Ralph Keidel und Maximilan Schöppner - Zwei Männer, ein neues Leben
Shownotes
Meine heutigen Gäste im BB RADIO Mitternachtstalk Podcast sind Maximilian Schöppner und Ralph Keidel aus der Bäckerei und Konditorei Plentz in Oberhavel.
Zwei Männer mit sehr unterschiedlichen Lebenswegen, die auf den ersten Blick wenig miteinander zu tun haben. Und doch verbindet sie mehr als nur das Bäckerhandwerk. Sie sind Teil derselben Familie geworden, haben in diese Familie hineingeheiratet, genauer gesagt in zwei Töchter, und tragen heute gemeinsam Verantwortung für eine Traditionsbäckerei, die längst weit über Brot und Brötchen hinausgeht.
Maximilian Schöppner ist in Berlin aufgewachsen und später in Bärenklau zuhause gewesen. Sein Weg war eigentlich klar vorgezeichnet. Er wollte Arzt werden, Menschen helfen, Leben retten. Er beginnt eine Ausbildung zum operationstechnischen Assistenten im Deutschen Herzzentrum Berlin, arbeitet im OP und sammelt früh Erfahrung im medizinischen Alltag.
Dann kommt der Bruch. Der ursprüngliche Plan trägt nicht weiter. Das Medizinstudium endet und ein neuer Weg öffnet sich, ohne dass er lange danach gesucht hat. Die Backstube der Familie Plentz wird zum neuen Lebensmittelpunkt. Er beginnt dort eine Ausbildung, arbeitet sich ins Handwerk ein, wird später Bäckermeister und Konditor.
An seiner Seite steht Ralph Keidel, geboren in Berlin und aufgewachsen in der Ofenstadt Velten. Auch sein Weg beginnt ganz anders. Gymnasium, dann ein duales Studium im Maschinenbau, später der Master als Ingenieur in Hamburg. Ein klarer, technischer Lebensweg mit Perspektive in der Industrie.
Doch auch bei ihm verändert sich etwas Entscheidendes. Der Schritt in den Familienbetrieb der Bäckerei Plentz wird zur neuen Realität. Nicht als Bruch, sondern als bewusste Entscheidung für etwas, das mehr ist als ein Job.
Seit 2016 arbeiten beide in der Bäckerei mit und tragen heute gemeinsam Verantwortung in einer Zeit, die das Handwerk stark fordert. Corona, Energiekrise, Inflation, Lieferprobleme und dazu persönliche Belastungen innerhalb der Familie. Phasen, in denen es nicht nur um Arbeit geht, sondern darum, zusammenzuhalten und weiterzumachen.
Und trotzdem steht die Bäckerei Plentz heute stabil da. Weil hier nicht nur wirtschaftlich gedacht wird, sondern menschlich. Die Übergabe von der vierten in die fünfte Generation läuft seit rund zehn Jahren. Schritt für Schritt, ohne Hektik, mit Vertrauen und klarer Verantwortung.
Diese Bäckerei lebt von ihrem Charakter. Da gibt es das 1877er Roggenbrot, Champagnerroggen aus der Region, echtes Handwerk mit Geschichte. Gleichzeitig aber auch Holzbackofen-Events mitten in Schwante, kreative Aktionen, saisonale Angebote und ein Verständnis von Bäckerei, das weit über das klassische Bild hinausgeht.
Im Hintergrund steht Karl-Dietmar Plentz, der Senior der Familie, vielfach ausgezeichneter Bäckermeister und prägende Figur dieser Bäckerei über Jahrzehnte.
Heute gehören Maximilian und Ralph zur neuen Generation, die nicht nur übernimmt, sondern weiterentwickelt. Mit Verantwortung in Produktion, Organisation und Strategie. Mit dem Anspruch, Tradition zu bewahren und trotzdem offen für Neues zu bleiben.
Und vielleicht ist genau das der Kern dieser Geschichte. Zwei Männer, die andere Pläne hatten und heute genau dort stehen, wo sie gebraucht werden. In einer Bäckerei, in einer Familie, in einer Verantwortung, die jeden Tag gelebt wird.
Wir haben uns auf der Grünen Woche kennengelernt. Eigentlich ging es um ein Toastbrot. Und dann haben sie angefangen zu erzählen. Mehr brauchte es nicht.
Hört rein, dann wiist Ihr, was ich meine. Viel Spaß jetzt mit Maximilian und Ralph.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Ich bin dann richtig ausgefallen.
00:00:01: Ich hatte über ein halbes Jahr lang Fieber, Gelenkschmerzen, Schwindel, konnte nicht mehr klar denken, nicht länger als zehn Minuten reden, Spülmaschine ausräumen und dann vier Stunden liegen weil ich so fertig war.
00:00:13: Und dann war auch die Frage nach sechs Monaten wie geht es weiter?
00:00:17: Bin dann auch so ein bisschen depressiv geworden und habe gesagt, ich brauche jetzt Hilfe mit Therapeuten gesucht.
00:00:23: das hat dann unter anderem parallel zu einer Verbesserung geführt.
00:00:28: Und dann bin ich in der PASCOVID-Spezialklinik Reha gekommen und die haben mich richtig aufgepäppelt, und ich würde sagen, ich bin jetzt belastbarer als vorher, weil ich früher meine Grenzen verbalisieren kann.
00:00:37: Ehrlicherweise würde ich das auch von außen bestätigen, dass du grösserierter bist als früher, weil die Krise dich quasi nicht klein gemacht hat?
00:00:44: Das merke ich, weil im Momenten wo ich selber dann fahrt zweifel bin, ist Max dann irgendwie ruhiger und fokussierter.
00:00:49: also da ergänzt man uns sehr gut, da bin ich sehr dankbar!
00:00:54: Ich bin tiefgründiger geworden in der Zeit.
00:01:20: Einer, der eigentlich Arzt werden wollte und dann dem Ruf des Handwerks folgte.
00:01:24: Und Ralph Keidel, ursprünglich Ingenieur- und Maschinenbauer heute Geschäftsführer einer Gesellschaft der Bäckerei.
00:01:31: Bisher alles richtig?
00:01:32: Ja!
00:01:32: Beide verbindet mehr als um die Liebe zum Bäckerhandwerk.
00:01:35: beide haben sich in die gleiche Familie verliebt und tragen heute gemeinsame Verantwortung für eine Traditionsbäckerei, die längst mehr ist als nur ein Ort für Brötchen.
00:01:44: Zwei Männer, zwei Wege.
00:01:45: Eine gemeinsame Mission, Tradition bewahren, Zukunft backen und dabei nie den Menschen aus dem Blick verlieren mit kreativen Ideen, verrückten Aktionen, Holzbackoffen-Events, regionalen Innovationen und viele mehr.
00:01:57: Wow!
00:01:57: Klingt wie so eine Anmoderation in einem krassen Kinofilm.
00:02:00: Siehst
00:02:01: du?
00:02:01: Stell dir das einfach als Krassenkinofilm vor.
00:02:03: ja... Was sie antreibt was sie geprägt hat und warum sie manchmal auch noch in Fantasiewelden unterwegs sind darüber sprechen wir jetzt.
00:02:10: schön dass ihr da seid Lieber Max und lieber Ralf, ich freue mich sehr dass ihr es in unsere Studie geschafft habt.
00:02:16: Danke
00:02:16: für die Einladung Linz!
00:02:17: Wow
00:02:18: das habe ich nicht erwartet.
00:02:19: vielen herzlichen Dank.
00:02:20: wir sind echt echt sehr geehrt.
00:02:22: und ja wir haben uns überlegt du hast ja richtig Persönlichkeiten hier zu sitzen manchmal
00:02:27: natürlich
00:02:27: Und uns beiden war klar dass die einladung Dass wir hier sind ein Fehler war.
00:02:31: eindeutig.
00:02:32: Nein definitiv nicht.
00:02:34: Und jetzt sitzen wir hier und unterhalten uns.
00:02:37: Ja dankeschön.
00:02:38: danke Für Die Einladungen.
00:02:39: Freut mich drauf.
00:02:40: Wollen wir die Geschichte unseres Kennenlernens erzählen?
00:02:42: Ich hoffte Grünwoche und da habt ihr gerade den Preis bekommen für ein Toastboot, und zwar ein ganz besonderes Toastboat!
00:02:47: Und dann habe ich gedacht als wir uns kurz separiert haben... Wir sind denn von einer grünen Woche ein Stück in so einen Separee gegangen, haben ein Interview geführt und dann dachte ich das kann doch nicht wahr sein.
00:02:56: Seid ihr dann back aus Überzeugung?
00:02:58: Nein, wir wollten was ganz anderes machen ursprünglich und erzielt mal.
00:03:01: Das machen wir heute
00:03:02: Zuerst.
00:03:03: Startenreifen?
00:03:03: Mach
00:03:03: mal gerne.
00:03:04: Erstmal muss ich noch vorn wegschieben, die beiden sind ja angekommen mit drei großen Kisten voller Essen.
00:03:08: das heißt sie haben alles mitgebracht was in der Bäckerei Plans so zu haben ist also Kuchen, Pfannkuchen, Erdbeeren habe ich gesehen also Erdbärkuchen Eier Honig diverse Brotsorten.
00:03:19: die haben die ganze Redaktion erstmal verpflegt.
00:03:21: die sitzen alle draußen glücklich und freut sich darüber als ihr da seid und sagen kommen jetzt jede Woche.
00:03:26: Das
00:03:27: ist deine Entscheidung.
00:03:30: Okay, wir beginnen mit der Vita von Max, Maximilian Schöpner aus Berlin-Neukölln, und du bist Bäckermeister.
00:03:37: Aber es ging völlig anders los weil Du wolltest ursprünglich, ich habe das ja schon in einer Anmoderation gesagt Mediziner werden.
00:03:43: Genau, das war tatsächlich immer schon mein Traum.
00:03:46: Biologie Naturwissenschaft hat mich immer schon fasziniert und auch einfach Menschen zu helfen.
00:03:52: meinen Vater sitzt seit vielen Jahren im Rollstuhl, der hat MS.
00:03:54: Das hat mich natürlich auch mit geprägt und dadurch war auch das Interesse an Medizin und Menschen helfen irgendwie noch mal mehr da.
00:04:01: oder das Bewusstsein dafür.
00:04:02: und dann ganz ursprünglich meine allerersten Wünsche oder so wo ich was sich werden wollte weil man Manager, ich wollte Manager werden und meiner Mama eine Insel kaufen damit sie mit dem Jaguar darauf rumfahren kann auf
00:04:14: einer Insel?
00:04:15: Auf ihrer Insel dann die ihr gekauft habt.
00:04:17: Also das war so meine kindliche Vorstellung und dann habe ich festgestellt, man kann nicht einfach so ein Manager werden.
00:04:22: Und dann wollte ich Arzt werden und Menschen helfen und so.
00:04:24: Und hab den Weg auch mehr oder weniger straight verfolgt.
00:04:30: Dann kommt der Schwiegervater?
00:04:32: Ja
00:04:32: gibt noch ein paar Zwischenstationen wenn wir Zeit haben.
00:04:35: Wir haben ganz viel Zeit.
00:04:36: aber ich möchte kurz in Zwischenfrage stellen hat deine Mama schon die Insel?
00:04:40: Du
00:04:40: bist ja jetzt Manager, oder?
00:04:42: Ja das ist witzigerweise.
00:04:44: Bin ich jetzt Manager oder sowas in der Art und die Insel ist es noch nicht... Nee mit einem Bäckerhandwerk kann man nicht reich werden aber ist eine sehr erfüllende Arbeit.
00:04:51: Kann ich schon mal vorwegnehmen!
00:04:53: Und außerdem hast du dann noch ein paar Jahre vor dir.
00:04:55: also unter Umständen kann das mit der Insel ja durchaus noch klappen
00:04:57: ne?!
00:04:57: Ja ich mag gucken.
00:05:00: Ich habe mittlerweile auch ... ich weiß dass andere Dinge wertvoller sind.
00:05:03: Das ist gut So eine Erkenntnis braucht man zwischendurch.
00:05:05: Ja, ja das ist ganz wichtig.
00:05:07: die Perspektive da auch wieder gerade zurück.
00:05:10: Okay also Mediziner sollte es werden?
00:05:12: Genau ich habe das gelernt hab auch Praktika in die Richtung gemacht als Sprechstundenhilfe bei einem Hausarzt in Hennigsdorf.
00:05:19: und dann habe ich nach dem Abi aber schnell gemerkt oops!
00:05:23: Man hätte gut sein müssen.
00:05:25: mitten zwei Komma zwei Abi wird es nix und auf mich kommt eine Wartezeit zu.
00:05:30: Und in der Wartezzeit habe ich dann im ersten drei Vierteljahr witzigerweise beim Backerum die Ecke gejobbt, Backerai Plants.
00:05:37: Wirklich?
00:05:37: Ja!
00:05:38: Ah guck an!
00:05:39: Ich hab da Bleche geschraubt und ausgeholfen und irgendwelche Missaufgaben gemacht für fünf Euro Stunden Lohn.
00:05:48: Oh, damit wird das nichts mit der Insel
00:05:50: tun?!
00:05:50: Nee, nee... ... in der Ausbildung gemacht.
00:05:53: zum OTA, am Deutschen Herdzentrum Berlin.
00:05:55: Ich habe also, du hast ja in einer Anmoderation schon oder vorher gesagt... ... es ist ja keine Operation am offenen Herzen, durfte ich schon mehrere mitmachen?
00:06:03: Ganz ganz spannend!
00:06:04: Kann man das kurz erklären?
00:06:05: OTA ist Operationstechnische Assistenten.
00:06:07: Ja, Entschuldige bitte, ja.
00:06:08: Operationstechnischer Assistent und so wie OP-Fleger.
00:06:11: Und man macht da so... Also man reicht die Operationsgegenstände an, guckt die ganze Zeit mit,... Man steht immer auf einem Treppchen meistens und guckt im OP Bereich den SITUS Und dann assistiert man dem Arzt.
00:06:25: Reicht die Gegenstände an, muss also die Operation auswendig lernen und was die Vorlieben des Arztes sind?
00:06:29: Und dann reagiert man da drauf und reicht dem Operationsinstrument an genau.
00:06:33: Und jetzt bist du quasi der Arzt und die anderen reichen dir die Rosinen und die Zutaten und du musst daraus was machen.
00:06:38: Ja ungefähr!
00:06:39: Genau, sehr gut.
00:06:42: Bevor
00:06:42: wir zum Ralf kommen ganz kurz werden erst mal von Ralf die Geschichte bis zu dem Zeitpunkt erzählen wo wir jetzt sind.
00:06:47: Du hast aber damals als du bei Pläns gearbeitet hast Was will ihr gar nicht wissen?
00:06:51: Der Dietmar Plens, die Lichtgestalt.
00:06:53: Ja
00:06:54: ja der Sonnenkönig wie wir ihn liebevoll nennen.
00:06:55: Der
00:06:56: Sonnen-König hat ja mehrere Kinder.
00:06:58: ne also mehrere Töchter fünf glaube ich.
00:07:00: Fünf Kinder genau.
00:07:01: Vier Töchter ein Sohn.
00:07:03: So war es also fünf Kinder so insgesamt und eine der Töcher war ja damals schon in der Bäckerei irgendwie zumindest ab und zu mal im Umfeld zu sehen als
00:07:11: du da gearbeitet
00:07:11: hast.
00:07:11: Hast du damals schon einen Auge auf sie geworden?
00:07:13: Ja doch tatsächlich!
00:07:15: Aber nur für eine kurze Periode habe ich mich wie ein Trampeltier verhalten.
00:07:19: Hab sie hier verstoßen mit meiner bescheuerten Art, hab ihr an ihrem Geburtstag erzählt dass sie ein anderes Mädchen verknallt war.
00:07:26: das war vielleicht nicht ganz so schlau ja aber nicht so schlaw.
00:07:35: Nee, habe ich mich auch später für entschuldigt.
00:07:36: Timing!
00:07:37: Als du nix timing.
00:07:39: Hat sie dir verziehen?
00:07:40: Sie hat mir verziehen und ich hab ein Jahr später ungefähr nochmal einen Versuch gestartet weil ich dann nachdem ich sie besser kennengelernt hab noch dachte ey die ist echt toll.
00:07:48: Dann hab' ich mich um sie beworben und hab gefragt ob ich um sie kämpfen darf.
00:07:52: Ich möchte an der Stelle ganz kurz einwerfen dass beide sich eine Plenzzochter geschnappt haben sozusagen.
00:07:58: Beide sind mit einer Pläns verheiratet und dementsprechend haben sie auch Anspruch darauf, in dieser großen Bäcker-Dinastie zu wirken.
00:08:05: So Reif!
00:08:05: Das müssen wir noch klären.
00:08:06: Ja?
00:08:07: Müssen wir noch Klären
00:08:07: ja?!
00:08:08: Ich dachte ihr habt es euch schon erarbeitet dass ihr da...
00:08:10: Nee, Anspruch nicht!
00:08:11: Wir haben tatsächlich unsere Frauen sind selber sehr dankbar das wir in der Firma arbeiten und sie sich nicht irgendwie gedrängt fühlen mussten in den Familienbetrieb einzusteigen, auch wenn der Druck von den Eltern nicht da war.
00:08:23: Aber so unterschwellig schwingt das vielleicht doch mit, auch wenn es vielleicht nicht ausgesprochen wird.
00:08:26: Oder man stellt sich froh, dass wäre die Verantwortung und da sind beide wirklich dankbar, dass wir irgendwie diesen Familienzweigdaar weiterführen.
00:08:33: an der Stelle tatsächlich.
00:08:34: Und die beiden Frauen müssen dann nicht mitarbeiten?
00:08:36: Wir
00:08:36: sind beide Lehrerinnen – meine Frau ist Lehrerin von Max
00:08:39: Ohr.
00:08:39: Meine Wirtlehrerin.
00:08:40: Ja mein Ohr!
00:08:41: So Ralf jetzt du.
00:08:43: Kommst aus Berlin geboren in...
00:08:45: Zählnorf im Waldkrankenhaus.
00:08:47: In two ninety-two.
00:08:48: Genau bin noch nicht so alt.
00:08:50: Nee auf keinen Fall Du bist noch sehr, sehr jung.
00:08:53: Also das heißt du hast noch eine große Karriere vor dir und bist dann aber schon als du ziemlich jung warst umgezogen in die Ofenstadt nach Felden?
00:08:58: Genau richtig also.
00:08:59: meine Eltern haben in der Stadt gewohnt.
00:09:01: wir haben in einer größeren Mietzwohnung oder so ein Wienmietzhaus gewohnten sehr nahe an der Arbeit von meinem Vater.
00:09:06: der hat in einer BAM gearbeitet im Berliner Bundesanstalt für Materialforschung und Prüfungen.
00:09:10: Der ist Chemiker und meine Mutter war immer Hausfrau.
00:09:12: Aber die Stadt war damals ja auch schon dreckig oder noch dreckiger wie auch immer Und wir haben als Kinder mehrmals im Jabronchitis gehabt Mein Onkel mit seinen Kindern, also Cousin aus Berlin rausgezogen ist.
00:09:25: Haben meine Eltern sich ein Jahr später herangehangen und haben in der selben Stadt auch in Felten in Haus gefunden.
00:09:29: Und da haben wir dann mit dem Garten ab, von den letzten acht, neunzig gewohnt.
