine falsche Formulierung!
00:43:22: Eine Band wie wir
00:43:23: Ja, eine Band wie wir.
00:43:25: Ich unterscheide im Kopf immer noch ein bisschen ... Weil es gibt Silly zum Beispiel als GBR und die besteht aus Uwe Ritchie und Jackie.
00:43:33: Und dann gibt das Silly, da gehöre ich dazu Die eben die Stimme und als Sängerin dazugestoßen ist.
00:43:40: und deswegen manchmal denke ich Okay wenn ich jetzt zb über die Zeit rede Dann isst das Sily Wie damals mit Tamara Und ich hab wirklich ganz großen Respekt und große Achtung vor allem Drei von Jackie, Uwe und Ritchie, dass sie das geschafft haben.
00:43:56: Diese ganzen schweren Tiefschläge ob es jetzt auch diese Sache mit der Beziehung ist wirklich brutal für alle Involvierten aber auch Tamaras Verlust und dann eben auch nochmal diesen Wechsel von Analoos.
00:44:08: Ihr hattet noch mehr Todesfälle?
00:44:10: Ja
00:44:11: ich wollte gerade sagen also im Prinzip ist es so wir haben als Band ja wirklich viele Leben.
00:44:19: offensichtlich Es gab mehr als genügend Gründe, das nicht weitergehen zu lassen.
00:44:25: Genau.
00:44:25: Aber es gab auch genauso viele Gründe wenigstens S-Weiterleben zu lassen also die Verantwortung vor der eigenen Vergangenheit.
00:44:33: was wir erlebt haben mit der Tamara diese Krankheitsgeschichte war wirklich heftig.
00:44:38: Also in relativ jungen Jahren hat uns das erwischt.
00:44:41: ich war Anfang dreißig, Anfang Mitte Dreißig und sie ist ja dann mit dreiundvierzig gestorben.
00:44:46: Das war harter Towak weil wir haben alles unter uns.
00:44:51: Sie wollte keine Pflegedienste oder irgend so was, sie wollte keine fremde Leute haben.
00:44:55: Wir haben sie gepflegt und das war schon eine Lebenserfahrung ja?
00:45:02: Und es hat einfach wenn man sowas übersteht auch als Band wir haben ja viele Jahre gebraucht um die Band überhaupt weiterzumachen, wir haben gedacht dass können wir keinem aufladen dieses Päckchen weil sie wurde nach ihrem Tod zum Mythos fast.
00:45:18: Und wenn man sowas übersteht und dann weiter macht, sind die Einschläge, die dann kommen.
00:45:23: Trennungen von Sängerinnen oder so.
00:45:26: Die sind eigentlich nicht mehr so schlimm.
00:45:30: Dann hat es Grund sozusagen, dass die Event weiter gegangen ist... ...und dann lohnt es sich das weiter fortzuführen solange man Spaß dran hat.
00:45:38: Uwe wir haben in drei Jahren ja ein großes Jubiläum.
00:45:40: Das fuffzigste Bandjubiläums.
00:45:42: Wahnsinn!
00:45:43: Also wir werden uns spätestens in drei Jahre noch wieder treffen.
00:45:46: In zwei, das ist schon.
00:45:47: Ihr seid jetzt, gesagt, in siebenundvierzig seid ihr ... Genau.
00:45:51: Wahnsinn!
00:45:52: Also in zwei Jahren treffen wir uns wieder hier und werden dann gucken was in den zwei Jahren passiert ist.
00:45:56: weil also in einem Musikerleben von euch beiden passiert ja so viel mehr als im normalen Leben.
00:46:01: das ist ja unfassbar mit welchen Tempo ihr auf der Überholspur unterwegs seid.
00:46:05: da werden Songs geschrieben, da werden Konzerte geplant Da wird geprobt, da fahrt ihr mal kurz zum Radiointerview.
00:46:10: er hat ja einen vollen Terminkalender.
00:46:13: Naja,
00:46:14: jeder Mensch, der irgendwas macht und was er mit Liebe macht.
00:46:17: Der hat einen vollen Terminkalender... Ich auch,
00:46:20: ja!
00:46:20: Ja, siehst du?
00:46:21: Jetzt
00:46:22: soll
00:46:22: es bei uns anders sein, ich meine.
00:46:24: Ist auch nur im Beruf
00:46:25: manchmal.
00:46:25: Das Reisen
00:46:26: ist natürlich ein bisschen anders als beim Menschen die in meinen gleichen Orten in den Büro gehen oder so.
00:46:31: Und dadurch haben wir Leben hier natürlich total Geile und viele Sachen weil wir eben immer quer durch Deutschland drauf und runter fahren und auch diese Tournähen.
00:46:39: Ich finde das schon etwas Besonderes gerade die kreativen Leute einfach prägt, diese Möglichkeit mit ganz vielen Menschen in Kontakt zu treten und auch solche tollen Erlebnisse zusammen.
00:46:51: Das ist schon ein Glück dass wir solche Momente haben dürfen als Musiker.
00:46:56: Du bist ja Uwe also viel mit Maschinen unterwegs und im Studio und produziert irgendwelche Dinge wie es bei dir läuft.
00:47:01: dann deine Parallelkarriere zu Sully?
00:47:05: Was machst du da?
00:47:06: Vor ein paar Jahren habe ich mein letztes Solo-Album veröffentlicht, das war mein zehntes.
00:47:10: Das ist es schönerweise auch mitten im Lockdown tatsächlich auf Platz zwölf in die Charts gegangen und das hat mich tierisch gefreut weil ich dazwischen sehr lange kein neues Album gemacht hab.
00:47:21: Und ich habe die letzten Jahre doch recht viel mit Cilly auch live gemacht und habe in der Zwischenzeit im Background immer wieder mal Songs gemacht und Songs Demos aufgenommen.
00:47:33: Und jetzt in diesem Jahr wird ein neues Album entstehen.
00:47:35: Besser gesagt, es ist eigentlich schon da sind die Songs sind da und es wird im Studio aufgenommen und zu viel verraten kann ich dann nicht.
00:47:42: aber das ist ein größeres Projekt Es ist kein reines Studioalbum.
00:47:46: Okay, aber lasst uns doch schon mal ein bisschen reinschnucken.
00:47:48: wir sind so neu also Ich bin so neugierig.
00:47:50: weiß wenn du schon hier bist
00:47:52: ja
00:47:53: was darfste schon sagen Ohne dass es Ärger
00:47:55: gibt.