00:09:32: Und das war aus meiner Sicht genau die richtige Entscheidung.
00:09:35: Also mit Kindern wenn es möglich ist, da ein bisschen mehr frei herum zu haben.
00:09:38: Das hat uns sehr gut getan!
00:09:40: Du hattest mit dem Bäckereihandwerk zu dem Zeitpunkt noch gar nichts am Hut?
00:09:43: Nee, gar nix.
00:09:43: Ich bin im Felten morgens zum Bäcker oft gefahren, gab noch mehrere Handwerker dort... die leider mittlerweile geschlossen haben, aus verschiedenen Gründen Nachfolge und so weiter.
00:09:54: Da habe ich mal morgens Rosinbrötchen geholt mit einem Fahrrad alleine oder mit dem Papa zusammen.
00:09:58: Das war mein Kontakt der... man kennt sie noch?
00:10:00: Diese Tafel mit diesem Bäcker, der so winkt, die so am Straßenrand steht, wo er so geöffnet drauf steht bei
00:10:06: frischem
00:10:06: Brötchen.
00:10:07: Der Klassiker, da bin ich immer darauf zugeradelt von Becker Zöllner.
00:10:11: Becker-Zöllner ja!
00:10:12: Das waren doch nicht Pläns damals.
00:10:13: Nee, also einer der Handwerker.
00:10:15: Becher Zölller, Becher Hübsch sind die Handwerke an Fällen, die ich noch kenne.
00:10:18: Genau, Bäckerei Pläns kenn ich erst von später.
00:10:21: Du wusstest aber damals schon dass es die Bäckerei Pläntz gibt?
00:10:23: Nee gar
00:10:23: nicht!
00:10:24: Kein Glossenschimmer!
00:10:25: Ja, als ich meine Frau kennengelernt hab hat das irgendwie für mich Sinn ergeben...
00:10:30: Also es gibt ja zwischen euch Parallelen.
00:10:32: also ihr habt nicht nur eine Plänztochter geheiratet, ihr habt auch ne Vorliebe für Dänemark Urlaub und so weiter, ja unabhängig voneinander.
00:10:37: Und ihr seid Arbeitskollegen seit fünfzehn Jahren könnte man sagen, ne?
00:10:40: Dann seid ihr seit fifteen Jahren verwandt?
00:10:42: Sparger, genau.
00:10:43: Genau, Arbeitskullegen seit zehn Jahren verwandt seit fünf Zehn Jahren Genau.
00:10:46: Und ihr seid aber auch seit vielen Jahren auch richtig dicke Freunde, habe ich so das
00:10:49: Gefühl?
00:10:50: Also Brüder würde ich sagen...
00:10:51: Du bist der Bruder den ich nie hatte!
00:10:53: Ja gleichfalls.
00:10:54: Aber ich muss dazu mal sagen manchmal ist es ja so dass Brüders sich nicht gut verstehen weil euch hat man den Eindruck ihr seid wirklich Ihr passt wie Arsch auf einmal.
00:11:00: Das ist unfassbar.
00:11:01: Wir hatten einen Moment vor etlichen jahren Da haben wir uns unterhalten und wir ausgesprochen kurz wegen irgendwas Ich glaube bei von uns ging es halt dich kleiner und irgendwie so genannt haben also ab da wartet irgendwie wie ist nicht
00:11:13: Seelenverwandt war's?
00:11:14: Das ist glaube ich der Punkt, der es trifft.
00:11:16: Ihr seid Seelenverwandt?
00:11:18: Also ihr seid beide komplett artfremd!
00:11:19: Du Mediziner, du Maschinenbau-Engineur kommt gleich zu und ihr seid jetzt im Bäckerhandwerk miteinander unterwegs um quasi dieses Universum für euch zu erobern.
00:11:28: Das macht auch richtig Spaß.
00:11:30: also ich will das auch mit keinem anderen machen dass ja ganz verrückt... Ich sage immer so ein bisschen das meine Work-Wife.
00:11:36: Wir verbringen sehr viel Zeit miteinander und haben immer noch Bock Freizeit miteinander zu verbringen.
00:11:42: Das ist eigentlich ein gutes Zeichen und wir müssen uns auch abgrenzen und sagen uns gegenseitig, hey du jetzt reicht's mal, ich brauche eine Pause.
00:11:48: das ist auch wichtig in jeder guten Beziehung.
00:11:51: auch daran zu arbeiten macht sehr viel Spaß und ich weh es damals noch Kaldid mal im Jahr zweitausendfünfzehn Familienrat gehabt Und dann ja so ein bisschen geöffnet das Ganze.
00:12:02: Hey, liebe Familie!
00:12:03: Hier sind die Zahlen... Das ist die Perspektive.
00:12:06: Wir suchen eine Nachfolge und dann ist so ein bissel dieser Gedank entstanden.
00:12:10: Hey alleine wär mir das zu viel aber mit Ralf zusammen oder mit Rolf und Emily.
00:12:14: Eine andere Tochter noch da konnte ich mir das plötzlich richtig gut vorstellen hat das Gestalt angenommen.
00:12:20: Da war Medizin auch immer nicht mehr so wichtig wie vorhin?
00:12:22: Ja ich habe ja sechs Jahre auf meinem Medizinstudium Platz warten müssen hab die UTA-Ausbildung gemacht, in meinem Beruf gearbeitet.
00:12:29: In Gießen an der Universitätsklinik im Allgemeinchirurgischen OP bin dann von dort aus nach Rostock wieder zurück, um dort Medizin zu studieren und das war schon mein Weg!
00:12:38: Ich habe den Berufsweg und das alles auch echt gefeiert mit Höhen und Tiefen, mit allem was dazugehört.
00:12:45: Und dann kam dieses Angebot von meinem Schwiegervater und das hat mich einfach nicht losgelassen.
00:12:50: also ich weiß noch es war im Frühjahr, zwei tausendsechzehn, kam dieses Angebot Und im Familienurlaub.
00:12:58: Und dann war einfach so eine innere Unruhe und dieser Gedanke, ey was ist wenn ich diesen Weg einschlage?
00:13:03: Ich hab mit meiner Frau viel darüber gesprochen auch mit anderen Leuten die mich gut kennen um Rat gefragt... ...und habe ihn nochmal angerufen und mich vergewissert.
00:13:11: Du Kaldidmar hast du das ernst gemeint?
00:13:14: Das lässt mich nicht los!
00:13:15: Dann war er ganz irritiert und meinte ja also im Prinzip schon.. ..und dann habe ich gesagt boah ey nach knapp drei Monaten überlegen ich will das wagen meine Frau das klargemacht und sie meinte, ich unterstütze es.
00:13:27: Ich will das
00:13:28: auch.".
00:13:28: Cool!
00:13:29: Und dann bin ich ja bei der Uni dabei gesagt und bin wieder in die Heimat zurück.
00:13:34: Keinen Monat zu früh, mein Schwiegervater hat einen schweren Burnout bekommen, sein Ersten... Da konnte ich ihm viel unter die Arme greifen, habe alles organisiert, Klinikaufenthalt, Versicherung, so die ganzen Sachen um das zu klären und war einfach da und konnte schon Sachen mit übernehmen.
00:13:51: Glaubst du ein bisschen an Schicksal?
00:13:54: Die großen Fragen werden ausgepackt.
00:13:57: Schicksal nicht unbedingt, nee ich glaube das ist was größeres gibt und dass es Bedeutung gibt im Leben und dass sich lohnt die zu suchen und dass sie auf unterschiedliche Arten und Weisen zu finden gibt.
00:14:09: gerne nochmal vertiefen aber dass uns Sachen vorbestimmt sind falls du so schicksal für dich definierst glaube ich nicht unbedingt.
00:14:16: ich glaube dass Dinge sich verändern können.
00:14:18: Aber so
00:14:18: ein bisschen Philosoph steckt auch in dir, muss ich mal sagen.
00:14:20: Ah, liebe Philosophie!
00:14:22: Meine Frau ist ja Theologin von daher... Ich muss mich damit beschäftigen, sonst gehe ich unter Abende
00:14:27: der Diskussion und...
00:14:30: Ralf, hattest du auch diesen Moment?
00:14:32: Nachdem dieses Angebot unterbreitet wurde, dass du sagst okay, ich habe mich eigentlich für Maschinenbau entschieden und ich wollte da eigentlich Ingenieur oder hab als Ingenieur gearbeitet?
00:14:40: Bei mir war das so, Im Studium im Bachelor eine sehr schwierige Prüfungszeit hatte, also während der Bachelorarbeit.
00:14:46: Da war ich bei Siemens im Dualen Studium und die Abteilung, in der ich geschrieben hab' und meine Arbeit selber das war ein bisschen... ...war nicht so spannend, dass Thema war.
00:14:53: Ich habe am Gasturbänenwerk in Berlin studiert.
00:14:56: Aber
00:14:57: Fegen hast du gelernt?
00:14:58: Fegen habe ich gerne feilen auch!
00:15:01: Ich auch!
00:15:03: Das war irgendwie ein bisschen schwierig und ich habe in der Zeit bei Siemens dann eine Negativ-Erfahrung gesammelt, was jetzt das Büro die Ingenieurarbeit anging.
00:15:10: Und da hab' ich mich entschieden, Master weiter zu studieren – das war nicht mehr dual!
00:15:13: – und hab' dann über einen Professor, der auch mit Siemens vernetzt war
00:15:16: usw.,
00:15:18: über Kontakte, eine Masterarbeit in Hamburg bekommen, wo ich den Gasturbinkraftwerk auf dem Containerschiff also im richtigen Forschungsprojekt, im Industrieprojekt mit richtig Volumen dahinter ausgelegt und optimiert haben.
00:15:28: Also hatte ich eine richtige Aufgabe.
00:15:29: Das waren ein bisschen mehr als normale klassische Masterbeit Und habe da sehr positive Erfahrungen gesammelt als Ingenieur im Team, internationale Firma.
00:15:37: Dienstreisen nach Paris, nach Italien das war total geil und hab danach überlegt was mache ich weiter?
00:15:44: Mache ich mich selbstständig bleibe in der Firma will ich weiter diese Büroarbeit und die Rad im Getriebe bleiben... ...und in der Zeit kamen das Angebot wo ich die Masterarbeit geschrieben habe Und ich habe gemerkt, das lässt mich auch nicht los.
00:15:55: Ich will mal ausprobieren wie es ist.
00:15:57: Also es gibt jetzt nicht zwanzig Familienbetriebe wo es die Chance gibt zu arbeiten.
00:16:01: Ich hab mich früher immer um technische Dinge und so weiter gekümmert oder interessiert aber eigentlich ist meine Stärke analytisches Denken- und Probleme lösen... Das
00:16:10: passt ja noch!
00:16:11: ...und das ist am Ende das Einzige was ich den ganzen Tag mache und mich hat das in den Fingern gejuckt, das mal auszuprobieren und wegen Thema Schicksal.
00:16:19: Also ich glaube nicht dass es irgendwie einen Weg gibt der vorbestimmt ist, aber ich habe schon in den Jahren davor immer wieder mal mit meiner Frau drüber gesprochen.
00:16:26: Ob das mal eine Option ist vielleicht Betrieb zu arbeiten und so weiter, aber nie dass wir es geplant hätten.
00:16:31: Und dann kamen das Angebot und haben gesagt kommen irgendwie wir müssen das probieren.
00:16:34: also ich beiß mir den Arsch mein Leben lang wenn ich das jetzt nicht mache.
00:16:38: Das ist so once on a lifetime dieser Moment.
00:16:40: Ich hab mir dann zwei Jahre Bedenkzeit erbeten.
00:16:42: Also ich weiß nicht wie's bei dir war.
00:16:43: ich hab gesagt ich bin zwei Jahre da und nach anderthalb Jahren waren an Dänemark Da war ich am Strand abends einem Auto kann man da in einer Nordseesow auf dem Strand fahren die Kinder oder meines Kindes draußen gespielt.
00:16:53: Ich hab gedacht, Alter Scheiße ich muss jetzt mal hier diese Entscheidung vorbereiten.
00:16:56: Ich habe mir eine Pro-Kontraliste gemacht auf meiner Hand quasi so mir rufgeschrieben...
00:17:01: Mit Kugelschreiber?
00:17:01: Und ja bei Contra gab es nur einen Punkt und alles andere war pro.
00:17:05: und da dachte ich eh irgendwie beschörende machst du jetzt her!
00:17:07: Und dann habe ich nach anderthalb Jahren gesagt ich bleibe und dann ging natürlich auch die Schritte mit Verantwortungsübernahmen und so bei uns beiden kontinuierlich seit wir da waren eigentlich aber da wo sicher war dass wir bleiben hat das dann richtig Fahrt aufgenommen.
00:17:19: und jetzt sind wir am zehnten Jahr der übergearbeitet.
00:17:23: Zu dem Zeitpunkt, dass du die Entscheidung gefällt hast... Ich mach das mal!
00:17:26: Warst du ja schon in Betrieb?
00:17:27: Ja ich war auch schon fester damit irgendwie verheiratet.
00:17:30: Ich treffe
00:17:31: gerne
00:17:33: eine Bäckerlehre genau.
00:17:34: Ich habe ja quasi Medizinschuldung abgebrochen bin dann nochmal richtig in die Lehre gegangen bei uns aber in jedem Bereich auch mit gearbeitet und danach die Fortbildung zum Bäckermeister gemacht.
00:17:46: Mir gewünscht, sehenlichst das Ralf mit ins Unternehmen kommt und dass er die Entscheidung trifft.
00:17:50: Ich hab daraufhin gefiebert.
00:17:52: Du sagt hast es mir nicht?
00:17:53: Na
00:17:53: ja!
00:17:53: Jetzt hat er's wiederholt jetzt weißt du es und jetzt weiß ich die ganze Welt darüber Bescheid
00:17:57: ne?!
00:17:57: Ich bin
00:17:58: ja auch der Meinung, dass ich ihn geholt habe so ein bisschen...
00:18:02: Weißte eher sieht das genau anders rum, weißt ihr?
00:18:04: Nee ist schon so.
00:18:05: Max ist da vorangegangen Das ist schon richtig.
00:18:07: Und mit der Perspektive alleine ohne zu wissen auf was ich mich einlasse hätte ich glaube ich nicht jahre gesagt
00:18:12: Es ist auch keine leichte Entscheidung.
00:18:14: aber vielleicht mal an dieser Stelle Darf ich eigentlich die Zuhörer direkt ansprechen?
00:18:17: Natürlich.
00:18:18: Liebe
00:18:19: Zuhöre, wenn ihr bitte einen Familien- oder ein Handwerksunternehmen übernehmen könnt prüft es ob wir das macht weil ist eine geile Arbeit.
00:18:26: Wir brauchen Leute, die Bock haben Verantwortung zu übernehmen.
00:18:28: Wir brauchen Menschen, die gestalten wollen und die in ihrem Umfeld einfach positive Schaffenskraft ermöglichen.
00:18:37: Und Ich finde es total wichtig dass wir da junge Menschen für begeistern und denen auch vorleben Dass das Spaß macht.
00:18:43: Weil Die Diskussion in den In vielen Medien ist ja oft irgendwie, was läuft schlecht?
00:18:48: Welche Straße wird gerade blockiert von wem oder so.
00:18:51: Nicht bei uns!
00:18:52: Welcher Politiker macht welche Entscheidung oder so.
00:18:54: aber das Leben findet ja oft woanders statt und es passiert mit Menschen die leben gestalten.
00:19:01: und deshalb möchte ich so Mut aussprechen ey wenn ihr ein Familienunternehmen habt, ihr habt etwas anderes gelernt guckt euch all von mich an Es ist nie zu spät doch nochmal zu prüfen und zu sagen Ich probiere das wenigstens mal aus weil wir brauchen euch da draußen Weil's
00:19:15: am Schiff geht.
00:19:17: Schiefgehen kann schon einiges, aber es spricht eine Menge dafür das zu tun.
00:19:20: Guck mal ich bin ja sowieso persönlich Unterstützer des Handwerks.
00:19:22: Erstmal habe ich auch irgendwann in meinem ersten Leben einen handwerklichen Beruf gelernt was nicht schadet weil jetzt kann ich ja mit den Händen hier die Knöpfe drücken und weiß wie das funktioniert.
00:19:29: Was hast du gemacht?
00:19:30: Ich war Installateur für Heizung und Klimatechnik.
00:19:32: Geil!
00:19:33: Na so geil war's nicht, ich wollte es nicht machen.
00:19:35: Ich musste es machen aber irgendwann habe ich es durchaus als positiv angesehen dass ich mal einen handwerklichen beruf gelernt habe.
00:19:41: Das glaube ich von Vorteil ganz klar.
00:19:43: Und jetzt unterstütze ich das Handwerk wo ich kann Tischleinungen zum Beispiel.
00:19:45: jedes Jahr modere ich die gute Form.
00:19:47: Das ist also der Gestaltungs- setbewerb, wo die Tischlergesellen ihr Gesellensstück fertig machen und dann eine Ausstellung damit und dann gibt es Preisträger und so.
00:19:53: das ist toll.
00:19:55: Asollomital!
00:19:56: Und was wir alles machen?
00:19:56: Wir unterstützen ja ganz viel das Handwerk.
00:19:58: Meine beiden Bonuskinder arbeiten im Handwerk einmal Zahntechniker und einmal bei der ODIC als Mechatroniker sozusagen.
00:20:05: Also ich finde das ganz, ganz toll.
00:20:06: macht was im Hand werk Leute
00:20:08: auf jeden Fall.
00:20:09: Auf jeden Fall ist es eine sehr erfüllende Arbeit.
00:20:12: man sieht was man gemacht hat.
00:20:13: Es ist praktisch hilfreich fürs Leben.
00:20:15: Da passiert die Wertschöpfung.
00:20:17: Vorne Brandenburg, ne?
00:20:18: Absolut!
00:20:18: Vor allen Dingen bei uns im Brandenburger.
00:20:19: Und es kann auch nicht schaden zwischendurch mal eine Pfeile zu bewegen und ab und zu auch mal den Dreck wegzufegen weil das lernt auch fürs Leben.
00:20:26: Das hat Spaß gemacht.
00:20:26: also was spannend ist du bist ja Bäcker geworden Max und ich habe ziemlich von Anfang an gesagt ich hab keinen Bock nochmal jetzt mich hinzusetzen Also richtig eine Lehre zu machen.
00:20:36: wir haben zwar unsere Gedanken gemacht über Weiterbildung und so aber Ich glaube dass ich der sechsten Generation an die wir irgendwann übergeben wollen, ganz stark empfehlen würde auf jeden Fall nochmal eine Ausbildung zu machen einfach weil das später nicht mehr nachholen kannst.
00:20:51: Das ist das Problem.
00:20:52: Das machst du nicht wenn du Personalverantwortung hast oder wie in neunzehn, elf Stunden mal durchziehst und dann noch einen sechsten Tag und noch am Wochenende mails und so.
00:21:00: Das funktioniert nicht!
00:21:01: Also dich Max hattet ja sehr herausgefordert also die Bäckerausbildung und auch zum Bäckermeister war er super anstrengend auch einfach da passt kein Papier mehr dazwischen.
00:21:11: zu anderen Themen.
00:21:12: Ja, also das war eine sehr herausfordernde Zeit.
00:21:15: Wir haben das auch ein bisschen modifiziert würde ich mal sagen.
00:21:19: Also ich habe befreit von der Schulpflicht, hab ne private Lehrerin bekommen.