00:47:56: Nein, ich darf eigentlich dazu noch nicht viel sagen aber das ist ein größeres Projekt und im Üben wird auch Silly dabei sein.
00:48:00: Ach guck an!
00:48:01: Er.
00:48:02: darf denn der Uwe Hasbecker aus seiner Position dazu
00:48:04: etwas sagen?
00:48:05: Der Uwe hasbecker kann sagen was er für richtig hält.
00:48:09: Aber das ist tatsächlich ja... Das ist bevor Silly weiter macht mit ihrem groß-groß-großen Projekt.
00:48:17: also ich schieb das jetzt so zwischen rein sozusagen.
00:48:20: Wir arbeiten natürlich auch an neuen Sachen.
00:48:23: Genau
00:48:24: Natürlich ist das gar nicht, aber wir arbeiten an neuen Sachen für dieses Jubiläum und auch für unsere Zukunft.
00:48:33: Aber das sind alles noch ungelegte
00:48:36: Eier.
00:48:37: Wie
00:48:37: weit dürfen wir schon reinblicken?
00:48:39: Arbeitet ihr an einem neuen Album wo die Fünfzig drauf steht?
00:48:43: Na ja, wir arbeiten an neuen Songs.
00:48:44: und ob das ein Album wird.
00:48:46: Weißt du was macht man heutzutage mit Alben?
00:48:48: CDs gibt's nicht mehr oder es gibt keine CD-Player mehr.
00:48:51: irgendwie eigentlich macht man ja meistens nur noch Songs.
00:48:54: Und wenn man genügend gute Songs hat dann lohnt es sich einen Album zu machen.
00:48:59: Also so ein Konzeptalbum zum Fünfzigsten wäre natürlich eine schöne Sache.
00:49:01: Das
00:49:02: könnte auch sein dass das wird.
00:49:04: Ich hab
00:49:04: ein Projektalbum.
00:49:06: Ja
00:49:07: wirklich ein Projekt Album.
00:49:08: Ich finde das so traurig.
00:49:09: Ich habe ja regelmäßig Künstler hier, die mir sagen man kann heutzutage erstens mit Musik kein Geld mehr verdienen weil das mit Spotify diese Null Komma Null drei in drei Center pro Play oder sowas wo du vier Jahre ein Song spielen musst damit du mal hunderte auf dem konto hast.
00:49:23: also das geht gar nicht.
00:49:25: Deshalb habe ich Spotify auch komplett abgewählt.
00:49:27: Also zumindest für Musik.
00:49:29: Bin ich raus?
00:49:30: Kann nicht, weil die Künstler, die bei mir sind, die müssen von irgendwas leben können und wenn wir gute Musik haben wollen brauchen wir Künstlern, die dafür bezahlen werden dass sie Musik machen.
00:49:37: Punkt!
00:49:38: So ist so.
00:49:39: ne Und ansonsten kann ich nur sagen, ich bin ein großer Fan von haptischen Tonträgern.
00:49:43: Ich habe eine riesige Sammlung.
00:49:44: die sagen alle ja du als Dinosaurier mit deinen CDs braucht keine Sau!
00:49:48: Ich finde das so schön.
00:49:49: weißt Du, CD-Rigale da gehst Du vorbei und sag guck mal hier das ist meine Kollektion der Band.
00:49:54: Das ist alles was ich von Silly habe hier boop Da is' Alles was ich Von Julian Neigel hab.
00:49:58: Entschuldigung Hier ist alles Was ich von Heinz Rudolf Kunze Habe.
00:50:02: Aber dann sind
00:50:03: wir alles Dinosauerier.
00:50:04: und ich glaube es gibt auch ne Junge ganz junge Generation Die gerade wieder vinülen und sogar CD wieder entdeckt, weißt
00:50:11: du?
00:50:11: Das geht auf jeden Fall los.
00:50:12: Aber das
00:50:12: Erlebnis ist auch ein anderes als wenn du einfach nur auf irgendein so einen Streaming-Knopf drückst.
00:50:17: Es klingt anders...
00:50:19: Man konnte früher Musik verschenken.
00:50:21: Ja!
00:50:22: Das geht damit natürlich dann auch wieder mit einer Schallplatte oder eben mit einer Konzertkarte.
00:50:27: Und die Frage dessen ist dass im Konzertenkonzerte für Musiker unglaublich wichtig geworden sind Weil das lässt sich nicht Digitalisieren oder mit einer KI herstellen, sondern die Leute sind dann schon aus Fleisch und Blut.
00:50:43: Und die machen auch Fehler in ihrer Musik.
00:50:45: Das macht doch den großen Reiz.
00:50:47: Absolut!
00:50:48: Die kleinen Fehler und irgendwie die Ecken und Kanten bei so einem Konzert, dass man eben mal was anderes klingt als... auf der Produktion oder so.
00:50:55: Ja,
00:50:56: das ist das was ich mit meinem Kollegen Doktor Pop immer bespreche wenn er herkommt weil der erzählt immer welche Songs besondere Fehler haben die diesen Song am Ende dann sogar ausmachen.
00:51:04: wo du sagst meine Güte ich wusste gar nicht dass es ein Fehler ist.
00:51:06: ich habe gedacht das ist so gewollt bei den Beatles zum Beispiel mit dieser Rückgrüpplung vorne und also eine Dinge wo oder bei Sting der gegen irgendein Instrument rammelt vorn und damit so einen Ton erzeugt.
00:51:17: Habt ihr sowas eigentlich auch?
00:51:18: So einen versteckten Fehler nicht?
00:51:19: Ihr wart immer zu viel perfektionistisch und
00:51:21: alle Fehler ausgebucht.
00:51:22: Nein
00:51:22: natürlich passieren die bei uns.
00:51:25: Ich glaube tatsächlich, dass so was den Kürzler unheimlich viel näher bringt an das Publikum.
00:51:30: Weil das Fehler sind menschlich und wir sind ja keine Maschinen!
00:51:34: Wir verzichten auch weitgehend auf irgendwelche Zuspieler, weil es heute im Grunde genommen gang und gäbe ist, dass Leute mit einem Halblebäck irgendwie ankommen und dann dazu singen und irgendwie in einer Spiele oder eine Gitarre spielen.
00:51:46: Auch das gibt's
00:51:47: denn noch?
00:51:48: Wir spielen wirklich tatsächlich live und da ändern sich auch mal Dinge Die sind mal anders, da passiert mal ein falscher Sound.
00:51:55: Das macht es doch lustig.
00:51:57: Leben interessant!
00:51:58: Ich hab's ja am Anfang angesprochen wenn du als Moderator auf die Bühne kommst und sagst hier ist ihr Moderator und dann geht das Mikrofon nicht.
00:52:04: Und hast du gesagt jetzt?
00:52:06: und sind da ganz andere Sachen passiert.
00:52:07: Ich wollte vorhin schon nachfragen, aber es muss ich noch machen, weil mich das interessiert.
00:52:11: Sag doch mal was sind denn für Dinge schief gelaufen?
00:52:13: Ich möchte auch von Julia natürlich wissen, was da schiefgelaufen ist, weil sie lacht schon!
00:52:16: Da ist bestimmt die eine oder andere Ernigdote, die noch
00:52:19: wehengelassen.
00:52:19: Das hört
00:52:20: gar nicht auf, fang du an... Also
00:52:22: irgendwie dass man Abläufe verwechselt, dass einer vielleicht schon fertig ist, obwohl das Lieb noch mittendrin ist oder so.
00:52:28: So, es ist tatsächlich schon passiert irgendwie.
00:52:31: Und das betrifft jetzt Matthias Reim, der hat mal Bei der Tour hat er sein verdammt ich lieb dich.
00:52:40: auf den nächsten Song den Text noch mal gesungen.
00:52:43: Was?
00:52:45: Das war ein ganz anderes Lied, das ging eine Weile gut aber beim ersten Refrain spätestens funktioniert.
00:52:50: Den mussten die abrechnen.
00:52:51: Weil
00:52:51: er hatte nur den Text... Er hatte einen Blackout gehabt und
00:52:54: dann hat er irgendwie den Text zweimal gesogen.
00:52:56: Guter Song halt!
00:52:57: Dann kann man auch zwei Mal singen, weißt du?
00:52:58: Auch wenn die Melodie nicht passt.
00:53:00: Aber so Sachen passieren uns natürlich auch und mir fällt das nichts.
00:53:03: Na ja, zum Beispiel fällt die Lichtanlage aus.
00:53:05: Da steht es im Stockdunklen oder alles funktioniert.
00:53:08: nur der Mikrofon ist kaputt passiert auch.
00:53:11: Oder mir ist also... Das ist jetzt Gott sei Dank Basilien noch nicht passiert aber ich habe's schon gehabt.
00:53:16: Ich hab manchmal eine Phase da ziehe ich zum Beispiel gerne so Kursagen an oder so Korsettes gerade wenns sehr heiß ist und dann macht sie hinten einfach plängen Und dann hängst du, stehst auf der Bühne und hast hinten einfach einen freien Rücken.
00:53:29: Und wenn die jetzt einmal nach vorne rutscht... ...rutscht er das komplette Korsett vom Körper.
00:53:34: Das sind ein bisschen Probleme.
00:53:35: Das
00:53:35: heißt man muss keine Hand festhalten um den anderen mit zu sehen?
00:53:39: Vor dreißigtausend Leuten ist mir wirklich mal passiert oder die reißt die Hose hinten hier im Bruch und dann spürste plötzlich wie hinten der Bassist an die herumfummelt oder da geht der Rest und versucht das Ganze zuzumachen oder irgendwas mit Gaffer verklebt wird.
00:53:53: ja Ich hatte danach eine Kursage, die war von hinten komplett mit Gaffer verzugeknallt.
00:53:59: Von Frauen ist alles gut aus?
00:54:00: Mir ist mal bei Sterne meist nicht mehr
00:54:02: umgedreht.
00:54:02: Eine
00:54:03: Zahnkrone herausgefallen, kurz rum aufs.
00:54:08: Mit Sekundenkleber wieder eingekriegt.
00:54:11: Ja geil!
00:54:11: Es gibt hier
00:54:12: drei Tage.
00:54:13: Wir als Mucker damals im Osten hatten ja immer alles dabei was man so braucht.
00:54:16: Ja klar.
00:54:17: Sekunden Kleber war immer
00:54:18: im Detektor.
00:54:25: Wir haben alle das Survival Set.
00:54:27: Eine Sache fällt mir noch ein, wobei es bei meinem Sohle-Projekt war, da stand ich irgendwie mit Sexmusikern auf der Bühne und im Publikum was Simon Phillips einer der größten Schlagzeuger in der Welt.
00:54:40: Und alle waren tierisch aufgeregt und haben sich gefreut, dass ein Freund von mir werde auch im Album gespielt.
00:54:45: und irgendwann nimmt er Gitarist die Gitarre und legt sie hin und rennt weg.
00:54:50: Und gibt mir ein Zeichner muss aus
00:54:51: Klo.".
00:54:53: Dann nahm der Keyboarder, trat nach hinten und rannte weg.
00:54:57: Dann nahmen der Bassist den Bass und legte ihn auf die Bühne und rankte weg.
00:55:01: Ich stand nur noch mit dem Schlagzeuger auf der Bühnen zehn Minuten lang.
00:55:05: Das war irgendwo auf einem Platz wo draußen die Toilette ewig weit weg war.
00:55:10: Bastors ich werde es nie vergessen.
00:55:11: wir haben einen solchen Spaß gehabt.
00:55:13: das Publikum hat dann mit mir zusammen jeden einzelnen gerufen.
00:55:17: Du kannst dir vorstellen, was passiert ist.
00:55:19: Als sie zurückkam mit knallerotem Kopf.
00:55:23: Solche Geschichten, da musst du einfach einen Spaß draus machen.
00:55:25: und was willst du machen?
00:55:25: Genau!
00:55:26: Was war die Ursache dafür?
00:55:27: Eine Vergiftung?
00:55:28: Keine Ahnung, Neurosität.
00:55:29: Simon Phillips stand im Publikum.
00:55:31: Die waren alle nervös wie noch weiß ich habe keine Ahnung.
00:55:35: So was hab' ich nie mehr erlebt, nie mehr davor, niemehr danach.
00:55:37: Aber
00:55:37: zehn Minuten mitten mit einem Drama zusammen?
00:55:39: Genau.
00:55:40: Und was hast du erzählt?
00:55:41: Ich hab es
00:55:42: erzählt.
00:55:43: dann habe ich sie geagert in dem des Publikums Jeden einzelnen mit Namen, wir haben dann so Köre gesungen bis sie kamen und haben ihre Namen gesungen.
00:55:53: Und entsprechend mit knallrotem Kopf starten sich dann auch alle wieder auf der Bühne!