00:21:24: die hat mich immer montags unterrichtet vier Stunden Hausaufgaben, vier Stunden Unterricht und dadurch konnte ich dann das ganz gut lernen weil intellektuell habe ich das irgendwie hinbekommen und dann habe wir auch ganz gut abgeschlossen.
00:21:38: Die Herausforderung war dann in den Prüfungen immer das praktische, weil ich nicht so viel praktischer Erfahrung hatte.
00:21:42: Das musste ich durch Vorbereitung und viel üben auch in der Freizeit ausgleichen.
00:21:46: Und gerade im Meister habe ich das schon gemerkt, dass mir da Routine einfach gefehlt hat... Geht
00:21:51: es über anderen die das schon gelebt
00:21:53: haben?
00:21:53: Genau!
00:21:54: Da habe ich dann eine gute Planung und durch viel Gebet versucht das auszugleichen..
00:21:58: Das hat funktioniert mit dem Gebet ja?
00:22:00: Erstaunlich Ja!
00:22:01: Ist
00:22:02: gut.
00:22:02: aber ich meine guck mal du wolltest eigentlich Chirurg werden
00:22:04: ne?!
00:22:05: Und Chirurgen sind ja die Handwerke unter den Ärzten.
00:22:07: So könnte man das ja sagen, weil da ist ja auch Handwerk.
00:22:10: Knochen, Segen und so... Das ist ja Handwerk!
00:22:12: Richtig, richtig.
00:22:12: Ja?
00:22:12: Da gibt es gute und schlechte, ne?
00:22:15: Ja, das gibt es, ja.
00:22:18: Das rechte war noch einmal auf der linken Seite dran, da hat er wohl was verwechselt.
00:22:22: Ja, obwohl in meiner Zeit habe ich viele, viele gute Ärzte kennengelernt, die alle sich sehr an Arsch aufreißen.
00:22:28: an Stellen, wo auch das System Schwierigkeiten bereitet?
00:22:31: Absolut.
00:22:31: Deshalb mal ein Hoch auf alle Mediziner da draußen die mehr machen als nur ihren Job.
00:22:35: Ja
00:22:35: danke!
00:22:36: Und für alle die sagen dass es nicht nur im Beruf sondern in Berufung.
00:22:39: Das ist in eurem Fall so, das ist in meinem Fall so und das ist im Fall von vielen Medizinern und vielen Handwerkern genauso.
00:22:44: So Reif du hast bis zu einer Erklärung schuldig.
00:22:47: Wir sind abgedriftet.
00:22:48: Ja
00:22:49: wir sind eine Erklärungsschuldige und zwar wie die Frau Plants in deinem Leben trat Wenn du kein Kunde warst, der Bäckerei plant.
00:22:55: Sondern bei der Konkurrenz einkaufen ging's.
00:22:57: also wie
00:22:58: ist diese Frau in dein Leben gekommen?
00:22:59: Also ich bin entfälten aufs Gymnasium gegangen und unter mir in der Stufe war Helen meine Frau.
00:23:06: Und damals haben wir noch Facebook benutzt sehr ausgiebig.
00:23:10: oder gab es noch nicht
00:23:11: so viel Facebook?
00:23:12: Du bist ja auch ühe.
00:23:13: Ja,
00:23:16: ich benutze
00:23:16: Parallel auch noch andere.
00:23:18: Ich benutze auf TikTok und Instagram aber ich benutzen auch noch Facebook.
00:23:21: Nee da bin nicht raus!
00:23:22: Aber damals hab' ich... Da gab's ein Profilbild, da kommt man sehen auf welche Schule man geht und so weiter.
00:23:26: Oh nee war das Schülerforzett?
00:23:27: Die Schülerforzeit glaube ich auch wie Aroma.
00:23:30: Und mein Cousin, viele Grüße Johannes an dich in Köln.
00:23:33: die hatten Korb bekommen von Helen weil er sie angeschrieben hat und dann habe ich quasi Die zweiten Versuch gestartet und dann haben wir uns halt kennengelernt, waren relativ zugelegt zusammen.
00:23:43: Dann bin ich in ein Studium gegangen, wir haben uns verlobt... ...und als sie ihr Abi gemacht hat, haben wir geheiratet und dann sind wir nach Berlin gezogen, genau bei dem Studium.
00:23:51: So ging jetzt los!
00:23:53: Lass das mal bitte auf euch wirken ja?
00:23:54: Währends die Abi gemacht hatte, haben wie geheiratete.
00:23:57: Und das ist ja auch eine Gemeinsamkeit, die euch beide verbindet.
00:23:59: Ihr habt beide mit kurz über zwanzig gearbeitet.
00:24:00: Du warst glaube ich, du warst zwanzzig
00:24:02: ne?!
00:24:02: Ich war zwanziger, es war schon echt crazy.
00:24:04: also ich habe darüber nie reflektiert, sage ich mal ob das Alter da eine Rolle spielt.
00:24:08: Das hat Vor-Nachteile oder Vorteil und Herausforderung?
00:24:15: Der typische Unternehmerblick gibt keine Probleme, es gibt nur Herausforderungen.
00:24:19: Dadurch kannst du natürlich ganz anders zusammenwachsen.
00:24:23: aber dadurch bist du auch in dieser Prägezeit wo ich gemerkt habe dass das mit Mitte zwanzig vielleicht anfängt sich mal so Richtung Erwachsenen sein zu neigen.
00:24:34: Da hast du ganz andere Herausforderungen, Konflikte.
00:24:36: Du ziehst gerade von zu Hause aus und hast doch nicht alleine gewohnt so richtig?
00:24:40: Und da hast du eine andere Diskussion... Da lachen wir heute drüber, welche Farbe das Geschirr tuch hat, weil meine Mutter irgendwie eine Meinung hatte.
00:24:45: Viele Grüße, Mama!
00:24:47: Es war eine spannende Zeit.
00:24:49: Wir haben schon als wir uns kennengelernt haben so miteinander gesprochen, als wenn wir irgendwie verheiratet sind oder das Leben miteinander planen, dann haben wir gesagt, was soll's?
00:24:58: Was sollen wir jetzt warten?
00:24:59: Meine Großeltern damals haben glaube ich sechs Jahre gewartet.
00:25:02: Nach dem Krieg waren sie verlobt, das war dann relativ sehr lang.
00:25:05: Das war bei uns ein Jahr.
00:25:07: Passt immer noch.
00:25:07: Jetzt haben wir drei Kinder und sind sehr glücklich zusammen.
00:25:09: Weißt du wenn ich euch so anschaue?
00:25:10: Ich denke tatsächlich dass jemand im Hintergrund die Fäden gezogen hat.
00:25:13: Das soll alles so sein weißt du.
00:25:15: Das passt so ineinander wie so ein großes Puzzle Spiel.
00:25:20: Du legst die Teilerin und alle passen auf anhebende Sängs.
00:25:22: Bei der Bäckerei war das dieses Gefühl von irgendwann landlich in den Betrieb.
00:25:27: Das ist halt seltsam da!
00:25:29: Hatte jetzt natürlich auch, also war gab auch einige wirklich herausfordernde Jahre.
00:25:33: Wurde mal, wo ich ehrlich auch immer dachte ey ich schaffe es nicht mehr oder... War
00:25:37: das alles unter einen Hut zu bekommen?
00:25:39: Die Bäckerei und die Familie und all das?
00:25:41: Genau wir haben zweites Kind bekommen echt ja.
00:25:43: also ich habe zwei Kinder.
00:25:43: da kam eine zweite kurz vor Corona und dann im Lockdown mit einem Neugeborenen zu Hause.
00:25:49: Und das war ja nicht das Problem sondern zwanzig Prozent umsatzausfall über Nacht Mitarbeiter, die krank sind.
00:25:58: Wir hatten auch echte Corona-Wellen in der Firma.
00:26:01: Du hast plötzlich Probleme.
00:26:02: dann?
00:26:02: Die Inflation, dann hast du betrieblich ... war so ein Drive drin in den Jahren danach, also im Jahr zwanzig, zwanziger bis zum Jahr zweihundzwanzig.
00:26:10: Da bist du nicht ruhig eingeschlafen einfach so oder habe ich zumindest schon gegrübelt und haben uns jeden Tag Gedanken gemacht und drum gerungen um die richtige Entscheidung.
00:26:21: Also wir leben ja mit dem Menschen sehr nah zusammen in einer Firma.
00:26:24: Also von der politischen Gesinnung her, von der sexuellen Gesinnungen.
00:26:29: Von der Nationalität haben wir alles kunderbunden.
00:26:31: Blumstrauß.
00:26:32: und da hast du die, die sagen Corona gibt's nicht und die anderen die sagen ich komm hier nicht wenn nicht alle andere Maske tragen.
00:26:37: Und bringen wir das unter einen Hut.
00:26:39: und da haben wir in einer Geschäftsleitung In den ersten Wochen jeden Tag gesessen ein bis zwei Stunden wieder formuliert Die nächste Regelung wie gehen wir damit um?
00:26:47: was schreiben wir in den Läden?
00:26:48: Damit die Teams und die Mitarbeiter das mittragen?
00:26:50: also findet man den Konsens von hundertsechzig Leuten ... am Anfang der Corona-Krise.
00:26:55: Also, das hat schon irgendwie ... ... da haben wir schon ein bisschen Fehler gelassen.
00:26:58: Aber nichtsdestotrotz dieses Gefühl von ... ..."Das ist der richtige Platz auch in der Lebensphase".
00:27:03: Das habe ich nach wie vor tatsächlich!
00:27:05: Und Max hat es richtig erwischt bei Corona?
00:27:07: Du hast ja sogar noch eine Post Covid Erkrankung davon getragen
00:27:10: ne?!
00:27:11: Ja... Es ist zum Glück wieder gut aber war ein schöner Hammer.
00:27:14: Hat mich richtig weggehauen und ähm.... Ich bin dann richtig ausgefallen.
00:27:19: Ich hatte über einen halben Jahr lang Fieber Gelenkschmerzen, Schwindel.
00:27:24: Konnte nicht mehr klar denken, nicht länger als zehn Minuten reden, Spülmaschine ausräumen und dann vier Stunden liegen weil ich so fertig war.
00:27:31: Also war wünschig ehrlich gesagt Keiben.
00:27:34: Und dann war auch die Frage nach sechs Monaten wo es nicht besser geworden ist wie geht's weiter?
00:27:39: Wie gehts mit der Bäckerei weiter?
00:27:40: Kannst du
00:27:42: überhaupt wieder?
00:27:43: Ja
00:27:43: ja und da ging's mir sehr schlecht bin dann auch ein bisschen depressiv geworden und hab gesagt brauche jetzt Hilfe.
00:27:51: Ich bin Therapeuten gesucht, hab meine Freunde aktiviert, Netzwerk aktiviert und angefangen drüber zu reden.
00:27:57: Leute mir geht's schlecht ich brauch Hilfe.
00:28:00: Und das war richtig gut!
00:28:01: Das hat dann unter anderem parallel mit einer Trendwende in den Symptomen der Krankheit zu einer Verbesserung geführt.
00:28:09: Ist so
00:28:09: was der Kopf alles machen kann oder was er leisten kann?
00:28:11: Ja
00:28:12: und dann ein bisschen rumprobiert auch mit so'n paar neuen Studienergebnissen und so... ...ich war da nicht krank genug dass ich in dieses Programm der Charité komme.
00:28:20: Die haben aber angeboten, dass sie meinen Hausarzt coachen.
00:28:23: Der durfte einmal im Monat mit denen telefonieren und dann haben die den beraten wie der mich behandeln soll.
00:28:28: das war mega
00:28:29: geil!
00:28:30: War alles neu?
00:28:30: ne Karte man nicht?
00:28:31: Ja und dann bin ich in eine Post-Covid-Spezialklinik Reha gekommen und hier habe ich richtig aufgepäppelt.
00:28:36: Tageskliniken bin ich immer hingefahren und dann ging es Stück für Stück bergauf.
00:28:40: Und jetzt wir ja wie er aussieht ein Athlet steht da
00:28:42: naja Bauch.
00:28:44: Ich hab in der Zeit Diabetes noch bekommen wegen Corona Leberentzündung war alle Scheiße ... und hab dann ordentlich abgenommen, also ich war mal sehr viel schwerer.
00:28:53: Und auch als Bäcker Diabetes zu bekommen war nicht so geil aber hat mein Blick da noch mal anders geweitet... ...und das Verrückte ist in der Zeit ja auch mein zweites Kind geboren.
00:29:05: Ich würde jetzt rückblickend sagen,... ...dass ich diese Zeit nicht vermissen möchte.
00:29:10: Ganz verrückt!
00:29:11: Weil ich habe soviel über mich gelernt, über Belastbarkeit, wann ich stopp sagen muss wie ich mit mir selber umgehe.... Ich würde sagen, ich bin jetzt belastbarer als vorher.
00:29:20: Weil ich früher meine Grenzen verbalisieren kann.
00:29:23: Also es war im Endeffekt... ...ich bin auch so ein bisschen ein positiver Mensch der versucht in allem was positive zu sehen.
00:29:29: Ja, schuldig!
00:29:30: Im Sinne der positiven Anklage und gehörst auch dazu sehr
00:29:35: gut.
00:29:35: Und von daher für meine Tochter war's super weil der Papa zu Hause war und die hat das genossen.
00:29:42: Die hat das wenig mitbekommen wie schlimm es mir ging auch Und meine Frau war toll, die hat sie auch gefreut.
00:29:48: Im Endeffekt würde ich sagen ... Ich bin tiefgründiger geworden in der Zeit.
00:29:52: Das ist ja oft so, ne?
00:29:53: Dass schlimme Phasen im Leben oder Herausforderungen, wenn Sie einen nicht zerbrechen,
00:29:58: stärker
00:29:58: machen.
00:29:59: Absolut!
00:30:00: Reif hast du zwischendurch gedacht, ich weiß gar nicht ob der jeweils wiederkommt und was mache ich dann, wenn er nicht wieder kommt?
00:30:04: Definitiv.
00:30:05: Die Situation war so dass ... Ich will es noch kurz nach Ostern auf dem Geburtstag da waren wir zum Mittelalter zelten... Und Max war so angeschlagen und hat so rumgekränkelt auf der Party.
00:30:16: Und dann bist du da einfach umgefallen, so Grippe also zwei Wochen Bums Corona... ...und dann wurde einfach nicht besser.
00:30:22: Drei Wochen, vier Wochen krank, so kann ja mal passieren!
00:30:26: Und ich weiß gar nicht wann, nach ein paar Monaten.
00:30:28: Also es wurde irgendwie, dann blieb das Fieber und das Problem war so'n bisschen dass wir parallel bei uns in einer Backstube angebaut haben und wir hatten geplant die Planung zu machen, also Produktionsmaschinen zusammenzukaufen etc.
00:30:40: Und damit war ich dann relativ sehr alleine.
00:30:42: Da habe ich mich in diesem Modus schnell arrangiert, aber unter gewissem Preis, sag ich mal.
00:30:48: Also Stress symptomäßig und den Druck, den ich hatte und nur Chaka, also keine Sekunde Pause auf Arbeit immer noch geballert.
00:30:55: Und hab halt die Produktion mit zum Teil vertreten.
00:30:58: Zum Glück war da unser alter Backsturmleiter.
00:31:00: Stefan Hinsch war da, also Schwager von unserem Schwiegervater der die Bäckerei mit aufgebaut hat.
00:31:04: Der war für die Bäcker mit da, aber dieses Projekt voranzutreiben und auch zu schauen dass es in den anderen Abteilungen läuft das ist dann irgendwie mir in Vertretung auch mitzugefallen Und ich weh's noch.
00:31:14: nach circa, ich weiß nicht, vier, fünf Monaten haben wir das erst mal gesagt.
00:31:17: Du, wir müssen jetzt so planen als wenn Max nicht wiederkommt auch wenn es nichts an der Bemühung Richtung Reha Richtung Behandlung und so weiter ändern soll.
00:31:25: immer muss quasi das voneinander trennen.
00:31:27: Betrieblich müssen wir jetzt weiter denken und dem fast den Boden fast ausgeschlagen hat.
00:31:32: dann dass quasi die schwereren Emily, die dritte Tochter, die den Verkauf geleitet hat in der Zeit dann schwanger geworden ist Und auch relativ zugegig früher als geplant, nicht mehr arbeiten konnte wegen weil es einfach sonst dem Kind nicht gut getan hätte.
00:31:47: Also vom Stress her und so weiter.
00:31:49: Da war quasi die zweite Nachfolgerin mit raus.
00:31:51: wir sind ja zu dritt Emily ist ja noch in Elternzeit und da war ich alleine und dann hat der Schwiegervater noch eine schwere Grippe bekommen und war auch zehn Wochen nicht da einer von vier der letzte Buhikana.
00:32:00: Wow!
00:32:01: Die Folgen davon habe ich erst danach gemerkt wo Max wieder da war.
00:32:04: aber Ich hatte schon ein Schiss, dass er nicht wiederkommt.
00:32:08: Und erst als es... und ich habe das irgendwie, wie ich das mal gesagt hab, ich habe die Comics vorbeigebracht und wir haben öfter mal so gequatscht aber nie zu lange.
00:32:14: oder irgendwann später ging man spaziergangen, aber das war zum Ende wo es dir schon besser ging.
00:32:18: Vielleicht habe ich es auch verdrängt?
00:32:20: Ich weiß gar nicht mehr was ich da gedacht habe!
00:32:21: Ich habe eigentlich nur funktioniert ehrlicherweise.
00:32:25: Max wusstest du zu dem Zeitpunkt, dass die darüber nachgedacht haben, wie geht's ohne mich eventuell
00:32:29: weiter?!
00:32:30: Ja, das war sehr transparent und
00:32:33: offen drüber gesprochen.
00:32:35: Ich habe das auch unterstützt.
00:32:36: Also ich hab unterstützt dass sie ohne schlechtes Gewissen alles nötige tun damit der Lagen einfach weiterläuft und die nicht durchdrehen.
00:32:45: Das tolle an der Situation war also wir haben ja viele Mitarbeiter und haben leider immer wieder mit so schweren Krankheitsschicksalen zu tun wo jemand ausfällt oder sich was bericht oder irgendwie es ihm gut geht Und wir haben in den letzten Situationen, hier im letzten vier auch von Leitungsleuten wo wir so eine Probleme hatten ganz am Anfang gesagt damit es nicht wieder so scheiße ist.
00:33:07: Also Max hat dabei sich noch Arbeitspakete liegen und Themen wo er meinte die mache ich dann in ein paar Wochen oder das machen wir erst wenn Max wieder da ist.
00:33:15: Da haben wir zum Teil des Sortiment- und so einen halben Jahr lang nicht weiter angefasst weil wir gesagt haben naja Max ist nicht da.
00:33:21: und dann haben wir irgendwann gesagt ne stopp man muss auch.
00:33:24: Also der Status quo ist, er ist nicht da.
00:33:26: Der ist zu akzeptieren und dann springt die Vertretung.
00:33:29: Das muss vertreten werden.
00:33:31: Dieses Warten auf etwas wo er nicht weh ist wie der Ausgang es macht glaube ich selten Sinn Und das haben wir danach auch immer wieder angewandt bei anderen ausfällen von Leitungsleuten gesagt pass auf dir gehts nicht gut.
00:33:42: Es wird zwar besser werden und das wissen wir auch Aber wir denken jetzt schon ohne dich dass es oft im ersten moment ein sehr herausfordernder Moment vor allem für den Betroffenen.