00:55:57: Ich
00:55:57: sehe Uwe hat schon wieder eine Anekdote die er gerne rauslassen möchte.
00:56:00: ich seh das in deinem Gesichtsausdruck.
00:56:01: Ja ich hab mich gerade erinnert es gar nicht so lange
00:56:04: her.
00:56:05: da gab's so ne Lesung mit Wolfgang Martin.
00:56:08: Der hat ein Buch geschrieben.
00:56:09: Den
00:56:10: Musikredakteur von den Kollegen hier um die Ecke?
00:56:12: Genau, der hatte einen Buch geschrieben über Tamara.
00:56:14: Über Tamara, genau.
00:56:15: Genau, Radiesvögel
00:56:16: fängt man nicht ein und wir hatten zu, weiß ich nicht, siebenhundertfünfzig Jahre Münchenhofer oder so was... Münchenhofer,
00:56:22: genau!
00:56:22: ...genau hatten wir, gab es so eine Veranstaltung, da hat der Bürgermeister uns gefragt ob wir denn so kleine Gerichte machen können.
00:56:29: und da haben wir so ne Lesung gemacht, ne musikalische Lesung mit dem wir auch anplackt drei- vier Songs gespielt haben Und dass die Lesung der Lars dann immer mehr und immer länger, das wurde immer länger.
00:56:42: Und vor dem vor der ganzen Veranstaltung kam einer so auf den Dorf wie es so ist mit ein Bier an und hast auch Durst oder Bier.
00:56:51: und habe ich das Bier getrunken?
00:56:52: Und Bier geht ja direkt durch unter Umständen und jedenfalls der Lars und Lars Und es sollte noch ein Song
00:57:01: kommen.
00:57:02: Wir hatten schon Schweißpärren auf der Stirn und haben, wir haben angefangen das letzte Lied bei Weihweils Glacht.
00:57:08: Genau, genau!
00:57:09: Und ich bin zusammengebrochen verlassen.
00:57:11: Und ich muss
00:57:12: ne mitten im Lied, da muss ich den Instrument weg... ...und
00:57:15: bin von der
00:57:16: Bühne gerannt
00:57:19: um auf Bastors zurückzukommen.
00:57:23: Auch das war total lustig oder?
00:57:26: Da haben wir wirklich Spaß gehabt.
00:57:27: Aber du weißt so was macht es ja auch besonders.
00:57:31: Es gibt Dinge, die erlebst du nur einmal im Leben an irgendeinem speziellen Ort und das ist so individuell.
00:57:38: Und wenn man damit halt eben spaßig umgeht und nicht total überperfektionistisch ist dann werden daraus geile Momente finde ich, über die wir dann im Nachgang lachen.
00:57:46: Ja, über
00:57:47: dir denn im Nachgang hier bei mir in der Sendung erzählt?
00:57:49: Zum
00:57:49: Beispiel!
00:57:50: Ich habe Uwe, das hab' ich dir von schon gesagt gelesen bei der Recherche irgendwann dass ihr in den USA wart Und ich sachte, ich wusste das überhaupt nicht.
00:57:58: Dass ihr durch die USA eine Tour gemacht habt?
00:58:01: Das
00:58:01: war nicht wirklich ne Tour.
00:58:03: Es war Anfang der Neunziger, ich glaube, im Norden-Neunzig oder ein Neunzig weiß ich nicht mehr genau.
00:58:08: Also kurz nach der Wende wo hier bei uns im Land keine Möglichkeiten mehr so richtig waren zu spielen also zumindest im Osten nicht gab es keine Veranstalter mehr.
00:58:18: Die Strukturen haben sich alle geändert.
00:58:20: War eine schwere Zeit für euch!
00:58:21: Genau,
00:58:21: war eine schwäre Zeit und dann hatten wir eben so Geschichten... Vorher noch irgendwelche Auftrittsmöglichkeiten hatten teilweise in Dänemark, auf Festivals.
00:58:32: In Schweden.
00:58:33: und auch eine Geschichte die mit dem Mauerfall zusammenhängen.
00:58:38: zur Nam show in Chicago.
00:58:40: Das ist ne große Musikmesser Die größte Musikmesse glaub ich der Welt.
00:58:45: Und Jackie's Bassfirma die Besse die erspielt heißt Warwick hat ja seit Jahren und er ist sozusagen endorser für die und hat und die haben sich überlegt sie Machen den Messerstand quasi, sie bilden die Mauer nach und haben Jackie's Trabi abgekauft.
00:59:03: Er hat einen Eingetausch gegen Alten erzählt es irgendwie in Trabbi und haben ihn da hin verschifft
00:59:09: tatsächlich
00:59:10: auf dem Seeweg.
00:59:11: Den Trabant der durfte doch dort nicht fahren
00:59:14: wegen zweitag
00:59:15: so genau.
00:59:16: er durfte dort nicht fahren hatte keine erlaubt gekriegt und haben den Lkw zu dieser Musikmesse gefahren.
00:59:23: Und da war dann quasi, der Trabi war eigentlich die Hauptattraktion.
00:59:28: Da standen drum herum auf dem Dach, standen die Warwickbässe, wo sich kein Schwein interessierte in diesem Moment... Nur
00:59:34: für den Trabis?
00:59:35: Nur für ihn.
00:59:36: und an diese Mauerstückchen.
00:59:38: Da hatten sie Mauer-Stückchen, die sie auch verteilt haben an bestimmte Händler oder so.
00:59:42: Ehrlich!
00:59:43: Und eine Mauer nachgebaut ein bisschen.
00:59:46: Zu diesem Anlass haben wir dann gespielt Also nicht direkt auf diese in diesem Messebereich, sondern im Hartro Café in Chicago und das war rappelvoll.
00:59:55: Das ist ein ziemlich großes großes große Location mit zwei tausend Leuten oder so die da reinpassten Und das war auch die gesamte Messe.
01:00:05: Die ganzen Aussteller, die waren da und wollten
01:00:08: sich
01:00:09: diese Ospen zähnen.
01:00:10: Aber dann tatsächlich auch mit Deutschland haben wir nicht auf Englisch übersetzt oder so.
01:00:14: Wir haben ganz normal unser Programm vorher noch ein bisschen Instrumente zusammen ausgebrockt weil wir nicht alles mitnehmen konnten.
01:00:21: Das war einfach wehr zu teuer geworden.
01:00:23: Ach, da wurde auch noch auf dem Flug was geklaut.
01:00:25: also so ein paar Geräte, die war extra mitgenommen aber ist alles zusammengebrockt.
01:00:29: und dann haben wir ein wunderbares Konzert dort gemacht Und die waren total euphorisch.
01:00:34: Schön!
01:00:35: War eine schöne Geschichte, sollte noch ein zweiter Auftritt irgendwie... Da ist nicht draus geworden.
01:00:39: auf jeden Fall war es eine schöne interessante Erfahrung.
01:00:42: Habt ihr Gage bekommen?
01:00:44: Weiß ich nicht mehr.
01:00:45: Wir waren dort die ganze Woche.
01:00:46: vielleicht haben wir ein bisschen was bekommen aber wir haben freie Kostologie gehabt, da mehr oder weniger und haben das einfach mal Genossen dort zu sein, weil es eine völlig andere Welt war.
01:00:57: Das
01:00:57: ist ja geil!
01:00:58: So ne Geschichte ist geil.
01:00:59: Schön dass du auch Dinge noch erfährst von denen du gar nicht wusstest,
01:01:02: das ist toll.
01:01:03: Dass man Trabi habe ich nur beiläufig gehört aber nicht in der Ausführlichkeit finde ich eine tolle Geschichte.
01:01:08: Aber überleg mal bitte Du hast deine Gage in mindestens drei Währungen bekommen In Ostmark, in D-Mark und vielleicht sogar ein Dollar.
01:01:16: also das wäre dann die vierte Währung.
01:01:17: oder weiß ich nicht.
01:01:18: habt ihr noch im Ausland gespielt?
01:01:19: Habt ihr da auch Hubel gehabt?
01:01:22: In wie viel Währung hast du denn?
01:01:23: Erzähl mal.
01:01:24: Ich meine, ja... Wie hieß das in Bulgarien?
01:01:28: Lever!
01:01:29: Lever genau dann in Rumänien.
01:01:32: Puren Slotty ist klar.
01:01:34: Ja ich meine es
01:01:35: ist so komfortabel dass wir jetzt ein Euro haben.
01:01:36: da muss man sich nur noch eins merken.
01:01:38: Bestimmt
01:01:38: auch noch ein paar Münzen eine Münzensammlung zu Hause aus dieser Zeit irgendwie naja.
01:01:45: Julia hast Du auch im Ausland gespielt oder nur in Deutschland?
01:01:47: Also neben der Schweiz und Österreich was alle Deutschsprachigen dann durchaus auch waren, habe ich den Genuss gehabt mit dem Goethe-Institut in Madagaskar zu sein.
01:01:58: Ach!
01:01:58: In Madagassa auf einem Jazzfestival aufgetreten...
01:02:00: Cool!
01:02:01: ...in einem riesengroßen Kino mitten in der Hauptstadt dessen unaussprechlicher Name.
01:02:07: Das ist ja so ein Name, der ist fünf Meter lang und das war abgefahren.
01:02:13: Was hast du da gesungen?
01:02:14: Mein eigenes Zeug also meine eigenen Songs Deutsch Und die Leute fanden es total klasse.
01:02:19: Es waren völlig Afrika, also wir sind von Südafrika dann nach Afrika gefahren und haben in Madagaskar und haben dort eben auf diesem Jazz-Festival gespielt.
01:02:30: Ich hab da mit Klavier und Gesang nur mit akustischer Gitarre sehr, sehr anplagt und jessig... ...und die Leute mochten das!
01:02:39: Dann war noch jemand vom Goethe-Institut da und es war der deutsche Botschafter da.
01:02:44: Ich fand das toll.
01:02:45: Mir ist so was eingefallen.
01:02:46: Forent habe ich in Forent, wurde ich auch bezahlt gar nicht so lange her.
01:02:51: Genau Ungarn ist das und da habe ich mit Maschine.
01:02:54: zusammen war ich als Gast geladen beim großen Konzert von Omega Und die haben im Vorfeld ein paar Warm-up Shows gemacht und haben mich eingeladen als Gast dabei wiederum mitzuspielen weil sie fanden es irgendwie gut was ich so mache Und das waren die letzten Jahre eigentlich von Ormigan.
01:03:12: Also dann, kurze Zeit später kam Corona und daran ist der Mackie, der Sänger ja, letztendlich verstorben an den Folgen.
01:03:19: Das war kurz davor, eigentlich relativ Jahre davor.
01:03:23: Da waren wir in großen Sportteilen im Land und ich stand auf einmal mit dieser ... Das sind dort nach wie vor Superstars gewesen.
01:03:31: Ich stand mit denen dann auf der Bühne und das eigentliche Event war ein großes Abschlusskonzert zwischen Weihnachten und Neujahr Ein Papp-Laslos-Stadion in Budapest, vor ca.
01:03:41: und zwanzigtausend Leuten.
01:03:43: Das war schon geil!
01:03:44: Da habe ich das halbe Programm mitgespielt also quasi als Gitarist.
01:03:48: Es war eine geile Geschichte.
01:03:51: die wollte mich.
01:03:51: da sieht es sollte eigentlich noch weiter gehen und dann kam Corona dazwischen und dann leider der Tod von Mecchi.
01:03:57: Aber das war ein großes Stars im Osten damals.
01:04:00: Amiga war sehr angesagt.
01:04:01: Schon als ich noch anfing, also ich klein war aber nicht schon quasi weltberühmt in der DDR.
01:04:06: Ich habe mal ganz kurz eine Frage.
01:04:08: Wir haben das im Vorfeld vorhin besprochen und wir haben über Weißen See geredet.
01:04:11: Das war ja ein Riesenpublikum, Hundertzwanzigtausend, aber es waren nicht eure größten Shows!
01:04:15: Es gab tatsächlich noch größere... Was ist der Plur vom Publikum?
01:04:19: Dass das ne Gruß war, weil's?
01:04:20: er gab auf jeden Fall noch mehr Zuschauer.
01:04:23: Erzähl mal erst du, Uwe.
01:04:24: Und dann
01:04:25: war man so Teilenmitwirkungen.
01:04:26: Es gab noch einmal ein Festival gegen rechts heute die morgen du in Frankfurt am Main.
01:04:32: Da waren ja
01:04:34: beide da.
01:04:35: Genau und da waren so um die zweitfünfzigtausend Leute das war schon ziemlich gigantisch aber das war eben auch nur eine Teil es war ein ganzes Konzert sondern wir haben drei vier Songs gemacht da und solche Geschichten sind natürlich toll also aufregend in jedem Fall.