00:33:50: Von daher danke Max dass du da sehr vorbildlich warst.
00:33:54: Konntest du dich auch nicht rühren?
00:33:57: Danke, dass du mich vertreten hast.
00:33:58: Das rechne ich dir hoch an.
00:34:00: Ist echt mega!
00:34:01: Max gab es den Moment wo du gesagt hast...
00:34:04: Ja auf jeden Fall in der Rehe als das richtig dann besser ging und ich gemerkt habe Ich werde wieder belastbarer.
00:34:09: Ich kann auf dem Ergometer aufm Fahrrad sitzen Und ich schaffe jetzt hier eine halbe Stunde zu strampeln und nächsten Tag schaff' ich thirty-fünf Minuten Grund.. Dann sage ich ..das war dann irgendwann absehbar.
00:34:19: Dass ist ne Frage.
00:34:20: der Zeit ist bis es besser wird.
00:34:23: Vom Kopf her hatte ich da irgendwann kein Zweifel mehr dran.
00:34:27: Vielleicht mal an der Stelle zu den ganzen Firmenübergabe nochmal einen Überblicksatz.
00:34:32: Sechzehn habt ihr damit angefangen, ne?
00:34:34: Ja.
00:34:34: Das war sechzehnt.
00:34:34: Unser Schwiegervater Khaledidna Plens hat früher als normalerweise also mit Anfang Fünfzig ja sich die Frage gestellt was mache ich eigentlich nach der Bäckerei und habe diesen Übergabeprozess angefangen auch weil er selber an seine körperlichen Grenzen gestoßen ist Und hat ja ein Burnout, und davor war es das Prinzip Sonnenkönig genannt.
00:34:54: Weil es gab keine Teamleiter und alle Mitarbeiter hat er sich direkt drum gekümmert und die geführt.
00:35:00: Und erst danach kam Fährleiter Backstubenleitung, Versandleitung Reinigungsleitung also die ganze Führungsebenen wurde danach eingezogen weil wir gesagt haben der Betrieb geht in die nächste Generation Es gibt eine Firmenübergabe und gleichzeitig wird die Struktur verändert.
00:35:17: Er hat einen sehr guten Freund, der immer noch bei uns arbeitet.
00:35:20: Der Halbtagstars Coach und Mentor vom Beruf sozusagen.
00:35:24: Und er hat ihn begleitet und hat mit überlegt was in der Firma strukturell geändert werden muss.
00:35:29: Also der ist kein klassischer Firmenberater jetzt aber der hat am Ende das gemacht eine Umstrukturierung.
00:35:36: Wir haben quasi ein zehn Jahres Plan aufgestellt wo wir jetzt im zehnten Jahr sind.
00:35:41: Wo wir gesagt haben eine Firmübergabe optimale wie rumadort Sieben Jahre, fünf bis zehn Jahre.
00:35:47: Und wir nehmen uns die zehn Jahre und in diesem Zeitraum sollen die verschiedenen Verantwortungsübernahme Schritte
00:35:53: passieren.".
00:35:54: Mit der Post-COVID Erkrankung von Max hat es insofern aus meiner Sicht zu tun was wichtig ist.
00:35:58: als es besser wurde war trotzdem nicht klar ob die volle Blassbarkeit wieder kommt also dass man erst mal wieder im Leben ist und auch wieder arbeiten kann.
00:36:07: Aber nach einem halben Jahr wurde wieder gearbeitet.
00:36:08: Das waren wir auf dem Messe gewesen, wie es sich noch in Stuttgart und hatten einen vollen Messertag.
00:36:13: Wer schon mal auf den Messe war, weiß was das bedeutet?
00:36:15: Und
00:36:16: so nach der Hälfte der Zeit sagt es doch, ich kann einfach nicht mehr... Ich war so voll auf, komm wir ballern los!
00:36:22: Da war wieder ein Dämpfer, okay kommt die Kraft wieder.
00:36:26: Ehrlicherweise würde ich das auch von außen bestätigen dass du grisellierender bist als früher wirklich weil die Krise dich quasi nicht klein gemacht hat.
00:36:35: Momenten, wo ich selber dann fahr zweifel bin.
00:36:36: Das macht es dann ruhiger und fokussierter.
00:36:38: also da ergänzt man uns sehr gut.
00:36:40: Da bin ich sehr dankbar ist glaube ich auch nicht selbstverständlich.
00:36:43: Also nicht aus jeder so einer Zeit geht man dann wie stärker hervor.
00:36:46: aber ich glaube das war nicht zu spät.
00:36:48: Optimaler Zeitpunkt seit wann bist du wieder hundertprozentig hergestellt?
00:36:51: Dreiundzwanzig
00:36:52: Also zum Ende des Jahres wollte er die Firmenübergabe abgewickelt haben, bis Ende sechsezwarzig.
00:36:56: Da müssen wir den Schwiegereltern noch beibringen!
00:36:58: Die wissen das auch gar nicht.
00:36:59: okay alles klar, dann hören sie das jetzt zum ersten Mal wenn Sie diesen Podcast.
00:37:02: ja das ist ja auch noch liebe Schwieereltern es ist wie's
00:37:04: ist
00:37:05: ne?
00:37:05: Wir haben ein loser Plan und zwar wir gehen ja ins hundertfünfzigste Jahr der Firma nächstes Jahr Und da haben wir den Zeitpunkt so'n bisschen aufgeweicht und dass wir wissen dass unser Schwiegervater auch nächstes Ja weil wo wir Hundertfünftig Jahre feiern werden für sich auch irgendwie eine Zäsur sieht, was auch immer das jetzt genau bedeutet ist die eine Sache.
00:37:24: Aber wir sind gesellschaftlich, wir sind Geschäftsführer in der fünften Generation und unser Schwiegervater kümmert sich vor allem um seine Themen, auch wenn er noch Geschäftsführer ist und auch die Antenne einer Firma hat.
00:37:34: aber ich denke es geht einfach einem gesunden Tempo da weiter und da haben wir glaube ich einen ganz guten Modus gefunden oder sind dabei zu finden.
00:37:43: Hundertfünfzig Jahre Bäckerei Plants.
00:37:45: Achtzehn, siebenundsiebzig war das Gründungsjahr.
00:37:46: es gibt auch ein Brot dass diesen Namen trägt.
00:37:50: Mit den Inhaltsstoffen von damals.
00:37:51: aber der Geschmack ist noch wahrscheinlich deutlich besser als früher oder Max?
00:37:54: Ja hat sich schon bisschen weiterentwickelt.
00:37:57: also wir backen jetzt seit knapp dreißig Jahren in der Schwante.
00:38:00: obergremer kann man super erreichen mit dem Auto kurz vor einer Autobahn beim Berliner Ring haben schön Holzbackofen vor Ort wo wir mal Freitag Samstag backen und Wir versuchen, die Rezepte natürlich so nah wie möglich auch an den überlieferten Rezepten zu lassen.
00:38:15: Es gibt mittlerweile aber auch Zutaten, die einfach total geil sind Apfelfasern, Flosamschalen, natürliche Zutatens, die bakt technologische Eigenschaften haben, die Brot frischer machen und die Kunden wollen das.
00:38:28: Die erinnern sich manchmal noch an, wie es früher war – glauben sie zumindest!
00:38:32: Aber in Wirklichkeit erinnernd sich keiner mehr dran... Und wenn man heute ein weiches frisches, geiles Brot ist mit tollen Zutaten und natürlichen Zudaten.
00:38:40: Und danach kein Wandsdrammel hat?
00:38:41: Dann ist alles gut.
00:38:42: Genau
00:38:42: richtig!
00:38:43: Wir bauen ja auch unseren eigenen Champagnerong durch einen befreundeten Landwirt in Schwante an.
00:38:48: Das schon eigentlich ganz cool aber... Zurück zu der Frage.
00:38:51: Also, die Roggen-Mischbrot ist ein bisschen ein altgeliebter Klassiker aber mit einer tollen Frischhaltung und tolle Kruste und eben oben diese klassische Achtzehn-Siemund-Siebzig aufgestempelt.
00:39:02: So wie so einen Brenn-Eisen?
00:39:03: Ja
00:39:04: genau!
00:39:04: Wie so früher die
00:39:05: Kühe gekennzeichnet wurden wird dieses Brot quasi mit einem heißen Eisen.
00:39:09: oder wie macht ihr
00:39:10: das?
00:39:11: Das ist so ein Brotstempel mit Mehl... Wir haben mal Brote gebrandet, Bullenbrot Da haben wir einen Eisen und Schmieden lassen.
00:39:18: Und hier haben wir heiß gemacht, dann reingebrannt in Brandzeichen.
00:39:22: Wir reden gleich über Produkte und die Dinge, die da dranhängen, weil es gibt ja auch immer Produkte- und Projekte, die quasi Hand in Hand ineinander greifen.
00:39:30: Das ist eine schöne Geschichte!
00:39:31: Ich möchte noch mal ganz kurz auf den Chef zurückkommen, auf Karl Dietmar Pläns, den Sonnenkönig... Nennt ihr ihn immer wirklich Karl Dietmar?
00:39:40: Oder sagt er nur Dietmar.
00:39:41: Manchmal sage ich auch so wie die Autokorrektur verändert, Kai Diekmann wenn ich es in das Handy spreche.
00:39:48: Das passiert manchmal bei Autokorektor.
00:39:49: Oder
00:39:50: manchmal nenne ich ihn auch Karl Dietmer nach Karl Drogo aus Game of Thrones genau.
00:39:56: Aber
00:39:57: eigentlich Dietmar!
00:39:58: Seine Frauen sind den Carl Dietmar.
00:39:59: Okay,
00:40:00: Karl Dietmar.
00:40:01: Das klingt immer so wie ich habe jetzt was zu beanstanden.
00:40:04: Ist es sehr liebevoll?
00:40:05: Ja!
00:40:05: Ich hab ihn auch immer nur Dietmar Pläns genannt.
00:40:08: Weil ich hab ihn ja mehrfach kennengelernt auf diversen Veranstaltungen und das ist wirklich eine Lichtgestaltung, das muss man mal so sagen.
00:40:15: Also der
00:40:15: Steck... Er ist ja groß.
00:40:17: Genau.
00:40:17: Und
00:40:18: er steckt von Ideen.
00:40:19: Ihr habt auch ein paar Sachen schon zusammen gemacht oder?
00:40:21: Natürlich
00:40:22: wir sind quasi so.
00:40:23: also wenn ich jetzt mal zeige meine beiden Finger, wir sind schon Geschäftspartner Wir sind ja Privatradio für Brandenburg und Berlin.
00:40:35: Alle Leute, die bei uns für ihre Produkte werben, sind irgendwie auch automatisch Freunde des Unternehmens.
00:40:40: Dietmar ist so ein Menschenfreud, macht gerne was mit Leuten.
00:40:43: Also fixe Idee.
00:40:45: Da gibt es nichts, was sicher ist vor ihm.
00:40:47: Er hat das Marketing stark geprägt.
00:40:50: Wer vielleicht seine Bücher kennt oder wenn man mal mit ihm bespricht, sagt er auch oft, der ist nicht so der beste Bäcker gewesen.
00:40:55: Aber erst einmal ein Menschentyp gewesen und voller Ideen.
00:40:58: Und das ist ja auch unser slowo, die sehr frisch gebackene Idee und dass es einfach im Programm schon seit über jetzt bald vierzig Jahren auch seit er in einer Firma ist und da hat er quasi nichts ausgelassen.
00:41:09: Schon noch zum Teil Trends aufgegriffen bevor sie Trends waren und so.
00:41:12: Das ist ganz spannend, wenn man jetzt zurückblickend in den letzten Jahrzehnte schaut.
00:41:16: Das ist eine enorme Stärke der Firma, also gewesen und auch immer noch.
00:41:21: Aber das ist sehr viel um seine Personen gewesen und eine große Herausforderung für uns ist natürlich in der Übernahme auch die Frage haben wir uns hergestellt was machen wir mit dieser Person, die so mit dem Betrieb verbunden ist?
00:41:32: Und sich davon zu lösen oder das Umzugestalten ohne jetzt zum Katz machen?
00:41:37: Wir wollten auch nicht sagen wir machen jetzt alles anders.
00:41:39: Wir nennen neues Logo neuer Name wie dass.
00:41:41: das hatten wir nicht vor.
00:41:43: Also haben wir nicht.
00:41:43: vorher hatten wir auch nicht vor aber trotzdem ist es herausfordernd.
00:41:46: Wir müssen es ja anders machen, authentisch.
00:41:48: Also das kann man nicht nachmachen.
00:41:49: Dietmar gibt's nur einmal und uns gibt's noch einmal dich hoch.
00:41:52: Das kann man sich fägen so.
00:41:54: wir müssen unseren eigenen Weg finden und da haben wir das angefangen umzumodeln.
00:41:58: Also Dietmar Plenz der setzt Trends könnte man sagen sieht ihn einfach so wie den Mercedes Stern bei Mercedes.
00:42:04: Weißt du er ist quasi dieses ikonische?
00:42:07: Er hat sein Gesicht und seine Person oder auch die ganze Bäckerfamilie.
00:42:10: dass ist so das Bild gewesen was nach ausgetragen wurde was auch wirklich so ist.
00:42:15: Die wohnen immer über der Bäckerei.
00:42:16: Sie sind ja sehr nah am Betrieb dran gewesen.
00:42:19: Also näher geht es, nicht als über der Backstube zu wohnen und dann wirst du nachts wach, weil die Kessel unter den Kneter geschoben werden.
00:42:25: Also er wird wahrscheinlich nicht mehr wach?
00:42:27: Er wird nur wach wenn dieses Geräusch nicht passiert?
00:42:30: Wahrscheinlich nicht!
00:42:30: Weil das in seinem Kopf so abgespeichert ist... Aber das Schöne ist ja über einer Bäckerei zu wohnen bedeutete automatisch auch, dass sie jeden Tag so teuer riecht wie jetzt hier an diesem Studio, weil ihr ja Kistenweiserbäckerei Zeug reingeschleppt habt.
00:42:42: also Bitte nicht despektierlich.
00:42:44: Nein,
00:42:45: nein, verstehe das schon!
00:42:46: Ein bisschen
00:42:46: aus dem großen Portfolio von der Bäckereipläntz was es da so gibt vom Kuchen bis Brot ist alles dabei und das duftet natürlich.
00:42:52: und wenn man in einer Bäckerei wohnt oder darüber dann duftete dass da auch den ganzen Tag nach Kuchen und Brot oder?
00:42:58: Ja mega
00:42:59: Kräut aber jetzt gebacken werden oder irgendwas lebt Kuchen an Weihnachtszeit traumhaft.
00:43:03: Da müssen wir nachher auf unbedingt drüber reden, weil ihr habt ja auch ein Lebkuchenbausatz.
00:43:06: Was ich ganz spannend finde da steht es wieder Bäckerei.
00:43:09: Pläns steht auch für Innovationen.
00:43:10: also Es wurde immer irgendwas Neues erfunden.
00:43:13: wann hat Karl Dietmar also Dietmar wie ich ihn liebevoll nenne?
00:43:16: Wann hat der angefangen?
00:43:18: Da war er Anfang zwanzig oder noch vor zwanziger.
00:43:22: Also sein Vater der Opa Carl war ja schwer krank auch von der Arbeit also schwer herzkrank glaube ich unter anderem und hat erst schon als sechzehntzigjährer richtig Verantwortung tragen müssen dann sein Meister gemacht und ich glaube Richtig, die Firma mit achtzehn Jahren übernommen.
00:43:35: Das müssen wir selber fragen.
00:43:37: da bin ich so sattelfest bei den Fakten aber auf jeden Fall sehr früh.
00:43:41: also alle die mit Pläns zu tun haben machen alles was sie machen sehr sehr früh.
00:43:44: ihr heiratet sehr früh man fängt sehr früh an mit irgendwelchen besonderen Jobs.
00:43:50: damals waren die acht Leute als er die übernommen hat und jetzt sind vierhundert neunzig.
00:43:55: Ich habe vorhin noch ein paar Bilder gesehen von euren schönen Filialen und ich fahre ja regelmäßig vorbei.
00:43:58: Wenn ich durch Felten fahere, dann sieht man natürlich sofort wenn man da durchfährt eure neue Filiale die sieht auch so toll aus.
00:44:04: Die habt ihr so toll gestaltet.
00:44:06: wo immer eure Filiale auftauchen ist es immer dieses Gefühl von Heimat irgendwie.
00:44:11: Ist das wichtig?
00:44:12: Das ist
00:44:13: mega wichtig.
00:44:14: also wir wollen mehr sein als nur einen Bäcker.
00:44:15: Wir wollen ja Treffpunkt sein wo Menschen, weil einfach zu viel digitaler Schrott rumfliegt und wir uns immer mehr isolieren in diesen ganzen Welten.
00:44:26: Wollen wir Orte haben, wo die Menschen sich begegnen können?
00:44:29: Wo sie was Leckeres genießen können.
00:44:31: Wir lieben Genuss, gute Produkte mit tollen Zutaten aber eben auch wenn Menschen sich begegnet können.
00:44:37: Weil wenn man miteinander redet kann man Frieden schließen, kann man auch mal vielleicht eine Meinungsverschiedenheit austauschen Man kann sich gegenseitig tragen.
00:44:45: Die Welt ist so voller Schwierigkeiten und Herausforderungen.
00:44:48: Und ich glaube, dass wir als Beziehungswesen geschaffen sind.
00:44:51: Und deshalb ist es nötig, dass es Orte gibt wo man sich begegnet.
00:44:54: Weil unsere Innenstädte so ein bisschen kaputt gehen und sterben, glaube ich das die Bäcker und die Friseure da einfach noch eine echte Gesellschaftsaufgabe haben.
00:45:03: Wir merken ja jeden Tag also dieses Gespräch im Verkauf.
00:45:06: Wir haben am Tag mehrere Tausend Kunden.
00:45:09: Das findet jeden Tag statt um die Stammkunden in den Fialen.
00:45:13: Ja größtenteils auch manchmal so viele Stamm kunde dann jeder Namen morgens angesprochen.
00:45:18: Das ist wichtig, das ist ein richtiger sozialer Anker und da fällt halt weg wenn du nur ins Auto steigst oder Büros im Homeoffice und dann an deine eigene Kaffeemaschine gehst und dann kommt bisschen mehr Einsamkeit.
00:45:30: Ich bin ja jemand der quer durchs Land fährt ständig immer auf der Suche nach neuen interessanten Menschen so wie euch zum Beispiel.
00:45:35: und dann halte ich regelmäßig in Bäckereien an, dann setze ich mich bei Plants in eine Backstube.
00:45:42: In einem Gastraum holen wir einen Kaffee und ein Stück Apfelstreuselkuchen zum Beispiel, weil ich den gerne mag.
00:45:47: oder euer Pfannkuchen sind auch lecker.
00:45:49: Setz mich da rein und dann beobachte ich genau diese Interaktion die du gerade berichtet hast.
00:45:53: also zwischen hey schön dass du mal wieder da bist heute auch wieder vier Stück davon.
00:45:57: und welches Brot?
00:45:58: Ich hatte zwei Brote bestellt weil wir kriegen Gäste ja ich weiß ja da kommen ja der und er vorbei haben mich schon erzählt heute und so es ist ja quasi wie auch so ein Talk of Town da.