01:04:52: Oder in Dänemark, ein ziemlich großes Festival.
01:04:57: Da haben wir einen richtigen Programmpart gehabt, da haben wir eine Stunde gespielt und das waren dann forty-fünfundvierzig tausend Leute.
01:05:03: Das ist auch viel!
01:05:04: Gäste bis zum Horizont?
01:05:06: Ja ich hatte also die größte Tournee, die ich gemacht habe war Rock over Germany, Tina Turner dabei und Peter Moffay.
01:05:13: Und Eros Romazzotti...
01:05:15: Da kann ich mich dran erinnern?
01:05:16: Ja
01:05:16: das waren noch zu Zeiten von Fritz Rao.
01:05:19: Und da waren halt auch Stadien angesagt und so Flugplätze weißt du, dann war es da auch.
01:05:23: also unter vierzigtausend ist man gar nicht auf die Bühne.
01:05:28: Das war wirklich auch geil!
01:05:29: Wie hast du's geschafft nicht abzuheben?
01:05:31: Ach weißt Du, ich komme aus einer Familie in der Es ist ein großes Glück, dass wir hierher kommen durften und in der viel Armut und viel Leid stattgefunden hat.
01:05:43: Und ich habe mich eigentlich für den Beruf entschieden nicht weil ich ein Star werden wollte oder irgendetwas sonst sondern weil ich Musik machen liebe und erst recht wenn ich es mit den richtigen Leuten tue.
01:05:55: und mein Anspruch ist immer gewesen... Ich bin sehr glücklich wenn ich erfolgreich bin aber der wichtige Punkt ist sich möchte auch gut sein.
01:06:02: das war für mich die prörende Prioritäten.
01:06:04: Ja, wir haben es geschafft.
01:06:05: ich bin dann meistens relativ schnell nach Hause gekommen und habe dann andere Dinge tun müssen die jeder anderen mensch auch tut.
01:06:12: und da bist
01:06:13: du
01:06:13: auch zum beispiel oder du keine Ahnung, muss eine Steuererklärung abgeben oder irgendwie mal vielleicht die Küche putzen.
01:06:20: Den
01:06:20: Hund ausführen?
01:06:21: Ja
01:06:22: es ist schon bitter wenn man früh aufsteht dann zu Hause ist und durch die Küchen läuft und dann klatscht jemand.
01:06:28: Ja
01:06:29: genau!
01:06:29: Eine bittere
01:06:30: Erfahrung ja kann mir das vorstellen für dich als großer Rockstar.
01:06:33: also das ist in der Erkenntnis
01:06:36: ne?
01:06:37: Wenn wir gerade sozusagen über die letzten DDR-Jahre geredet haben, wo dann eben so Festivals waren oder kurz nach der Wende.
01:06:44: Das war, glaube ich, kurz nach einer Wendel heute, die morgen.
01:06:47: Dann haben wir vielleicht ein paar Tage später in irgendeinem Club gespielt im Frankfurter Main oder in Bonn oder sonstwo und da musste auch vor hundert Leuten bestehen.
01:06:58: Da kamen noch nicht so viele zu uns.
01:07:00: Habe ich auch!
01:07:01: Und den nächsten Tag waren wir dann vielleicht wieder in Magdeburg oder Leipzig und da waren dreitausend Leute.
01:07:07: Also das sind so, ich weiß nicht.
01:07:10: Wir spielen überall und fühlen es auch mit wenig Leuten wohl, wenn die wegen uns gekommen
01:07:15: sind.".
01:07:16: Ja damit kommt man eigentlich... genau!
01:07:19: Das habe ich eigentlich auch vergessen zu sagen.
01:07:21: Auch mir ging es ja schon immer wieder so.
01:07:23: Es ist ganz normal dass man vor vielen Leuten auftritt und auch mal vielleicht dem Kleinen in einem Club auftritt Und da sind eben nicht so viele Leute da, logischerweise Der ist relativ schnell voll.
01:07:33: Es ist völlig normal.
01:07:35: Anders ist es bei der Elektroakustik Open Air Tour, die in vierzehn Tagen hier in Potsdam stattfindet.
01:07:40: Genau!
01:07:41: Können wir mal die Leute, die noch kein Ticket haben?
01:07:43: Es sind glaube ich noch zwei drei die noch keins gekauft haben vielleicht denen mal sagen warum sie unbedingt da hinkommen sollen?
01:07:48: Weil wir sozusagen unsere Repertoire genommen und haben uns das mal angeguckt und haben das wie ich sage immer gerne auf das Maximum reduziert.
01:07:56: Das heißt wir haben die Stücke auseinandergenommen und auf den Ursprung zusammen gedampft also Das Lammetta abgehängt, das Bling-Plang links und rechts weggenommen.
01:08:07: Und haben die vorsichtig also vor allen Dingen mit akustischen Instrumenten wieder aufgebaut neu arrangiert so dass sie wirklich, dass wir sie selber neu entdecken konnten.
01:08:16: es hat den Nebeneffekt das zum Beispiel Texte Inhalte usw.. Dass sie viel weiter in den Vordergrund drücken und viel mehr man viel weniger abgelenkt wird durch vielleicht irgendwelches Beiberg, was man in diesem Fall gar nicht braucht.
01:08:31: Und so und das ist für uns selbst total eine Reise gewesen durch unsere eigene Musik um sie so neu wieder zu entdecken also für uns total reistvoll ich glaube für die Leute auch.
01:08:44: wir machen uns auch schick zu diesen Abenden.
01:08:47: Also wir haben das ja bisher in Hallen aufgeführt, also insgesamt mal in der Philharmonie zum Beispiel.
01:08:54: In Berlin oder im Gewandhaus.
01:08:56: Also so schicke Läden, schickel Locations die und wo wir nicht unbedingt zu erwarten sind.
01:09:03: Und wir haben es auch so angelegt dass wir da eben auch mit wissen wir machen machen uns auch schon.
01:09:08: Wir
01:09:08: sind dann auch richtig schick.
01:09:09: Ja und ist total schön!
01:09:11: Die Leute kommen natürlich auch und sie feiern das und auf eine ganz andere Art und Weise.
01:09:17: Was ich halt auch toll finde, ist dass diese Leder nochmal anders arrangiert sind.
01:09:23: Eben man noch mal mit einem völlig anderen Blick draufschaut so wie er es beschrieben hat und dadurch auch nochmal die Qualität des Songs selber herausgearbeitet is'.
01:09:32: Manches erkennt man erst... Anders
01:09:34: gestaltet das.
01:09:35: Manches erkennt man erst wenn der Gesangen läuft, wenn die ersten Worte passieren weil das ist so... verkleidet, sag ich mal.
01:09:43: So ein bisschen auf ne interessante Art und Weise.
01:09:46: also wir uns macht es totalen Spaß.
01:09:47: Ja, total!
01:09:48: Es ist so'n bisschen anplagt ja?
01:09:49: Obwohl dieser Begriff ist ja geschützt den darf man ja nicht verwenden.
01:09:53: deshalb heißt das bei euch Elektroakustik.
01:09:55: Wir
01:09:55: wollten's auch einfach mal anders nennen.
01:09:58: Aber was geht denn die Richtung?
01:09:59: Das
01:10:00: ist auch
01:10:00: die Wahrheit weil manchmal nehme mich dann doch eine Elektrogitarre in die Hand oder mein Sohn Daniel der bei uns mitspielt in der Live-Benz spielt ne Orgel oder so aber eben auch viel Glockenspiel Alles mögliche.
01:10:13: Wir haben unglaublich viele Instrumente dabei.
01:10:17: Was toll ist, dass du die Virturisität der Musiker auch hörst und das nicht jeden Tag gleich klingt.
01:10:26: Du hast für jeden Tag Improvisationen, die nur einmal stattfinden in der Art und Weise.
01:10:33: Das ist ein besonderes Erlebnis.
01:10:36: Ich bin ein großer Fan von verschiedenen Bands.
01:10:39: Eure lieben Bandkollegen von Bon Jovi haben ja einen Riesen-Hit gehabt mit It's My Life und davon gibt es auch eine Unplugged Version, die komplett anders ist.
01:10:46: Und die ist aber so schön!
01:10:47: Die greift mich jedes Mal wenn ich die höre und deshalb... Es ist natürlich schön für alle Sillyfans.
01:10:52: sie sagen okay, ich erwarte jetzt die Hits und dann kommen die auf einmal in einem völlig neuen Gewand daher und die sagen oh, an dem als er sich noch nie gehört.
01:10:59: Und dann wäre es wiederum schön, wenn man davon auch einen Tonträger bekäme.
01:11:02: Oder zumindest die Möglichkeit hätte, die Songs zu streamen oder runterzuladen weil die möchte man dann noch gerne haben.
01:11:08: Uwe was kannst du dazu sagen?
01:11:10: Ja wir spielen lieber Konzerte!
01:11:13: Ich hab's versucht.
01:11:15: Wer weiß wer
01:11:15: weiß.
01:11:16: Ich glaube
01:11:16: das Konzerterlebnis ist einzigartig und insofern kann ich
01:11:20: nur
01:11:21: empfehlen dahin zu gehen.
01:11:23: Ich muss noch eine Anekdote von dir hören.
01:11:24: ihr habt mal an einem Krimi mitgespielt als Rockbänder
01:11:27: Genau, Soko Leipzig.
01:11:29: Ja?
01:11:30: Wir haben... Ihr
01:11:30: habt euch selbst gespielt ne?
01:11:31: Genau wir haben.
01:11:32: es gab eine Folge die sich nur um uns drehte Tod.
01:11:36: im Konzert hieß das.
01:11:39: Das ist nicht das Motto der Akustik-Tour.
01:11:41: bitte, das möchte ich mal kurz sagen.
01:11:43: Irgendjemand wurde umgebracht und ich glaube der Tourmanager war's.
01:11:46: Es war damals zum Anfang mit Analoos zu der Zeit.
01:11:51: Da hat irgendjemand die Idee gehabt so einen Film zu machen Und wir haben tatsächlich.
01:11:56: in Leipwig haben wir gedreht Bei einer Bullenhitze in einem relativ kleinen Laden.
01:12:02: Aber es war irgendwie witzig, ja?
01:12:04: Der Tourmanager war's!
01:12:06: Es sind immer die Tourmanagers.
01:12:08: Wer sonst?
01:12:09: Wer spielt er da nicht mit im Film?
01:12:11: Aber das ist schön.
01:12:12: Ich meine so war auch mal Filmstar.
01:12:14: Es gibt ja nichts was du nicht erlebt hast.
01:12:15: Ich mein über Tamara gibt es schon viele Bücher, ne?
01:12:18: Ja.
01:12:18: Wirst Du dann vielleicht auch mal ein Buch schreiben?
01:12:20: Mit der Geschichte von Cillin nach fünfzig Jahren, Bandgeschichte irgendwann... ...mit den ganzen Anekdoten und den Dingen, die ich wirklich...
01:12:25: Irgendwann wenn ich mal Zeit hab.
01:12:27: Das ist gefährlich.
01:12:29: Na ja, ich schreibe schon manchmal so ein paar kleine Anekdoten auf... Also könnte was draus wehren vielleicht mal irgendwas?
01:12:37: Ich könnte mir das so schön vorstellen!
01:12:39: Du bist also quasi der Hauptautor und deine Geschichte und dann haben die einzelnen Bandmitglieder ihren Part, wo sie ihre Geschichte aus ihrer Sicht da reinballern können.
01:12:48: Man sagt so wie der Uwe gesagt hat, haben wir das gar nicht gesehen.
01:12:51: Aus unserer Sicht war es komplett anders.
01:12:54: Die Sicht von Richie Oder von Jackie?
01:12:57: Wäre da auch nicht schlecht, ne.
01:12:58: Das
01:12:59: ist sehr wahrscheinlich sogar so... Also bestimmte Dinge erlebt man ähnlich aber manche aus völlig verschiedenen Blickwinkeln.
01:13:06: das sind wir mal.
01:13:08: Werden doch alle gleich!
01:13:09: Das wär's doch auch scheiße.
01:13:10: Das absolut ja Aber du hast noch auf jeden Fall viel vor.
01:13:13: Ich hab kurz einen Blick in deinen Kalender geworfen.
01:13:15: also beim Blättern habe ich gesehen dass wirklich viel drin.
01:13:18: also Du bist tatsächlich viel beschäftigt.
01:13:20: Ich
01:13:20: bin viel unterwegs auch weil ich gerne auch an der See bin jetzt gerade im Sommer auf meinem Boot und so, das ist auch was Schönes.
01:13:28: Und im Garten muss man sich auch kümmern.
01:13:30: Auch das?
01:13:31: Ja!