00:46:06: Bestätigst du?
00:46:07: Ja denke ich auch
00:46:08: So ist ja die, genau das macht es aus.
00:46:11: Genau diese Kleinigkeiten, diese besonderen kleinen Momente wo man Leben teilt.
00:46:15: Unsere Viren bauen wir oft schön oder vielleicht ein bisschen schöner mit Details und wo wir mehr Aufwand treiben als es nötig ist.
00:46:25: also nicht nur... ... vom Full House Function so kaffeemaschinefältig abwischbar, sondern irgendwie du kannst was mit den Augen entdecken.
00:46:31: Du kannst was... irgendwie siehst einen alten Gegenstand oder hast irgendwie Material in die zusammen passen.
00:46:36: Mir war es auch immer wichtig.
00:46:36: das war also dass du echtes Material lasst und wenn wir Eiche haben versuchen mal da der echte Eiche ist.
00:46:41: Fließen nicht einfach weiß sondern irgendwie mit Struktur.
00:46:44: Also dass du etwas erleben kannst und eine Haptik wahrnehmen kannst.
00:46:48: Und auch übers Licht über die Gerüche.
00:46:50: Wir backen ja an allen Läden frischt die Brötchen.
00:46:53: Das macht einfach auch einen Unterschied.
00:46:54: Einmal für die Qualität ist es die eine Sache, aber auch dass du wieder... Dass du mal was riechen kannst ne?
00:46:59: Ich merke das immer wenn ich Auto fahre und im Winter fährt man nie mit Scheibe runter und irgendwann, im Jahr gibt's ja den Moment wo man dann mal die Scheibe heruntermacht und nicht in der Arsch abfriert Und dann merkst du im Frühling plötzlich, man meint er riecht hier alles draußen.
00:47:11: Ja!
00:47:12: Wenn du dich nicht machst, nicht die Scheiben herunter machst Dann erlebst du nicht.
00:47:16: Also du musst dich dem aussetzen sonst passiert es nicht.
00:47:19: und ganz oft ist man in seinen eingefahrenen Strukturen und seinem Rhythmus drin.
00:47:23: Und dann vergisst man das, ich habe beim Joggen jetzt angefangen nicht mehr Kopfhörer zu tragen... ...und dann hörst du halt wie der Laub unter den Füßen knirscht, wie irgendwo der Vogel zwitschert, wie ein Auto hubt.
00:47:34: also das ist was, das ist irgendwie real, das Leben
00:47:37: finde
00:47:37: ich!
00:47:37: Und das kannst du bei uns erleben in den Viren aus meiner Sicht und der Mensch ist auch noch da als ja nicht nur Das
00:47:43: liebe ich besonders.
00:47:44: Interaktion zwischen Menschen, weißte?
00:47:46: Ich liebe ja unsere Dialekte in der Region und freue mich da wenn die Leute Berlinern untereinander und sagen, hey, wir sind auch hier, kann man ran und so.
00:47:54: Ich liebe das sehr.
00:47:55: Wenn du Marken hast richtig...
00:47:57: Eins A getroffen übrigens dein Dialekt.
00:48:00: Genau so klingt es für Leute!
00:48:01: Ja, das ist so.
00:48:02: Ich bin ja auch eine Ehner von hier, weißt du?
00:48:05: Wenn ich das muss, kann ich auch klingen wie von hier.
00:48:07: Verstehst du's?
00:48:08: Im Brandenburgischen sind wir noch ein bisschen breiter.
00:48:12: Südbrandenburg
00:48:12: auf jeden Fall, da geht alles Richtung Südbrennenburg und auch Richtung Nordbrandenburger.
00:48:16: Also wir haben alles!
00:48:18: Wir haben tolle Leute mit tollen Dialekten die ich überall in allen Landeszeilen sehr mag und schätze und die ich auch überall raus höre.
00:48:24: Egal welches Bundesland ich fahre... ...ich höre Berliner und Brandenburger raus.
00:48:29: Ich weiß nicht, wie es euch geht.
00:48:30: Aber bei mir ist das so!
00:48:32: Sag mal Jens hast du auch diese Krankheit?
00:48:33: Dass wenn du einen Dialekt hörst, dass du den von deinem Gegenüber annimmst?
00:48:36: Natürlich
00:48:37: und besonders schlimm ist es, wenn Leute da sind die wirklich richtig doll Berlinern also Mario Bart Axel Schultz ja.
00:48:44: Wenn solche Persönlichkeiten hier reinkommen, die sowieso am ganzen Tag nur Berliner war scheiße.
00:48:48: dann heigt er sofort, dass ich das mache.
00:48:50: Und wenn ein sechscher Kollege vorbeikommt, kann's passieren, dass sich nur mit dem bisschen ...
00:48:57: Dann geht's los.
00:48:59: Wir arbeiten ja auch mit Bego Erzgebirger zusammen, und Tony ist mein Gegenüber da.
00:49:06: Mit dem Telefonierstandern bestellst du mal Ware?
00:49:10: Also ihr seid ja nur beide Berliner.
00:49:12: insofern wir haben diesen Dialekt sowieso drauf.
00:49:15: aber man würde es auf Anhieb wenn wir hochdeutsch sprechen wollen können wir das ja auch.
00:49:19: Wir können ja auch die seriösen Hochdeutschen geben wenn wir es wollen Kein Problem.
00:49:22: Also bei Reif ist das sowieso kein Problem, weil du warst ja nur international unterwegs auf Baustellen in Paris und sonst irgendwo da musstest du ja sowieso hochdeutsch sprechen.
00:49:30: als Ingenieur erwartet man das auch ne?
00:49:31: Ja das Moin kann ich nicht ablehnen.
00:49:33: Das halbe ist ja ein Hamburg oder ein Hamburger geworden.
00:49:35: Ist vielleicht ein bisschen affig aber... Sag ich mal
00:49:37: noch.
00:49:37: Jetzt bist du ja der Maschinenbauingenieur und Maschinenbauingenieur hat ja auch viel mit Bäckereihandwerk zu tun, weil ihr habt viele Maschienen.
00:49:43: Und kannst du da ab und zu mal sagen, Moment mal lass uns mal darüber nachdenken ob das die richtige Wahl ist oder ob wir das vielleicht nicht ein bisschen größer denken?
00:49:50: Weil es gibt da schon Innovationen, die uns eventuell auch helfen können?
00:49:53: Also der Gedanke ist naheliegend.
00:49:55: Auch Dietmar meint also am Anfang habe ich mich um Technik und so gekümmert.
00:49:58: Da hab' ich schon ein sehr gutes Grundverständnis und kann Probleme einschätzen und so.
00:50:03: aber am Ende ist das alles.
00:50:05: Wir haben Produktionsmaschinen, wir machen viel mit der Hand.
00:50:09: Wir haben keine hochgradige Automatisierung oder so.
00:50:12: Wir sind jetzt nicht in einer Robotik oder so unterwegs wie eine Automobilindustrie.
00:50:15: Ich habe ja Kraftwerkstechnik studiert.
00:50:18: Alles was so Energie angeht, da fühle ich mich am meisten zu Hause aber eben größer weiter schneller oder sowas.
00:50:25: Aber wichtiger Punkt!
00:50:26: Energie ist heute sehr teuer und wenn man etwas sparen kann und weil du den Weitblick hast... Du wirst es wahrscheinlich auch umsetzen.
00:50:32: Und ich
00:50:33: glaube, anders hält sich da auch so ein bisschen... Also natürlich ist das absolut hilfreich und er hat eine super Auffassungsgabe, ein super technisches Verständnis.
00:50:41: also Das ist natürlich absolut von Vorteil für uns und ich bin heilfroh, dass er da ist, um diesen Bereich strategisch zu überblicken.
00:50:48: Dazu kommt ja noch, dass Er nicht nur Ingenieur ist, er ist auch sehr schlau!
00:50:53: Wenn es Themen gibt die er nicht kennt dann kann er sich schnell rein denken.
00:50:58: Sehr komplexe Systeme durchdringt der Super schnell, dieses analytische Denken was wir schon besprochen haben diese strategische Weitsicht auch auf Details zu achten.
00:51:07: Das ist absolut eine Stärke von ihm und ihr macht mir nicht so viel Gedanken über Sachen bin mehr der herzliche Typ, der gerne quatscht, der gern mit Leuten Beziehung pflegt oder sehr gerne genießt und wir ergänzen uns da drin in dieser Dualität super gut.
00:51:22: Danke für die Blumen.
00:51:23: Ich habe bei euch immer das Shing und Yang vor Augen, weißt du?
00:51:25: Wenn du diese beiden zwei ungleiche Teile so zusammenhältst... ...und es wird ein großes Ganzes und sagst, ah guck an!
00:51:30: Da sind sie beide.
00:51:31: Das macht schon Spaß.
00:51:32: Das muss Spaß machen wenn euch das keinen Spaß haben würde sondern es gibt ja so dieses Bild von dem Stein den Berg hochrollen.
00:51:38: Weißt du wenn du das jeden Tag wieder machst und sagts ok ich komme nie oben an weil der Stein rollt mich immer wieder runter.
00:51:43: Das ist ja bei euch nie
00:51:45: Ich
00:51:45: hab das auch nicht.
00:51:46: Also die gleiche Sache Zweber mache ich nicht gerne gar nicht Oder auch wenn ganz witzig manchmal Noch mal Danke Max, aber meine Schwäche ist manchmal diese ganz einfachen Sachen.
00:51:57: Also wenn ein großes Problem ist oder so Krise, das ist irgendwie nicht so schlimm, aber keine Ahnung.
00:52:03: Häftigte Papier als Linksruhe oder Rechtsrufe sitze ich mal hier lang dicker und dann wie kann ich es optisch
00:52:08: erwäße?
00:52:08: Komm mal bitte!
00:52:09: Wie machen wir das?
00:52:10: Da haben wir
00:52:10: einen guten Modus da hilft Max auch regelmäßig.
00:52:12: Ja ja, habe ich noch
00:52:13: ein bisschen.
00:52:13: der Pragmatiker Der
00:52:16: Mann fürs Komplexe und der Bodenschein der Pragmatiker.
00:52:19: Deshalb bist du auch der geschäftsführende Gesellschafta?
00:52:21: Herr Schöpner auch, wir sind beide!
00:52:23: Ach so und ich dachte du bist ja Bäckermeister.
00:52:25: wie ist das also ihr seid beide...
00:52:26: Beide Geschäftsführer, beide Gesellschafta
00:52:29: Und wir haben uns darüber hinaus noch in einer Firma aufgeteilt.
00:52:32: Also er macht den Verkauf Ich mach die Produktion Okay Und für die Verwaltung haben wir einen Verwaltungschef.
00:52:39: Kannst Du backen Ralph?
00:52:40: Ähm Pizza, tiefgepizza kann ich in den Ofen schieben.
00:52:43: Also ich würde sagen, ich bin nicht unbegabt.
00:52:45: Aber ich habe es nie gelernt.
00:52:46: also ich könnte jetzt nicht irgendwie... Du bist
00:52:48: ja Mimikriman!
00:52:49: Du kannst alles nachmachen du musst das einmal sehen und dann kannst du das.
00:52:52: Ich
00:52:52: hab ihn letztens versucht beizubringen.
00:52:54: Jetzt bin ich abgerutscht.
00:52:57: Ich habe ihn letztes versucht beizubeingen wie man Gare bestimmt.
00:53:01: Viele Bäcker in der Lehre brauchen ja drei Jahre dafür Gare zu bestimmen.
00:53:04: Das muss so leicht Federn sein die Backware.
00:53:07: Dann ist sie perfekt Und er hat den sofort schnell erfasst.
00:53:12: Weil überrascht.
00:53:13: Wie lange hast du gebraucht?
00:53:14: Nur drei Jahre
00:53:16: ist.
00:53:16: Und du?
00:53:17: Drei Mal!
00:53:18: Ich muss das dreimal probieren, warte mal.
00:53:19: Also ich habe es nicht gelernt, ich kann...
00:53:21: Einmal.
00:53:21: Einmal hat gereicht.
00:53:22: Ich würde's gern können.
00:53:23: Ja
00:53:24: naja Aber wir lieben Essen machen Wir haben uns da drin ausgeturbt.
00:53:28: also grillen Fleisch kochen Sachen entdecken Genuss Das passt alles irgendwie gut zusammen.
00:53:36: Ihr seid doch beide Fleischfresser sozusagen Anführungszeichen Ja schuldig
00:53:40: Abworen
00:53:41: aber wir versuchen quasi gesünderen Umgang damit zu finden.
00:53:44: Also wir sind uns unserer Verantwortung bewusst, nicht billig und viel und so sondern
00:53:48: gute Qualität
00:53:50: im Idealfall gut aufgewachsen.
00:53:52: regional versuchen wir schon draufzuachten.
00:53:55: aber ihr müsst ja auch das Segment der Vegetarier und Veganer mit bedienen und habt auch eine die entsprechenden Produkte.
00:54:00: ne?
00:54:00: Mega!
00:54:01: Wir haben was mega geiles neues vegetarisches Produkt Brot.
00:54:05: Wow Das gibt's bei euch.
00:54:07: Wer hätte
00:54:07: das gedacht?
00:54:08: Nein, ich, Entschuldigung... Sorry!
00:54:12: Wir haben plötzlich vor ungefähr fünf, sechs Jahren sind vegan Schildern unseren Broten aufgetaucht im Brotregal und ich hab mich gefragt warum müssen wir das jetzt daran schreiben?
00:54:22: weil es so ein Trend ist?
00:54:23: Es war schon immer vegan.
00:54:25: War kein Schweinwahr von euch verarbeitet im Bruch vorher?
00:54:27: Ja, ich
00:54:27: will mich nicht darüber lustig machen.
00:54:29: Ich finde es gut wenn jemand da auch seiner Überzeugung folgt Und ich glaube auch dass grundsätzlich gut ist und ich glaube, dass wir als Bäcker bei vielen Produkten eben auch eine gute Antwort liefern können.
00:54:41: Also wir haben da auch unsere Erfahrung.
00:54:43: an der Realität kann man es am besten messen.
00:54:44: also wenn wir uns Gedanken gemacht haben zum Beispiel vegan Snack mit reingenommen und dann ist aber leider also speziell von dem vegan also ganz vegan Produkt die Nachfrage einfach zu gering gewesen das wir es weiter produzieren konnten.
00:54:57: aber der Ruf danach war halt sehr laut gewesen Und das ist ja auch in Ordnung.
00:55:01: Wir testen das dann aus und dann bleibt eine Sache oder nicht, und zum Glück kamen wir alternativen.
00:55:06: Wir haben ja nicht jetzt grundsätzlich alles irgendwie mit Fleisch.
00:55:09: In unserer belegten Botine gibt es immer vegetarisch und nicht vegetarische aber vegan-klassisches einfach auch bei uns.
00:55:15: Wir sind ja sehr ländlich also Berlin ist da anders glaube ich in einer Stadt nämlich dass als wesentlich präsenter war.
00:55:20: warum wesentlich nicht.
00:55:21: Trends kommen über die Städte ins Land so kommt vielleicht noch Aber aktuelles sind nicht so ein großes Thema.
00:55:27: Aber auf jeden Fall habt ihr das in eurem Portfolio und sagt ja, Brot ist schon
00:55:30: ewig lange vegan.
00:55:32: Wir
00:55:33: wollen natürlich, dass wenn der Kunde zu uns kommt im Vier nicht, der sind der Mimimi haben wir nicht, können wir nichts anbieten sagen sondern, dass wir eine Alternative haben, dass sie einen Angebot haben.
00:55:44: Und da können wir sagen, das ist vegan, das es vegetarisch, so und so.
00:55:48: Das Brot ...es Weißbrot, wir haben Vollkornbrot!
00:55:50: Wir haben mit Kräutern, Mit-Sarten ohne... Also wir wollen, dass jeder was findet, was ihm gefällt damit er nicht woanders ... hingehen muss zusätzlich, um sich Brot zu kaufen.
00:56:00: Und genau das ist ja unser ... ... unsere Überzeugung dass man nicht billig also aus der Industrie über den Lebensmittel Einzelhandel kaufen muss was irgendwo zentral gemacht wird und durch die halbe Republik geschickt wird sondern halt lokal bei seinem Handwerk, da sind wir schon überzeugt von
00:56:14: mir.
00:56:14: Mir ist noch mal was eingefallen.
00:56:15: ganz wichtig Ralf hat ja vorhin drüber gesprochen... ...dass wir Maschinen haben bei uns und diese Maschine helfen uns die Arbeiten zu verrichten die den Bäcker kaputt machen Teige teilen, hochfahren, kneten.
00:56:29: Das sind alles Maschinen und am Ende ist es so dass wir fast jeden Teiglingen jedes Teigstück was dann rauskommt abgewogen vorportioniert das wir das von Hand aufarbeiten.
00:56:39: ich glaube dass das auch ein Handwerker ausmacht dass wir ausbilden dass wir uns engagieren in der Branche dass wir den Branchen Kollegen nicht als Konkurrenten sehen sondern als Kollegen weil das Backhandwerk oder die Backkultur zu bewahren ist Und da hat jeder Bäcker so seine Besonderheiten und bringt eine Bereicherung für uns als Gesellschaft.
00:57:00: Und deshalb sind unsere Maschinen in Anführungszeichen, ich habe jetzt Anführung Zeichen in der Luft gemacht...
00:57:07: Ja man weiß die auch genannt auch, man kann sie auch hören.
00:57:10: ...und diese Maschine, die sind eben dafür dar, dass der Bäcker alt werden kann ohne Rücken kaputt.
00:57:18: Das ist so ein bisschen meine Philosophie, wie ich einen modernen Handwerksbäcker verstehe.
00:57:22: Das
00:57:22: ist ja beim anderen Handwerk auch so!
00:57:24: Also viele Sachen die früher sehr schwer waren, die werden heute einfach mithilfe von Maschinen gelöst und der Handwerker macht das was am Werkstück zu tun ist ohne dabei großartig in Gefahr zu geraten sich zu verletzen oder schwer heben zum Missen oder sonstwas?
00:57:37: Ja
00:57:37: Ich finde es auch spannend wenn du das jetzt mit dem Tischlautern vergleichst.
00:57:40: Die wenigsten Flächen werden per Hand gehobelt oder geschliffen oder so weil sie einfach nach der Arbeiten arbeitet.
00:57:45: Macht das einen Unterschied am Ende?
00:57:47: Nein.
00:57:47: Das macht der Unterschied, dass der Fachmann also schaut, stimmt die Gesamtqualität, der das anfässt, der die Zutaten, sag ich mal bestimmt oder das Material.
00:57:55: und da haben wir auch gesagt Wir wollen auch als Handwerker also die Essenz behalten, wo der Fachman den Unterschied macht.
00:58:02: aber ob ich jetzt ein Teig hochfahre um ihn rücken krumm mache ist halt dem Teig egal Und auch für die Qualität unwichtig.
00:58:08: und zum Beispiel beim Thema Also abwiegen ist noch eine Sache.
00:58:11: Wir wissen, wie der Stundenlund ist.
00:58:12: Dreizehneunzig jetzt mittlerweile.
00:58:13: Das fordert uns immens heraus.
00:58:15: und jede Aufgabe wo es egal ist ob das eine Maschine oder ein Mensch macht, die abwiegende Maschine ganz genauer schneller
00:58:24: und kostengünstiger
00:58:25: so aber der Teig den zu kneten, den Bäckermeister zu haben und dann danach die Aufarbeitung zu gehen, ob er per Handabgewogen ist oder nicht.