01:13:31: Und zwischendurch muss man Songs schreiben
01:13:32: und
01:13:33: Sachen produzieren und Konzerte vorbereiten.
01:13:35: Genau.
01:13:36: Und ein bisschen an der Biografie schreiben...
01:13:37: ...und hin- und herfahren.
01:13:38: Und
01:13:38: hin und her fahren.
01:13:39: Und bei Julia wie sieht's da aus?
01:13:41: Ähnlich.
01:13:41: Wobei ich nicht in der Ostsee bin, wobei er hat einen wunderschönen Ort ausgesucht.
01:13:46: Das war einfach schlau.
01:13:48: Wirklich schlauw.
01:13:48: Mit
01:13:49: Mündi Hove
01:13:50: Das auch, aber auch rügen wo es immer wieder ist.
01:13:53: Ja bei mir ist das ähnlich.
01:13:54: ich schreibe und dann habe ich gut Ich hab kein eigenes studio was ich Schade finde.
01:13:59: in den neunzigern hatte ich das.
01:14:00: Aber ich könnte ja zum beispiel auch uwe mal fragen wenn ich ein studium mieten möchte Dann kann ich da rein
01:14:05: ganz dicht neben ihr ganz
01:14:06: neben
01:14:07: dran genau Und
01:14:08: ich
01:14:09: zwitsche immer zwischen zwei heimaten dass eine ist da wo meine familie ist Und da, wo Silly ist.
01:14:15: Also so ein bisschen meine zweite Heimat.
01:14:16: Die
01:14:16: zweite Familie?
01:14:18: Genau!
01:14:18: Du hast eine Hauptfamilie und eine Nebenfamile.
01:14:20: Obwohl die NebenfAMilie für das was ihr jetzt macht auch sehr wichtig ist wie ich finde.
01:14:24: Ich
01:14:24: habe zwei Fans mit denen mich verbunden fühle auch ganz genau und hab auch so zwei Heimaten.
01:14:30: Also für alle Silly-Fans ist ja klar man findet euch in den sozialen Kanälen gibt euch bei Facebook mit einer Riesium Fangemeinde über Instagram und ihr habt ne Internetseite.
01:14:38: also euch findet man auf jeden Fall...
01:14:40: www.silly.de.
01:14:42: Und darüber findet man alles andere.
01:14:44: Früher
01:14:45: hattet ihr einen anderen Namen, Silly ... Familie
01:14:47: Silly.
01:14:48: Ja, davor und ihr hattest auch noch in einem anderen Domain damals, kann ich mich erinnern?
01:14:53: Silly Home.
01:14:54: Ah!
01:14:55: Silly war besetzt von jemandem der Silly hieß wirklich
01:14:58: hier.
01:14:58: Nein oder?
01:15:00: Er hat uns das dann verkauft irgendwann.
01:15:02: Ihr hattet am Anfang Namensprobleme, da warst du noch nicht dabei.
01:15:04: Kann ich mich erinnern?
01:15:05: Als Silly um die Ecke kam mit dem Namensbegriff ... Hat die DDR gesagt, nee der Name kommt hier in München und nicht auf den Tisch.
01:15:11: Genau!
01:15:12: Und dann habt ihr Familie, ist Silly daraus gemacht auch noch vor dir?
01:15:14: Genau, und zwar mit einem kleinen Trick.
01:15:17: Der Katze... Da hatte eine auf einer Rassekatzen Schau einen Kater gefunden ein Perserkrater.
01:15:24: und dann haben sie sich überlegt naja dann nennen wir den einfach Silly den kater und machen ein foto wo die katze also der kater im hintergrund projiziert war.
01:15:34: das gibt es tatsächlich dieses photo Und deswegen wir haben die band nach dem kater genannt.
01:15:42: Kleiner trick hat gut funktioniert so.
01:15:44: und bei julia gibt es natürlich auch instagram facebook und diese ganzen internet seite.
01:15:49: ja,
01:15:50: also und bei meinen internetseiten gibt es zehn verschiedene die ich mir habe schützen lassen dürfen.
01:15:56: mein familienname hat es mir da leicht gemacht.
01:15:58: Also du findest mich tatsächlich sogar unter juleneigel.de oder juleneilgel.com, weil ich mir die Namen abschützen lassen.
01:16:04: Ich hatte irgendwann mal keinen Bock mehr aufs die Seite zu schauen und festzustellen sind Datingseiten oder irgendwelche Mann sucht Frau und so, dann hab' ich angefangen die zu sperren und habe mir die dann schützen lassen.
01:16:17: also man findet meine Seiten.
01:16:19: Ich entschuldige mich noch mal, dass ich heute mehr versehentlich Jule Neigel gesagt habe.
01:16:24: Weil es in meinem Gehirn irgendwie auch so abgespeichert
01:16:26: ist
01:16:27: und wir haben auch in der Sendung die ich mit dem lieben Kuling Thorsten Sträter hier bei Bewera de Mache Strätermusik das Soundtrack eines Lebens zusammen auch mit unserem Marty Fischer da haben wir letztens auch schon Julien Eiegel die später dann Julian Eieil hieß usw.
01:16:39: thematisiert.
01:16:39: also wir haben über dich schon gesprochen da müssen ihr wahrscheinlich irgendwann die Ohren geklingelt haben.
01:16:44: Wie auch immer.
01:16:45: Jetzt habt ihr erst mal ein schönes Konzert am siebzehnten Juli,
01:16:48: genießt
01:16:49: das sehr in dem Open Air-Gelände vor dem Waschaus oder neben dem Waschhaus und dann freue ich mich natürlich spätestens in zwei Jahren euch hier wieder zu sehen mit neuen Projekten.
01:16:59: Und dann werdet ihr nicht wieder die Geheimnisse
01:17:02: mitnehmen,
01:17:03: dass dir alles raus was wichtig ist.
01:17:05: und lieber Uwe du erzählst mir wie weit du mit der Biografie bist.
01:17:08: ja?
01:17:08: Genau!
01:17:09: Vielleicht
01:17:09: kannst du die schon, bringe ich die gleich mit mal kurz.
01:17:11: Das wäre
01:17:12: ja schön.
01:17:13: also bis dahin bleibt es schön.
01:17:14: gesund.
01:17:14: habt eine gute Zeit.
01:17:15: uns hat mich sehr gefreut das sie da war.
01:17:17: vielen Dank für eure Zeit.
01:17:19: Bis zum nächsten Mal
01:17:26: Und jeden Freitag
01:17:27: der neuste Podcast.
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