00:58:32: Das spielt ... Das ist Wurst, weil das nicht die Essenz aus meiner Sicht.
00:58:36: Und das müssen wir natürlich auch rausfinden und sich weiterentwickeln Weil wir Moderner werden überlegen, ja braucht man die neue Technik oder nicht?
00:58:45: Gab auf den letzten Messen zum Beispiel selbst fahrende Kneterkessel und so.
00:58:48: Da gibt es also Robotik.
00:58:50: Und da ist immer die Frage nachher passt das Investment noch zum Nutzen.
00:58:54: Irgendwann ist die Arbeitskraft zu teuer dass sich das Schieben von einem Wagen über eine Fläche nicht bezahlen will.
00:59:01: Da soll der Fachmann stehen bleiben wo er ist und alles wird ihm gebracht sozusagen.
00:59:07: Also da würde man sich auch hin entwickeln möglicherweise.
00:59:10: Aber zumindest musst du wissen, wenn du ein Handwerk erlernst wie es geht.
00:59:12: Du musst also wissen, wie man aus einer Holzbohle zum Beispiel eine Tür bauen kann.
00:59:17: Ja?
00:59:17: Musst das aber nur wissen und dann musstest dann erschießen nicht machen die schweren Bäume hin- und her sondern das kann einfach die Maschinen übernehmen und du hast dann die Bretter da, woraus du die fertige Tür brauchst.
00:59:25: Das Ding ist auch der Mensch ja so anpassungs- und lernfähig und so schlau und so begabt dass es gar nicht überall Sinn macht zu überlegen Wie kann das nicht mehr machen?
00:59:35: Der Mensch versucht sich ja selber irgendwie unnötig ... dazu machen und will dabei immer mehr Geld... ...und Wohlstand haben.
00:59:40: Und irgendwo funktioniert das nicht mehr?
00:59:42: Also KI hält auch im Weckerhandwerk demnächst noch mehr.
00:59:45: Ja,
00:59:45: haben wir schon.
00:59:46: Hat ja viel Einfluss, ja!
00:59:47: Nee aber wir haben.
00:59:48: also gibt es schon die Softwareanbieter,... ...die wir haben, die haben da schon Lösungen dass man zum Beispiel nicht mehr... ...dass ich Daten manuell ausleiten analysieren muss sondern halt einfach dann über eine KI... ...also den Datenzugang bekommt.
00:59:59: Die Daten haben er schon lange und die KI ermöglicht ja das Verarbeiten und Auswerten auf ne ganz andere Art und Weise.
01:00:06: So Leute, jetzt lass uns mal über eure geilen Produkte reden.
01:00:09: Weil da war ich ja extrem begeistert!
01:00:11: Ich verfolge das ja regelmäßig in den Medien.
01:00:13: wenn es nur neue Dinge gibt... Wenn irgendwelche Produkte auf einen Markt kommen die gleichzeitig einhergehen mit Baum-Neubepflanzung
01:00:20: etc.,
01:00:20: pp.
01:00:21: Wenn wir gleich was auseinander nehmen dann muss sie immer sagen also ihr seid ja für euren kreativen und heils verrückten Aktionen bekannt.
01:00:26: Immer Eventcharakter.
01:00:27: Das heißt ihr wollt auch immer wenn es etwas Neues gibt dass sich die Leute das aufgrund dieser besonderen Aktion die mit dem Hand in Hand geht auch merken ne?
01:00:36: Also quasi im Gehirn einen neuen Fahrt anlegt dafür.
01:00:39: Ja,
01:00:39: auf jeden Fall.
01:00:41: Wenn es irgendwie möglich ist immer Leute ranholen mit einem Event, mit einem Erlebnis verbinden, mit einer Emotion...
01:00:47: Ich weiß das also.
01:00:48: Dietmar Plants auch schon damit begonnen hat irgendwelche Rekordkuchen zu backen oder sonst irgendwas.
01:00:53: Steht hier im Guinnessbuch der Rekorde?
01:00:55: ich glaube schon ne?
01:00:55: Das
01:00:56: ist so der Spline vielleicht auch von Dietmar.
01:00:57: Der hat gerne sowas gemacht und das was wir davon auch übernommen haben Wir gerne mit anderen Menschen oder was unterstützen, das machen wir damit verbinden.
01:01:06: In diesem Jahr haben wir ja Kichererbsenbrot vor, mit der Arche zusammenarbeiten und bei dem Toastbrot war es eine Baumpflanzaktion.
01:01:13: Lass uns mal nichts überstürzen!
01:01:15: Du hast jetzt zwei Stichworte gegeben, wollen wir die erst einmal auseinander nehmen?
01:01:18: Die
01:01:19: Antwort auf deine Frage ist Ja.
01:01:20: Wir stehen im Guinness-Buch der Rekorde, längster Flaumkuchen in der Welt.
01:01:23: Genau!
01:01:23: Das war es nicht so.
01:01:24: Irgendwas war doch... Wie lange?
01:01:25: Der war doch so lang, dass ich dachte, meine Güte, der würde ja selbst rechnen um dieses hungrige Beberradifunkhaus hier zu versorgen.
01:01:31: Siebenhundertfünfzig Meter glaube ich so ungefähr.
01:01:32: Ja und sowas viel fassbares ne?
01:01:34: Was nicht?
01:01:34: nach Hand in Hand mit irgendeinem Städterjubiläum oder irgendwas.
01:01:37: Und mit dem Gymnasium zusammen.
01:01:40: Wahnsinn.
01:01:40: So jetzt Kichererbsenbrot und Toastbrot.
01:01:43: Lass uns die Produkte erzählen.
01:01:44: Ich finde das einfach geil.
01:01:46: Ja was willst du wissen?
01:01:47: also...
01:01:48: ...Kichererbsenbrot?!
01:01:49: Warum KicherERBSEN?
01:01:50: Kichererbsen ist einfach ein Superfood, was in den letzten Jahren so einen Hype erfahren hat.
01:01:55: Ich selber mag Kicherersen einfach und ich wollte unbedingt etwas mit Kicherernszen machen...
01:01:58: Weil die sind lustig sind?
01:02:02: Während der Verarbeitung hört man das die ganze Zeit, ne?
01:02:04: Ja ja genau da Kichern aber alle.
01:02:06: Nee!
01:02:06: Einfach mir schmeckt Hummus sehr gut und ich mag den Geschmack und auch die Nährstoffe.
01:02:12: Aber im
01:02:13: Brot hat daraus noch niemand gewacken?
01:02:14: Weiß ich nicht, weiß ich nicht.
01:02:16: Aber wir sagen einfach mal ja Hat noch niemand gemacht, Weltneuheit.
01:02:20: Kicherabs im Brot mit Dinkelvölkernmehl, Dinkelmehl und oben sind so Reiskrisp drauf für einen besonderen Knack.
01:02:30: Sagen wir mal gucken ob man das hört?
01:02:31: Soll ich mal knacken?
01:02:32: Ja, knack'n wir.
01:02:33: Oh!
01:02:34: Ich hab gleich Hunger.
01:02:38: Kannst du mal sagen, woran es liegt?
01:02:39: Es ist krass oder?
01:02:41: Komm machen wir nochmal.
01:02:45: Parallel dazu läuft das Wasser am Munde zusammen.
01:02:47: Das ist ja unfassbar!
01:02:48: Also ich glaube von der ersten Idee, dass es schon zweihundert Jahre her und das Ding ist ja die man muss eine backfähige oder eine verarbeitbare Zutat bekommen also über jemanden der die einem herstellt oder verkauft und das ist ja Die größte Herausforderung haben wir jetzt gefunden.
01:03:05: letztes Jahr
01:03:06: Also ich bin ja auf mehrere Felder in Brandenburg gefahren, weil es gibt ja im Brandenburger Kicherabsen.
01:03:10: Und ich hatte die Hoffnung dass wir das halt geil machen können mit regionalen Kicherabsen aus Brandenburg.
01:03:16: Das hat bisher einfach noch nicht geklappt.
01:03:17: aber jetzt kriegen wir so dieses Kicher absenmehl.
01:03:19: das ist aus Deutschland aber aus dem Süden und ist ein geiles Produkt.
01:03:25: Mit einer tollen Frischhaltung die Kicher abgeliefert eben hohen Eiweißgehalt das musste man erst mal hinkriegen.
01:03:29: so aber das funktioniert.
01:03:31: und dann haben wir immer suchen wir oft nach einer Kooperation Und da ist es jetzt so bei dem Brot speziell, dass wir dreißig sind pro verkauften Brot an die Arche spenden und zwar ganz konkret die Kinder Ranch in Gransee.
01:03:46: Super!
01:03:47: Und das ist ein mega geiles Produkt.
01:03:48: Da sind Kinder aus sozial schwachen Familien oder auch Straßenkinder, die kriegen dort Hausaufgabenhilfe können Urlaub machen wenn sich die Familien sonst Urlaub nicht leisten können.
01:03:58: Das Besondere ist, dass sie im Sohnhof also Tiere haben, ne?
01:04:01: Also dass du mehr erlebst als jetzt in einer... Aber wurde nur, wie am Nachmittag hingest, um Freunde zu treffen oder in einer Betreuung so zu sein.
01:04:09: Du lernst noch was?
01:04:10: Genau das ist ja auch eine einzigartige Arche.
01:04:12: also hier in Gransee.
01:04:13: die haben auch zehn Jahre glaube ich Jubiläum gefällt dieses Jahr und dann gesagt sie wollen wir unterstützen.
01:04:17: Also geiles Produkt, geiles Projekt würde ich sagen
01:04:19: Ja auf jeden Fall Und so versuchen wir halt Jahr für Jahr solche Dinger zu machen.
01:04:24: Weiß nicht, ob du schon von unserem Bäckertos gehört hast?
01:04:26: Natürlich!
01:04:27: Auf der grünen Woche zum Beispiel.
01:04:29: ich habe davon auch ein Stück gegessen vor Ort und hab so gedacht Mist dass ich keinen Toast damit habe und mir noch ein größeres Stück hab tosten lassen können und das sich auf der Messe keine Möglichkeit hatte so einen Toastbrot mitzunehmen weil ich ja noch mit dem Mikrofon unterwegs war.
01:04:41: ansonsten hätte ich mir natürlich wahrscheinlich gleich zwei Stück in die Tasche gepackt.
01:04:46: Ich hatte
01:04:46: dir einen zurückgelegt am Stand haste nicht abgeholt.
01:04:49: Komm ich nächstes Jahr holen, das war noch früh für euch.
01:04:51: Das hält sich ja lange bei Plants, ne?
01:04:55: Dieses Toastboot ist besonders.
01:04:57: Max, erzähl die Geschichte bitte!
01:04:59: Es ist ja famos, viele Deutsche essen ja Toastbrot und wir wollten gerne irgendwie eine Bäckeralternative liefern.
01:05:04: Und wir haben jetzt ein Bäckatoast mit auch wieder Dinkel, Dinkel Vollkorn aber besonders hier Waldstaunenrocken aus dem Fleming auch von befreundeten Landwirten und dann haben wir noch Pastynake und Möhre da drin und außen dran saarten Sonnenblumenkerne und so.
01:05:19: Das Brot kommt erstmal relativ unscheinbar rüber und wir binden das jetzt nicht jedem auf die Nase wie geil es ist.
01:05:25: Es wirkt wie ein normales Toastbrot, was sehr lecker schmeckt.
01:05:28: Und wenn du dann hörst, was da drinnen ist und ... Du merkst plötzlich, boah geil das hält eine Woche!
01:05:33: Was is'n das?
01:05:33: Also bei vielen hält's nicht ne Woche weil es schneller aufessen.
01:05:36: Ja
01:05:36: aber mir würde es auch nicht länger halten...
01:05:38: Aber Frischhaltung ist ein ganz wichtiger Punkt.
01:05:41: Und eben Geschmack gute Zutaten.
01:05:44: und da haben wir dann eine Baumpflanzungsaktion unterstützt.
01:05:47: Weil wir glauben dass es wichtig ist, sich regional zu engagieren.
01:05:51: Dann haben wir dort investiert oder auch ein Projekt unterstützt gegen die Versteppung von Brandenburg.
01:05:57: Da arbeiten wir mit einem Schutzverein deutscher Wälder zusammen, um eben auch kompetent dort in unserem Beitrag zu
01:06:03: leisten.".
01:06:04: Reif, das dürfen wir gerne auch ein bisschen ausführlicher erklären?
01:06:06: Also ich habe gedacht wenn einen Bäcker jetzt anfängt Bäume zu pflanzen hat er es tatsächlich das eine mit dem anderen zu tun.
01:06:11: ja auf jeden Fall weil ihr sorgt dir dafür dass die Welt ein besserer Ort wird ne?
01:06:14: Also wir hätten gerne einen eigenen Wald.
01:06:17: also ich zumindest wäre cool also Carve & Footprint und so weiter CO-Zweih ausstoßen, weil wir produzieren und irgendwie Energiebedarf haben.
01:06:25: So ganz ohne geht es halt nicht!
01:06:26: Und der Gedanke damals war bei dem Bäcker-Toast wie bei der Liminatur, wie im Brandenburg... Wir haben gesagt, was kann man denn machen?
01:06:35: Lass uns doch etwas zurückgeben.
01:06:37: und dann haben wir gesagt, lass das mit Wald machen hatten.
01:06:39: Das Richtung Vögel überlegt oder Richtung, wie auch immer Kiefern.
01:06:42: Dann haben wir gedacht, kommen wir schauen mal ob wir was finden, was irgendwie ein Bezug dazu hat.
01:06:47: Das ist jetzt der Name beim Waldstaugen Roggen.
01:06:49: also dass Dass er jetzt kein Baum, das ist ein Getreide.
01:06:52: Er wächst auf dem Feld.
01:06:53: Das ist eine Ur-Getreide was rekultiviert wurde.
01:06:55: über einen Verein zur Rekultivierung haben wir es auch.
01:06:58: Zerren heißt ja quasi bezogen so ein Verein genau die so alte Sorten aufbauen und aufpäppeln.
01:07:03: Und der Gedanke ist schon dass wir halt wie Max schon sagt dagegen Die Versteppung vorgehen wollen und auch dafür dass er sehr weit ist unglaublich wichtig für uns also als Ökosystem.
01:07:13: Feuchtigkeitsspeicher Lebensraum für Tiere Ja alles möglich Und das ist so ein Teil, aber ich hätte gern einen richtigen Wald, wo wir sagen der Wald ist so groß.
01:07:21: Dass China uns nicht unseren Vorwurf machen kann, dass man mit Erdgas unsere Öfen befeuern.
01:07:26: Aber habt ihr noch ... Ihr seid noch jung, ihr könntet noch große Wälder pflanzen?
01:07:31: Wie viele Bäume habt ihr jetzt gepflanzt mittlerweile?
01:07:33: Fünf tausend waren es letztes Jahr.
01:07:34: Es
01:07:34: gab irgendwie pro verkauftes Brot irgendwie einen Baum.
01:07:36: oder wie war denn
01:07:37: das?
01:07:38: Das funktioniert so, dass wir für die Aktionen, also braucht man Betracht Geld für die Sitzlinge und für die Organisation
01:07:44: im Betrag
01:07:44: haben wir gesammelt.
01:07:45: Das war aber auch am Ende eine Euro pro Baum
01:07:48: Ungefähr,
01:07:48: glaube ich ungefähr.
01:07:49: Also fünftausend Bäume?
01:07:51: Wie viel Quadratmeter kann man dann schon bepflanzen?
01:07:54: Nicht soviel also von der Fläche ist es jetzt nicht riesig.
01:07:57: das waren glaube ich was ist ein Hektar oder?
01:07:59: Boah ich weiß das nicht mehr.
01:08:00: da haben wir noch an Fasching letztes Jahr elfter-elfter war die Aktion haben wir Pfannkuchen mitgebracht und haben mit mehreren Schulklassen aus einer Oberschule in Hohen Neuendorf beim Naturschutz Turm in der Nähe da diese Baum pflanzaktion gehabt.
01:08:14: Das macht schon Spaß.
01:08:16: Und da rennt ihr auf eine Tür ein, wenn er sagt hey wollen wir ein paar Bäume pflanzen.
01:08:18: und dann sagen die Schulen oh das ist ja ne tolle Idee machen wir mit!
01:08:21: Die machen das gerne so als Wandertag oder als Aktionen da kann die Kinder mal was anfassen?
01:08:26: Also wir machen auch regelmäßig Backstummpführung für Schulen.
01:08:29: für Kindergärten mach ich oft.
01:08:31: Ralf unterstützt mich wenn wir so Feste haben.
01:08:33: Wir machen regelmäßig so feste Erdbeerfestes jetzt demnächst wieder bei der Brandenburger Landpartie so fester am Holzbackofen Kinderbackstube.
01:08:42: Einfach einen Blick hinter die Kulissen, dass man reingucken kann in die Backstube... Praktikum
01:08:46: für jedermann?
01:08:47: Schülerpraktikum?
01:08:48: Ja, kann man selber gucken.
01:08:49: Warum
01:08:49: nicht?
01:08:50: Also für künftige Bäcker oder unter dem Standjahr ne?
01:08:53: So was macht ihr da auch noch.
01:08:53: Wir müssen
01:08:53: mal ein bisschen gucken.
01:08:54: natürlich wir müssen auch produzieren und da muss man auch dabei sein.
01:08:59: aber so grundsätzlich..
01:09:02: Die Antwort läutet
01:09:03: ja!
01:09:06: Der schon längere Geschäftsführer hat es entschieden.
01:09:11: Wir haben auch im Zuge von unserer Firmenvision immer wieder festgestellt, dass wir – also wir haben selber Kinder, Kita-Schule wie auch immer und wenn du einfach früh diese Erfahrung machst mit den Händen was zu backen, Brot zu essen
01:09:22: usw.,
01:09:23: da legst du halt den Grundstein.
01:09:25: Also wir versorgen bei uns am Ort die Kitas mit Brot und Brötchen.
01:09:28: Und wir haben eine Kooperation jetzt angefangen mit unserer Schule am Ort wo In der Weihnachtszeit, also die Schulküche ist verweist.
01:09:38: Da wird wenig drin gemacht und gesagt wenn jemand backen will dann kriegen sie von uns Teig und Dekor und komplett den Backen vor allem in der Weihnachtseite jetzt
01:09:45: als Lehrmeister.
01:09:46: Manchmal!
01:09:47: Also einfach dass da ein Kontakt ist und dann haben wir regelmäßig Schüler Praktikanten in den Läden auch in der Produktion und daraus entstehen oft Leute Also junge Menschen, die sagen, das möchte ich gerne auch in der Ausbildung machen.
01:09:58: Und da haben wir nach wie vor Leute, die seit dreißig Jahren bei uns arbeiten, die bei uns gelernt haben... Das
01:10:03: ist erstaunlich!
01:10:04: Die Quint, also die Essenz vom Handwerk ist Wir bilden aus und wir haben jetzt
01:10:10: elf Azubis dieses Jahr.
01:10:12: Das ist total krass!
01:10:12: Das ist mega!
01:10:14: Die wird
01:10:15: die Neu dazugekommen?
01:10:16: Und du hast keinen davon zwingen müssen.
01:10:18: Sie sind alle freiwillig gekommen.
01:10:19: Einiges vielleicht ein bisschen, nein, die sind alle freewillig da!
01:10:22: Ich bin super happy damit.
01:10:24: Auch in der Backstube haben wir das erste Mal seit zwei Jahren wieder Becker oder Becker?
01:10:28: Bei drei
01:10:28: Becker-Azubis.
01:10:29: aber man kriegt auch graue Haare mit Azubis ist trotzdem es lohnt sich egal ob sie jetzt bei uns bleiben oder nicht auch fürs Handwerk auszubilden.
01:10:37: Finde ich gut.
01:10:38: macht bitte unbedingt weiter so.
01:10:39: Ja
01:10:39: gerne
01:10:40: eine Sache die ich unbedingt ansprechen wollte ist euer Lebkuchen, euer Bausatz.
01:10:44: Ich bin ja so ein Lebkuchenfan muss.
01:10:47: Ja, wirklich.
01:10:48: Ich habe eine Schwäche für Lebkuchen sozusagen!
01:10:52: Also ich kann auch nicht widerstehen... Wenn ich in einem Eurer Filialen stehe und es ist die Weihnachtszeit und es gibt da irgendwelche Lebkuren zu kaufen, dann muss ich mir einen mitnehmen.
01:11:00: Würdest du kaufen wenn's jetzt an Ostern Lebkungen geben würde?
01:11:03: Hey haben wir drüber nachgedacht.
01:11:04: Haben uns nicht getraut.
01:11:05: Ich würde das das ganze Jahr kaufen aber man darf das natürlich nicht offiziell sagen weil dann mit dem Finger auf dich
01:11:10: zählen.
01:11:10: Nein also wir haben ja auch ... Ich hab ne Freundin im Nachbardorf in Kremm Die alte Lebkuchenfabrik.
01:11:15: Die macht auch ganz tolle Lebkuchen, mega.
01:11:17: Also ich find' Lebkuren auch klasse!
01:11:19: Printen oder Indomino-Stein... oder du...
01:11:23: Helf
01:11:23: darf ich mal eine Sache sagen?
01:11:24: Wenn du dich so drehst mit dem Stuhl klackert glaub ich den Kabel so ein bisschen.
01:11:27: Kannst du das mal
01:11:29: retten?
01:11:29: Klacker doch mal und dann lasst uns einmal klackern damit die Leute wissen ah das klackerte das Kabel.
01:11:33: Dankeschön Ralf ist Ingenieur, der darf auch mit Kabeln hantieren zwischendurch.
01:11:39: Er ist der Mann fürs Praktische weißt du?
01:11:42: Muss mal gucken was passiert hier wenn ich an diesem Kabel wackel.
01:11:44: ah das gibt ein Geräusch alles klar.
01:11:46: Diesen Lebkuchen Backhaus um darauf zurückzukommen.
01:11:48: also man kann es in der Weihnachtszeit kaufen und dann baut man das selbst zusammen.
01:11:51: Ich habe gar nicht so Bock dass eigentlich so einen Vordergrund zu rücken weil ja das ist nett aber super anstrengendes zu produzieren.
01:11:58: ehrlich wir können ja eher ehrlich reden.
01:12:00: oder natürlich für dich mache ich das gerne Jens
01:12:03: Eines
01:12:06: fertig gebaut oder als Bausatz?
01:12:08: Sowohl als auch.
01:12:09: Ich würde es dann fertig nehmen, ich würde es auseinander essen.
01:12:13: Ja
01:12:13: ist okay, das kriegen wir hin!
01:12:17: Es gibt noch für Innovationen bei euch in der Backstube wo alle Leute sagen was das gab's vorher noch gar nicht.
01:12:22: Holzbackofen da haben jetzt endlich umgestellt dass die Leute sehen können wie wir dort arbeiten.
01:12:27: also Freitag samstag Holzback Ofen vor der Bäckerei in Schwante und
01:12:32: Nee,
01:12:33: nee.
01:12:33: Der ist ein bisschen kleiner.
01:12:34: da passen so fünf und dreißig bis vierzig pro Schuss rein sagt man also eine Ofenbelegung ist ein Schuss.
01:12:39: wie lange dauert es?
01:12:40: Fünf vierzig Minuten okay Und wir backen so ab morgens früh so um sechs rum.
01:12:44: oder kann man den Bäcker live zu gucken wir die Brote aufarbeitet draußen alte Methoden und dann die Brotes frisch abbackt?
01:12:51: ich sage dir wenn das auch knossbrich ist und riecht so geil diese Kräuter Brote und Zwiebel brote und Käsekürbiskruste
01:13:01: Lass mal einen Knirschen zwischendurch.
01:13:02: Du hast ja ein bisschen was mit, ja?
01:13:06: Dafür würde ich mir Zeit nehmen, weißt du?
01:13:08: Wenn du dich bei schönem Wetter draußen da hinsetzt in Schwandte und ich habe einen Kaffee in der Hand, einen Blick auf den Bäckermeister also auf dich in dem Fall oder auf einen von euren Bäckemeistern die das betreuen haben, Holzbackofen, dann könnte ich mich hinsetzen in drei Viertelstunde, könnt ihr zugucken, das Boot backen sehen und anschließend das fertige Produkt einpacken und damit abhauen.
01:13:26: Und noch Klönschnack dabei.
01:13:27: Ja genau!
01:13:28: Manchmal haben wir noch einen kleinen Markt dabei, ein bisschen Räucherfisch bei Aron oder so.
01:13:32: Oder gibt da Maho nicht?
01:13:35: Wie so'n kleiner Regionalmarkt.
01:13:36: Schon geil!
01:13:37: Das ist toll und ihr seid aber an Innovationen dran.
01:13:39: das heißt es wird ständig weiterentwickeln.
01:13:41: Ja ich habe schon was in der Mache aber soll ich... darf ich verraten?
01:13:44: Natürlich,
01:13:45: machen wir.
01:13:46: Klar, machen mal.
01:13:47: Aber
01:13:47: nicht weiter erzählen jetzt.
01:13:48: Oh, das wird schwer.
01:13:50: Also ich verrate nur dir jetzt
01:13:52: okay?
01:13:52: Champagnerrockenbrötchen
01:13:54: Oder rüber wollen wir ja wissen.
01:13:55: Oh,
01:13:56: vielleicht haben wir nächstes Jahr für im Jubiläum wie wir es schon angesprochen haben.
01:14:00: und womit stößt man an?
01:14:01: mit Champagner Roggenbrötchen?
01:14:06: Okay, jetzt ein bisschen Bäcker machen ja auch flache Witze.
01:14:10: Nee genau also Champagner-Roggen wird in Schwante angebaut eine Urrockenart aus der Champagne am Hugenotten eingeführt.
01:14:16: Das
01:14:16: machen wir schon sehr lange an.
01:14:17: Das
01:14:17: machen das schon sehr lang bevor's cool war.
01:14:21: Befreundet der Landwirt baut es an, haben wir schon erwähnt.
01:14:23: Aber das gibt's bisher nur als Brot und ich will unbedingt ein Brötchen damit machen.
01:14:28: Und das wird geil!
01:14:29: Also die Story ist so mega... Das ist ja nicht regional, das ist ja sogar lokal.
01:14:34: Also lokaler gehts ja gar nicht.
01:14:35: Dann ist die Getreideart, also eine sehr lange Halmiger, nicht so ertragreicher Roggen.
01:14:42: D.h.,
01:14:42: er ist ein bisschen windanfälliger usw.. hat nicht solche hohen Ansprüche an den Boden wie hochgezüchtete oder gezüchtetere Getreide und manche sagen, der ist auch bekömmlicher.
01:14:54: Da darf man irgendwie nicht so richtig offiziell was du mal sagen gibts wie schwer zu messen.
01:14:58: aber da das ein Vollkornbrot ist und einfach einen höhere Anteil an Ballerstoffe usw.
01:15:04: drin ist es einfach grundsätzlich gesund und für den Körper halt
01:15:08: gut.
01:15:08: ja also man könnte jetzt ins Detail gehen.
01:15:10: biochemisch weiß ich nicht wie fit du da bist.
01:15:14: Proteine hast du schon mal gehört?
01:15:15: Ja, Eiweiße.
01:15:16: Es ist eine Reihe Aminosäuren an der Kette und wenn die sich verwurscheln nennt man das, dass sie eine Struktur haben.
01:15:21: Und es gibt Terzierstrukturen also verschiedene Knäubildungen und je nachdem wie sich das faltet die Eiweisse gibt es freie Stellen und besetzte Stellen und Sachen womit die mit anderen Stoffen interagieren können.
01:15:35: Es gibt eine These, dass bestimmte Co-Faktoren die mitgezüchtet werden.
01:15:39: Also bestimmte freie Stellen an so Eiweißen und Proteinen das die für Unverträglichkeiten zum Beispiel sorgen bei Hochgezüchten in Anführungszeichen hoch gezüchteten Weizen oder Roggenarten.
01:15:50: Fällt
01:15:50: bei euch ja dann weg?
01:15:51: Und es fällt bei uns weg und einige Kunden sagen Boah ey viele andere Brote vertrag ich nicht aber das vertrage ich besonders gut.
01:15:56: Jetzt können
01:15:58: wir nicht mit Gesundheitswert werben ist verboten.
01:16:02: Aber die Erfahrungsberichte die können wir teilen.
01:16:04: Das ist genau der richtige Punkt.
01:16:06: Dann kannst du sagen, frag doch mal die Frau an der Seite hier, die kauft das regelmäßig.
01:16:10: Die ist seitdem sehr glücklich und hat keine Magenprobleme mehr.
01:16:13: Ja?
01:16:13: Genau!
01:16:14: Habt ihr das öfter als Leute mit Unverträglichkeiten um die Ecke kommen und sagen habt ihr irgendwas für uns?
01:16:18: Auf jeden Fall... Und dann genau sind das eben die Themen.
01:16:20: also natürlich ... Du kannst nicht alle über einen Kamm scheren.
01:16:22: wir sind ja auch Ernährungsberater als Bäcker so ein bisschen.
01:16:25: Natürlich.
01:16:26: Das heißt die Leute kommen mit irgendwelchen Diagnosen oder mit Themen und sagen haben sie da was?
01:16:31: Und im Idealfall sind unsere Bäckerei Fachverkäuferinnen und Fachverkäufer so geschult, dass sie dann eben genau wissen okay da muss ich das ausprobieren.
01:16:39: Natürlich können wir keinen ärztlichen Rat geben oder so aber wir versuchen doch schon den Leuten Alternativen zu bieten.
01:16:45: Thema ist ja auch glutenfrei?
01:16:47: Oder also eine Weizenkleber frei?
01:16:49: Das ist natürlich sehr schwierig für einen Bäcker der irgendwie Kleber braucht.
01:16:51: Da haben wir Proteinosaten bestehen Aber das sind halt so Nischen.
01:16:55: Aber es gibt die Leute die deswegen kommen.
01:17:00: vielleicht machen der Stelle, weil Ralph jetzt einfach Kleber gesagt hat.
01:17:03: Er macht natürlich kein Kleber in unsere Brote rein.
01:17:06: aber Gluten übersetzt bedeutet Weizenkleber und das ist im Prinzip ein Stoff, der sich verbindet.
01:17:14: diese kleinen Luftbläschen die bei der alkoholischen Gehrung entstehen einfängt und dadurch entsteht die Lockerung im Gebäck.
01:17:20: also die Luftbläßchen salopp gesprochen die entstehen wenn die Hefe ihre Arbeit macht.
01:17:27: sie wird eingefangen in einen kleinen Kammern Und das sind, dass ist die Porung innerhalb des Brotes.
01:17:32: Das sind die kleinen Luftlöcher, die übrig bleiben und das Gerüst... ...das Klebergerüst, das wird gebacken.
01:17:38: So kann man sich so vorstellen!
01:17:39: Es
01:17:40: gibt ja Leute, die kommen mit einer Glutenunverträglichkeit zu euch in den Laden?
01:17:43: Also zumindest hatten sie bis zu dem Zeitpunkt als Sie bei euch im Laden waren.
01:17:46: und dann gibt es Produkte, die sind besser hergestellt, Brotruhe
01:17:49: etc.,
01:17:49: pp,... ...die auf einmal gar keine Unverträgligkeit mehr hervorrufen weil das anders gemacht ist ne?
01:17:55: Weil die Zusatzstoffe anders sind.
01:17:56: Weil die Inhaltsstoffe Anders sind und weil es mit Liebe gebacken ist.
01:18:00: Und weil wir uns die Zeit nehmen, tatsächlich werden da auch Unverträglichkeit Stoffe abgebaut wo sich die Industrie vielleicht nicht so Zeit vernimmt.
01:18:09: Man muss natürlich unterscheiden.
01:18:10: der Zyliakie also eine echte Glutenunverträglichkeit, da muss man schon sehr genau darauf achten dass absolut kein Gluten drin ist.
01:18:18: das können wir leider nicht abbilden.
01:18:19: Aber einige Leute haben das ja gar nicht und denken das sie's haben weil sie Industrieboot kaufen was nur fünf Minuten gelegen hat statt der geforderten.
01:18:25: Ich weiß nicht, wie lange muss ein Brot liegen.
01:18:29: Der
01:18:31: Teig braucht mindestens so fünf, sechs Stunden Ruhrzeit.
01:18:34: Das habe ich richtig geschätzt.
01:18:35: Habe ich schon gelernt?
01:18:36: Weil ich hab ja schon mit den Kollegen von euch gesprochen, die hier alle dieses Bäckerhandwerk auch lieben und ich liebe es dass ihr dieses Handwerk liebt weil ich davon profitieren
01:18:43: darf.
01:18:47: Weißt du worüber mich gefreut haben?
01:18:48: oder wisst ihr wo ich mich gefraut habe das Ihr Deutschlands beste Steuenbäcker geworden seid?
01:18:53: Das war, äh, zwei tausendundsech...
01:18:55: Der Stollenzerrariats.
01:18:57: Ja und das war nämlich ich denke normalerweise wenn du an Stollen denkst dann denkst naja es wird irgendwo Nürnberg keine Ahnung also aus diesen klassischen Regionen wo schon seit Jahrtausenden quasi Stollen gewacken werden und dann kommt das Ding aus Brandenburg.
01:19:10: Geil oder?
01:19:11: Ja!
01:19:11: Also man muss zur Wahrheit hinzufügen dass unsere Schwiegermutter Sechschen ist Und ihr Bruder der Backsturmleiter ist auch in Sachs hat auch in Dresdner Bäckerschule sein Meister gemacht.
01:19:20: Also wir haben Und die Fachleute sind ein bisschen importiert nach Brandenburg.
01:19:24: Aber ja, wir machen sehr guten Stollen.
01:19:26: Gibt's den heute auch
01:19:27: noch?
01:19:28: Jetzt gerade nicht.
01:19:30: Osterbrot haben wir momentan.
01:19:32: Ich meine ob es den Weihnachten wieder
01:19:33: geht oder... Ja auf jeden Fall.
01:19:34: Die
01:19:35: haben Zarrarias gibt´s wieder, ja?
01:19:36: Zarrarias gibt´ts genau.
01:19:38: der hat sich jetzt ein bisschen gewandelt zu so einem Marketingpreis.
01:19:40: da geht es dann mehr um die Vermarktung.
01:19:41: Genau.
01:19:43: aber wir versuchen trotzdem bei den Stollen
01:19:46: Wir haben sehr breites Stollensortiment an Weihnachten tatsächlich.
01:19:49: Immer
01:19:49: wieder zu überzeugen.
01:19:50: Also
01:19:50: viele verschiedene, wie viel immer zwölf?
01:19:52: Amarena-Valnos-Ecke ist kein richtiger Stollen aber es lieben viele Leute amarenaküchen.
01:19:57: und dann haben wir unseren normalen in Anführungszeichen Butterstollen sehr aufwendig mit Vorteig, mit Mandeln...
01:20:04: Im hohen Stollen das Stollen.
01:20:05: Orangier
01:20:05: hat viel Butter, immer Butter, Butter, butter.
01:20:09: Wurde sein!
01:20:10: Wird die Hörter zu will ich sagen?
01:20:12: Schon lecker!
01:20:13: Ihr habt viele Sachen aus dem klassischen Sortiment, auch Blechkuchen wie bei Oma.
01:20:16: Davon konnte ich heute schon mal ein Stück probieren.
01:20:18: Meine Lieblingsabwirkung muss ich mal sagen der ist total geil!
01:20:21: Es gibt Pfannkuchen bei euch und es gibt ganz viel Sachen aus Brandenburg.
01:20:24: ihr habt euer Portfolio ein bisschen erweitert.
01:20:26: Ihr habt also quasi einen befreundeten Hof nebenan Falkenberg ne?
01:20:30: Und ihr habt einen beFreundeten Imker, der euch beliefert.
01:20:32: Also das heißt ihr verarbeitet deren Sachen und verkauft die auch ne?
01:20:35: Genau richtig von dem Imker.
01:20:37: Das ist also von einer Schwiegerfamilie Die Imkerei auch aus dem Flaming Und da holen wir den Back-Honig her, aber wir vertreiben auch als Handelsware die Honiggläser.
01:20:46: Dann haben wir den Hof Falkenberg und auch den Thomas Richter wo wir Eierweideeier bekommen von glücklichen Hühnern.
01:20:54: Die vertreibten wir sowohl als Zehnerpackung bei uns als auch in der Backschube.
01:20:57: verarbeiten wird es.
01:20:58: Wir haben nämlich gemerkt dass die Eier einfach besser sind tatsächlich!
01:21:01: Auch von einer Backqualität vom Geruch vom Aroma also...
01:21:07: Die Hühners sind ja draußen und picken auf dem Feld rum und das ist quasi nicht Bio im Sinne von weil es das Zertifikat hat, sondern ich füttere biozertifiziertes Futter zu.
01:21:18: Sondern die ... Das ist quasi besser?
01:21:20: Besser als Bio!
01:21:21: So
01:21:22: wie
01:21:23: BB-Radio.
01:21:24: Das ist besser als normales Radio.
01:21:26: Ja man kann das einfach an der Stelle sagen.
01:21:27: wenn du das so zusammenfassen möchtest habe ich nichts dagegen.
01:21:30: Bevor wir noch so einen kleinen Blick in die Glaskugel werfen, was bei euch so in den nächsten Monaten noch passiert bis Ende des Jahres, ist es im Jahr zwanzig bzw.
01:21:36: siebenundzwanzig, bis die Geschäftsübernahme dann vollständig abgeschlossen sein wird, möchte ich da ganz kurz auf eure verrückten Hobbys zu sprechen kommen weil das finde ich schon sehr, sehr faszinierend wenn sich Leute wie ihr... Ich meine bei Ralf ist das völlig klar dass da so ein Nerdkram dazu kommt.
01:21:52: aber ihr habt's richtig Verrückte Hobbys, ja das mit Fantasy und allen möglichen Sachen zusammenhängt.
01:22:00: Also Magic Dungeons & Dragons Warhammer, LARP also so Rollenspieler all diese Dinge.
01:22:05: damit beschäftigt ihr euch in eurer Freizeit?
01:22:07: Und eigentlich aus meiner Sicht habt ihr gar nicht viel freizeit wo ihr das machen könnt!
01:22:10: Also
01:22:11: ganz spannend mein Schwager ist ja ein schlauer Typ.
01:22:14: Meinst du den der nehmt ihr sitzt?
01:22:15: Ja
01:22:16: also Max Schöpner hat mehr.
01:22:18: aus meiner sicht und grös...also die Hobbies.
01:22:21: so magic zum Beispiel spielt er schon sehr lange und ich habe mich immer beklagt Dass ich nicht so viele Hobbys habe und hatte mir quasi einen Booster geschenkt vor zwei Jahren.
01:22:29: Und mich infiziert, dass sie jetzt auch Magic, also ein Trading-Card Game... Also ein Sammelkartenspiel?
01:22:33: Genau!
01:22:33: Ein sehr altes Spiel, sehr komplex.
01:22:35: Es
01:22:35: geht um Taktik?
01:22:37: Ja man baut sich den Deck aus vielen Karten und dann spielt man halt sehr soziale Aspekte.
01:22:40: Also es gibt etliche Kumpels mit denen wir spielen.
01:22:42: Paar mal im Monat manchmal sogar mehrmals die Woche wenn's die Zeit hergibt.
01:22:45: Und ich hab ehrlicherweise ihr bei drei Kinder, wir haben Haus gebaut da ist nicht viel Zeit.
01:22:50: Und da habe ich bewusst gesagt hey nee jetzt mach' ich ganz bewusst So eine Sache wieder mal zweiter Stunden spielen, weil ich es halt nicht mehr so viel mache.
01:22:57: Also Rollenspiel also pen and paper war früher wesentlich mehr gespielt und lab die Zeit sind auch seit den Kindern ein bisschen zurückgefahren aber Mittelalter und Fantasies einfach das ist einfach geil.
01:23:06: Das
01:23:07: euer Ding so ein bisschen?
01:23:07: Ja ja
01:23:08: der Ringe der Hobbit Game of Thrones alles was in die Richtung geht versuchen wir schon auf zu sagen Und ich liebe Geschichten zu erzählen zu schreiben.
01:23:17: Ich mag auch Menschen die Geschichten erzählen ganz besonders
01:23:20: Herzlich willkommen hier.
01:23:21: Ja, du magst ja auch... Wir haben auch ähnliche Autoren die wir mögen.
01:23:24: Henning Mankell zum Beispiel, Die Wallander Reihe oder so.
01:23:28: Außer der Schluss der Schade und das ist
01:23:29: schon nicht so
01:23:30: schön.
01:23:30: Egal.
01:23:32: Hört ein Buchfeuer auf bevor es zu Ende ist!
01:23:34: Dann ist alles in Ordnung.
01:23:37: Und wie noch?
01:23:38: David Baldacci mag ich sehr gerne ganz großartig also hat ein paar ganz tolle Sachen geschrieben und höre ich ganz viel.
01:23:44: Ich habe ja angefangen mit Sherlock Holmes damals.
01:23:46: Das damit ging es dann bei mir los, da war das erste was mich richtig fasziniert hat weil ich dachte wenn jemand so logisch und zusammenhängend denken kann wo holt er das her?
01:23:55: Wir haben die Ecke gedacht und wusste schon Tage vor wie das ausgehen wird und so arbeitete ihr in der Bäckerei
01:24:02: Und auch hier Dungeons & Dragons, das hat ein bisschen neues Revival erlebt.
01:24:07: Da erlebt man ja zusammen eine Geschichte.
01:24:09: Es gibt einen Geschichtenerzähler den Dungeon Master und der beschreibt die Szene und er sagt dann Jens du bist in einem Dungeon, du hast deinen Bogen auf dem Rücken, du hasst dein Rucksack, du bist ein Leder gekleidet... ...und dann hörst du plötzlich ein Geräusch.
01:24:22: was machst Du?
01:24:23: Ja, was machst du?
01:24:23: Das ist abhängig davon was das für ein Geräuch ist!
01:24:25: Ja
01:24:25: sehr gut genau.
01:24:26: und dann sage ich pass auf gib mir ne Würfelwurf auf Wahrnehmung.
01:24:30: Dann würfelst du und dann kommt da meinetwegen eine zwanzig raus.
01:24:33: Und sag ich, oh du hörst ganz genau was es ist ein bedrohliches Geräusch, ein größeres Tier.
01:24:38: Deine Erfahrung sagt dir so und so.
01:24:39: Und dann was machst Du mit dieser Information?
01:24:41: Und dann beschreibst du Was du in der Situation machst und dann gibt's ne Interaktion und ich gestalte dann wie der Raum sich weiterentwickelt, was passiert, was das am Ende macht.
01:24:51: Man weiß nicht wie´s ausgeht.
01:24:53: Also geil ist
01:24:53: ja dass auch durch die Corona-Zeit dieses ganze Gesellschaftspiele spielen also auch Brettspieler auch in die komplexe Richtung ... mega den Aufwind erlebt.
01:25:00: Hat jetzt, ich sag mal letzten auch schon davor fünf bis zehn Jahren und wir haben auch schon vor zehn Jahren so komplexere Spiele gern gespielt... Also was über Menschen ärgerlich hinausgeht.
01:25:10: also wo man eine Runde zwei oder drei Stunden dauert, wo du viel Spielmaterial hast, komplexe Regeln ja dafür.
01:25:16: Ich habe mich mit anderen Leuten oder Kumpel zwar unterhalten nicht jeder hat irgendwie Bock drauf die sagen Ja ist mir zuviel oder doch mir zu lange ist mir anstrengend aber machen immer mehr Leute ist einfach wieder als Analog.
01:25:28: Am Tisch ist es was zum Anfassen, ist etwas mit Menschen einfach.
01:25:31: Back
01:25:31: to the roots!
01:25:32: So ist
01:25:33: es
01:25:33: ein sehr gutes Stichwort.
01:25:34: Ja so wir wollen aber nicht zurück zum Ursprung sondern wir wollen mal gucken was demnächst noch bei euch passiert.
01:25:40: weil wie wir euch kennen ihr seid ja zwei Jungs die ständig sich weiterentwickeln wollen und müssen habt ihr doch stimmt schon wieder Projekte für das Jahr two-tausend sechsund zwanzig?
01:25:48: Für das zweite halbjahr geplant und für siebenundzwanzig
01:25:51: also in diesem jahr ist es so dass wir gerade unseren Laden in Honeindorf bauen, der wird am Anfang Juli eröffnet.
01:25:58: Da sind wir im Kulturbahnhof also das alte Bahngebäude von der S-Bahn.
01:26:02: da haben wir einen kleinen Laden drin genau und da freuen wir uns sehr darauf.
01:26:07: denn schon seit ja langer Zeit ist die Frage gehen wir in die Richtung Huneindorf bis hier an Oberhafel?
01:26:12: Da haben wir bisher noch keinen Laden aber viele Kunden kommen daher wo da sind in der Region unterwegs und dass Ja da sind die Rufe auch ein bisschen gewesen dass wir dahingehend wir wollten es aber auch haben seit sechs Jahren schon mindestens auf dem Schirm gehabt und jetzt hat es geklappt.
01:26:25: Und so in der größeren Perspektive natürlich Firmjubiläum, Firmübergabe.
01:26:30: das sind so Themen neue Produkte.
01:26:32: wir haben ein paar Sachen noch in der Pipeline über die ich noch nicht sprechen kann aber da freue ich mich auch schon ganz doll drauf.
01:26:37: und dann wollen Ralph und Ich gerne nochmal eine neue Backstube bauen.
01:26:41: Das ist gut!
01:26:41: Eine
01:26:42: gläsende Bäckerei wo du von außen zugucken kannst bei der Handarbeit.
01:26:45: Cool Grüne Handwerksbäckerei, vier Punkt Null.
01:26:49: Das ist so ein bisschen unser Arbeitstitel immer gewesen der Zeit lang wo wir ein bisschen bessere Bedingungen noch haben nicht so verwinkelt, nicht so klein wie bei uns.
01:26:57: Ein langsames gutes Wachstum ohne dass man jetzt immer mehr haben will.
01:27:02: aber wir müssen einfach kleine Wachsumschritte gehen um uns weiterentwickeln zu können.
01:27:05: und ihr müsst jungen Leuten Lust darauf machen im Bäckerhandwerk zu arbeiten und das macht mal in einer Gläsern im Bäckerei natürlich auch weil die gucken von außen sagt es ja geil.
01:27:13: Riecht gut fasst sie gut an schmeckt gut macht Spaß.
01:27:17: Und ich sage mal auch, wenn es Kunden gibt, die einem das spiegeln, dass sie Produkte schmecken und so.
01:27:21: Dann hast du ein natürliches Wachstum in der Stagnation oder das Kleine wird das zu verwalten ist.
01:27:27: Also das ist super schwierig.
01:27:29: Und so eine gesunde Wachstation zusammen auch.
01:27:31: Wenn man jetzt sagt wir wollen unsere Preise stabil halten.
01:27:33: Wir wollen unserer Schwungmasse als Firma einfach so halten, dass wir in diesen zum Teil unruhigeren Zeiten nicht gleich wie den Nussschal am Sturm umgeworfen werden Da gehört das auch mit dazu und wir leben halt in Schwante, in der Backstube.
01:27:47: Ist es alles sehr kompakt auf vielen verschiedenen Ebenen?
01:27:51: Also fünf verschiedene Ebene – mit Keller, Lager, Backstuben, Büro, Sozialräume – alles übereinander.
01:27:56: Das ist ein einziges Rumgelaufen und Geschleppel aneinander vorbei gedränge weil's einfach zu klein ist.
01:28:01: Und da wollen man natürlich bestmögliche Arbeitsbedingungen für die nächsten Arbeitsgenerationen ermöglichen.
01:28:07: Wir wollen gerne für unsere Kunden auch in Zukunft hochwertige Backwachen bereiten, weiter ausbilden und wir wollen auch weiter mehr sein als ein Bäcker.
01:28:17: Das ist ja auch so ein bisschen unser Credo oder unsere Vision, unser Leitbild dass wir unsere Kunden, unsere Mitarbeiter, unsere Partner lieben wollen.
01:28:27: das klingt erstmal nach einem großen Wort.
01:28:29: Und was meinen wir damit?
01:28:30: Wir meinen damit, dass wir eben miteinander leben wollen freut und leidteilen für einander da sein und auch ein Stück weit von dieser Lebensfreude und Hoffnung teilen, Lust machen auf Genuss.
01:28:43: Begegnungen zwischen Menschen möglich machen.
01:28:45: Und in diese Richtung wollen wir uns auch als Bäckerei weiterentwickeln immer wieder zu hinterfragen wie können wir dem Menschen und dem Leben dienen?
01:28:53: Wie können wir als Unternehmer unseren Beitrag bringen?
01:28:56: Wo können wir uns einbringen?
01:28:58: Auch wenn ihr da draußen seid und jetzt zuhört und sagt boah wir haben irgendwie ein geiles Projekt!
01:29:01: Wir wollen was machen dann kommt auf uns zu schreibt uns infoatplans.de besucht unsere Website oder so.
01:29:08: Wir sind immer auf der Suche nach Partnern, Leute mit dem wir was machen können.
01:29:12: Die in der Region irgendwie eine geile Idee haben oder ein Projekt haben.
01:29:16: Ja, wir mögen das total und da Leute damit irgendwie zu begeistern und gemeinsam etwas zu schaffen, gemeinsam irgendwas anzupacken.
01:29:24: Das wollen wir in der Zukunft kultivieren und vielleicht auch ein bisschen hochgegriffen aber auch einen neuen Trend los treten.
01:29:32: Kuchen und Kommunikation?
01:29:33: Ja sehr schön!
01:29:37: Also es wird weiterhin innovative Dinge geben, wie die schwandener Schröppe oder das Champagnerrocken Vollkornbrot.
01:29:43: Oder wass auch immer!
01:29:45: Jetzt gucken wir nochmal kurz auf das Brot oben rauf und wissen, der Achtzehn-Siemund-Siebzig großes Jubiläum steht an.
01:29:51: also nächstes Jahr wird ordentlich gefeiert dann in allen vier Jahren vermute ich mal mit großem Fest.
01:29:56: Wir wollen gerne auf der grünen Woche da sind wir ja in Berlin vertreten auf der Messe.
01:30:00: Da sehen wir uns
01:30:01: wieder Genau und haben uns gesagt wir fangen damit unserem Jubilän um an Plan Stammkunden einzuladen, unseren Mitarbeiter und so weiter.
01:30:07: Dass wir dort quasi einen Auftakt haben, dann werden wir denke ich auch unsere Firmenfeier unter das Thema stellen und wir überlegen eine eigene Festveranstaltung dazu machen um ein bisschen das Lebenswerk unserer Schwiegereltern zu erhren.
01:30:23: Es gibt so viele Partner in der Branche von der Politik aus der Wirtschaft.
01:30:27: also Dietmar ist ja da...
01:30:28: Können wir Jens einladen?
01:30:30: Natürlich könnt ihr mich einladen.
01:30:31: Ihr könntet
01:30:34: mich jetzt fragen.
01:30:35: Jens, willst du zu unserem Firmenjubiläum?
01:30:37: Ich möchte auf jeden Fall zu eurem Firmen-Jubilän kommen!
01:30:39: Wir sind
01:30:39: ja jetzt Freunde also wegen eurer Firmpolitik
01:30:42: natürlich genauso ist es.
01:30:45: Du Jens ich habe noch ein kleines Abschiedsgeschenk
01:30:47: echt?
01:30:48: Ja darf ich dir das reichen?
01:30:49: Natürlich!
01:30:50: Das war aber was ganz Kleines
01:30:52: die Bibel.
01:30:53: ja da ist ein kleins Büchlein.
01:30:55: ich reichte das mal rüber
01:30:56: danke.
01:30:57: ohne Bibel im Haus wird nichts draus.
01:30:59: Und da ist eines der Bücher, die mir auch gerade in diesen schweren Zeiten total geholfen haben.
01:31:04: Die wir Kraft gegeben haben, das eine kleine Bibel zum Lesen und nicht zum Ausstellen um zu zeigen wie Frommern es ist.
01:31:11: Wir
01:31:11: sind ja sehr christlich geprägt von unseren Werten, von unserem Menschenbild und mir persönlich bedeutet dass sehr viel der Glaube und ich habe das grade auch in dieser Corona-Zeit, von der ich vorhin erzählt hab, sehr erlebt.
01:31:22: Dass es halt um Kraft gibt, gibt's ein paar Ferse, die für mich so zum Schlüsselerlebnis geworden sind.
01:31:26: ... mit allen Bitten und Danksagungen kommt vor Gott.
01:31:30: Und dann wird er euch Frieden schenken, das habe ich echt erlebt... ... dass egal wie tief ich drohe zu fallen,... ...dass sich da aufgefangen werde.
01:31:38: Dass ich angenommen bin, egal ob ich was schaffe oder nicht.
01:31:42: Diese Annahme, diese Unterstützung des Geborgenseins gibt mir ganz viel Kraft für einen Alltag... ...und informiert auch meine Entscheidungen im Betrieb, wie ich mit Menschen umgehe,... ...ob ich zweite Chancen gebe oder nicht und wie ich mich
01:31:54: investiere.".
01:31:56: Kleines Abschiedsgeschenk oder hast vielleicht auch schon eine.
01:32:01: Ich habe schon die größere, aber eine kleine Bibel habe ich noch nicht und eine kleine kann man immer mitnehmen.
01:32:05: So
01:32:05: ist es.
01:32:05: Kann nicht schaden.
01:32:07: Und der Nächstenliebe ist ein wichtiger Punkt den man immer beherzigen sollte egal was man tut.
01:32:13: insofern bedanke ich mich ganz herzlich.
01:32:15: und zum Schluss musste auch nochmal ein Brotknistern lassen.
01:32:17: das ist ganz wichtig.
01:32:19: jetzt nehmen wir nochmal ganz kurz ein wunderbares Geräusch mit am Ende und hören wie es klingt wenn man bei der Bäckerei Plants in ein frisches Backerzeugnis beißt.
01:32:29: Jetzt müssen wir unbedingt noch was essen, oder?
01:32:31: Auf jeden Fall!
01:32:32: Bei der Kuchen gibt's doch
01:32:34: lang genug geschnackt.
01:32:35: Ja, bei mir waren Ralf Keidel und Maximilian Schöpner... Es war ein sehr schönes, sehr kurzweiliges Gespräch, obwohl wir hier schon mal mit schönen lockeren neunzig Minuten auf der Uhr haben.
01:32:43: Hat sich das für euch so angefühlt?
01:32:45: Kein bisschen.
01:32:45: Kurzer.
01:32:46: Jetzt werden wir langsam warm.
01:32:48: Ich würde
01:32:48: gerne auch so viele Sachen erzählen und auch Sachen fragen.
01:32:51: Du bist ja auch ein sehr interessanter Mann.
01:32:53: Okay du darfst noch eine Sache erzählen Das ist quasi die Bonuserzählung und du darfst auch noch eine Frage stellen, bevor wir jetzt zum Schluss kommen.
01:32:59: Dann hören wir aber wirklich auf weil dann ist hier mal schon ganz schön überzogen.
01:33:03: das ist viel bei Wettendas früher.
01:33:04: Du alles gut!
01:33:06: Ich habe auf deiner Internetseite gesehen, du bist mit so einem Raketenauto gefahren.
01:33:09: wie war das?
01:33:09: Hast du Angst gehabt?
01:33:11: Ja hatte ich auf jeden Fall.
01:33:12: Das war beim Oldtimer Treffen in Filofort.
01:33:15: da gab es einen Barkers B-Thousand.
01:33:16: der hat hinten ein Flugzeugtriebwerk drauf.
01:33:19: Es gibt so verrückte Erfinderweste so Daniel Lüsen Triebs die irgendwelche Dinge machen die normalerweise keiner Und das war ganz toll, dass ich damit fahren durfte.
01:33:28: Ich habe anfangs eine große Klappe gehabt und dann hat er gesagt nach vater mal mit und ich dachte eigentlich vielleicht lieber nicht so.
01:33:34: ein richtiges Flugzeugtriebwerk macht ordentlich Lärm- und Vibrationen!
01:33:38: Wenn du das auf einem kleinen Barker festgeschraubtest hast, dann hast du das Gefühl du hebst wirklich ab mit dem Ding.
01:33:44: auch die Geräusche sind wie beim Flugzeug.
01:33:45: ist es wirklich Wahnsinn!
01:33:47: Einmal dieses Erlebnis hat richtig viel Spaß gemacht.
01:33:50: würde ich jetzt im Nachhinein noch einmal machen
01:33:53: Sehr geil.
01:33:55: Und das war die Frage, die mir gestellt hast.
01:33:57: und du darfst noch eine Geschichte erzählen, die du loswerden möchtest?
01:33:59: Nein ich glaube es waren so ein toller Abschluss.
01:34:01: Das kann man nichts mehr hinzufügen.
01:34:03: Nicht mehr zu topen!
01:34:04: Das Leben besteht aus geilen Erlebnissen und deshalb mache ich diesen Job mit ganz viel Herzblut.
01:34:11: Dann kommen wir gut zurück in eure Backstube und bei Gelegenheit gibt's Teil zwei unseres Gesprächs von heute oder?
01:34:17: Ja dann.
01:34:18: Bis
01:34:18: dann.
01:34:18: Auf
01:34:18: jeden Fall.
01:34:19: Ja Rene Hauern.
01:34:20: Tschüss.
01:34:21: Bis zum nächsten Mal.
01:34:23: Der BB-Radium Mitternachtstalk.
01:34:26: Jeden Nacht ab Null Uhr und jeden Freitag der neuste Podcast!
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